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Haribo macht Selecta nicht mehr froh: Goldbärchen-Krise erreicht die Schweiz

Die ganze Farbpalette in einer Tüte – und erst noch süss: Jahrelang waren die Haribo-Gummibärchen ein Kassenschlager. Doch nun hat die deutsche Traditionsfirma zu kämpfen. Auch hierzulande gibt es Zeichen für ein Ende des Bärli-Booms.

Benjamin Weinmann / Nordwestschweiz



ARCHIV - ZUR MELDUNG ZUM RUECKRUF DER MARS-RIEGEL DURCH MARS SCHWEIZ AG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. -
Ein Mitarbeiter der Selecta fuellt am 20. Januar 2009 im unterirdischen Teil des Hauptbahnhofs in Zuerich einen Snackautomaten auf. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

In den öffentlichen Selecta-Automaten sind die Haribo-Bärchen nicht mehr erhältlich. Bild: KEYSTONE

Wer sich das Warten auf den Zug etwas versüssen wollte, konnte bis vor kurzem in den rot-weissen Selecta-Automaten auf sie zurückgreifen: Die Haribo-Goldbärchen. Die Kult-Schleckerei gehörte in den meisten Snack-Automaten seit Jahren zum Standardsortiment. Doch das war einmal. Die bunten Gelatine-Bonbons sind aus den Regalen aller öffentlich zugänglichen Selecta-Automaten geflogen, wie eine Sprecherin der Handelsfirma mit Sitz in Kirchberg BE auf Anfrage bestätigt. Man habe das Sortiment den Kundenbedürfnissen angepasst. Heisst: Die Bärchen waren zuletzt ein Automatenhüter.

Laut der Selecta-Sprecherin mussten sie dem «Galaxy Mix», einer ähnlichen Gelatinen-Süssigkeit der spanischen Marke Fini, Platz machen, die sich besser verkaufen würde. Die Haribo-Bärchen seien zumindest noch im Onlineshop erhältlich, sowie in rund 7000 Automaten, die bei Firmen in den Pausenräumen stehen. Insgesamt zählt die Firma, die 2015 von der US-Private-Equity-Gesellschaft KKR übernommen wurde, in der Schweiz rund 10'000 Automaten.

Fakt ist: Das Traditionsunternehmen Haribo steckt in der Krise, wie diese Woche das Branchenblatt „Lebensmittelzeitung“ berichtete. Der Hunger der Kundschaft nach den Bärchen lässt zunehmend nach. Manche Händler setzen in der Vermarktung zudem weniger stark auf sie und platzieren sie weiter unten in den Regalen, nicht mehr auf Augenhöhe der Kundschaft. Zwischen Januar und Juli sei Haribos Umsatz in Deutschland deswegen um rund zehn Prozent eingebrochen. Zum Portfolio gehören auch süsse Produkte wie Lakritz-Schnecken; Maoam-Kaubonbons und Happy Cola gehören. Bei den Goldbärchen schrumpfte die Nachfrage allerdings sogar um 25 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Einzig im internationalen Geschäft laufe es besser.

Auch «Bully» floppte

Das Unternehmen selbst behauptet, noch immer einen Marktanteil von 60 Prozent in Deutschland zu haben. Tatsächlich konnten die Süsswaren-Konkurrenten Katjes, Storck und Trolli laut dem Bericht allerdings ihre Umsätze steigern. Demnach gelingt es Konzernchef Hans Guido nicht, eine fähige Führungsmannschaft um sich zu bilden. In der Geschäftsleitung gab es alleine in diesem Jahr drei Abgänge und fünf Zugänge. Der Chef ist ein Nachfahre von Hans Riegel, der die Firma 1922 in Bonn gegründet hatte. Daher auch der Name: Ha(ns)-Ri(egel)-Bo(nn).

Mit ein Grund für die Misere ist demnach auch das Marketing: Der Comedy-Schauspieler Michael „Bully“ Herbig war in den vergangenen Jahren das Werbegesicht der Goldbärchen. Er hatte TV-Kultmoderator Thomas Gottschalk ersetzt, doch konnte er die Kunden offenbar weniger davon überzeugen, dass Haribo Kinder froh macht. Der Vertrag mit Herbig wurde beendet.

In unseren Gummibärchen steckt Sklavenarbeit

Video: srf

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