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Sonneneruption: ISS-Besatzung geht in Deckung

12.09.17, 05:32 12.09.17, 07:25

Wegen einer Sonneneruption hat sich die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS vor möglichen Strahlungsschäden in Sicherheit gebracht. Die drei Raumfahrer sollen bestimmte weniger geschützte Bereiche der ISS vorübergehend meiden.

Forscher messen momentan eine erhöhte Sonnenaktivität.  Bild: EPA/NASA

Die Raumfahrer erhielten entsprechende Anweisungen von ihren jeweiligen Bodenstationen am Sonntag, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Montagabend in Moskau mitteilte. Derzeit arbeiten auf dem Aussenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde der Russe Sergej Rjasanski, der US-Amerikaner Randolph Bresnik und der Italiener Paolo Nespoli.

«Ein gewaltiger Protonenstrom könnte die Hülle der ISS durchdringen.» 

Atomphysiker Michail Panasjuk

Anlass für die Warnung war Berichten zufolge erhöhte Sonnenaktivität. Am Sonntagabend war die ISS demnach hoher Protonen-Aktivität und Strahlung ausgesetzt. Die Werte waren nach Einschätzung russischer Experten gefährlicher als nach der Rekord-Sonneneruption vom 6. September. Diese galt als die grösste seit zwölf Jahren.

«Ein gewaltiger Protonenstrom könnte die Hülle der ISS durchdringen», sagte der Atomphysiker Michail Panasjuk der Agentur Ria Nowosti. Panasjuk rief dazu auf, den kommenden bemannten Raketenstart zu überdenken. In der Nacht zum Mittwoch sollen zwei Amerikaner und ein Russe mit einer Sojus-Rakete als Verstärkung zur ISS fliegen.

Die Besatzung soll bestimmte Bereiche der ISS meiden. Bild: NASA

Roskosmos teilte mit, die Besatzung sowie die Arbeit auf der ISS seien nicht gestört worden. «Die Konstruktion der ISS bietet ausreichend Schutz der Mannschaft vor erhöhter Sonnenaktivität», hiess es. Von einer Verschiebung des Raketenstarts war zunächst keine Rede. (sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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  • helios 12.09.2017 10:59
    Highlight Ist ja schon fast wieder vorbei. Habe die hochenergetischen Protonen via GOES-13-Satelliten selber aufgezeichnet:
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  • Hosch 12.09.2017 10:43
    Highlight Weiss jemand ob es mögliche Auswirkungen bei uns unten haben wird?
    3 0 Melden
    • helios 12.09.2017 13:07
      Highlight In unseren Breitengraden hat das keine Auswirkungen. Die Magnetosphäre schützt uns vor geladenen Teilchen.
      4 0 Melden
    • Alnothur 13.09.2017 11:34
      Highlight Und weiter im Norden dürfte es mit etwas Glück ziemlich spektakuläre Nordlichter geben.
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  • Nuka Cola 12.09.2017 09:39
    Highlight Mal doof gefragt, aber in wie weit und wieso sind diese erhöhten Protonenaktivitäten gefährlich?
    Ich mein, bei Betastrahlung hat man ein schnelles Elektron und ein Neutrino, beides wird bereits durch haushaltsübliche Alufolie abgeschirmt. Dabei ist ein Elektron ja bloss ein 2000tel so gross, wie ein Proton, und diese stossen sich ja auch eh noch (also P/P) überproportional mehr zur Grösse ab als Elektronen, also müsste doch schon eine Atomlage an (möglichst massrreichem, aber dennoch stabilen) Material viele der Protonen abschirmen, oder verstehe/interpretiere ich des falsch?
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