USA
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Bild: unsplash/Paul Dufour

Der Kampf um die Seele der Amerikaner hat begonnen

Die USA steuern auf den schmutzigsten Wahlkampf aller Zeiten zu. Der Historiker Jon Meacham zeigt auf, dass die Vereinigten Staaten immer schon eine gewalttätige Nation waren – aber dass letztlich immer die «besseren Engel» siegen.



Donald Trump hat seine gefeuerte Mitarbeiterin Omarosa Manigault Newman kürzlich als «Hund» bezeichnet (sie ist schwarz). Er hat damit auch mehr als klar gemacht, wie der Wahlkampf im kommenden Herbst werden wird: dreckig, rassistisch und vielleicht sogar gewalttätig.

Im Kampf um die Mehrheit im Abgeordnetenhaus – alle Mitglieder werden neu gewählt – und im Senat – ein Drittel der Sitze wird neu vergeben – werden alle Hemmungen fallen gelassen. Es gelten keine Tabus mehr.

Der Lügen-Präsident Trump löst mit seinen rassistischen Attacken heftige Gegenreaktionen aus. Die Demokraten bieten Mann und Maus auf, um ihn zu stoppen. Mit einer Mehrheit im Repräsentantenhaus und vielleicht sogar im Senat wollen sie seine Macht brechen.

Bild

bild: unsplash/dakota corbin

Es steht viel auf dem Spiel: Die Demokraten befürchten, dass ein Sieg von Trump der erste Schritt in Richtung eines faschistoiden Mafiastaats wäre. Die Republikaner sind ihrerseits überzeugt: Ein Triumph der Demokraten wäre gleichbedeutend mit dem Verlust der weissen Vorherrschaft und der Transformation in einen bunten Multikulti-Staat.  

Die politische Atmosphäre ist so vergiftet, dass bereits von einem neuen zivilen Bürgerkrieg die Rede ist. Für Jon Meacham sind diese Ängste übertrieben. In seinem kürzlich erschienenen Buch «The Soul of America» zeigt er auf, dass – historisch gesehen – heftige politische Kämpfe die Vereinigten Staaten geprägt haben, seit es sie gibt.

Bürgerkrieg und Ku-Klux-Klan

Seit ihrer Gründung weisen die USA schizophrene Züge auf: Sie waren gleichzeitig die erste moderne Demokratie und einer der letzten Staaten, die noch die Sklaverei zuliessen. Niemand verkörperte diese Schizophrenie deutlicher als Thomas Jefferson, Gründervater und Autor der Unabhängigkeitserklärung, in der dieser legendäre Satz steht:

«Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräusserlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit und das Bestreben nach Glückseligkeit.»

Amerikanische Unabhängigkeitserklärung, 1776

bild: unsplash/John Bakator

Jefferson war jedoch auch ein Heuchler: Er war Sklavenhalter und zeugte mit seinem schwarzen Kindermädchen mehrere Nachkommen, deren Vaterschaft er leugnete.

Von 1861 bis 1865 tobte in den USA ein äusserst blutiger Bürgerkrieg, der rund eine Million Menschenleben forderte. Die Südstaaten wollten die Sklaverei beibehalten und sagten sich von den Nordstaaten los. Präsident Abraham Lincoln erklärte ihnen daraufhin den Krieg. Zuerst wollte er die Einheit der USA retten. Im Laufe des Krieges wurde jedoch klar, dass es letztlich um die Sklavenfrage ging.

In seiner Gettysburg-Adresse sprach Lincoln die ebenfalls legendären Worte:

«Vor 87 Jahren gründeten unsere Väter auf diesem Kontinent eine neue Nation, in Freiheit gezeugt und dem Grundsatz geweiht, dass alle Menschen gleich geschaffen sind. Nun stehen wir in einem grossen Bürgerkrieg, der eine Probe dafür ist, ob diese oder jede andere so gezeugte und solchen Grundsätzen geweihte Nation dauerhaft Bestand haben kann.»

bild: unsplash/Kelli Dougal

Dauerhaft war der Bestand nicht wirklich. Ulysses Grant konnte zwar die Armee von Robert Lee besiegen, nicht jedoch den Rassismus. «Ich wäre mehr als den halben Weg gegangen, um mich mit den Menschen in den Südstaaten zu versöhnen», klagte er, als er später Präsident war. «Es war sinnlos. Sie haben den Krieg nie vergessen.»

Grant konnte lediglich den aufkommenden Ku-Klux-Klan zurückdämmen. Es gelang ihm jedoch nicht, die sogenannten Jim-Crow-Gesetze zu verhindern. Mit diesen sich schnell ausbreitenden Gesetzen wurden die Rechte der Schwarzen beschnitten.

«Die Weissen waren allmächtig», schreibt Meacham. «Innerhalb von drei Jahrzehnten nach Lees Kapitulation war es den zornigen Südstaatlern gelungen, eine Apartheid-Welt zu errichten.»  

This April 1926 photo by Clinton Rolfe shows members of the Ku Klux Klan posing on a ferris wheel at the fairgrounds in Ca–on City, Colorado. (Photo courtesy of the Royal Gorge Regional Museum & History Center) ONE TIME USE LICENSE FROM MUSEUM TO RUN AUG 20, 2017 W HISTORIC PHOTO GALLERY

Mitglieder des Ku-Klux-Klan auf einem Riesenrad in Caon City, Colorado, 1926. bild: Royal Gorge Regional Museum & History Center

Die Progressiven und die Emanzipation der Frauen

Der Sieg des Nordens war auch ein Sieg des Kapitalismus. Die von Jefferson beschworene Gesellschaft von freien Farmern und Gewerblern verwandelte sich rasch in eine von wenigen Oligarchen beherrschte Monopolwirtschaft. Es war die Blütezeit von Tycoons wie JP Morgan oder John D. Rockefeller.

Gegen die sogenannten «Räuberbarone» trat Theodore Roosevelt an, ein eitler, aber auch sehr wirksamer Politiker. «Mein Vater will die Braut an jeder Hochzeit und die Leiche an jedem Begräbnis sein», soll seine Tochter einmal gespottet haben.

Roosevelt wurde zum Anführer der «Progressiven», einer Bewegung, die die Zerschlagung der Monopole zum Ziel hatte. Sein grösster Coup war die Aufteilung von Rockefellers Standard Oil in mehrere Ölkonzerne.

Ebenfalls zu den Progressiven gezählt wird Woodrow Wilson. Er wurde berühmt, weil er nach dem Ersten Weltkrieg die Welt neu aufgeteilt und das Prinzip der Selbstbestimmung der Nationen hochgehalten hat. Wilson hat sich auch für die Emanzipation der Frauen stark gemacht, ein Anliegen, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts heiss umkämpft war.

Bild

Während der Präsidentschaft von Woodrow Wilson demonstrieren Frauen für ihr Wahlrecht. An einem warmen Augustabend im Jahr 1920 wurde Tennessee der 36. Staat, der den 19. Zusatzartikel der US-Verfassung unterschrieb – und damit den Frauen das Recht gab zu wählen. bild: 

Den Progressiven gelang es, die Monopole zu zerschlagen und den Frauen zum Stimmrecht zu verhelfen. Das führte jedoch zu heftigen Gegenreaktionen. Der Ku-Klux-Klan erlebte ein Comeback. «Es gibt zwar keine verlässlichen Zahlen», schreibt Meacham. «Aber die genauesten Schätzungen gehen von rund zwei Millionen Mitgliedern in der Mitte der Zwanzigerjahre aus. Andere sprechen gar von drei bis sechs Millionen Mitgliedern.»

Unter dem Terror des Klans litten nicht nur die Schwarzen, sondern auch Juden und Katholiken.

Depression und Populismus

1935 veröffentlichte Sinclair Lewis seinen Roman «It Can’t Happen Here». Die Geschichte dreht sich um den Aufstieg eines totalitären Staates in den USA. Angesichts der schweren Wirtschaftskrise und angesichts des Triumphs von Hitler und Stalin in Europa war dies alles andere als ein unwahrscheinliches Szenario.

Tatsächlich gab es auch in den USA faschistoide Ansätze. Der Linkspopulist Huey Long und der rechte Militarist Douglas MacArthur stellten die amerikanische Demokratie in Frage und stiessen damit auf grosses Echo. Das Flieger-Ass Charles Lindbergh machte derweil aus seiner Bewunderung für Hitler und die Nazis kein Hehl.

Charles Lindbergh gelang vom 20. bis 21. Mai 1927 der Nonstopflug von New York nach Paris, und quasi nebenbei die erste Alleinüberquerung des Atlantiks. Bild: FILE PHOTO

In seinem Roman «The Plot against America» malt Philip Roth aus, wie die Welt ausgesehen hätte, wäre Lindbergh Präsident der Vereinigten Staaten geworden. Das Horror-Szenario bleibt Fiktion. Ins Weisse Haus zog Franklin D. Roosevelt. Er ist der Vater des «New Deals», einem staatlichen Ankurbelungsprogramm. Damit konnte schliesslich die schwere Wirtschaftskrise überwunden und eine soziale Katastrophe verhindert werden.

Kalter Krieg und das Aufkommen der Massenmedien

Nach dem Zweiten Weltkrieg boomte die amerikanische Wirtschaft. Dank der GI Bill konnten die zurückkehrenden Soldaten zu vorteilhaften Bedingungen studieren. Schulen und Universitäten und ein nationales Autobahnsystem wurden gebaut. Trotzdem verfielen die USA in eine politische Hysterie.

Joseph McCarthy, ein Senator aus dem Bundesstaat Wisconsin, nützte schamlos die Angst vor dem Kommunismus und den sowjetischen Erfolgen der Nachkriegszeit aus. Er war kein Überzeugungstäter, er war ein Opportunist, der sich nur seinem Ruhm und seinem Einfluss verpflichtet fühlte.

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Zwei Anti-Kommunismus-Plakate der McCarthy-Ära, 1947er. bild: reddit/poetryofthecoldwar

«Joe McCarthy kaufte den Kommunismus wie andere Leute ein Auto. Er betrachtete es von aussen, trat gegen die Reifen, setzte sich hinter das Steuerrad, stellte ein paar Fragen und kaufte es.» Diese Schilderung stammt von McCarthys Anwalt, einem gewissen Roy Cohn. Besagter Cohn sollte Jahrzehnte später einen gelehrigen Schüler haben. Sein Name: Donald J. Trump.

McCarthy konnte zwar noch keine Tweets verschicken. Er verstand es jedoch meisterhaft, die Massenmedien zu seinen Gunsten zu verwenden. Fast täglich verbreitete er neue, nicht bewiesene Gerüchte über angeblich kommunistische Umtriebe. Seine bevorzugten Opfer waren Künstler und Intellektuelle.

Wie heute Trump hielt McCarthy auf diese Weise die Nation in Atem. Er wusste genau, wann er ein Gerücht zu streuen hatte und wen er dazu instrumentalisieren musste. Er schaffte es so, «die Massen in einem fast permanenten Zustand politischer Mobilisation zu halten», wie der Historiker Richard Hofstadter feststellt.

Jeder Kult ist irgendwann ausgereizt. Nach drei Jahren hatten die Amerikaner genug von McCarthy. Der schwere Alkoholiker wurde abgewählt und verschwand sang- und klanglos in der politischen Versenkung.

Bürgerrechte und Vietnam

Lyndon B. Johnson wird für immer in Erinnerung bleiben als der Präsident, der den unseligen Vietnam-Krieg zu verantworten hat. Das ist nicht ganz fair. Johnson ist auch der Mann, der den Schwarzen zu ihren Bürgerrechten verholfen hat.

«Seine Verpflichtung für die Sache (der Schwarzen, Anm. d. Verf.) ist ein grosses Beispiel einer persönlichen Transformation und politischen Muts in der Geschichte der US-Präsidenten», schreibt Meacham. «Es ist vergleichbar mit Lincolns Schritt von der Duldung der Sklaverei hin zu Emanzipation.»

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1950 in North Carolina. bild: museoreinasofia

Rassismus und Apartheid waren vor allem im Süden bis weit in die Sechzigerjahre die Norm. George Wallace, der Gouverneur des Bundesstaates von Alabama, erklärte bei seiner Inauguration offen: 

«Ich werde die Rassenfrage zur Basis der Politik in diesem Staat machen – und ich werde sie zur Grundlage der Politik in diesem Land machen.»

George Wallace

Städte in Alabama waren denn auch Schauplatz der legendären Kämpfe für die Bürgerrechte der Schwarzen (Montgomery, Selma). Obwohl selbst ein Südstaatler – Johnson war Texaner – kämpfte der Präsident stets an der Seite von Martin Luther King und gegen Rassisten wie Wallace. Er erreichte so, dass die diskriminierenden Jim-Crow-Gesetze schliesslich abgesetzt und den Schwarzen ihre Bürgerrechte gewährt wurden.

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Jim Crow war in den USA im 19. Jahrhundert das Stereotyp eines tanzenden, singenden und unterdurchschnittlich intelligenten Schwarzen. Heute wird mit Jim Crow das umfassende System zur Aufrechterhaltung einer Rassenhierarchie in der amerikanischen Gesellschaft bezeichnet. bild: wikimedia

Der Kampf um die Bürgerrechte und die Proteste gegen den Vietnamkrieg waren heftig. 1968 befand sich Amerika am Rand eines Bürgerkriegs.

«Das Jahr begann mit der Tet-Offensive (ein wichtiger Wendepunkt im Vietnamkrieg, Anm. d. Verf.) und fiel dann ins Chaos: Die Morde an King und Robert Kennedy, die gewalttätigen Demonstrationen in vielen Städten, der verheerende Parteikongress der Demokraten in Chicago, und schliesslich, die Wahl von Richard Nixon zum 37. Präsidenten der Vereinigten Staaten», schreibt Meacham. Es sollte Jahrzehnte dauern, bis die Wunden dieser Auseinandersetzungen verheilt waren.

«Die Amerikaner tun immer das Richtige – nachdem sie zunächst alles andere ausprobiert haben», spottete einst Winston Churchill. Jon Meacham kommt zum gleichen Schluss: Ja, die Geschichte der Vereinigten Staaten ist gespickt mit Gewalt, Rassismus und Ungerechtigkeit. Die Kämpfe werden perfide und heftig ausgetragen.

epa05414264 Hundreds of 'Black Lives Matter' protesters march in the streets of New York City, New York, USA, 07 July 2016. Across the US, thousands of people protested against the recent killings of black men by police officers.  EPA/ALBA VIGARAY

«Black Lives Matter»-Protest in New York, 2016. Bild: EPA/EPA

Das war übrigens schon bei den Gründervätern so: Thomas Jefferson und Alexander Hamilton hassten sich bis aufs Blut und bekämpften sich öffentlich aufs Übelste.

Doch letztlich kommt es zu einem reinigenden Gewitter, in dem die «besseren Engel» die Oberhand haben. Die Vereinigten Staaten sind letztlich in den Worten von Meacham «das dauerhafteste Experiment eines pluralistischen Republikanismus, das die Welt kennt. Andere nationale Revolutionen haben in Diktatur und Verfolgung geendet, unsere hat zu beneidenswerten, wenn auch zerbrechlichen demokratischen Institutionen geführt.»

Sein Wort in Gottes Ohr.

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zyniker haben es leichter 19.08.2018 22:04
    Highlight Highlight Mehr als diesen Absatz muss man nicht lesen; "Die Demokraten befürchten, dass ein Sieg von Trump der erste Schritt in Richtung eines faschistoiden Mafiastaats wäre. Die Republikaner sind ihrerseits überzeugt: Ein Triumph der Demokraten wäre gleichbedeutend mit dem Verlust der weissen Vorherrschaft und der Transformation in einen bunten Multikulti-Staat."
    Sie haben sich offensichtlich noch nie angehört, was die Reps sagen sondern bedienen sich der linksextremen Taktik alle haltlos als Nazis zu beschimpfen und zu attackieren... Danke für Trump 2020, made by the left...
  • ulmo 19.08.2018 17:25
    Highlight Highlight Präsident Wilson kommt leider viel zu gut Weg: Er war nämlich zusätzlich auch ein Rassister Südstaatler, welcher die Segregation in den Bundesbehörden einführte und "Birth of a Nation" im Weissen Haus zeigte. Dieser Film war verantwortlich für das Comeback des Clans.

    Wilson redete zwar gerne von Selbstbestimmung, handelte aber gar nicht danach. So marschierte er in verschiedene Mit.-Amerik. Länder, sowie Russland ein (nach dem 1.WK).

    Vor McCarty kam der 1. "Red Scare", welcher von Wilson benutzt wurde um staatliche Überwachung auszubauen und die Redefreiheit einzuschränken. Mehr im Video
    Play Icon
  • kafifertig 18.08.2018 23:09
    Highlight Highlight Auf dem einen Bild sieht man ein Waschbecken für Weisse und ein Waschbecken für Schwarze.
    Wo ist jetzt der Unterschied zu Toiletten für Männer und Toiletten für Frauen?
    • Juliet Bravo 19.08.2018 00:03
      Highlight Highlight Das eine ist Apartheid, Rassismus, das andere so gewünscht von den Geschlechtern oder so?
    • kafifertig 19.08.2018 10:41
      Highlight Highlight @Juliet
      Geschlechtertrennung ist eine Form von Apartheid.
    • Ich hol jetzt das Schwein 19.08.2018 10:57
      Highlight Highlight Das sind keine Waschbecken, sondern Trinkbrunnen. Diese stehen nicht in abgetrennten Räumen, wie Toiletten. Ausserdem wird hier das nicht konsumierte Wasser des "weissen" Brunnens (inklusive des beim Trinken abgesonderten Speichels) in den "schwarzen" Brunnen rezykliert.
      Und um deine Frage zu beantworten: Beim Trinken müssen keine primären Geschlechtsmerkmale ausgepackt werden. Könnte vielleicht ein Grund sein... Abgesehen davon wäre ich persönlich auch für Unisextoiletten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • just sayin' 18.08.2018 20:50
    Highlight Highlight weiter hat europa (und afrika selbst) mächtig am sklavenhandel mitgemischt und verdient.

    es ist arrogant und blind in diesem zusammenhang nur auf amerika zu verweisen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sklavenhandel

    ich wünschte mir mehr objektive artikel. das verzerrte mainstream-zeug haben wir schon - da muss watson nicht auch ins gleiche schöngefärbte horn blasen.

    es gibt leider viel zu viele menschen, welche solche artikel als basis für ihre eigene meinung nehmen.

    watson! das könnt ihr besser 😉
    • kafifertig 18.08.2018 23:12
      Highlight Highlight Es gibt bis auf die Antarktis ziemlich sicher keinen Kontinenten, wo es keine Völker gab, die Menschen versklavten.
  • just sayin' 18.08.2018 20:44
    Highlight Highlight ein an sich interessanter artikel, welcher aber leider sehr überzeichnet und hörig der gängigen doktrin (amerika = böse und dumm) ist.

    (und wir wundern uns, dass menschen aus anderen länder uns allesamt als reiche, schokolade-/käseessende, kuckucksuhren-besitzende, lederhosen-tragende beamte sehen).

    mit etwas interesse kann mann die geschichte der usa nachlesen. und siehe da! die sind gar nicht so anders als wir!

    „einer der letzten Staaten, die noch die Sklaverei zuliessen“ what?!?

    ich weiss nicht was die aktuellen sklaven(!) in mali, mauretanien, sudan etc dazu sagen würden

    • Thadic 19.08.2018 08:29
      Highlight Highlight Das Thema war USA, beim lesen habe ich gar nie an Europa gedacht, denn es gab nie einen Vergleich. Ich finde du übertreibst.
    • just sayin' 21.08.2018 12:21
      Highlight Highlight @Thadic

      durch die schreibweise und die ignoration, dass europa ähnliche probleme hat(tte), wird sugeriert, dass dies probleme sind, welche nur amerika betreffen.

      dadurch wird die einseitige sicht, welche viele eropäer von den usa haben, bestärkt.

      ich finde dies schade (amerika hat viel gutes zu bieten) und auch relativ einfach/populistisch.

      es ist immer schön sich im "richtigen team" zu wähnen und auf andere zu zeigen.

      wir sind mehrheitlich intelligenter und könnten differenzierter argumentieren.
  • El Vals del Obrero 18.08.2018 19:38
    Highlight Highlight Ein "ziviler Bürgerkrieg" wäre auf Englisch ein "civil civil war".
    • kafifertig 18.08.2018 23:25
      Highlight Highlight "ziviler Bürgerkrieg" ist ein Pleonasmus wie , "kleiner Zwerg" oder "schwarzer Rappe"

      "civil war" heisst einfach Bürgerkrieg. Bürgerkriege finden per Definition unter Beteiligung kämpfender Zivilisten statt innherhalb einer Nation. Es ist ein Krieg unter den Bürgern der Nation. Dabei zählen nur die angehörigen der offiziellen Armee nicht als Zivilisten.
  • Trumpversteher2020 18.08.2018 18:41
    Highlight Highlight Er hat schon viele als Dog bezeichnet, nicht nur schwarze
    • Fichtenknick 18.08.2018 22:30
      Highlight Highlight Ach so, dann ist ja alles gut... WTF??
    • Baba 20.08.2018 07:01
      Highlight Highlight Macht es das besser?
  • stadtzuercher 18.08.2018 17:42
    Highlight Highlight Die Gegner von Trump, u.a. Medien und Journalisten, sind nicht so erhaben wie sie tun. Da ist die NY-Times-Journalistin Sarah Jeong, die über Jahre vom Arbeitgeber unbehelligt über Twitter Rassismus gegen Weisse verbreitete ("Weisse sind verfickt dumm" etc, wer die deutsche Übersetzung nachlesen will, siehe bspw www.man-tau.com )

    Von Medien würde ich eine kritische Distanz erwarten, und nicht eine naive Übernahme der linken, oft ebenso peinlichen Parolen (neulich bei watson #manaretrash etc)

    Biologismus und Identitätspolitik ist keinen Deut besser, wenns von links anstatt rechts kommt.
    • Trumpversteher2020 18.08.2018 18:41
      Highlight Highlight Sehr gut beobachtet.
    • just sayin' 18.08.2018 21:25
      Highlight Highlight jup
    • Ich hol jetzt das Schwein 19.08.2018 10:59
      Highlight Highlight Whataboutismus in Reinform. Bravo.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Therealmonti 18.08.2018 17:30
    Highlight Highlight Gott hört nicht zu.
    Dieses Mal endet es im Chaos. Und Amerika zieht die Welt mit in den Abgrund.
    Die wirklich Mächtigen in den USA haben in Trump genau die richtige Marionette gefunden. Sie werden nicht locker lassen. Und es ist zu befürchten, dass mehr als genug Amerikaner zu blöd, um dies zu kapieren.
  • Sommermatter 18.08.2018 17:27
    Highlight Highlight Die Schweizer lieben Trump. Manche, weil er allen, die vermeintlich für alles Übel in der Welt verantwortlich sind, wie die Medien, die Politiker, den Chinesen, den Iranern und vor allem der ganz schlimmen EU ans Bein pinkelt. Ob ein Konzept dahinter steht, ist unwichtig. Erdogan könnte man wegen vielen Dingen (Meinungsfreiheit, Einflussnahme der Politik auf die Justiz, Wirtschaftspolitik, Korruption, Eroberungskrieg in Nachbarländern) ins Visier nehmen, aber Trump geht es nur um einen oberchristlichen Prediger. Das bringt bei den Religiösen in den USA Wählerstimmen, aber keine bessere Welt.
  • BloodyMary 18.08.2018 17:25
    Highlight Highlight Im Absatz unter dem Bild von Mount Rushmore hat sich ein Fehler eingeschlichen:
    ..., deren Vaterschaft er leugnete. statt momentan: ..., der Vaterschaft er leugnete.
    • Philipp Löpfe 18.08.2018 17:45
      Highlight Highlight Stimmt. Danke für den Hinweis.
  • Walser 18.08.2018 16:20
    Highlight Highlight Herr Löpfe, ihr Startsatz verwirrt mich. Wenn Trump eine schwarze Frau als "Hund" bezeichnet, nennen Sie dies rassistisch. Wie nennen Sie es denn wenn sie weiss ist?
    • Philipp Löpfe 18.08.2018 17:45
      Highlight Highlight zumindest sexistisch...
    • gaba 18.08.2018 19:32
      Highlight Highlight @Walser: Wenn ein Mensch als Tier bezeichnet wird, ist das rassistisch. Es spielt keine Rolle, welche Hautfarbe dieser Mensch hat.
    • Walser 18.08.2018 22:09
      Highlight Highlight Jetzt haben Sie sich verrannt Herr Löpfe. Entweder ist es in beiden Fällen rassistisch oder nie. Und sexistisch ist es schon gar nicht. Bestenfalls üble Beschimpfung oder sowas. Es scheint dass alle bei Trumps Aussagen denHang zur Überreaktion haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sherpa 18.08.2018 16:09
    Highlight Highlight "Nichts auf dieser Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissentliche Dummheit." (Martin Luther King) Passt doch zu jenen Leuten, welche die heutige Regierung in Amerika repräsentieren.
    • just sayin' 18.08.2018 20:56
      Highlight Highlight es passt allerdings auch zu den menschen, welche solche einseitigen und verzerrten artikel als fakt übernehmen.

      eigene recherche tut not!
      meinungen anderer blind übernehmen ist gefährlich.

      wir sollten uns alle ein wenig breiter informieren und daraus eine meinung bilden.

      mann staunt plötzlich, wie ähnlich wir uns sind und, dass wir mit ähnlichen problemen kämpf(t)en.
    • sherpa 19.08.2018 09:38
      Highlight Highlight "Nichts auf dieser Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissentliche Dummheit."
    • just sayin' 20.08.2018 00:43
      Highlight Highlight @reconquista's creed

      nope.
      kurze erklärung für sie:

      „sollte“ ist konjunktiv (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Konjunktiv), oder möglichkeitsform.

      ein stilmittel, welches eigentlich verwendet werden sollte, wenn die eigene, subjektive meinung kommuniziert wird.

      im gegensatz dazu steht zum beispiel ihr satz „deutet stets auf verallgemeinerte phrasen mit leerem inhalt“, welcher fälschlicherweise sugeriert, dass dies ein fakt ist. welches er offensichtlich nicht ist.

      da wir nun die grammatik geklärt hätten - welchen teil meines kommentars haben sie nicht verstanden?

  • Janis Joplin 18.08.2018 15:45
    Highlight Highlight Bernie Sanders.
  • LandeiStudi 18.08.2018 15:28
    Highlight Highlight Ich finde diese Haltung, von es hat immer irgendwie funktioniert gelinde gesagt sehr naiv. Zudem handelt es sich meiner Meinung nach um eine sich selbsterfüllende Prophezeiung, dass am Ende alles gut kommt, weil wenns nicht gut kommt, ist es einfach noch nicht das Ende.
    Und es bagetellisert die schrecklichen Gräuel des McCarthy und des KKK als scheinbar nicht-verhinderbare Misstritte in der Geschichte die es nötig war auszuprobieren um den richtigen Weg zu finden.
    Kurz:
    USA: „burning black people was a important step in my journey of self-discovery“
    Rest of the world: WTF!
    Rest of
  • LeserNrX 18.08.2018 14:50
    Highlight Highlight "Wilson hat sich auch für die Emanzipation der Frauen stark gemacht, ein Anliegen, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts heiss umkämpft war." Hier ist wohl eher "zu Beginn des 20. Jahrhunderts" gemeint.

    • Philipp Löpfe 18.08.2018 17:46
      Highlight Highlight Stimmt. Danke.
  • N. Y. P. D. 18.08.2018 14:00
    Highlight Highlight Es ist wirklich 1 Sekunde vor zwölf.

    Vor allem ist noch kein Demokrat auszumachen, der gegen Donald Trump in den Krieg zieht, sprich ihn in den Präsidentschaftswahlen herausfordert

    Bernie Sanders Programm ist gut, aber der gute alte Sanders taugt mit seinen 76 Jahren höchstens noch für einen Poll in watson.
    • phreko 18.08.2018 14:47
      Highlight Highlight Oder als guter Vizepresident, der Erfahrung und Stimmen mitbringt.
    • droull 18.08.2018 15:20
      Highlight Highlight Sie Tor,durchschauen Sie doch endlich wer diesen Staat kontroliert und Sie werden begreifen dass sich an der ganzen Agenda nix ändern wird egal wer der Hampel-Präsident ist.
    • FrancoL 18.08.2018 15:35
      Highlight Highlight Ich glaube der Altersunterschied zwischen Trump und Sanders ist nicht nachteilig. Mir scheint Sanders intellektuelle Trump weit überlegen und Sanders würde wieder die macht auf mehrere Schultern verteilen, was auch Sinn macht.

      Aber Du hast natürlich auch recht wenn Du niemanden ausser Sanders ausmachst, der gegen Trump in den Kampf ziehen mag.
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