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Weil Rinder auf der Weide länger furzen, belasten sie die Umwelt mehr als Mastrinder
Fleisch von «glücklichen Kühen» aus Weidehaltung hat ein positives Image. In Sachen Ökobilanz des Rindfleischs schneidet die Weidemast jedoch schlechter ab als die Grossviehmast, wie eine Agroscope-Studie im Auftrag des Fleischverarbeiters Micarna AG, eines Unternehmens der Migros, zeigt.
Die schlechtere Ökobilanz liegt insbesondere daran, dass Weiderinder weniger Kraftfutter erhalten und dadurch langsamer wachsen. Brauchen Tiere in Grossviehmast rund 15 Monate bis sie ihr Schlachtgewicht erreichen, brauchen diejenigen in Weidemast mehr als 20 Monate. Daher fressen diese Tiere insgesamt mehr, produzieren mehr klimaschädliches Methan und scheiden mehr Nährstoffe aus, welche die Umwelt belasten können.
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Pro Tag sei die Umweltbelastung der Weiderinder zwar kleiner als die durch Rinder in Grossviehmast, das eigentliche Endprodukt, ein Kilogramm Fleisch, sei aber mit höheren Umweltbelastungen verbunden, schrieb die Agroscope am Donnerstag in einer Mitteilung.
Konsumierte Menge ist entscheidend
Dass Fleisch aus Weidehaltung eine schlechtere Ökobilanz hat, müsse bezüglich der Umweltwirkungen für die Ernährung noch nichts heissen, erklärt Martina Alig von der Agroscope. «Es kommt auch auf die Essgewohnheiten der Konsumenten an, insbesondere auf die Menge konsumierten Rindfleischs.»
Damit die Fleischproduktion in der Weidemast effizienter und damit umweltschonender wird, könnte man beispielsweise durch Zucht auf Rinderrassen setzen, die Grünfutter besser umsetzen und so schneller ihr Schlachtgewicht erreichen, so Alig. «Aber um konkrete Massnahmen zu ergründen, bräuchte es weitere Untersuchungen.» (whr/sda)
