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Das Ende einer Ära: Der 3DS erschien Anfang 2011. bild: the verge

Nintendo stellt den 3DS nach fast 10 Jahren ein – und das ist gut für die Switch

Knapp zehn Jahre ist es her, dass Nintendo den 3DS vorstellte. Seitdem hat sich die tragbare Spielkonsole millionenfach verkauft. Jetzt wurde die Produktion eingestellt – und das ist gut für die Nintendo Switch.

Publiziert: 19.09.20, 19:33

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Nintendo hat die Produktion der Handheld-Spielkonsole 3DS sowie seiner Abwandlungen eingestellt. Das berichteten mehrere Medien unter Berufung auf die japanische Website des Unternehmens.

Dort findet sich zum 3DS nur der Hinweis «Wird nicht mehr produziert». Wann genau dieser Eintrag vorgenommen wurde, ist nicht klar. Der neue Hinweis ist mehreren japanischen Twitter-Nutzern zuerst aufgefallen.

Mittlerweile ist dies auch auf der deutschen Seite von Nintendo angepasst worden. Hier ist auf der Unterseite zur «Nintendo 3DS-Familie» zu lesen: «Die Systeme der Nintendo 3DS-Familie werden nicht länger hergestellt.»

Das Ende einer Erfolgsgeschichte

Damit geht eine fast zehn Jahre währende Erfolgsgeschichte zu Ende. Am 25. März 2011 kam der erste 3DS in Europa auf den Markt und kostete zum Start 250 Euro. Nach anfänglich eher enttäuschenden Verkaufszahlen senkte Nintendo den Preis um 29 bis 40 Prozent, was die Verkäufe beflügelte.

Der 3DS löste die enorm erfolgreiche Nintendo-DS-Konsole ab. Wichtigste Neuerung war eine Pseudo-3D-Darstellung der Inhalte, die ohne zusätzliche Brille sichtbar war.

In den folgenden Jahren veröffentlichte Nintendo noch mehrere Abwandlungen und Weiterentwicklungen der Ur-3DS-Konsole, etwa den 3DS XL, 2DS und später den New Nintendo 3DS und 3DS XL.

Der New Nintendo 3DS erschien Anfang 2015. bild: watson

Insgesamt soll Nintendo rund 75 Millionen Geräte der 3DS-Reihe verkauft haben – und über 384 Millionen Spiele. Zum Vergleich: Die Vorgängerkonsole Nintendo DS hatte sich ab 2004 gar 154,9 Millionen Mal verkauft. Obwohl der 3DS nur die Hälfte dieser Verkaufszahlen erreichte, wird er allgemein als Erfolg für Nintendo betrachtet. Im Smartphone-Zeitalter war es weit schwieriger Handheld-Konsolen zu verkaufen und der 3DS half Nintendo die Verluste der sich sehr schlecht verkaufenden Wii U teils zu kompensieren.

Nintendo konzentriert sich auf die Switch

Nach dem Ende der 3DS-Familie fokussiert sich der Konzern nun voll auf die Nintendo Switch. Die Konsole ist sowohl unterwegs als tragbarer Daddelbegleiter als auch im Wohnzimmer am TV-Gerät als Heimkonsole einsetzbar und löst damit die bisherige Trennung zwischen den beiden Gerätegattungen auf. Für Nintendo ist dies ein grosser Vorteil: Früher mussten die Kräfte stets auf zwei Konsolen (Heim- und Mobil-Gerät) verteilt werden. Nun entwickeln alle Nintendo-Game-Studios für eine Konsole.

Die 2017 veröffentlichte Switch ist für Nintendo ein grosser Erfolg und wurde bis Ende Juni 2020 bereits über 61 Millionen Mal verkauft. Sie dürfte die 3DS-Familie damit bald überholt haben. Offiziell plant Nintendo im aktuellen Geschäftsjahr 19 Millionen Switch zu verkaufen, Analysten rechnen nun aber mit bis zu 30 Millionen Geräten, da die Nachfrage weiter hoch sei und Nintendo die Corona-bedingten Produktionsprobleme in den Griff bekommen habe.

Getrieben wird der Switch-Boom durch die Corona-Pandemie (mehr Menschen sind zu Hause) und den Spiele-Hit «Animal Crossing: New Horizons». Das Spiel konnte sich innerhalb von nur drei Monaten 22,40 Millionen Mal verkaufen. 2021 dürften neue Blockbuster-Spiele wie «Monster Hunter Rise» und voraussichtlich «Zelda: Breath of the Wild 2» oder «Metroid Prime 4» die Verkäufe der Switch weiter ankurbeln.

Capcom hat am Donnerstag «Monster Hunter Rise» für Nintendo Switch angekündigt. Video: YouTube/IGN

(oli/jnm/t-online)

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Nintendos neue Konsole Switch ausprobiert

Nintendo Switch im Handheld-Modus mit «Mario Kart 8 Deluxe»: Ist man allein unterwegs, kann man die zwei JoyCon genannten Controller-Module am Bildschirm befestigen und losspielen. Das Dreierpack ist allerdings auffallend schwer, man hält so schliesslich auch den Bildschirm in den Händen.
Will jemand zweites mitspielen, kann man ihm einen JoyCon abgeben und den Bildschirm mit einem Stellfuss aufstellen. Die Steuerung von «Mario Kart» funktioniert auch so einigermassen, ist aber weniger komfortabel - für ein paar schnelle Rennen genügt es aber.
Der Switch-Bildschirm ist ungefähr so breit wie eine durchschnittliche Männerhand lang ist. Das Bild ist angenehm scharf, «Mario Kart» läuft in HD-Auflösung (720p). Spielt man das Spiel per Docking-Station am Fernseher, läuft es in Full HD (1080p).
Auf dem linken JoyCon unten findet sich eine Taste, mit der sich Bildschirmfotos machen lassen. Rechts liegt der Home-Knopf. Plus- und Minus-Taste fühlten sich vergleichsweise unangenehm an.
Steckt man den Switch-Bildschirm in die mitgelieferte Docking-Station, kann man auf dem Fernseher weiterspielen, wo man mobil aufgehört hat. Hier spielt jemand das neue «Zelda».
«Zelda: Breath of the Wild» sieht auch mobil stimmig aus, vielleicht - dank des kleineren Bildschirms - sogar schicker. Mobil ist man ausserdem in Sachen Grafik weniger verwöhnt als bei Konsolen mit Fernseherverbindung.
Der aus zwei JoyCons und einem Mittelteil zusammengesetzte Standard-Controller wirkt durchaus robust - nur der Mittelteil erscheint ein wenig wie verschwendeter Platz. Die hier zu sehenden Handballen müssen extra dazu gekauft werden.
Werden die JoyCons einzeln benutzt, kann man ihnen einen kleinen schwarzen Aufsatz überziehen. Ungewohnt an den Mini-Controllern ist, dass sich die Sticks ungefähr mittig befinden, nicht links.
Der Aufsatz zum Aufstecken auf einen JoyCon ist hier unten im Bild zu sehen, ein JoyCon oben.
Für Vielspieler, die Wert auf Komfort legen, hat Nintendo einen Pro-Controller an Bord, der hochwertiger wirkt als die Standard-Steuerung. Er kostet allerdings 70 Franken.
Die Docking-Station hat keinen eingebauten Prozessor oder ähnliches, sagen Nintendo-Mitarbeiter. Die Spiele laufen auf dem Fernseher in der Regel in höherer Auflösung, weil die meisten Entwickler mobil auf eine möglichst lange Akku-Laufzeit zielen, heisst es.
In einigen Spielen wie «Arms» hält man die JoyCons vertikal. Beide JoyCons haben Sensoren, die im Fall dieses Spiels Schlagbewegungen sowie Schwenkbewegungen erkennen.

Sport am Computer statt in der Turnhalle

Video: SRF / Roberto Krone

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