Die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 finden vom 6. bis zum 22. Februar statt. bild: AP
Das werden die ICE-Beamten bei den Olympischen Spielen in Italien (wirklich) tun
Rom hat erklärt, worin die Aufgabe der US-Einwanderungsbehörde (ICE) im Rahmen der Olympischen Spiele in Mailand-Cortina bestehen wird. Die Behörden versichern, dass diese Beamten «niemals italienischen Boden betreten werden».
Die Ankündigung, dass Beamte der US-Einwanderungsbehörde (ICE) bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina anwesend sein würden, hatte für Aufregung gesorgt. Die von der Presse verbreiteten Informationen und die inzwischen widerlegten ungenauen Aussagen einiger italienischer Politiker liessen vermuten, dass die derzeit in Minneapolis eingesetzte Miliz an den olympischen Austragungsorten patrouillieren würde.
Nach einigen Tagen der Verwirrung meldeten sich die italienischen Behörden zu Wort. Das Innenministerium bestätigte zunächst, was Vertreter der ICE am Vortag gegenüber den Medien erklärt hatten: Die an den Olympischen Spielen beteiligten Beamten gehören nicht zur operativen Abteilung der Behörde, die für Festnahmen zuständig ist, sondern zum Ermittlungsabteilung, die als «Homeland Security Investigations Branch» (HSI) bezeichnet wird.
Es handelt sich um Beamte, die «auf Ermittlungen spezialisiert sind», wie das italienische Innenministerium in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung präzisiert. Und weiter heisst es:
«Diese Analysten werden ausschliesslich innerhalb ihrer diplomatischen Dienststellen arbeiten und nicht auf italienischem Staatsgebiet tätig sein.»
Das italienische Innenministerium
Konkret werden die Beamten in einem «Operationsraum» arbeiten, der von den Vereinigten Staaten im US-Konsulat in Mailand eingerichtet wurde, wie das Ministerium weiter mitteilt. Sie werden von «Vertretern anderer Behörden, die möglicherweise an dem Ereignis interessiert sind», unterstützt.
Übersetzung
Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.
Ein Dutzend Analysten
Laut mehreren italienischen Medien werden rund ein Dutzend Beamte der HSI an den Olympischen Spielen beteiligt sein. Sie werden «keine Befugnisse auf italienischem Staatsgebiet» haben und «hauptsächlich damit betraut sein, ihre eigenen Datenbanken zu konsultieren und andere beteiligte Akteure zu unterstützen», fügt das Ministerium hinzu.
Ihre Aufgaben beschränken sich daher auf «die Risikoanalyse und den Informationsaustausch mit den italienischen Polizeikräften», betont Innenminister Matteo Piantedosi auf X.
«Die ICE-Beamten werden niemals die italienischen Strassen patrouillieren», versichert er. «Und das aus einem einfachen Grund», fährt er fort:
«Polizeiliche Aktivitäten in Italien dürfen, selbst wenn sie die Zusammenarbeit anderer Länder erfordern, wie dies bei Grossveranstaltungen der Fall ist, nur von unseren eigenen Sicherheitskräften durchgeführt werden.»
Matteo Piantedosi
Das Innenministerium erinnert schliesslich daran, dass die Ermittler der Home Security Investigation seit mehreren Jahren in mehr als 50 Ländern, darunter Italien, präsent sind. «Sie führen keine operativen Einsätze oder Einwanderungskontrollen in anderen Ländern durch», wird betont. (asi)