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epa07348319 A Colombian Customs agent observes the blockade of the border bridge of Tienditas between Colombia and Venezuela, in Cucuta, Colombia, 06 February 2019, where Venezuela's National Bolivarian Guard prevents the entrance of humanitarian aid announced by President of the Venezuelan National Assembly Juan Guaido.  EPA/Mauricio Duenas Castaneda

Maduros Armee blockiert Autobahnen mit Containern und Tanklastern. Somit können keine Hilfsgüter ins Land geschafft werden.  Bild: EPA/EFE

300'000 Menschen droht der Tod: Guaidó fordert Ende der Blockade von Hilfslieferungen



Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó hat das Militär aufgerufen, internationale Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Guaidó kritisierte die Blockade einer Brücke an der Grenze zu Kolumbien am Mittwoch scharf.

epa07348447 President of the Venezuelan National Assembly and opposition leader Juan Guaido holds a meeting with the Confederation of Associations and Agriculture and Livestock Producers (Fedeagro) and the National Farmers Federation (Fedenaga), in Caracas, Venezuela, 06 February 2019.  EPA/Leonardo Munoz

Juan Guaidó Bild: EPA/EFE

Er bezeichnete die Aktion als «absurde Reaktion eines Regimes, das sich nicht für die Bürger interessiert». Er wolle alles unternehmen, damit die Hilfe doch nach Venezuela gelange. Die Streitkräfte, die hinter Staatschef Nicolás Maduro stünden, befänden sich in einem Dilemma, sagte Guaidó.

Auch US-Aussenminister Mike Pompeo rief Maduro und das venezolanische Militär auf, die geplanten Hilfslieferungen passieren zu lassen. Das «Maduro-Regime» müsse dafür sorgen, dass die Hilfe das «verhungernde Volk» erreiche, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zuvor war die Tienditas-Brücke zwischen den Nachbarstaaten Venezuela und Kolumbien mit Containern und einem Tankanhänger blockiert worden.

In Venezuela herrscht als Folge der politischen und wirtschaftlichen Krise ein extremer Mangel an Nahrungsmitteln und Medikamenten. Nach Angaben Guaidós sind bis zu 300'000 Menschen in dem Land vom Tod bedroht.

Einflüsse der USA?

Maduro lehnt Hilfslieferungen aus dem Ausland ab – er bezeichnet sie als Vorwand, um den Boden für eine von den USA angeführte Militärinvasion zu bereiten. «Das ist eine billige Show», sagte der Linksnationalist am Mittwoch. «Venezuela ist kein Land von Bettlern.» Er machte die US-Sanktionen für die Versorgungsengpässe verantwortlich.

In Venezuela herrscht seit Wochen ein erbitterter Machtkampf zwischen Staatschef Maduro und dem oppositionellen Parlamentspräsidenten Guaidó, der sich am 23. Januar zum Übergangspräsidenten ausrief. Mittlerweile haben sich rund 40 Länder hinter Guaidó gestellt, unter ihnen die USA, einige EU-Staaten sowie eine Reihe südamerikanischer Länder. (sda/afp)

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Meier (1) 07.02.2019 19:03
    Highlight Highlight Als ich das Foto von der blockierten Brücke sah, hatte ich zuerst den Verdacht, es wäre eine Fotomontage, die Farben und irgendwie künstlich. Auf anderen Portalen gibt es Grossaufnahmen, z.B. mit einem Fotografen drauf, also echt. Nur, bei den Metallgittern sieht man, wie Rostspuren durch Regen, sich im Asphalt festgesetzt haben. Das dauert aber seine Zeit, bis so etwas entsteht. Wie lange stehen also diese Gitter schon, Wochen, Monate? Das wäre dann eine gezielte Fehlinfo der Medien, die uns glauben machen will, diese Sperre wäre unmittelbar aufgestellt worden. Ich will nicht belogen werden.
  • Platon 07.02.2019 17:37
    Highlight Highlight Trump ist schon jetzt im Wahlkampfmode. Diesmal wirds nur leider noch viel schlimmer, da er tatsächlich Präsident ist.

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Rally_%27round_the_flag_effect
  • Gogl Vogl 07.02.2019 09:37
    Highlight Highlight Das unter Kriegsverdruss leidende US-Amerikanische Volk muss anscheinend mit einem Krieg auf dem eigenen Kontinent wieder in Kampfstimmung gebracht werden. Bedenklich.
  • wiisi 07.02.2019 08:26
    Highlight Highlight "300'000 Menschen droht der Tod" sollte meiner Ansicht nach in einem Titel mit Gänsefüsschen versehen sein. Ansonsten suggeriert man offiziellen Charakter. Allerdings ist es eine Aussage eines von der (meiner Ansicht nach) CIA unterstützten Putschisten. Der Bericht ist weiter unausgewogen und manipulativ. Da sich die USA oft nicht an das Völkerrecht hält sucht man die Zustimmung im Volk. Zumindest der Journalismus sollte sich nicht an diesem Spiel beteiligen!
  • Dirk Leinher 07.02.2019 06:07
    Highlight Highlight Während die USA sich ja so oder so nicht dem Völkerrecht verbunden fühlen, ist es erschreckend, dass mittlerweile bereits 13 EU Länder unverholen das Völkerrecht brechen, indem Sie sich auf die Seite der Opposition stellen. Es erschwert eine friedlichen Lösung und das Risiko eines Bürgerkrieges steigt. Scheint aber ja auch fast das Ziel zu sein.
    • walsi 07.02.2019 08:09
      Highlight Highlight @Rontaler: Aus der Vergangenheit wissen wir, dass solche Meldungen mit Vorsicht zu genissen sind. Zu viele Kriege in der Vergangenheit wurden mit Lügen und Halbwahrheiten vorbereitet. Ich sag nur Brutkastenlüge und Massenvernichtungswaffen. Welche von den Medien ohne zu hinterfragen publiziert wurden.
    • Toerpe Zwerg 07.02.2019 09:33
      Highlight Highlight Dazu muss man wissen, dass Herr Leinher das Völkerrecht stets nur als Feigenblatt für seine Anti-US und Anti-West Rhetorik verwendet, während gegenüber anderen Akteuren in Sachen Völkerrecht ausgesprochen laut schweigt.
    • Dirk Leinher 07.02.2019 09:34
      Highlight Highlight @rontaler
      Sie glaubten sicher auch die Brutkastenlüge, die Massenvernichtungswaffenlüge und begrüssen jede weitere Eskalation?
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