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epa05239185 Migrants walk in a street of Chios city, on Chios island, Greece, 01 April 2016. A group of more than 500 refugees and migrants, most of them families with children, reportedly broke through a fence and headed out of the Chios hotspot where they were being held.  EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

Auf der griechischen Insel Chios kam es am Samstag zu Scharmützeln. Die Flüchtlinge sind wütend. Nach dem beschwerlichen und teuren Weg nach Griechenland wollen sie die Rückschaffung nicht einfach akzeptieren.
Bild: EPA/ANA-MPA

Morgen müssen sie zurück: Türkei erwartet 400 Flüchtlinge aus Griechenland 



Die türkische Regierung erwartet am Montag rund 400 Flüchtlinge, die im Zuge des Flüchtlingspaktes von Griechenland in die Türkei zurückgebracht werden. Innenminister Efkan Ala sagte am Sonntag im Bezirk Bodrum vor Journalisten, die Zahl könne jedoch noch steigen.

Die Flüchtlinge würden zunächst in Aufnahmezentren verschiedener Bezirke untergebracht. Unklar war am Sonntag, ob diese Einrichtungen am Montag überhaupt bezugsbereit sind.

Syrer würden im Anschluss im Land verteilt und etwa in eines der Flüchtlingslager im Süden der Türkei gebracht, sagte Ala. Flüchtlinge anderer Nationalitäten wie etwa Afghanen oder Pakistaner würden in ihre Länder abgeschoben.

Rechte von Flüchtlingen missachtet

Vor allem in Afghanistan aber auch im Nordwesten Pakistans wird jedoch gekämpft, oder es kommt zu Anschlägen. In Afghanistan fliehen zudem Schiiten vor Unterdrückung durch die sunnitischen Taliban.

Durch eine Abschiebungen ohne Prüfung von Einzelfällen werden Menschen aus diesen Ländern Rechte vorenthalten, die sie gemäss UNO-Flüchtlingskonvention hätten. Amnesty hat der Türkei zudem vorgeworfen, täglich bis zu hundert Syrer zurückzuschaffen. Ankara hat die Vorwürfe dementiert. (dwi/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 04.04.2016 12:40
    Highlight Highlight Europa hat sich 2015 über eine Million "Probleme" importiert, aber nicht eine einzige wirkliche Lösung dazu. Die von der ersten Reiseleiterin A. Merkel vermittelten "Gäste" sorgen für gesteigerten Personalbedarf bei der Polizei. Schlagen, Morden, Rauben und Vergewaltigen durch "Flüchtlinge" hat derzeit Hochkonjunktur. Der Polizeiapparat ist komplett ausgedünnt und daher überfordert. Zumindest in Sachsen hat man nun eine Lösung, die aber genauso schlecht ist wie die Ausgangslage.
    Die Aufgabe: Polizisten müssen her und zwar schnell.
    • Paco69 04.04.2016 13:39
      Highlight Highlight 2)
      Die Ausbildung der Polizei in Sachsen für den mittleren Polizeidienst dauert in der Regel etwa 2,5 Jahre. Das dauert zu lange. Deshalb werden nun für den Polizeidienst abgelehnte Bewerber in einem dreimonatigen Crashkurs zu sogenannten Wachpolizisten ausgebildet. Diese sollen dann aber in erster Linie die angeblichen "Flüchtlinge" vor Übergriffen schützen.
  • Bijouxly 03.04.2016 17:09
    Highlight Highlight Was passiert denn jetzt eigentlich mit den Menschen, die schon seit länger als Sonntag in Griechenland festsitzen? Die werden von diesem Vertrag ja nicht erfasst?
    • Bijouxly 04.04.2016 00:01
      Highlight Highlight super, danke.
      und ich verstehe ehrlichgesagt die blitze nicht, war eine neutrale frage, weil die ja jetzt eigentlich wirklich zwischen tür und angel stehen.

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