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epa08306396 People queue at a supermarket in London, Britain, 19 March 2020. The UK's major supermarkets have requested police protection over fears coronavirus panic-buying could lead to rioting. British Prime Minister Boris Johnson has called upon the British public to avoid all social contact with others and to stop non-essential travel to mitigate the spread of the Coronavirus.  EPA/ANDY RAIN

Supermarkt in London, 19. März 2020. Die Briten nahmen Empfehlungen ihres Premierministers Boris Johnson, Kontakte zu vermeiden, nicht sonderlich ernst. Bild: EPA

Kontaktverbot und Ausgangssperre? Mir doch egal!



Es sind Bilder wie aus einem Endzeit-Film. Leer gefegte Strassen, leblose Plätze, verwaiste Einkaufsmeilen: In vielen europäischen und amerikanischen Städten sieht es derzeit beinahe aus, als ob die Menschheit ausgestorben wäre. Die Aufforderung der Behörden, zuhause zu bleiben und in der Öffentlichkeit Distanz zu halten, wird mittlerweile weitherum befolgt.

Aber nicht von allen. Quasi im Gleichschritt mit den sich häufenden Empfehlungen, die Coronavirus-Pandemie durch «Social Distancing» einzudämmen, mehrten sich auch die Berichte über renitente Rentner, in Gruppen rumhängende Jugendliche oder unbelehrbare Ausflügler, die offenbar die Ansteckungsgefahr auf die leichte Schulter nehmen.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Damit kontrastieren die Verhältnisse in Ostasien, wo das neuartige Virus zuerst auftauchte. Nur schon der Anteil der Leute, die mit Schutzmasken unterwegs sind, liegt dort markant höher als in westlichen Ländern. Masken zu tragen – und dies nicht erst seit der Corona-Pandemie – scheint man dort nicht als Indiz für eine peinliche Überreaktion oder gar als Resultat einer Lifestyle-Verirrung zu interpretieren.

Beispiel Barcelona:

In China oder Japan trägt man die Maske allerdings nicht primär, um sich selber zu schützen, sondern alle anderen. Dies entspricht nicht nur dem tatsächlichen Nutzen, den diese Schutzvorrichtung hat, sondern gilt auch als Zeichen des Respekts vor dem Kollektiv. Und das Kollektiv – stehe es dem Individuum als Familie, Dorfgemeinschaft oder als Staat gegenüber – scheint in ostasiatischen Gesellschaften einen höheren Wert zu geniessen als im Westen, dessen Gesellschaft stark vom Individualismus durchdrungen ist.

epa08326196 Commuters wearing masks ride in a subway in Tokyo, Japan, 27 March 2020. Tokyo Governor Koike asked for people to stay home on the 28-29 March weekend amid a sharp increase in the number of coronavirus Covid-19 infections in Tokyo. So far, some 300 people have been tested positive to the coronavirus Covid-19 in the Japanese capital.  EPA/FRANCK ROBICHON

U-Bahn in Tokio: Masken trägt man, um andere zu schützen. Bild: EPA

Zwar mag beim unterschiedlichen Umgang mit Schutzmasken auch eine Rolle spielen, ob diese überhaupt in ausreichender Menge vorhanden sind. Doch dieser Umstand ist unerheblich bei der Frage, warum die Ausgangssperren in China eher befolgt werden als im Westen. Neben dem höheren Wert, der dort dem Kollektiv zugemessen wird, dürfte auch der autoritäre Charakter des politischen Systems die Disziplin der Bevölkerung beeinflussen. Einer Diktatur stehen härtere Machtmittel zur Verfügung, um Massnahmen durchzusetzen, als im demokratischen Westen, und die Zurückhaltung bei deren Einsatz ist in der Regel geringer.

Freilich haben auch die Einwohner von demokratisch verfassten ostasiatischen Staaten wie Japan, Südkorea oder Taiwan die Regeln des Social Distancing besser befolgt als im Westen. Dies könnte auch damit zu tun haben, dass diese Länder einschneidendere Erfahrungen mit der SARS-Epidemie 2002/2003 gemacht haben.

Wie die Bevölkerung in westlichen Staaten auf die Empfehlung bzw. Vorschrift reagiert hat, zuhause zu bleiben, zeigt diese willkürliche Auswahl von sieben Ländern.

Schweiz

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern verbot der Bundesrat bereits am 28. Februar. Am 13. März untersagte er auch Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen. Drei Tage später beschloss die Regierung auf den 17. März eine «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz, verzichtete aber darauf, eine Ausgangssperre zu verhängen – im Vertrauen auf das Verantwortungsbewusstsein der Bürger.

Am 20. März verhängte der Bundesrat ein Versammlungsverbot für mehr als fünf Personen; zudem rief er die Bevölkerung dazu auf, das Haus nur noch für dringende Besorgungen zu verlassen. In einzelnen Städten wurden öffentliche Parkanlagen geschlossen.

Das Bewusstsein für die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, war Anfang März noch kaum vorhanden; in mehreren Städten feierten junge Leute beinahe demonstrativ Partys. Seitdem das Versammlungsverbot in Kraft ist, hat sich die Lage allerdings verändert; die Bevölkerung hält sich nun mehrheitlich an die Anordnungen des Bundesrats.

Eine Tafel mit den Hinweisen des Bundesamtes fuer Gesundheit (BAG) zu den Verhaltensregeln gegen die Verbreitung des Coronavirus steht auf einem leeren Platz, waehrend der Coronavirus (COVID-19)-Pandemie, am Donnerstag, 26. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Mehrheit der Bevölkerung hält sich an die Anordnungen des Bundesrates. Bern, 26. März 2020. Bild: KEYSTONE

Gleichwohl musste die Polizei verschiedentlich intervenieren, um den Anordnungen Geltung zu verschaffen – besonders bei schönem Wetter. So kam es am vergangenen Samstag an verschiedenen Ausflugszielen zu grösseren Menschenansammlungen. Auch an anderen Orten musste die Polizei Personen, die gegen das Versammlungsverbot verstossen hatten, wegweisen und Bussen verhängen. Die St.Galler Kantonspolizei musste beispielsweise allein am Samstag 59 Mal ausrücken.

Wenn nun das Wetter nach dem Kälteeinbruch am Sonntag und Montag wieder wärmer wird, besteht die Gefahr, dass trotz der nach wie vor erheblichen Ansteckungsgefahr erneut viele Ausflügler unterwegs sein werden. Dies könnte dazu führen, dass der Bundesrat schliesslich doch noch eine strikte Ausgangssperre verhängt – so, wie es etwa in Frankreich geschehen ist.

Frankreich

Öffentliche Versammlungen mit mehr als 1000 Teilnehmern wurden in Frankreich erst am 8. März untersagt. Am 14. März folgte die Schliessung nahezu aller öffentlich zugänglichen Einrichtungen, also auch der Gaststätten. «Wir haben zu viele Leute in den Cafés und Restaurants gesehen», begründete Premierminister Édouard Phillippe die Massnahme. Da sich immer noch viele Leute draussen vor den Cafés oder in den Parks versammelten, erliess Präsident Emmanuel Macron auf den 17. März eine landesweite, partielle Ausgangssperre.

This image taken from drone video on March 19, 2020 and made available by the Prefecture de Police de Paris, shows the empty streets of Paris during lockdown to combat the spread of the new coronavirus. The footage shows landmarks and tourist hotspots in Paris completely empty, with only a few cars on the streets. For most people, the new coronavirus causes mild or moderate symptoms, such as fever and cough that clear up in two to three weeks. (Prefecture de Police de Paris via AP)

Gespenstisch leer: Place de la Concorde in Paris, 19. März 2020. Bild: AP

Wer das Haus verlassen will, muss die Notwendigkeit durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder eine selbst korrekt ausgefüllte Eigendeklaration – «Attestation de déplacement dérogatoire» – nachweisen. Trotz dieser drastischen Massnahme gab es jedoch nach wie vor Märkte, auf denen sich die Leute drängten. Dies vornehmlich in Paris – die Hauptstadt hat mit mehr als 20'000 Einwohnern pro Quadratkilometer eine höhere Wohndichte als etwa Delhi oder New York.

Die Regierung griff daher zu noch strikteren Massnahmen. Am 23. März kündigte Premierminister Édouard Philippe eine Verschärfung ab dem nächsten Tag an: «Wenn Sie mit Ihren Kindern spazieren gehen oder sich bewegen wollen, ist der Radius auf maximal einen Kilometer um das Wohnhaus begrenzt, maximal eine Stunde lang, natürlich allein und nur einmal am Tag. Ich bestehe auf diesen Regeln. Das bedeutet, dass Sie das Datum und die Uhrzeit auf dem Genehmigungsformular angeben müssen, das Sie mit sich führen müssen, wenn Sie hinausgehen.» Das Innenministerium teilte am 27. März mit, die Polizei habe innerhalb von zehn Tagen 225'000 Busszettel wegen Verstössen gegen die Ausgangssperre ausgestellt.

Italien

Italien, das von der Pandemie am stärksten betroffene Land Europas, riegelte am 23. Februar elf Gemeinden in den Provinzen Lodi und Padua ab. Am 8. März wurden die Sperrgebiete auf 14 Provinzen in verschiedenen Regionen ausgedehnt. Zwei Tage später folgte ein Dekret, das die Einschränkungen auf das ganze Land ausweitete. Die eigene Wohnung darf nur noch verlassen werden, wenn es unbedingt notwendig ist.

Die Massnahme wurde am 20. März weiter verschärft: Spiele im Freien sind nun verboten, Spiel- und Sportplätze wurden gesperrt und Spaziergänge müssen sich fortan auf die nähere Umgebung beschränken. Auch hier besteht die Pflicht zur Mitführung eines Formulars, in dem man den Grund deklariert, warum man die Wohnung verlassen musste. Zu anderen Personen muss ein Abstand von einem Meter eingehalten werden. Am 31. März beschloss das Innenministerium, dass Spaziergänge von Kindern in Begleitung eines Elternteils möglich sind, sofern sie nahe der eigenen Wohnung stattfinden.

epa08335168 A deserted Duomo Square in Milan, Italy, 31 March 2020. Italy is under lockdown in an attempt to stop the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus causing the Covid-19 disease.  EPA/ANDREA FASANI

Mailänder Dom, 31. März 2020. Bild: EPA

Trotz der Schreckensbilder aus Bergamo und anderen Brennpunkten der Pandemie gaben noch weniger als 70 Prozent der Befragten in einer vom 11. bis 13. März durchgeführten Umfrage an, sie würden Abstand zu anderen Personen halten und Menschenansammlungen meiden. Die italienischen Behörden kontrollierten vom 11. bis 24. März nicht weniger als knapp 2,5 Millionen Personen, um die Ausgangssperre durchzusetzen. Mehr als 110'000 Anzeigen waren die Folge.

epa08321284 Italian law enforcement officers carry out controls during the country's lockdown due to the coronavirus Covid19 pandemic, in Sesto San Giovanni, near Milan, Italy, 25 March 2020. The entire country remains under lockdown as the COVID-19 disease caused by the novel SARS-CoV-2 coronavirus continues to ravage the population.  EPA/SERGIO PONTORIERO

Italienische Polizisten kontrollieren die Formulare, die die Leute mitführen müssen, wenn sie ihre Wohnung verlassen. Bild: EPA

Verzeigt wurden etwa Menschen, die aus dem stark von der Pandemie betroffenen Norden in Ferienhäuser und zu Familien in den Süden fahren wollten. Auch Jogger oder Leute, die Freunde besuchen wollten, wurden bestraft. Einige italienische Bürgermeister wandten sich selbst per Videobotschaft – zum Teil ziemlich rüde – an jene Leute, die sich trotz der Beschränkungen draussen aufhielten.

Coronavirus: So emotional appelliert Italien an seine Bürger

Video: watson

Deutschland

In Deutschland einigten sich Bund und Länder erst am 22. März auf ein umfassendes Kontaktverbot. Bayern hatte bereits zwei Tage vorher noch weitreichendere Ausgangsbeschränkungen erlassen. Auf weitergehende Ausgangssperren wurde verzichtet. Im öffentlichen Raum, in dem man sich nur allein oder zusammen mit einer weiteren Person aufhalten darf (nur für Leute aus einem gemeinsamen Haushalt gibt es Ausnahmen), gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind verboten und werden kontrolliert und bestraft.

The Pariser Platz square in front of the German landmark Brandenburg Gate is deserted in Berlin, Germany, Monday, March 30, 2020. In order to slow down the spread of the coronavirus, the German government has considerably restricted public life and asked the citizens to stay at home. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Markus Schreiber)

Brandenburger Tor in Berlin, 30. März. Bild: AP

Genau dazu kam es dann auch. In Hamburg beispielsweise kam es zu mehr als 1000 Anzeigen, zu Beginn vornehmlich wegen widerrechtlich geöffneter Läden, dann aber vorwiegend wegen Missachtung des Kontaktverbots. In Berlin musste die Polizei einschreiten, weil sich rund 200 Personen zu einer «Spontanveranstaltung» versammelt hatten:

Auch der beliebte Boxhagener Platz in Friedrichshain musste zeitweise gesperrt werden, da sich dort um die 150 Personen aufhielten. Lautsprecherdurchsagen mit der Aufforderung, den Platz zu verlassen, fruchteten laut einem Polizeisprecher nichts. Die Berliner Polizei ging jedoch nicht nur mit Wegweisungen gegen die Missachtung des Versammlungsverbots vor. Sie reagierte am vergangenen Sonntag mit Humor auf die Tatsache, dass «tausende Gefahrensuchende in den Berliner Parks unterwegs waren» und empfahl ihnen einige geeignete Filme:

Auch in anderen deutschen Grossstädten, aber auch in Bayern, meldete die Polizei am letzten Wochenende zahlreiche Verstösse gegen die Kontaktsperre, so in Köln oder in Frankfurt am Main. Dort ignorierten die Leute teilweise die Absperrungen um Spielplätze und Sportanlagen. In Saarbrücken fanden sich am Staden, einem Erholungsgebiet, 150 bis 200 Personen ein, die von der Polizei weggewiesen wurden. Die Mehrheit von ihnen habe sich einsichtig gezeigt, berichteten die Medien, aber einige hätten «Unverständnis gegenüber der Polizei geäussert».

Grossbritannien

In Grossbritannien hatte die Regierung zunächst kaum Massnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie ergriffen. Noch am 13. März erklärte Premierminister Boris Johnson, es werde zunächst keine Einschränkungen für Grossveranstaltungen und keine umfassenderen Quarantäne-Massnahmen geben. Die Bevölkerung wurde aber aufgerufen, soziale Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden. Am 23. März warf London dann doch das Ruder herum und erliess eine Ausgangssperre. Johnson sagte in einer Fernsehansprache, für die Bevölkerung gelte eine «sehr einfache Anweisung: Sie müssen zu Hause bleiben!» Auch in Grossbritannien darf man das Haus nun nur noch verlassen, um einkaufen zu gehen, zur Arbeit zu fahren, Sport zu betreiben oder einen Arzt aufzusuchen. Zudem sind Versammlungen von mehr als zwei Personen untersagt.

Die Massnahmen folgten auf ein Wochenende, an dem die Briten das schöne Wetter massenhaft für Ausflüge in Parks und Erholungsgebiete genutzt hatten. Dabei hatten sie den empfohlenen Abstand oft nicht einhalten können. Ein Mitarbeiter der Snowdonia National Park Authority in Wales sprach davon, über das Wochenende habe der Park noch nie dagewesene Besucherzahlen registriert. Premierminister Johnson stellte am selben Wochenende an einer Medienkonferenz fest, man werde selbstverständlich härtere Massnahmen ergreifen müssen, wenn die Leute den Aufruf zur Kontaktvermeidung nicht freiwillig befolgten. Ins selbe Horn stiess auch Vizepremier Michael Gove, der höhere Strafen für Leute androhte, die sich nicht an die Einschränkungen in der Öffentlichkeit hielten. «Wenn sich Personen fortdauernd anti-sozial verhalten, gibt es stärkere Massnahmen», sagte Gove.

Belgien

Belgien verhängte am 18. März eine strenge Ausgangssperre. Nur für unbedingt notwendige Wege gibt es Ausnahmen – etwa, um zur Arbeit zu fahren, einzukaufen oder andere wichtige Besorgungen zu erledigen. Dagegen bleiben Spaziergänge und andere körperliche Aktivitäten draussen erlaubt – Regierungschefin Sophie Wilmès ermunterte die Bevölkerung sogar dazu, an die frische Luft zu gehen. Dabei muss allerdings ein Mindestabstand eingehalten werden, und eine Person darf nur mit einem Angehörigen oder einem Bekannten gleichzeitig unterwegs sein. Anders als in Frankreich oder Italien müssen die Belgier jedoch kein Formular mit sich tragen, in dem sie ihren Aufenthalt im Freien begründen.

epa08331670 Empty Grand Palace of Brussels, Belgium, 30 March 2020. In order to contain the spread of coronavirus, Belgium is under lockdown, which is scheduled to be in place until 19 April 2020. Only supermarkets and essential trade will remain open.  EPA/OLIVIER HOSLET

Menschenleer: Grote Markt in Brüssel, 30. März 2020. Bild: EPA

Gesundheitsministerin Maggie De Block sagte der Zeitung «De Zondag» am 22. März, die Massnahmen würden nun ziemlich gut befolgt. Sie sagte auch, die sogenannten Lockdown- oder Coronapartys, die Jugendliche vor der Schliessung aller Lokale am 14. März gefeiert hatten, seien nicht der Grund für die Ausgangssperre gewesen. Damals hatten in vielen belgischen Bars und Restaurants, aber auch in Privatwohnungen trotz Warnungen von Medizinern solche Partys stattgefunden. Rund zwei Wochen später sagte der belgische Virologe Marc Van Ranst, viele der Jungen, die nun auf Intensivstationen lägen, hätten an solchen Partys teilgenommen. Er sage dies nicht zuletzt, weil die Botschaft bei jüngeren Leuten oft nicht ankomme – da müsse sie zuweilen auch «abschreckend» sein. «Es ist kein Videospiel, die Leute sterben wirklich am Coronavirus», sagte Van Ranst.

Bei der Durchsetzung der Ausgangssperre trifft die belgische Polizei laut Medienberichten mittlerweile oft auf sogenannte «coronaspugers» («Coronaspucker») – Leute, die den Beamten absichtlich ins Gesicht spucken, husten oder niesen. Die Polizei in Antwerpen schickt bei solchen Vorfällen ein eigenes Team in Schutzanzügen an den Tatort. Ein Arzt aus Aalst sagte in einer Fernsehsendung, er behandle regelmässig Polizeibeamte, die sich nach einer solchen Attacke testen lassen müssten. «Es handelt sich um eine neue Art der Aggression gegen die Polizei», erklärte ein Sprecher der Polizeigewerkschaft ACV. «Sie sehen ihren Speichel in dieser Coronakrise als Waffe.» Nicht nur Polizisten sind das Ziel dieser Angriffe, auch andere Personen, etwa Busfahrer, werden absichtlich angehustet. Das Phänomen ist nicht auf Belgien begrenzt: Auch in den Niederlanden oder in Hamburg gibt es Berichte, dass Jugendliche gezielt andere Personen anhusten.

USA

Die USA haben, ähnlich wie Grossbritannien, spät auf die Corona-Pandemie reagiert. Präsident Donald Trump spielte die Gefahr lange herunter – erst am 16. März veröffentlichte Washington allgemeine Handlungsempfehlungen an die Bevölkerung, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Die Leute sollten so weit möglich im Home Office arbeiten und den Besuch von Gaststätten unterlassen. Auch Besuche in Altersheimen und Reisen sollten vermieden werden, ebenso Versammlungen von mehr als zehn Personen. Unter dem Motto «15 Tage, um die Verbreitung zu verlangsamen» werden diese Richtlinien nun propagiert.

Die Politik der Bundesstaaten ist nicht einheitlich; besonders US-Staaten im Süden und im Mittleren Westen halten sich mit strengen Massnahmen merklich zurück. Dagegen haben besonders stark von der Pandemie betroffene Regionen – allen voran Los Angeles oder New York, das mittlerweile als Epizentrum des Ausbruchs gilt – zum Teil schärfere Ausgangsbeschränkungen erlassen. Dies führt zu einem Flickenteppich der Eindämmungsmassnahmen: Für 61 Prozent der US-Bevölkerung gelten – Stand 27. März – Ausgangsbeschränkungen, für 39 Prozent nicht.

Die Reaktion auf die Pandemie und die Massnahmen zu ihrer Eindämmung scheint stark durch die Zugehörigkeit zu einem politischen Lager beeinflusst zu sein: Oft sind es Republikaner, die diese Massnahmen für übertrieben und schädlich halten. Laut einer Umfrage machen sich mehr als ein Drittel der republikanischen Wähler keine Sorgen vor einer Ansteckung mit dem Virus – bei den Demokraten sind dies nur zwölf Prozent. Nach wie vor halten einige evangelikale Kirchen – die eher den Republikanern nahe stehen – Gottesdienste mit zahlreichen Besuchern ab.

Congregants exit after services at the Life Tabernacle Church in Central, La., Sunday, March 29, 2020. Pastor Tony Spell has defied a shelter-in-place order by Louisiana Gov. John Bel Edwards, due to the new coronavirus pandemic, and continues to hold church services with hundreds of congregants. (AP Photo/Gerald Herbert)

Gläubige nach dem Kirchenbesuch im US-Staat Louisiana – einem der Hotspots der Pandemie in den USA. Bild: AP

In solchen rechtsstehenden Kreisen gedeiht wohl auch eher eine Art Widerständigkeit gegen die Richtlinien und Massnahmen der Behörden, die sich in ostentativem Feiern manifestiert, während die Mehrheit die Empfehlungen befolgt. Die «New York Post» porträtiert beispielsweise den 31-jährigen Journalisten Lucian Wintrich, der am 14. März in New York demonstrativ zu einem Corona-Abendessen lud, während die Stadt bereits den Broadway stillgelegt hatte. In seiner Einladung schrieb er: «Wascht euch die Hände nicht. ... Bringt euer Lieblingsessen mit.» Wintrich, der früher für rechtslastige Publikationen schrieb, liess sich für seine Party von den Windpocken-Partys der 90er Jahre inspirieren. Einer seiner Gäste verglich die Lage mit den deutschen Bombenangriffen auf London im Zweiten Weltkrieg. Damals habe man die Läden offen gehalten – während man jetzt wegen «einer Grippe» alles schliesse.

FILE - In this March 25, 2020, file photo, yellow cabs line an empty 42nd St. waiting for fares outside Grand Central Terminal, in New York. For the millions of Americans living under some form of lockdown to curb the spread of the new coronavirus, not knowing when the restrictions will end is a major source of anxiety. (AP Photo/Mary Altaffer)

Lockdown in New York, 25. März 2020. Bild: AP

Wintrichs Party war nicht die einzige an diesem Abend. Auf den Dächern der New Yorker Wohnhäuser tummelte sich noch einiges Partyvolk, das nichts mit Social Distancing am Hut hatte. Kein Verständnis für die Empfehlungen, das Virus durch Kontaktvermeidung zu bekämpfen, hatten auch zehntausende von Studenten, die im März nach Florida aufbrachen, wo sie sich zu den traditionellen feuchtfröhlichen Spring-Break-Partys trafen. Von den Teilnehmern wurden inzwischen bereits einige positiv auf das Virus getestet.

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138Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Caerulea 03.04.2020 12:58
    Highlight Highlight Zu begonn der Pandemie sagte meine lieblings chinesische "youtuberin" AvenueX das sie such nicht vorstellen kann das der Westen auf den Ausbruch so gut reagieren hätte können wie China.
    Mit den von Herrn Huber genannten Gründen.
    Ich habs bisschen belächelt aber der Westen hat gezeigt das sie Recht haben könnte.
  • Gubbe 03.04.2020 09:40
    Highlight Highlight Ich bin gesund, huste und keuche nicht, auch Fieber habe ich keines. Also montiere ich eine Maske um andere sich vor mir zu schützen.
    Denkt der Asiate so? Ich glaube es nicht. Das insbesondere ältere Japaner, Chinese bei der Arbeit das Kollektiv achten müssen, ist so. Aber ausserhalb denken sie an sich selbst.
    Kein gesunder Mensch will andere vor sich schützen. Weil es nichts zu schützen gibt. Auch Asiaten können denken.
  • Todesstern 03.04.2020 07:09
    Highlight Highlight Ich bin Asperger und es ist krass wie sehr Leute die anders sind ausgestossen werden. Was ich die letzten 15 Jahre an Diskriminierung und Ausgrenzung selbst erlebt habe. Ich hoffe das sich das ändern wird. Den jetzt erfahren es alle am eigenen Leib. Bleibt gesund 🙏 Namaste
    • Dani B. 03.04.2020 16:27
      Highlight Highlight Kann ich kaum glauben. Bitte erläureren Sie mir von der Ausgrenzung. Danke!
  • Pumba 03.04.2020 05:54
    Highlight Highlight Solidarität fordert man hierzulande nur von anderen (in diesem Fall vom Gesundheitspersonal und anderen Leuten die noch an der Front arbeiten). Selber ist man jedoch nicht bereit, etwas zu „opfern“. Hauptsache man kann seine egoistische und ideologische Haltung beibehalten. Die Augen werden erst geöffnet wenn man selber oder jemand Nahestehendes betroffen ist. Dann kommen wieder alle dahergerannt mit ihrem mimimimi.. so und jetzt los mit dem Blitzen!
  • meliert 03.04.2020 04:26
    Highlight Highlight ich bin jetzt einmal sehr froh (hat sonst auch viele Nachteile) abgelegen zu wohnen und problemlos täglich Spaziergänge zu unternehmen ohne Kontakte zu anderen Leuten. Es muss furchtbar sein in den Städten wie London zu leben in diesen Zeiten!
  • Bavaria 03.04.2020 03:42
    Highlight Highlight Die Lockdown-Massnahmen müssen unbedingt aufhören, damit die Wirtschaft wieder atmen kann - vor allem die Selbstständigen. Davon sind viele wehgen den sich täglich anhäufenden Schulden suizidgefährdet oder bringen die Angestellten mit Kündigungen und Lohnausfällen in solche Situationen - ein längerer Lockdown fordert noch mehr Tote weil die Menschheit durchdreht und den psychischen Stress nicht mehr aushält! Deshalb sollte auch man über die Ostertage kulanter sein mit Menschen, die an die Sonne gehen und einmal durchatmen möchten und Ferien geniessen wollen.
  • Paedu87 02.04.2020 23:08
    Highlight Highlight Heisst für mich, die Massnahmen ziehen in unserer Heimat maximal kurzfristig.

    Bezüglich der Massnahmen bin ich eh etwas gespalten, weil mir nicht klar ist, wie und vor allem wann wieder Normalität einkehren soll. Solange auch nur ein Mensch diesen Virus in sich trägt, besteht doch die Gefahr, dass das ganze Spiel wieder von vorne los geht...

    Ich nehme auch nicht an, dass sich die Leute über den ganzen Sommer einsperren lassen. Das Ganze ist aus soziologischer Sicht sehr spannend.
  • Rudolf VII 02.04.2020 21:54
    Highlight Highlight und niemand bemerkt die schleichende Diktatur des Staates:
    Überwachungsdrohnen werden eingesetz (Kt.. Aargau)
    Handy Daten werden ohne unser Wissen ausgewertet
    Versammlungsfreiheit ist abgeschaft
    Mit einem Ausgangsveerbot droht der Staat und wird es vermutlich über Ostern umsetzen.
    Die Pressefreiheit wird eingeschränkt oder liest jemand kritische Berichte über die Bundesrätlichen Masnahmen? Ich höre sie nur in meinem Umfeld.
    Wir fahren die Wirtschaft an die Wand.
    Dies alles im Wissen, dass 60-70% der Bevölkerung mit dem Virus angesteckt werden wird; über kurz oder lang
    ist dieser weg richtig?
    • Nonkonformist 02.04.2020 22:56
      Highlight Highlight Besten Dank dafür, bester Kommentar zum Thema seit langem. Die sonst so kritischen User hier sind die meisten zu braven Schäfchen einer totalitären Herrschaft geworden. So schnell kanns gehen, nur ein wenig Angst verbreiten. Und die Medien machen munter mit. Und dann fragt man sich, wie war das alles möglich, damals in den 30ern? Genau so!
    • Mimo Staza 02.04.2020 23:35
      Highlight Highlight Pssst, wir sind noch immer eine kritische Community aber nach diesem Staatsstreich müssen wir vorsichtig sein... sie könnten uns jeder Zeit... Ts asödlkfjasöld fkasd lkmit ddddddddddd
    • Pidemitspinat 03.04.2020 07:17
      Highlight Highlight Rudolf. Es droht ganz einfach der Zusammenbruch des Gesundheitssystems, wenn R0 > 1. Darum muss alles getan werden, um auf R0 < 1. Dann kriegst Du deine Freiheit zurück.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Octavius 02.04.2020 21:44
    Highlight Highlight Wir kämpfen mit zwei Pandemien,
    Covid-19 und Dummheit.
    • Todesstern 03.04.2020 13:01
      Highlight Highlight Bester Kommentar 👍
  • calanda78 02.04.2020 20:24
    Highlight Highlight Bundesrat zieh die Leine an.
    Bald steht Ostern vor der Tür.
    So viele Leute halten sich schon jetzt nicht daran.

    Meine Mutter 60+ arbeitet im detailhandel. (Food) Fast Jeden Tag.9stunden. ohne zu murren.

    Meine Schwester ist pflegefachassistentin und schwanger.
    Sie arbeitet immer noch.

    Geniesst Euro Ostern bitte zuhause.


  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 02.04.2020 19:44
    Highlight Highlight In der Schweiz halten sie sich nicht daran. Statt in der Stadt sind sie einfach in den Wohngebieten unterwegs und hängen, tollen, turnen oder sünnelen auf den Grünflächen herum. Massenhaft. Ich seh's jeden Tag. Ich könnt's ja fotografieren, aber dann müsste ich unnötigerweise anhalten. Die Realität in der Schweizt sieht aber allgemein so aus:

    Benutzer Bild
    • lilie 02.04.2020 20:52
      Highlight Highlight @Antinatalist: Von welcher Gegend sprichst du denn?

      Ich wohne etwa 30 min von Zürich weg. Nicht mehr Agglo, noch nicht richtig ländlich.

      Hier sind die Leute definitiv mehr unterwegs, zu Fuss, joggenderweise, mit Hund, Mann, Kinderwagen.

      Allerdings werden die Regeln sehr gut eingehalten, selbst beim Kreuzen versucht man Abstand zu halten.

      Bleibt man für einen kurzen Schwatz stehen, achtet man auf die 2 m.

      Ich sehe hier keine Gruppen ausser Familien.

      Der einzige Schwachpunkt scheinen die Busse zu sein, wo ältere Leute sich direkt hinter einen setzen, auch wenns genug Platz hat.
    • Franbon aka Mami 03.04.2020 00:08
      Highlight Highlight Die Risikogruppe sieht man überall und die kümmern sich einen Dreck um die Empfehlungen vom BAG. Sie halten keinen Abstand, sie sitzen im Einkaufszentrum vor dem Laden, nebeneinander und quatschen....meine Nachbarin ist 79 Jahre alt, deswegen geht eine junge Nachbarin für sie einkaufen, aber die wehrte Dame bleibt nicht zuhause, nein, sie geht ins Einkaufszentrum, setzt sich mit ihrer genauso alten Kollegin aufs Bänkli und quatscht...ihr fällt sonst die Decke auf den Kopf..sowas macht mich richtig wütend ich gehe auch nur in dringenden Fällen raus und auch ich habe manchmal einen Koller!
  • PlayaGua 02.04.2020 19:44
    Highlight Highlight Leute wie SGV-Bigler motivieren geradezu , die Regeln in Frage zu stellen. In dieser Hinsicht hat der asiatische Kollektivgedanke schon viele Vorteile.
  • juergy 02.04.2020 19:42
    Highlight Highlight Alles fahrt ski alles fahrt ski... Obwohl diverse Behörden mehrfach darauf hingewiesen haben findet dieses Schauspiel täglich statt. One big holiday oder was ??


    Benutzer Bild
    • Morgenbrot 02.04.2020 21:06
      Highlight Highlight Ich sehe da eine zweier-, eine dreier- Gruppe und zwei einzelne und alle mit jeweis 2m Abstand. Laut BAG also alles im grünen Bereich.👍
    • ursus3000 02.04.2020 21:37
      Highlight Highlight Wenn auch DU DICH an die Vorgaben " Stay at home " !!!! halten würdest könntest Du keine Fotos posten von denen die sich nicht daran halten .
    • juergy 03.04.2020 08:21
      Highlight Highlight @ursus3000.. doch können wir ! Wir arbeiten an der Strasse. Glaub mir wäre gerne einfach nur at home !
      Das Bild ist nachdem alle gemeinsam ankamen, die Skis anzogen und gestartet sind. Noch unverständlicher ist, dass Bund und Kantone inständig mehrfach darauf hinweisen eben nicht in die Berge zu fahren und vom Virus verschonte Gebiete zu belasten. Die regionalen Spitäler haben sicherlich andere Sorgen als Unfallopfer aufzunehmen.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 02.04.2020 19:30
    Highlight Highlight Darum sind Endzeitfilme ja auch so toll. Leider sind es nur Filme.
    • ursus3000 02.04.2020 21:39
      Highlight Highlight Du weisst was mit Dir passieren würde wenn es nicht " nur " Filme wären ?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.04.2020 00:08
      Highlight Highlight I could easily deal with it. But could you, too?
  • Doppelpass 02.04.2020 19:23
    Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, wie gut die Empfehlungen in der Schweiz umgesetzt werden.
    Ich wohne mitten in der Stadt Zürich. In der Migros sehe ich sehr viele ältere und sogar alte Menschen. Im Park sehe ich viele Gruppen jüngerer Leute die es mit der Distanz nicht ernst nehmen.
    Ich frage mich, ist das Leichtsinn oder Toleranz? Solle man diese Leute ansprechen? Ist einfach zu wenig klar was gilt?
    • lilie 02.04.2020 19:38
      Highlight Highlight @Doppelpass: Im öffentlichen Raum ist die Polizei dafür zuständig, dass die Weisungen des Bundes eingehalten werden, insbesondere das Versammlungsverbot und die Abstandsregel.

      Ältere Menschen hingegen haben kein Verbot, einkaufen zu gehen. Der Bund empfiehlt ihnen einfach, zum eigenen zuhause zu bleiben.

      Damit verfolgt der Bund eine Strategie der Selbstverantwortung.

      Zum andern aber ist es auch gar nicht nötig, dass jeder einzelne minutiös die Empfehlungen einhält - wenn es eine genügend grosse Anzahl tut, können die Infektionsketten trotzdem unterbrochen werden.

    • 155West 02.04.2020 19:39
      Highlight Highlight Gegenfrage: Wissen sie denn, was gilt?

      Ältere und sogar alte Menschen dürfen auch weiterhin ihre Einkäufe selbst erledigen, wenn sie das möchten. Und Gruppen bis 5 Pers. sind ebenfalls erlaubt. Die Distanz von 2m gilt insbesondere bei einem Kontakt von mehr als 15 Minuten.

      Der Bund operiert nicht mit Gesetzen, sondern mit Empfehlungen. Zudem appelliert der an die Eigenverantwortung. Diese wird aber unterschiedlich interpretiert. Das heisst so viel wie: Wir können Verhalten XY falsch finden – wir haben es aber zu akzeptieren, solange es nicht gegen Gesetze verstösst.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 02.04.2020 20:02
      Highlight Highlight Sprich sie an, dann erntest du ein...
      Benutzer Bildabspielen
  • «Shippi» 02.04.2020 18:34
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Itschy 02.04.2020 17:56
    Highlight Highlight Hahahaaa, die Leute halten sich daran? Kommt mal an die Langstrasse und biegt in die Nebenstrassen ein (Brauerstrasse, Hohlstrasse). Hier brummt der Bär 🙈!
  • Noblesse 02.04.2020 17:49
    Highlight Highlight Es wird suggeriert, dass die Meisten covid problemlos überstehen. Neuste Berichte: "Es können Schädigungen auch bei Gesunden bleiben". Wir im Westen reiben uns immer noch die Augen (obwohl verboten!). Die Asiaten kennen sich mit den Seuchen besser aus. Die Jungen und viele mehr hier denken immer noch:" Phoa...mich trifft doch das ned"
    • lilie 02.04.2020 18:09
      Highlight Highlight @Noblesse: Woher weisst du das mit den bleibenden Schäden? Bitte verlinken!
    • Noblesse 02.04.2020 18:39
      Highlight Highlight https://www.welt.de/politik/deutschland/article206939831/Nach-Corona-Erkrankung-Karl-Lauterbach-warnt-vor-bleibenden-Schaeden.html?wtrid=crossdevice.welt.amp#Element-52a047aa-9a

      Nehme mal an, der hat ein Draht nach China?!
    • champedissle 02.04.2020 19:05
      Highlight Highlight Verlinken darf man hier gar nichts. Einfach die Berichte der WHO lesen. Die Lungenschäden des COVID sind enorm. Man geht davon aus, dass bis zu 80 % der Lungenfunktion verloren gehen, auch bei jungen Menschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 02.04.2020 17:46
    Highlight Highlight Das mit dem Kollektivgedanken und Asien hat was.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 02.04.2020 20:05
      Highlight Highlight In Asien gibt es sowas wie Respekt und Rücksichtnahme. Etwas, das man in der Schweiz vergeblich sucht. Ich bin mir jetzt nicht mal sicher, ob die Leute hier die beiden Begriffe überhaupt verstehen. Hier kennen die meisten nur den Begriff "Toleranz" und fordern diese unfreundlicherweise auch dauernd ein.
    • ursus3000 02.04.2020 21:23
      Highlight Highlight @ Antinatalist Kennst Du etwas anderes als " ICH ICH und ICH ? Sollen andere bei Dir um Entschuldigung bitten , nur weil es sie gibt ?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.04.2020 00:11
      Highlight Highlight Bow down, ursus3000!

      Du hast den Inhalt nicht verstanden. Zero. Geh Schule Mann.

      Ah mist, ist ja geschlossen... 🙄
    Weitere Antworten anzeigen
  • 155West 02.04.2020 17:44
    Highlight Highlight Mal ganz ehrlich, wäre es nicht auch vernünftig darüber nachzudenken, was die aktuelle Situation mit unserer Gesellschaft und Demokratie langfristig macht? Da werden Leute denunziert, die nichts Verbotenes machen. Veganer und Klimaretter findet man das Jahr hindurch zwar mühsam, nun ist man aber selbst der grösste online-Moralprediger. Und wer nicht spurt, wird als unsolidarisch und ignorant ausgegrenzt. Dabei gibt es historisch bedingt gute Gründe, dass in freiheitlichen Demokratien wie der Schweiz Menschen ihre individuellen Freiheiten beschützen wollen. Ganz so verkehrt ist das nicht.
    • Der Bademeister 02.04.2020 18:06
      Highlight Highlight Sehe ich auch so.Ich hoffe Sie und ich gehören noch zur Mehrheit, welche das Volk nicht einfach wegsperren will.Wenn wir auch bei watson in der Minderheit sind. Solidarität ja aber nicht um jeden Preis.Der Bund und Kantone tun gut daran am miteinander
    • ManOnTheMoon 02.04.2020 18:28
      Highlight Highlight "Dabei gibt es historisch bedingt gute Gründe, dass in freiheitlichen Demokratien (..) Menschen ihre individuellen Freiheiten beschützen wollen"

      Diese Idee kommt von der Aufklärung die irgendwie mit "Habe den Mut dich des eigenen Verstandes zu bedienen.." begonnen hat.
      Also historisch bedingt sollte man diesen Verstand vielleicht mal einsetzen und sich fragen ob es wirklich zur individuellen verteidigungswürdigen Freiheit gehört andere Leute fahrlässig in Gefahr zu bringen. Es geht hier nicht um unsere Freiheit sondern, für kurze Zeit, um die Gesundheit. Eben: Man bediene sich des Verstandes.
    • Silent_Revolution 02.04.2020 18:31
      Highlight Highlight Richtig.

      Wer jeweils an die Solidarität appellierte, den jährlich 9 Millionen am Hungertod sterbenden Menschen in der dritten Welt zu helfen, wurde von jenen ausgelacht, die nun den Moralapostel spielen um ein paar tausend alte und kranke Priviligierte ein paar Monate/Jahre länger am Leben zu erhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 02.04.2020 17:34
    Highlight Highlight "(...) 19. März 2020. Die Briten nahmen Empfehlungen ihres Premierministers Boris Johnson, Kontakte zu vermeiden, nicht sonderlich ernst."

    Wie sollten die Briten damals vor ein paar Wochen sowas ernst nehmen wenn es mittlerweile zum eigentlich fast schon dokumentierten/ erwiesenen Allgemeinwissen gehört dass nicht nur PM BJ (leider!) politisch ein opportunistischer Populist ist?

    SARS-CoV-2 Virus/ Covid-19 Krankheit sind natürlich, Populismus ist hingegen künstlich...
  • Ökonometriker 02.04.2020 17:32
    Highlight Highlight Trotzdem hole ich mir in der Schweiz weniger oft den flotten Otto als in China. Weil sich die Leute hier auch dann die Hände waschen, wenn der Staat es nicht prüft. Und weil die Leute hier genug Eigenverantwortung haben, dass man auf einem öffentlichen Klo Güter wie WC-Papier und Seife bereitstellen kann, ohne dass sie gestohlen werden.

    Eigenverantwortung ist Übungssache. Sie entwickelt sich eben nur in der Freiheit.
    • Lisbon 02.04.2020 20:52
      Highlight Highlight Über China kann ich nichts sagen, allerdings Japan und Südkorea. Auch dort gibt es Seife und WC-Papier, welches nicht gestohlen wird.
    • Ökonometriker 03.04.2020 07:06
      Highlight Highlight @Lisbon: sind ja auch freie Länder 🤷‍♂️
  • R. J. 02.04.2020 17:29
    Highlight Highlight Der Darwin award wird gleich in Massen vergeben. Leider trifft es nicht nur die vollpfosten.
    • Hoci 02.04.2020 17:41
      Highlight Highlight In den Usa ist die Hoffnung begründet. Leider gilt wie die Eltern so die Kinder oder das Gegenteil.
  • MoCh 02.04.2020 17:29
    Highlight Highlight spannend wäre es einmal von anderen Ländern auf der Welt zu hören als immer die üblichen Verdächtigen. In Neuseeland zum Beispiel ist es verboten das Auto zu benützten, wenn man es nicht nachweislich zum Einkaufen oder um zur Arbeit zu fahren oder zum Arzt zu gehen benötigt. Sprich raus gehen an die frische Luft und spazieren/ laufen/ wandern/ velofahren usw. geht nur von zu hause aus. Interessanter Ansatz und es wäre spannend zu wissen wie das umgesetzt wird/ funktioniert. Durchaus eine Überlegung wert für bei uns, wenn man sieht, wo sich die Leute sammeln im schönen Wetter an den Wochenenden
    • champedissle 02.04.2020 19:06
      Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht. In Frankreich ist das seit über 2 Wochen so.
  • oliversum 02.04.2020 17:26
    Highlight Highlight Ziemlich einseitige Darstellung. Die Kundgebung am Kottbusser Tor in Berlin richtete sich explizit gegen den Missbrauch der neugewonnenen Macht der Polizei, die nun gerne alle schickaniert, die ausländisch aussehen. Die Demonstrant*innen haben - wie auf dem Bildmaterial gut ersichtlich ist - in jeweils 1.5-2 Meter Abstand eingehalten. Nur die Polizei, die die unbewilligte Demo aufgelöst hat, hat sich dann nicht an die Abstandsregelung gehalten und ist ganz Nahe angerückt...
    • Knety 02.04.2020 17:58
      Highlight Highlight Krass
  • fools garden 02.04.2020 17:22
    Highlight Highlight Ich wohne abgelegen im Südwesten Frankreichs,
    es werden Äpfel mit Birnen verwechselt!
    Wenn Leute bestraft werden hier 135 Euro*, weil er mutterseelen allein in den Wald fährt um Bärlauch zu sammeln, hilft das mit Sicherheit der Staatskasse, aber sicherlich nicht gegen das Virus.

    * wer kam denn auf diese Zahl,
    in Nummerologie steht 9 immer für Neuanfang,
    da kann ich die Strafe ja wohlgemut begleichen.
    • lilie 02.04.2020 17:34
      Highlight Highlight @fools garden: Ok, aber ich muss jetzt doch die Polizei in Schutz nehmen: Wenn Ausgangssperre herrscht, dann muss halt auch einer bestraft werden, der zwar niemanden in Gefahr bringt, aber halt die Weisungen der Regierung missachtet.

      Was dann eher gegen die Regierung spricht als gegen den Bürger, der nur gesunden Menschenverstand walten lässt, und den Polizisten, der halt seine Pflicht tut.

      Da dürfen wir aber schon froh sein, dass wir in der Schweiz nur ein Versammlungsverbot und keine Ausgangssperre haben.

      Es ist einfach auch vernünftiger.
    • fools garden 02.04.2020 17:56
      Highlight Highlight Lilie...und ich dachte Du seist auf meiner Seite💥😂
      wo'd Recht host, host Recht!!!

      Ich sagte ja stets, Frankreich ist fast so zentralistisch wie China.
    • Do not lie to mE 02.04.2020 18:05
      Highlight Highlight Der WochenBlick hat gestern gemeldet das in Frankreich in Migranten-Vierteln die Corona-Gesetze nicht durchgesetzt werden können " In einer Videokonferenz teilte Nunez Polizeibeamten und der Polizeigewerkschaft mit, dass die Einschränkung der Bewegungsfreiheit und die Schließung der Geschäft in Frankreichs Migranten-Vororten zu „gewaltsamen sozialen Verwerfungen“ (Aufständen) führen könne. Einige Präfekten stimmten dem zu, da kürzlich mit Schüssen und Steinwurf in Étampes die Retter bei Versuch eines Covi-19 Patienten zu retten verunmöglichte
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chääschueche 02.04.2020 17:11
    Highlight Highlight Ausgangssperre für nicht erwerbstätige.

    Anders wird es nicht funktionieren über Ostern. Sollte es schön Wetter sein wird jeder 2te irgendwo spazieren gehen...Corona freut sich schon darauf 👌



    • karl_e 02.04.2020 18:37
      Highlight Highlight Was erzählst du für einen Käse, mein Lieber. Wenn ich irgendwo spazieren gehe, wo es nur wenige Spaziergänger hat, so freut sich Corona vergebens! Die Städte sind mittlerweile so leer wie einst die Waldwege.
  • Marco Brolo 02.04.2020 17:08
    Highlight Highlight Spannender Beitrag.
    Aber auch bei mir dauerte es eine Weile bis ich den Ernst der Lage begriff. Anfang März belächelte ich noch die "Panikmache". Ich war überzeugt meine Costa Rica Ferien im April wie geplant noch geniessen zu können. Mittlerweile sitze ich seit zwei Wochen zu Hause und bin unendlich dankbar Home-Office machen zu können. Das wendet den Koller ziemlich ab.

    Dennoch träume ich schon davon wildfremde Menschen zu umarmen. Wie selbstverständlich wir doch das alles genommen haben.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Abend :*
    • Hoci 02.04.2020 17:44
      Highlight Highlight Nun dann bist du schlauer als manche. Hier wird es von Leuten im Gesundheitsbuisness immer noch als Panikmache verschrien. Obwohl sich zumindest bei arztnahen der Trend ändert.
  • sottosopra 02.04.2020 16:51
    Highlight Highlight Etwas oberflächliche Analyse, bei der viele Details übersehen werden. Länderspezifische Berichte zu den Massnahmen würden wohl mehr Sinn ergeben. Dass die Ausgangssperre in Frankreich (und dabei insbesondere in den Banlieues) nicht respektiert wird wundert wohl die wenigsten. Die Aussicht drei Wochen zu fünft/sechst/siebt in einer 3.5 Zimmer-Wohnung in einem Wohnlblock verbringen zu dürfen führt logischerweise zu Widerständen. Diejenigen die es sich erlauben konnten (bzw. diejenigen mit Zweitwohnsitz auf dem Lande) flohen aus der Stadt.
    • Vintage 02.04.2020 17:57
      Highlight Highlight Da kann ich dir nur zustimmen. Wir leben ca. 100km nördlich von Marseille. Ich kenne die Stadt ziemlich gut. Die Aussenquartiere mit den grauenhaften Wohnblöcken, sozialen Konflikten, hoher Kriminalität, trifft es mit voller Wucht. Das kann sich kaum jemand in der Schweiz vorstellen was für einem Elend die Menschen da ausgeliefert sind.
  • Bravo 02.04.2020 16:50
    Highlight Highlight In Paris, Madrid, Mailand oder Barcelona verlassen die Menschen, auch die Jungen, während einer Woche die Wohnung nicht mehr. Die gehen nur raus um Einzukaufen. Alle direkten sozialen Kontakte gestrichen. Insofern herrschen hier trotz Corona noch kaum wirklich repressive Zustände. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass genau jetzt bei diesem Wetter und den kommenden Feiertagen für die nächsten 2 Wochen eine Ausgangssperre hätte verfügt werden müssen. Genau jetzt kommts drauf an, ob dieser Mist Ende Mai fertig ist oder ob wir das noch in den Sommer schleppen.
    • Hoci 02.04.2020 17:47
      Highlight Highlight Ganz sicher in den Sommer, weil wir es einerseits nicht durch Quarantäne, Quarantäne beim Zoll und Ausgangssperre gestoppt haben und andererseits es aber wie geplant gut ausgebremst haben, dass es zur Abflachung kommt.
      Nun Ostern kann alles ändern, je nachdem wie viel unvernünftige es gibt.
    • Pidemitspinat 03.04.2020 07:30
      Highlight Highlight Abflachung allein genügt nicht mehr.

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  • Kastigator 02.04.2020 16:49
    Highlight Highlight "Verzeigt wurden etwa Menschen, die aus dem stark von der Pandemie betroffenen Norden in Ferienhäuser und zu Familien in den Süden fahren wollten."
    Nun ja, in ein Haus zu fahren ist auch unabhängig von Corona nicht zu empfehlen und wohl in den meisten Ländern auch nicht legal.
  • sinner 02.04.2020 16:42
    Highlight Highlight ausgangssperre über ostern wäre für alle die beste und günstigste lösung.
    leider!
    • dmark 02.04.2020 17:19
      Highlight Highlight Ich will gar nicht wissen, wie viele da herum fahren und laufen werden. Ganz zu Schweigen von denen, welche unbedingt über Ostern (weil das ja schon immer so war...) ihre Verwandten besuchen wollen/werden.
      Die Kurven werden wir dann in zwei Wochen betrachten dürfen. Danke schon mal an all diese Leute...
  • DARTH OLAF 02.04.2020 16:39
    Highlight Highlight Leute, ist das nicht Chief Wiggum? 😂🤷‍♂️
    Benutzer Bild
    • aglio e olio 02.04.2020 17:00
      Highlight Highlight Clancy trägt keine Brille.
    • DARTH OLAF 02.04.2020 17:34
      Highlight Highlight Aglio, stimmt, sehr scharf beobachtet.
  • Garp 02.04.2020 16:39
    Highlight Highlight Schweiz: Ich beobachte täglich zig Leute, die zu nah miteinander schwatzen, auch wenn sie nicht aus dem gleichen Haushalt sind und das gemütlich über 15 Min. .

    Manche lernen es nie.

    Wir haben so eine hilfsbereite Person im Haus, die sich gern bei andern beliebt macht, sie lässt sich aber mehr helfen (von einem 85 jährigen, ohne Sicherheitsdistanz) , lädt immer noch Besuch ein und hält bei denen, den sie mal eine kleine Gefälligkeit macht auch nicht an die Distanz.

    Gott beschützt sie ja 🙄 .

    Es sind vor allem die näheren Kontakte über eine gewisse Zeit, die das Virus weitertragen.

    • Garp 02.04.2020 17:06
      Highlight Highlight Ich würd gern mit den Blitzern ins Gespräch kommen.
    • Morgenbrot 02.04.2020 17:34
      Highlight Highlight Lieber Garp
      Ich habe dir einen lesenswerten Artikel rausgesucht.

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-krise-ist-deutschland-wirklich-durchsetzt-von-meldewuetigen-hobbypolizisten-a-73d0e5bb-9ed5-4bf7-b83f-22a9e9313ef5

      Im Sinne dieses Textes, wünsche ich dir ein baldiges, entspanntes Wochenende. 🙃
    • Garp 02.04.2020 17:45
      Highlight Highlight Ich hab keinen gemeldet. Ich beobachte nur, weil ich ja nicht raus sollte. Hab einen weiten Blick vom Balkon aus, brauch ja auch noch h etwas Sonne und das im Haus bekomme ich nebenher mit wenn ich zum Abfall gehe, zum Briefkasten und mal allein spazieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 02.04.2020 16:28
    Highlight Highlight Kurz und gut: Im Westen sind die Schweizer und allenfalls die Belgier noch die einzigen, welche grosso modo die Anweisungen und Empfehlungen einhalten?

    Beweist das nicht, dass das auf Kooperation und nicht auf Repression setzende Vorgehen des BR der richtige Ansatz war?
    • DARTH OLAF 02.04.2020 16:44
      Highlight Highlight Lilie, sehe ich auch so. Und auch das Timing der Massnahmen des BR war meistens sehr gut.
      Allerdings... Belgien? Schweiz? Ich sehe hier eine mögliche Schokolade-Kohärenz.
    • Pipikaka Man 02.04.2020 16:49
      Highlight Highlight Die Belgier haben auch eine Ausgangssperre eingeführt. Denke nicht das sowas funktioniert. In Italien mehren sich Berichte von Haushalten die verarmt worden sind durch das herunterfahren der Wirtschaft und das sie in Märkten einfach Nahrungsmittel mitgehen lassen. Jetzt muss die Polizei diese Läden sichern. Ja jetzt sagt ihr wir sind nicht Italien aber ihr seid die gleichen die meinten wir könnten wie Bergamo enden... Ich sage nur die Nacheffekte werden schlimmer sein als die Pandemie selbst.
    • Garp 02.04.2020 16:51
      Highlight Highlight Schönes Wetter und warm und viele pfeifen auf die Anweisungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Morgenbrot 02.04.2020 16:27
    Highlight Highlight Eine willkürliche Auswahl ist das aber nicht, Herr Huber. Es sind die "üblichen Verdächtigen", über die wir schon mehrere Wochen immer wieder lesen und die alle letztendlich mehr oder weniger am gleichen Punkt angelangt sind.

    Willkürlich wäre für mich z.B.:
    - Griechenland
    - Estland
    - Chile
    - Island
    ...eigentlich alle Länder, ausser eben die üblichen Verdächtigen. Aber vielleicht kommt da ja noch was.
    • Sergej Mütlich 02.04.2020 20:12
      Highlight Highlight Will·kür
      /Wíllkür/
      Substantiv, feminin [die]

      Verhaltensweise, die ohne Rücksicht auf andere nur den eigenen Wünschen und Interessen folgt

      (◔_◔)
    • Mandalayon 03.04.2020 01:02
      Highlight Highlight @Sergej: OSB1' Einwand ist nicht unberechtigt. Willkür und willkürlich sind eben nicht dasselbe, auch wenn der Wortstamm dies nahelegt. Willkürlich ist gemäss Duden.de eben auch:

      nicht nach einem System erfolgend, sondern wie es sich zufällig ergibt

      BEISPIELE
      eine willkürliche Auswahl
      etwas ganz willkürlich festlegen

      Unter Synonymen sind auch Worte wie beliebig, zufällig und wahllos aufgeführt.
      (◔_◔)
  • Scaros_2 02.04.2020 16:22
    Highlight Highlight Man merkt halt wirklich wie im westen eine egoistische Perspektive auf dem Thema liegt. Unser Verständnis von Demokratie und "Selbstverwirklichung" hat nunmal als Negativen Punkt den Fakt, dass wir uns in unseren Grundrechten - egal wie kritisch es ist - nicht einschränken lassen wollen und das "Ich" klar über das "wir" stellen und nur Verboten mit Strafen helfen können. Dazu sind viele Leute resistent gegenüber Fakten von Experten. Gefährlicher Mix. Lieber handelt man egoistisch als Empathie und Solidarität gegenüber dem Wir zu haben.
    • Fox on the Run 02.04.2020 16:54
      Highlight Highlight Was verstehst du unter "Empathie gegenüber dem Wir haben"?
      Kann man das überhaupt? Und was ist überhaupt das "Wir"?
    • farbarch1 02.04.2020 16:55
      Highlight Highlight Was halten Sie von Selbstverwirklichung im Dienste des WIR, wie es zurzeit die Gesundheitsbranche vormacht? Das eine schliesst doch das andere nicht aus: man kann sich selber verwirklichen im Dienste der Allgemeinheit handeln. Ausser man hört auf die Tagespresse: da wird oft von demokratische Freiheitsrechten gesprochen welche eingegrenzt werden. Dies geschieht meiner Meinung nach aus Prinzipien- und Wichtigtuerei einzelner Journalisten.
    • TJ Müller 02.04.2020 17:15
      Highlight Highlight Panic4Clicks, naja, der Kommunismus an und für sich ist nirgends kläglich gescheitert, da er noch gar nie erreicht wurde. Oder auf welche Länder beziehst du dich, wenn du so eine Behauptung aufstellst?
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