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Überall in der Schweiz machen die DSI-Gegner auf sich aufmerksam.<br data-editable="remove">
Überall in der Schweiz machen die DSI-Gegner auf sich aufmerksam.
Bild: KEYSTONE

NEIN, NO, NON – die DSI-Gegner kaufen eine ganze Seite in der «Weltwoche» 

Die Gegner der SVP-Initiative setzen zum Schlussspurt an. Mit Plakaten, digitaler Werbung und Inseraten. In der nächsten Ausgabe versuchen sie die «Weltwoche»-Leser mit einer ganzen Inserate-Seite von ihren Argumenten zu überzeugen. Chefredaktor Roger Köppel stört das nicht. 
17.02.2016, 09:0619.02.2016, 09:53

Relativ spät fährt das Komitee «Gegen die unmenschliche Durchsetzungs-Initiative» eine Offensive. Diese dafür auf allen Kanälen. Und – morgen Donnerstag – auch das erste Mal beim «Gegner». Andrea Arezina vom Komitee bestätigt gegenüber watson, dass in der nächsten Ausgabe der Weltwoche ein ganzseitiges Inserat mit dem Nein-Aufruf zur Initiative publiziert wird. 

Das «Weltwoche»-Inserat sei wichtig, weil man alle Kreise ansprechen wolle. «Wir möchten auch die Leser der ‹Weltwoche› mit unseren Nein-Argumenten konfrontieren, ihnen ermöglichen, unseren Originaltext zu lesen», sagt Arezina. Das Geld werfe man damit nicht aus dem Fenster. «Wir sind überzeugt, auch bei der ‹Weltwoche› gibt es gemässigte Leser, die nicht voll auf der SVP-Linie sind.» 

Roger Köppel: SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Chefredaktor.<br data-editable="remove">
Roger Köppel: SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Chefredaktor.
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Offen für andere Meinungen 

Roger Köppel, Chefredaktor der «Weltwoche», sagt auf Anfrage: «Wir haben eine klare Linie, aber pflegen die grösste Offenheit für andere Meinungen». Und: Unabhängig von diesem Inserat schreibe FDP-Ständerat Andrea Caroni in der nächsten Ausgabe gegen die Durchsetzungs-Initiative. Dies als Replik gegen kritische Caroni-Artikel, die Köppel verfasst hat. 

Nicht nur die Gegner, auch die SVP wirft noch einmal alles in die Waagschale. 900'000 Ja-Flyer sind in den letzten Tagen in die Briefkästen verteilt worden. Dies sei nur dank enorm grosser Unterstützung von Sympathisanten möglich, sagt SVP-Generalsekretärin Silvia Bär. Zahlen zum Budget will die SVP keine bekanntgeben. Das Komitee «Gegen die unmenschliche Durchsetzungsinitiative» hingegen ist transparent. «Wir haben bisher 960'000 Franken einbezahlt bekommen», sagt Arezina. 50 Prozent investiere man in Inserate, einen Drittel in Plakate und den Rest in digitale Werbung und für Buttons. Arezina glaubt, dass ihre Widersacher, die Befürworter der Initiative, mindestens drei Millionen für den Abstimmungskampf zur Verfügung haben. Dem widerspricht Bär. Die DSI-Gegner verfügten über viel mehr Mittel. «Vor allem, wenn man noch die Unterstützung dazu zählt, welche die Gegner von allen Journalisten und Medien täglich im redaktionellen Teil erhalten», sagt Bär. 

Die DSI-Befürworter setzen das Schäfchen ein.<br data-editable="remove">
Die DSI-Befürworter setzen das Schäfchen ein.
Bild: KEYSTONE

[pbl, 16.02.2016] Durchsetzungs-Initiative

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