Schweiz
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1, 2, 3 – du kommst hier nicht rein: Hallenbad in Luzern lässt «maximal drei Asylsuchende gleichzeitig» rein



Das Hallenbad in Meggen LU ist öffentlich zugänglich. Allerdings nicht für Asylsuchende. Die Gemeinde hat ein neues Reglement eingeführt. Im entsprechenden Protokoll, das der Zeitung «SonntagsBlick» vorliegt, steht: «Aufgrund der Grösse des Beckens und der sehr beschränkten Platzverhältnisse können maximal drei Asylsuchende gleichzeitig den Eintritt lösen und sich im Hallenbad aufhalten.»

«Die Regelung verstösst gegen das Diskriminierungsverbot der Schweizer Verfassung und ist somit rechtswidrig.»

Markus Schefer, Staatsrechtsprofessor Uni Basel

Ein Asylbetreuer, der mit mehreren Syrern ins Hallenbad wollte, wurde vom Bademeister aufgehalten. «Es kann doch nicht sein, dass man eine gewisse Bevölkerungsgruppe ausschliesst, nur damit die anderen Platz haben. Das sind Zustände wie im Apartheidsregime», sagt er im «SonntagsBlick».

Markus Schefer, Staatsrechtsprofessor an der Uni Basel, ist überzeugt: «Die Regelung verstösst gegen das Diskriminierungsverbot der Schweizer Verfassung und ist somit rechtswidrig.»

Die Gemeinde widerspricht. «Die Einschränkung erfolgt einzig aus dem Grund, weil das Hallenbad auf dem Schulareal steht und dieses als sensible Zone definiert wurde, wo sich Asylsuchende nicht aufhalten sollen», sagt Sozialvorsteherin Mirjam Müller-Bodmer (53) im «SonntagsBlick». Solche sensiblen Zonen würden auch in vielen anderen Gemeinden durchgesetzt.

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 02.03.2016 07:47
    Highlight Highlight Hier geht es nur darum, dass die Menschen sich nicht wohl fühlen darf, es könnte ja sein, dass sie in der Schweiz bleiben wollen.
    Das einzige, was die Flüchtlinge aber besitzt, ist ein Natel.

    Solche Verhalten von die Leute, gibt ein sadistische "Touch" für, die, die das Sagen hat.
    Igitt.
    Asylbewerber dürfen laut der Gesetz nicht arbeiten, sinnvoll wäre es allemal, wenn ein Beschäftigungsprogramm auf die Beinen gestellt werden kann, als eine Überbrückung der Zeit, bis der Krieg beendet ist und das sie wieder in der eigene Heimat zurückkehren kann.

  • Liederli 28.02.2016 13:48
    Highlight Highlight Sauerei!
  • Rösleriti 28.02.2016 12:40
    Highlight Highlight Demnach muss eine 4 Köpfige Familie draussen bleiben?
  • atomschlaf 28.02.2016 11:48
    Highlight Highlight Aufgrund der schlechten Erfahrungen, die man in Deutschland teilweise mit grösseren Gruppen von Flüchtlingen in Schwimmbädern gemacht hat, ist der Entscheid von Meggen absolut nachvollziehbar.
    • demokrit 28.02.2016 12:56
      Highlight Highlight Teilweise ist kein statistischer Begriff. Das reicht nicht einmal für eine manipulative und bekloppte Hochrechung à la SVP: Für die Behandlung Ihrer Vorurteile konsultieren Sie bitte Ihren Psychologen oder Apotheker.
    • atomschlaf 28.02.2016 13:05
      Highlight Highlight Es geht hier auch nicht um Statistik, es geht um den Schutz der ansässigen und steuerzahlenden Bevölkerung vor Belästigungen.
    • Mia_san_mia 28.02.2016 13:31
      Highlight Highlight @demokrit: Muss man gleich Beleidigen wenn jemand seine Meinung sagt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ignorans 28.02.2016 10:58
    Highlight Highlight Das ist ja fast wie in Israel...
  • nele 28.02.2016 10:29
    Highlight Highlight und wenn sie synchron schwimmen? dürfen dann 9 rein (Eintrittspreis für Erwachsene)?
  • Stöckli 28.02.2016 09:44
    Highlight Highlight Meggen nimmt mehr als doppelt so viele Asylbewerber auf als es gemäss dem kantonalen Verteilschlüssel von Luzern müsste. Das Herumhacken auf dem "rassistischen Meggen" stimmt so also überhaupt nicht. Dass Regeln festgelegt werden und sensible Zonen definiert werden, welche Asylbewerber nicht betreten dürfen, ist in der Schweizer Asylpolitik gang und gäbe. Und wenn es nun mal Regeln für das Hallenbad gibt, ist das vielleicht nicht schön, aber in anderen Hallenbädern hat man schon ziemlich hässliche Erfahrungen mit Asylbewerbern gemacht (siehe Deutschland).
    • AdiB 28.02.2016 10:13
      Highlight Highlight schön und gut. meggen kann sich auch die asylanten leisten. und rassisten sind die megger nicht. da hast du recht. sie sind nur reich. die reichen ticken da halt anders. die sind schon nicht gerne mit normalos in einem bad, da sind arme asylanten eine richtige zumutung. wenigstens zeigen sie ein bisschen herz und lassen 3 rein.
    • Nick Name 28.02.2016 10:18
      Highlight Highlight Und noch nie hat man in irgendeinem Hallenbad jemals ziemlich hässliche Erfahrungen mit Schweizern oder Deutschen gemacht. Ich glaube, das sind die Nationalitäten, die niemals unanständig, anmassend, sexistisch, nötigend oder gar kriminell werden. Habs glaubs mal irgendwo gelesen oder gehört oder gesehen oder so.
    • Stöckli 28.02.2016 10:50
      Highlight Highlight Ist es ein Grundbedürfnis für einen Asylbewerber, in ein Hallenbad gehen zu können? Ich denke nein. Meggen schneidet ihnen nicht die Luftzufuhr in der ZSA ab, sondern stellt einfache Regeln für ein Hallenbad auf, welches für die meisten Asylbewerber sowieso purer Luxus ist. Meine Güte, was soll daran schlimm sein?
      @Nick Name: Selbstverständlich hat man auch mit europäischen Hallenbadbesuchern schon schlechte Erfahrungen gemacht. Jedoch sind die wenigsten als Asylbewerber hier sondern als Einheimische oder Touristen, was etwas grundlegend Anderes ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kliby 28.02.2016 09:27
    Highlight Highlight die heutige neoliberale welt hat auch hierfür lösungen parat. privatisierung des bads, dann hat die gemeinde nichts mehr zu sagen. erhöhung der eintrittspreise oder bindung an teure mitgliedschaft, und man ist auch die asylanten los. den armen schweizer pöbel auch. dann wird niemand mehr ausrufen, weil privat ist dann privat und alles bestens.
    -
    so wie im klubwesen in zürich, da werden heute schon keine asylanten reingelassen. ironischerweise habe ich noch niemanden ausrufen hören, wenn asylbewerber von einem türsteher im nachtleben abgewiesen wird. alle findens ok.
    • Frausowieso 28.02.2016 11:43
      Highlight Highlight Du vergleichst Äpfel mit Birnen. In einem Club werden auch Europäer abgewiesen. Es sind keine öffentlichen Einrichtungen und man hat diverse Alternativen. Bäder werden von öffentlicher Hand finanziert und müssen daher allen offen stehen. Zu einem Bad hat man lokal auch seltenst ein Alternativangebot.
  • Howard271 28.02.2016 09:10
    Highlight Highlight Das darf doch einfach nicht wahr sein. "Apartheidsregime" trifft es hier wirklich.

    Übrigens: Frau Müller-Bodmer ist SP-Gemeinderätin. Was wohl ihre Partei dazu meint?
  • Mia_san_mia 28.02.2016 08:12
    Highlight Highlight Super, endlich mal eine gute Lösung. Die Asylanten werden nicht diskriminiert und auch die Bevölkerung kann zufrieden sein.
    • R&B 28.02.2016 08:30
      Highlight Highlight @Mia_san_mia: Gebietsgrenzen innerhalb einer Landesgrenze....
    • Mia_san_mia 28.02.2016 08:46
      Highlight Highlight Was ist denn jetzt wieder das Problem? Drei können ja rein, es müssen ja nicht 100 Asylanten gleichzeitig im Hallenbad sein :-)
    • R&B 28.02.2016 08:54
      Highlight Highlight @Mia_san_mia: Ich finde, es sollten auch nur 3 Meggler auf einmal ins Hallenbad dürfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 28.02.2016 08:02
    Highlight Highlight "Solche sensiblen Zonen würden auch in vielen anderen Gemeinden durchgesetzt." - Na', aufgrund von welcher Rechtsgrundlage werden Sie denn durchgesetzt, Frau Müller-Bodmer? Das würde mich wirklich sehr interessieren.
    • demokrit 28.02.2016 08:32
      Highlight Highlight Öffnungszeiten für die Bevölkerung:
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    • demokrit 28.02.2016 08:37
      Highlight Highlight Rassistische Einschränkung der Öffnungzeiten und Plätze für Asylbewerber:
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    • demokrit 28.02.2016 08:47
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