Schweiz
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Bundesrat Alain Berset spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 27. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Gesundheitsminister Alain Berset hat die Situation nach anfänglichem Chaos gut in den Griff gekriegt und richtigerweise auf Zwangsmassnahmen verzichtet. Bild: KEYSTONE

Offen gesagt

«Lieber Herr Berset, Sie wären ein guter General ...»

Der Verzicht des Bundesrates auf eine rigorose Ausgangssperre war ein Risiko. Aber letztlich der richtige Entscheid, um die Ressourcen auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Vorbereitung des Gesundheitswesens.



Lieber Herr Berset

General Dufour, der Befehlshaber der Eidgenossenschaft im Sonderbundskrieg, gab für die kriegerische Auseinandersetzung mit den Sonderbunds-Kantonen folgende Losung aus: «Il faut sortir de cette lutte non seulement victorieux, mais aussi sans reproche.» Man müsse aus diesem Kampf gegen die katholischen Kantone nicht nur siegreich, sondern auch ohne Vorwurf hervorgehen. Deshalb hat er auf Ihre Geburtsstadt Fribourg nicht feuern lassen, sondern einfach auf Einsicht und Kapitulation gewartet.

Als gescheiter General wusste Dufour auch, dass man in einem Krieg niemals mehr als drei Tage vorausplanen kann, zu mannigfaltig sind die Unwägbarkeiten. Fragte man Dufour vor einer Operation, was er denn zu tun gedenke, wenn dieses oder jenes nicht klappe, pflegte er zu sagen: «Nous verrons ensuite.» Das schauen wir dann, wenn es so weit ist. Ein Problem nach dem anderen lösen und immer noch was in der Hinterhand haben.

>> Coronavirus: Alle aktuellen Meldungen im Liveticker

Sie wären ein General ganz nach Dufours Geschmack.

Denn nach seinen Maximen handeln Sie auch in der Bewältigung der Corona-Krise. Der Gegner hat Sie zwar überrascht, was immer zu Chaos und vernichtenden nachträglichen Manöverkritiken führt, aber das ist jetzt noch nicht schlimm. Was danach zählte, war, richtig zu priorisieren, ein Problem nach dem anderen zu lösen und so wenig Leute nachhaltig gegen sich aufzubringen wie möglich.

Das haben Sie bis jetzt hingekriegt. Erste und dauerhaft übergeordnete Priorität hat das einschneidende Social Distancing zur Eindämmung des Virus. Um Zeit zu gewinnen, die Spitalkapazitäten hochzufahren, diese über längere Zeit nicht zu überschreiten und damit viele Leben zu retten. Das funktioniert nur, wenn die Existenzen gesichert sind, denn eine um ihre Existenz fürchtende Bevölkerung bleibt nicht daheim. Das war deshalb zweite Priorität und ist auch in dieser Reihenfolge kommuniziert worden.

Beides haben Sie zusammen mit dem Bundesratsgremium gut hingekriegt. Sie haben in zwei Wochen sehr viel vorherige Versäumnisse aufgeholt oder aufholen lassen. Sie haben die Ausgangslage dank gut koordinierter Vorbereitungsmassnahmen verbessert und die Infektionskurve in die richtige Richtung gelenkt. Auch Ihr Entscheid, die Bevölkerung ohne Zwangsmittel zur weitgehenden Einhaltung der Distanzregeln zu bewegen, war richtig.

Damit haben Sie zwar die maximal mögliche Einschränkung der Sozialkontakte und Ansteckungsmöglichkeiten verpasst. Dafür haben Sie es vermieden, die Bevölkerung gegen die Behörden aufzubringen. Denn dann hätten Sie viele Ressourcen in die Durchsetzung einer Ausgangssperre stecken müssen, die im Kapazitätenausbau des Gesundheitswesens sehr viel sinnvoller eingesetzt sind.

Die Doktrin der Freiwilligkeit im Social Distancing ist aber nicht nur ressourcenschonender als Zwang, sondern auch nachhaltiger. Das ist mindestens so wichtig.

Sie wissen, dass die Massnahmen später und nur sehr viel punktueller gelockert werden können, als Wirtschaftsvertreter jetzt verlangen und sich die Bevölkerung das jetzt vorstellt. Sanftere und auf Eigenverantwortung basierende Einschränkungen lassen sich länger durchhalten und auch in einer feiner abgestuften Kaskade lockern.

Bis jetzt scheint es mit dem von Ihnen eingeschlagenen Weg nicht so schlecht zu funktionieren. Sie haben wüste Szenen vermieden, in denen Polizisten oder Soldaten gewaltsam gegen die eigene Bevölkerung hätten vorgehen müssen, so wie es in anderen Ländern der Fall war. Da müssen Sie sich nichts vorwerfen – pas de reproche.

Und für den Fall, dass es mit der freiwilligen Disziplin der Bevölkerung und dem Verständnis der Wirtschaft nicht so lange hinhält wie nötig, um die Corona-Verbreitung unter Kontrolle zu halten, dann haben Sie und der Bundesrat schärfere Massnahmen, höhere Bussen und – als Ultima Ratio – die «Ausgangssperre» immer noch in der Hinterhand.

Nous verrons ensuite.

Hochachtungsvoll

Maurice Thiriet

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • imposselbee 03.04.2020 13:58
    Highlight Highlight Leider nein, denn ein guter General stärkt die Truppen.
  • uhl 02.04.2020 17:11
    Highlight Highlight So viele "Offen gesagt" vom Chef in der letzten Zeit, ich glaube dem ist (auch) langweilig :-)
  • runthehuber 02.04.2020 12:00
    Highlight Highlight nach all den andern Artikeln von Maurice Thiriet bin ich wirklich positiv überrascht über diesen Artikel zu Berset und den BR.
    Danke - und bitte weiter mit solchen Artikeln.
    Schliesslich rühmt sich Watson, kein Bla Bla zu vermelden...
  • TheGoblin 02.04.2020 11:05
    Highlight Highlight Viele Menschen sehnen sich nach Rampenlicht und dem Status den ein politischer Posten allenfalls mit sich bringt - bei schönem Wetter. Schlägt dieses dann um, trennt sich die Spreu vom Weizen und echte Führungspersonen welche besonnen und zum Wohle aller - und nicht nur wenigen - entscheiden treten ins Rampenlicht. Ich hoffe doch sehr, dass die Wählerschaft merkt, wer jetzt wieder nur nach dem Geschäft und Geld schreit und wer jetzt wirklich "dem Volk" helfen will.

  • MarGo 02.04.2020 09:38
    Highlight Highlight Danke Mo, kann dir nur beipflichten.
    Das Frühlingswetter und die anstehenden Osterferien werden dann vielleicht doch noch die Ausgangssperre bringen - dann kann aber niemand mehr sagen, dass der Bund uns nicht davor gewarnt hätte...
    Bleibt gesund, und daheim...
  • Spooky 02.04.2020 08:52
    Highlight Highlight Super Brief! Generäle an die Macht!
    Das ist jetzt genau das, was wir brauchen! 😆🙈
  • Joypad 02.04.2020 08:52
    Highlight Highlight Wir dürfen wirklich froh sein haben wir eine vernünftige Landesführung allem voran BR Berset welcher mit Verstand und Vernunft arbeitet und seine menschlichkeit nicht verloren hat. Gerade wenn man sich andere Länder und die Zustände bzw. Regierungen dort anschaut!

    Grosses Lob!
  • Orias Riese 02.04.2020 07:12
    Highlight Highlight Ach Mo, du solltest doch wissen, dass eine Beurteilung erst nach Ende einer Krise zulässig ist.

    Das, was auf die Schweiz zurollen würde, hätten die Bundesräte vorhersehen müssen; stattdessen flogen sie auf Sicht.

    Es gibt/gab nur einen General und der hiess: Charles de Gaulle!
    • _kokolorix 02.04.2020 19:59
      Highlight Highlight Na, ja, die Franzosen, und damit auch De Gaulle, haben vor 1940 auch nicht gerade mit Voraussicht geglänzt. De Gaulle hat seine Panzer eingesetzt wie im 1. Weltkrieg und damit die Chance vertan den Deutschen wirkungsvoll Paroli zu bieten. Auf dem Papier hätten die Franzosen die Wehrmacht locker abwehren müssen, allein ihr unfähiges Führungspersonal machte die schmähliche Niederlage unabwendbar
  • Hiker 01.04.2020 21:27
    Highlight Highlight Ganz richtiger Artikel. Leider sehen es nicht alle so. Bisher haben sich die Populisten, Besserwisser und Lobbyisten bedeckt gehalten und die Verantwortung den Machern überlassen. Aber leider kriechen sie nun wieder aus allen Löchern und fangen an mit „wir verlangen“ und „man hätte schneller“ Sprüchen die Solidarität in der Bevölkerung zu torpedieren. Vermutlich weil sie nichts anderes können. Schade!
    • Kruk 02.04.2020 03:53
      Highlight Highlight Ich finde ja auch dass sie es für europäische Verhältnisse wirklich gut machen, gerade das Fasnachtsverbot und die abgesagten sportanlässe bzw. ohne Zuschauer waren äusserst wichtig.
      Interessieren würde mich aber doch noch von welcher Solidarität du sprichst?
      Denn ich sehe auch Spaltungen, auch wenn sie nicht mehr entlang der politischen Linien sind.
    • atorator 02.04.2020 04:34
      Highlight Highlight Genau so ist das. Von Blocher, Schmid, Zanetti und Co. hat man in den schweren, unsicheren Zeiten nichts gehört. Eigentlich eine Wohltat. Nun kriechen sie wieder aus ihren Löchern und geben Pandemie-Experten.
    • lilie 02.04.2020 07:56
      Highlight Highlight @Hiker: Ich denke, es kann durchaus wichtig sein, dass die Populisten denjenigen in der Bevölkerung, welche jetzt schon Pfuscht im Sack machen, eine Stimme geben.

      Aber so oder so: Bis am 19. ändert sich vorerst sowieso nichts.

      Ich fand es sehr weise vom BR, grad sofort mit 4 Wochen Shutdown einzufahren. Dann haben alle Zeit, sich an die 4 Wochen zu gewöhnen. Und ich glaube schon, dass es ab dem 19. Lockerungen geben könnte.

      In Italien gabs weniger, aber dafür müssen sie jetzt verlängern. Das ist frustrierender, als wenn man sich schon Anfang auf eine längere Zeit einstellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jay888 01.04.2020 21:13
    Highlight Highlight Wow! Endlich mal ein richtig guter Artikel!
    Danke, kritisieren Sie nicht nur am BR rum, wie es Ihre Kollegen so gerne und gut machen!
  • einmalquer 01.04.2020 21:13
    Highlight Highlight Berset macht unter den gegebenen Umständen, innerhalb der rechte Regierungsmehrheit, mehr als einen guten Job.

    Er macht keine graviernden Patzer,
    wie Keller-Sutter bei den Asylheimen, in denen Flüchtlinge und Personal ungeschützt bleiben,
    wie Parmelin, der von Anfang bekannt gab, dass Hilfe für Selbständige naht und heute bekannt gab, dass der Bundesrat ihm Aufträge erst erteilen musste, damit etwas läuft,
    oder Maurer, der sein Null-Prozent-Versprechen für die Kredite nicht hält,
    oder Cassis, der meint, mit zwei Beatmungsgeräten brillieren zu können.

    Es müsste mehr Bersets geben.
    • Politikinteressierter 02.04.2020 00:24
      Highlight Highlight Bitte zieh deinen Aluhut wieder ab und beurteile die Situation nach den Fakten, nicht nach deinem selbst gebastelten Weltbild.

      Ueli hält sein 0 Prozent Versprechen. Er hat immer gesagt: 0 % bis 500k (100% Bürgschaft des Bundes), 0.5% ab 500k (85% Bürgschaft des Bundes). Das ist ein massive Hilfe des Bundes. Stell dir nur mal vor, alle Firmen können die Kredite nicht zurückzahlen und der Bund muss alles begleichen.

      KKS hat die Grenzkontrollen mithilfe der Armee ( Amherd) auch massiv verschärft. Kannst ja jeden Tag lesen, wie viele Tsd zurückgewiesen wurden.

      Das Team BR leistet gute Arbeit
    • einmalquer 02.04.2020 10:53
      Highlight Highlight Null gilt gem. Kassensturz nur für das erste Jahr - danach ist Null Zins nicht mehr garantiert.

      Die Grenzkontrollen haben mit den Massnahmen in den Asylzentren nichts zu tun. Der Rundschau-Bericht und die Infos der Hilfsorganisationen sprechen Bände.

      Ich trage keine Hüte, weder Alu noch andere.
  • Antichrist 01.04.2020 21:08
    Highlight Highlight Watson kriegt das Stockholmsyndrom. Wenn wir die Grenzen konsequent geschlossen und eine Ausgangssperre verhängt hätten, dann würde die Kurve jetzt abflachen und in 2 Wochen könnten alle wieder arbeiten. Das ist nicht der Fall. Im Krieg gibt es kein Zögern, keine Empfehlungen, sondern klare Anweisungen und bedingungsloses befolgen von Befehlen. Bürger lechzen nach Führung in schwierigen Zeiten und haben auch ein Recht darauf. Davon sind wir meilenweit weg. Ja die Linken lieben ihren Bundesrat, er wird mehr als 1000 Tote verantworten. Am Schluss wird er an Österreich gemessen werden.
    • Coffeetime ☕ 01.04.2020 21:54
      Highlight Highlight Du glaubst doch wirklich nicht, was du da schreibst? Doch? Dann schreib für dich und nicht für die Bürger.... ich komme sehr gut mit den aktuellen Massnahmen zurecht und finde sie ausreichend. Auch brauche keinen Führer!
    • Lord_Mort 01.04.2020 22:00
      Highlight Highlight Wir befinden uns nicht im Krieg und blinder gehorsam ist wohl auch nicht das, wonach die breite Bevölkerung lechzt. Auf das Recht mich rumbefehlen zu lassen kann ich gut verzichten.
      Und zu guter Letzt. Wieso wollen sie Nationen vergleichen, wenn es sich um ein globales Problem handelt? Falls es Ihnen entgangen ist. Das Virus kümmert sich nicht um von Menschen willkürrlich gezognenen Landesgrenzen.
    • keplan 01.04.2020 22:33
      Highlight Highlight Nein das stimmt nicht es würde einfach erst in 2 wochen beginnen. Hast du wircklich das Gefühl der Virus sei in 2 Wochen verschwunden? Die Leute werden sich so oder so mit dem Virus anstecken die Frage war nur ob man Todesfälle durch überlastung des Gesundheitssystems verhindern kann. Leider werden und wird eine gewisse Anzahl Tote durch das Virus nicht zu verhindern sein solange es keine Kur bzw. Impfung gibt
    Weitere Antworten anzeigen
  • Benutzer144 01.04.2020 20:44
    Highlight Highlight Irgendwie muss ich an ein Fähnchen im Wind denken
  • lansky 01.04.2020 20:39
    Highlight Highlight Tut jetzt absolut nichts zur Sache und No-Homo, aber super Bild vom Capo ... Hut steht gut.

  • C007 01.04.2020 20:14
    Highlight Highlight Ach Herr Thiriet. Ihre Kolumnen sind so fahl und anbiedernd, dass ich mich übergeben muss.

    Offen gesagt: Informieren Sie sich doch bitte wie andere intelligente Schweizer auch dort, wo die Wissenschaft und die Fakten spielen. Jedesmal, wenn Sie der Schweizer Bevölkerung vorgauckeln, dass wir alles im Griff haben, stirbt ein Mensch, der sich nicht genug geschützt hat wegen Ihrer Berichterstattung.

    Berset, ein General? Was auch immer für Drogen Sie nehmen, bitte nehmen Sie weniger. Ihre Berichte kosten Menschenleben. Vielleicht wäre die WHO ja eine Quelle für Sie?
    • Coffeetime ☕ 01.04.2020 21:58
      Highlight Highlight Na ja, sehr schön schreiben Sie nicht C007. Es gäbe viele bessere Arten, seine Meinung kundtun, denn man darf durchaus anderer Meinung sein. Aber definitiv nicht so wie Sie es machen.
  • Butschina 01.04.2020 20:12
    Highlight Highlight Bin genau der gleichen Meinung. Guter Brief Dickmo
  • Samba 01.04.2020 19:53
    Highlight Highlight Die glorreichen Sieben! 😉
  • dan2016 01.04.2020 19:39
    Highlight Highlight Der Vergleich mit dem Sonderbundskrieg und Dufour ist vor allem zutreffend. Schliesslich scheinen sich die steuerwettbewebenden Kantone darin gemessen zu haben, wer am wenigsten Vorbereitungskosten aufweisen kann. Ein System, welches auf Empfehlungen für Reserven basiert, welches nur kostet, ist in einer steueroptmierendentamilflugeschädigten Schweiz nicht sinnvoll. Insofern musste Berset mit 26 Parteien sorgfältigst umgehen, Daten nicht veröffentlichen, welche die unfähigsten der Kantone transparent dargestellt hätten
  • MGPC 01.04.2020 19:39
    Highlight Highlight Na dann würde ich vorschlagen wir klatschen mal für unsere Bundesräte. Ich möchte nicht in deren Haut stecken. Niemand ist auf so etwas vorbereitet. Am allerwenigsten die Bevölkerung. Aber es gibt grobe Notfallpläne die logischerweise auf die jeweilige Bedrohung angepasst werden. Darum betont er auch immer wieder „wir sind in einem Prozess“.
    Watson bitte ein Datum wann geklatscht wird. 💪🏻
  • sowhat 01.04.2020 19:37
    Highlight Highlight Ähm, hab ich mich vertan? Wer hat das geschrieben? Oh, Maurice hast du deine Meinung revidiert? Oder hab ich den ersten Brief falsch interpretiert?

    Wie auch immer, auch wenn mir die militärische Gleichung nicht so passt, so schätze ich doch, den Grundton der Anerkennung der hier durchkommt.

    Bravo Dickmo 👍
  • Glenn Quagmire 01.04.2020 19:35
    Highlight Highlight Chuck Berset 💪
  • Ortega Peru 01.04.2020 19:32
    Highlight Highlight Offen gesagt: Die Rubrik "Offen gesagt" ist mir zu schwarz-weiss, zu polarisierend. Entweder jemand wird in den Himmel gelobt oder völlig verrissen. Ein wenig mehr Differenzierung wäre wünschenswert, aber entspricht wahrscheinlich nicht dem Konzept der Rubrik. Schade.
    • MGPC 02.04.2020 07:51
      Highlight Highlight Beim „offen Sagen“ gibt es nur S/W. Den sonst wäre es nicht offen gesagt sondern ins Gesicht gelogen.
    • Ortega Peru 02.04.2020 09:29
      Highlight Highlight In der von mir präferierten Diskussionskultur schliessen sich glücklicherweise "offen" und "differenziert" nicht aus.
  • TodosSomosSecondos 01.04.2020 19:24
    Highlight Highlight Diese Lobhudelei auf unseren Bundesrat verstehe ich irgendwie nicht so rechte. Klar hat er seine Arbeit gemacht, was man von anderen Regierungen nicht immer behaupten kann, aber das war's dann auch.

    Die Massnahmen zur Durchsetzung des Social Distancing kamen sehr spät, vielleicht zu spät.

    Die Finanzhilfen sind ja schön und recht aber solange nicht auch ein Teil Schulden- und Mieterlässe folgen ist das Ganze am Ende eine riesige Umverteilung von unten nach oben. Das Geld kommt von unseren Steuern und endet bei Aktionären und Immobilienbesitzern. Ganz toll.
    • Zauggovia 01.04.2020 20:48
      Highlight Highlight Wieso wird immer wieder behauptet, dass die Entscheidung zu spät kam? Momentan siehts in der Schweiz ziemlich gut aus mit der Kurve. Da hätte die Massnahme eine Woche früher auch nicht viel mehr gebracht.
    • TodosSomosSecondos 01.04.2020 22:17
      Highlight Highlight Abschliessend werden wir das erst in ein paar Monaten beurteilen können, zu früh kamen sie aber ganz sicher nicht. Die Misere im grenznahen Italien war schon lange offensichtlich, dass 70000 Leute von da jeden Tag in die Schweiz pendeln ist hinlänglich bekannt.

      Den Peak erreichen wir erst in ein paar Wochen, ich hoffe, du behältst mit deiner positiven Einschätzung recht. Sollte es doch gut rauskommen, dann aber wohl eher trotz als wegen des späten Handelns unserer Regierung.
    • Shlomo 01.04.2020 22:46
      Highlight Highlight Sorry, aber die Kredite welche die SNB wie Banken an KMUs abgibt werden wir uns mehrheitlich ans Bein streichen können.
  • GstOf 01.04.2020 19:14
    Highlight Highlight Alarm in Herrliberg:
    Da getraut sich doch dieser sozialdemokratische Bundesrat hervorragende Leistung zu zeigen, als echte Führungspersönlichkeit vor die Mannen und Frauen zu stehen und breite Zustimmung in Bevölkerung und Presse zu ernten.

    Was nicht sein darf, kann nicht sein! Blocher ruft seine Gesellen zur Opposition. Und sie kommen und opponieren, weil sie nichts anderes können.

    Bravo und Dank an Herrn Bundesrat Berset und das ganze Kollegium!!
    • Smörebröd 01.04.2020 21:59
      Highlight Highlight Nicht weil sie nicht anders könnten. Sondern weil's der nach wie vor heimliche Scheff befohlen hat. Der verbitterte alte Mann sollte endlich mal die Klappe halten.
  • lilie 01.04.2020 18:50
    Highlight Highlight Danke für diese Worte. Schön, dass die unaufgeregte und doch konsequente, auf Konsens, Zusammenarbeit und auch Wertschätzung abzielende Arbeit von BR Berset doch noch gewürdigt wird.

    Ich glaube, es gibt nur wenige Regierungen auf der Welt, die so klug und weitsichtig handeln. Denn wie hier richtig bemerkt wurde: Es geht nicht nur darum, den Krieg gegen den Virus zu gewinnen - es geht auch darum, die Bevölkerung in allen Aspekten ihres Lebens zu schützen, zu führen und auf eine Zeit vorzubereiten, wo wir auf all dies zurückblicken.

    Und alle miteinander wieder nach vorne blicken wollen.

    • ursus3000 01.04.2020 19:04
      Highlight Highlight 🥰
    • Green Eyes 01.04.2020 19:35
      Highlight Highlight 👍🏻❣️
    • nick11 01.04.2020 20:08
      Highlight Highlight Auch an dich ein Lob lilie, deine Kommentare sind immer sehr umsichtig und zutreffend 👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 01.04.2020 18:36
    Highlight Highlight Da schliesse ich mich doch gerne an!

    Das einzige was man dem Bundesrat ankreiden kann, ist, das er insgesamt etwas zu langsam reagiert hat mMn. Aber gut, es ist das erste mal seit Ewigkeiten, das wir mit so einer Sache konfrontiert sind und alle anderen Länder (ausser Singapur und Taiwan) haben ebenfalls zu langsam reagiert..

    • Kruk 01.04.2020 20:21
      Highlight Highlight Aber ehrlicherweise muss man auch sagen, dass nicht nur der Bundesrat zu langsam reagiert hat, sondern auch die Bevölkerung, also wir alle.
  • soulpower 01.04.2020 18:22
    Highlight Highlight Also, der Artikel ist ein Dankeschön an Herrn Berset, der recht besonnen handelt, dem stimme ich bei. Dass nun einige auf Herrn Berset herumreiten, dass er nicht für genügend Masken gesorgt hat, ist nur beschränkt sein Fehler, denn die Beschaffung von Masken war Sache der Kantone, der Spitäler und Praxen, und sogar der Bürger. Dass dies nur eine "Empfehlung" war kann und sollte in Zukunft geändert werden, aber dazu braucht es wohl mehr als nur Herrn Berset.
  • Noblesse 01.04.2020 18:16
    Highlight Highlight Den richtigen Ton in diesem Brief gefunden. Sehr gut! Herr Berset macht nach mir einen Super Job! Vielen Dank dafür.
  • bbelser 01.04.2020 18:10
    Highlight Highlight Danke für diese offenen Worte, denen ich mich vollumfänglich anschliessen kann. Die bewundernswerte Gratwanderung durch diese Corona-Krise, ohne die Menschen mental, psychisch, gesundheitlich, sozial und wirtschaftlich zu überfordern, nötigt höchsten Respekt ab. Respekt nicht nur für Berset, sondern für das Gesamtgremium.
    Dass die Kommunikation dabei ohne Kriegs- und Horror-Film-Rhetorik auskommt, ist sehr wohltuend. Und vermutlich sehr schweizerisch.
  • Fairness 01.04.2020 18:08
    Highlight Highlight Die paar wenigen Tage, die immer alles zu spät geschah bzw. die fehlende Vorbereitung auf eine Pandemie (Masken usw.) haben zu viel mehr Infizierten und Toten geführt. Und die ziemlich hohe Dunkelziffer an Infizierten tut dies weiterhin. Je schneller und strikter gehandelt wird, umso schneller funktioniert die Wirtschaft wieder. Zumindest zu einem grossen Teil. Nun dauert halt alles länger. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, heisst es doch.
    • sowhat 01.04.2020 19:25
      Highlight Highlight Möchtest du deinen Nick nicht nochmal überdenken?
    • TodosSomosSecondos 01.04.2020 19:26
      Highlight Highlight Hast du noch nicht gemerkt, dass es nicht mehr erlaubt ist, mit vernünftigen Argumenten das Vorgehen unserer Regierung zu kritisieren. Dann wirst du nämlich von der blitzenden Gesinnungspolizei abgestraft. Ein ganz klein wenig wie in einer Diktatur, lustig nicht?
    • sowhat 01.04.2020 19:39
      Highlight Highlight Secondo, wo liest du hier Argumente?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 01.04.2020 18:06
    Highlight Highlight Ich fand ihn auch sehr abgeklärt und gradlinig in den bisherigen PKs samt Entscheidungen. Der Bundesrat in Gesamtheit macht eigentlich in der aktuellen Situation einen guten Job.

    Wir müssen allerdings in Zukunft auf so etwas besser vorbereitet sein, wir müssen auch schneller reagieren.
    Denn die Abstände in denen uns Teile Asiens mit ähnlichen Viren "beglücken" werden kürzer werden.
    Und da nützen auch keine Appelle, die sollen exotische Tiere nicht essen oder verarbeiten - wir müssen uns selbst schützen.
    • mukeleven 01.04.2020 18:29
      Highlight Highlight „besser vorbereitet sein“..:
      vor allem müssen wir uns von diesen abhängigkeiten anderer länder/grossmächte lösen (bspw alle key medi‘s werden in china produziert - gahts na?)!
      ich frage mich, was dann der kaminrauch aus unseren chemischen fabriken in basel genau bezweckt, wenn die strategischen produktionsstätten in china oder sonstwo sind.
    • Jaklar 01.04.2020 20:19
      Highlight Highlight @mukeleven. Du hast schon recht aber die medis aus der schweiz werden dann teurer gell und di kk prämien steigen dann auch massiv. Ich bin einverstanden aber du kannst sicher sein, dass es dann im oktober des jahres ein riesen geschrei durch die schweiz gehen wird.
    • mukeleven 01.04.2020 21:51
      Highlight Highlight @jaklar: ich sehe das schon auch so, nur wenn ich die wahl habe, etwas mehr zu bezahlen, und ich darf mir dabei sicher sein, innert frist das richtige medikament zur genüge verfuegbar zu haben oder eben nicht, dann weiss ich was ich waehle. dies sicher bei strategisch wichtigen medikamenten (wie: paracetamol, ibuprofen und vor allem mehrere wirksame antibiotika und einige andere).
      von solchen „sachen“ möchte ich nicht von einem anderen land und im speziellen von china abhängig sein...
      und das ist es euch und mir sicher wert, oder nicht?
  • luegeLose 01.04.2020 17:56
    Highlight Highlight BR Berset hat sich bisher sehr gut geschlagen und mMn sehr gute Entscheidungen getroffen. Ich finde, die anderen involvierten BR haben sind ebenfalls zur Höchstform aufgestiegen. Ich bin ehrlich froh, haben wir nicht sowas wie Trump oder den Ungarn.
    • Spargel 01.04.2020 18:03
      Highlight Highlight Ueli auch top
    • DARTH OLAF 01.04.2020 18:19
      Highlight Highlight Luegelose, da stimm ich dir zu. Alle BR. Ausser Cassis. Aber bei ihm ist es evtl besser so, wenn er sich zurückhält.
    • Kong 01.04.2020 18:26
      Highlight Highlight Absolut. Ich habe viel Kontakt zu USA & H (Freunde/Verwandte) und diejenigen die reflektieren können, sehen den CH Vorteil mehr als wir selbst. Bin froh, dass wir es hier in der Balance schaffen. Extremismus steht uns Schweizern nicht. Ich hoffe auch, dass wir wiedereinmal etwas mehr zusammenrücken. Trotz jetzt nötigem 'Distancing'.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sauäschnörrli 01.04.2020 17:52
    Highlight Highlight Der Chefredaktor, immer 2-3 Tage hinter dem Geschehen, dafür weiss er dann zu 100% was man hätte tun müssen. Ein Luxus den sich Magistraten leider nicht leisten können. Aber wie hat Mo es einmal so schön formuliert:

    „Es heisst ja, dass Magistraten ein eher angenehmes Leben haben. Zwar ist der Kalender übervoll, aber hauptsächlich belegt mit Repräsentationsaufgaben, während die eigentliche Arbeit andere machen.“

    Das Magistratenleben bringt also andere Vorteile mit sich.
  • MartinZH 01.04.2020 17:49
    Highlight Highlight Nein, General Dufour würde sich im Grab umdrehen, wenn er mitbekommt, dass der eidgenössische Befehlshaber Berset es verpasst hat, die Bevölkerung mit genügend Schutzmasken für den Ernstfall auszurüsten... Ein guter Militär und General arbeitet immer mit Reserven..! 😉
    • Firefly 01.04.2020 17:58
      Highlight Highlight "Ein guter Militär und General arbeitet immer mit Reserven..!"

      Du meinst wohl Kanonenfutter?
    • MartinZH 01.04.2020 18:03
      Highlight Highlight @Firefly: Nein, Ressourcen aller Art. Material und Weitsicht reichen vollkommen.
    • bbelser 01.04.2020 18:11
      Highlight Highlight Masken geht ja noch, aber: Klopapier!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 01.04.2020 17:48
    Highlight Highlight Der Bundesrat hat die Krise bisher wirklich gut gemanagt: Zielorientiert, rasch, durchaus auch unpopulär und verhältnismässig.

    Ich hab schon mehrmals gedacht, dass wir froh sein können, in einem der wenigen Länder zu leben wo das Staatsoberhaupt noch nicht erklärt hat, dass das Land "im Krieg" ist.
  • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 01.04.2020 17:47
    Highlight Highlight Lieber DickMo,

    Vielen Dank für diese gut geschriebenen Worte, die fast exakt meine Meinung widerspiegeln.

    Ich muss dem Gesamtbundesrat, insbesondere Herrn Berset, ein dickes Kompliment aussprechen für die Art und Weise wie kommuniziert wurde und für die (meiner Meinung nach) richtigen Massnahmen die bis jetzt getroffen worden sind.

    Hochachtungsvoll 😜

    Pat the Rat
  • Andy 01.04.2020 17:41
    Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht - sehr gutes Statement. Im Hintergrund wird sicher vorausgedacht, aber wenn Massnahmen erstmal kommuniziert sind, triggern sie immer Konsequenzen. Daher gehe ich davon aus, dass unsere Behörden, Berset omnipräsent vertreten, informativ auf eine "Roll with the punches" Taktik setzen.
  • Lowend 01.04.2020 17:40
    Highlight Highlight Danke, Herr Thiriet. Kritisch sein geht doch auch ohne das Bashing der Verantwortlichen. Jetzt kann ich mal jedes Wort unterschreiben!
    • mukeleven 01.04.2020 18:36
      Highlight Highlight nun gut, nachdem DickMo anfänglich in einen situations-unterschätzungshammer lief, ist es dann im nachgang immer einfach zu sagen (sanftes kritisieren), was man hätte tun sollen und müssen...
      trotzdem löblicher beitrag.

Coronavirus in der Schweiz: Die Zahlen aus den Kantonen

Die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit zum Coronavirus wurden am Freitagmittag publiziert. Im Vergleich zum Donnerstag sind damit über 250 neue Fälle dazugekommen. Damit haben sich bisher in der Schweiz insgesamt 1121 Personen mit dem Virus aus China angesteckt. Einige Patienten gelten aber bereits wieder als geheilt. Weil das BAG langsam an seine Grenzen in der Erfassung der Patienten stösst, werde man in Zukunft die Zahl der Patienten nicht mehr zählen sondern errechnen.

Dafür …

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