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Nationalrat lehnt Transparenzpflicht für Unternehmen bei Löhnen ab



ARCHIVBILD ZUM VORZEITIGEN RUECKTRITT VON LEUTENEGGER OBERHOLZER --- Susanne Leutenegger Oberholzer, SP-BL, spricht an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 6. Maerz 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Susanne Leutenegger Oberholzer Bild: KEYSTONE

Der Nationalrat hat am Donnerstag eine parlamentarische Initiative von Susanne Leutenegger Oberholzer (SP/BL) abgelehnt, die Unternehmen zur Offenlegung der Löhne ihrer Mitarbeitenden verpflichten wollte. Weniger weit gehende Massnahmen werden jedoch bald diskutiert.

Die Initiantin sieht Transparenz als Instrument zur Durchsetzung der Lohngleichheit. Die grosse Kammer will jedoch keine entsprechenden Gesetzesänderungen. Sie gab mit 124 zu 55 Stimmen bei 2 Enthaltungen der Initiative keine Folge und folgte damit ihrer vorberatenden Kommission.

Der Vorstoss ist damit vom Tisch, das Thema bleibt jedoch aktuell. Am kommenden Montag stehen weitere Massnahmen gegen Lohnungleichheit auf der Traktandenliste des Nationalrats.

Nach dem Ständerat hat sich auch die nationalrätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) für Instrumente gegen Lohnungleichheit ausgesprochen. Demnach sollen grosse Unternehmen prüfen müssen, ob sie Männern und Frauen für gleichwertige Arbeit gleich viel zahlen.

Die Mehrheiten sind jedoch hauchdünn. Eine Minderheit beantragt, nicht auf die Vorlage einzutreten. Sie verweist auf Erfolge von freiwilligen Massnahmen und sieht in der Vorlage einen Angriff auf den liberalen Arbeitsmarkt. (sda)

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