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De Ohrfiige na

7 heisse Spieleneuheiten, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen darfst!

Bild: Shutterstock

Mitten im Sommer findet in Indianapolis jeweils die Gen Con, die grösste und wichtigste amerikanische Brettspiel-Convention statt. Dabei gab es interessante Neuheiten zu entdecken.



Während in Europa alle in die Ferien sind, lieber wandern, baden und rumdösen als an Brettspiele zu denken, ging in Indianapolis vor einer Woche der grösste Event für Brett- und Rollenspiele Nordamerikas über die Bühne, die Gen Con. Dabei wurden unzählige neue Spiele vorgestellt. Bei vielen davon ist allerdings nicht klar, ob und wann eine deutsche Version erhältlich sein wird.

Ein paar der am heissesten gehandelten Neuheiten stelle ich hier vor. Heutzutage ist es ja eigentlich kein Problem mehr, sich solche Spiele aus Übersee zusenden zu lassen. Da diese Spiele mit einer Ausnahme noch nicht auf dem deutschen Markt angekommen sind, habe ich auf die Angabe von Preisen verzichtet.  

Forbidden Sky

Forbidden Sky

Bild: Gamewright

Mit seinen kooperativen Abenteuer-Spielen «Die verbotene Insel», «Die vergessene Stadt» oder der «Pandemie»-Reihe hat der Kalifornier Matt Leacock moderne Brettspiel-Geschichte geschrieben. An der Gen Con wurde sein neuester Streich vorgestellt: Bevor die Spieler in einer Rakete fliehen können, müssen sie in Teamarbeit auf dem Spielbrett eine echte elektrische Schaltung konstruieren, die über Batterien gespeist wird.

Die Hintergrundgeschichte: Die Protagonisten erkunden eine mysteriöse Plattform, die im Zentrum eines wilden Sturms schwebt. Dabei müssen sie höllisch aufpassen, nicht vom Blitz getroffen oder in die Tiefe geschleudert zu werden. Die Rakete kann nur gestartet werden, wenn zuvor der elektrische Kreislauf geschlossen wird. 

Die Betreiber der weltweit wichtigsten Spiele-Homepage Boardgamegeek (BGG) betreiben während der Gen Con jeweils einen «Hot Games Room», in dem man gegen den Kauf eines Tickets für die Dauer von zwei Stunden die neuesten Spiele ausprobieren kann. Von jeder Neuheit stehen dabei zwei Exemplare bereit. «Forbidden Sky» war das meistgespielte Spiel im Hot Games Room. Es war allerdings auch derart beliebt, dass am letzten Tag gleich beide Exemplare aus dem Raum geklaut wurden. 

Von Matt Leacock für 2 bis 5 Spieler ab 10 Jahren, Gamewright

Reef

Reef Spielansicht

Bild: Tom Felber

Aus dem gleichen Verlag wie «Azul», das «Spiel des Jahres 2018», kommt «Reef». Es ist ein buntes Optimierungsspiel, bei dem die Spieler mittels schlauem Sammeln und Einsetzen von Karten ein Korallenriff basteln sollen und dabei immer wieder passende Korallen-Formationen für Siegpunkte werten. Die Grundregeln sind super-einfach, was «Reef» zu einem idealen Familienspiel macht. Die taktische Spieltiefe darf aber nicht unterschätzt werden. «Reef» ist über Pegasus bereits auch auf Deutsch erhältlich. 

Von Emerson Matsuuchi für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren, Next Move/Pegasus

Everdell

Everdell Spielmaterial

Bild: Tom Felber

«Everdell» war mit Sicherheit eines der grafisch am schönsten gestalteten Spiele der ganzen Convention. Es wurde ursprünglich über Kickstarter lanciert. Bis jetzt gibt es keine Informationen darüber, ob und wann es auf Deutsch herauskommen soll.

Das Thema ist im Fantasy-Bereich angesiedelt, aber sehr niedlich und speziell umgesetzt: Es geht nicht um martialische Prügeleien oder Eroberungen in Dungeons oder im Weltraum. Nein, man spielt mit herzigen Eichhörnchen oder Häschen und versucht im Wald zwischen plätschernden Bächen und moosigen Höhlen eine friedliche Stadt aufzubauen. «Everdell» ist eine Mischung aus «Worker Placement» und einem Kartenauslege-Spiel wie «7 Wonders». Es werden Arbeiter eingesetzt, Ressourcen gesammelt und Karteneffekte ausgeführt.

Von James A. Wilson für 1 bis 4 Spieler ab 13 Jahren, Starling Games

Gizmos

Gizmos Spielmaterial

Bild: CMON

In «Gizmos» versammeln sich kluge Ingenieure auf einer Messe, um Maschinen zu bauen, die eben «Gizmos» heissen. Das Spiel enthält eine Art dreidimensionale Kugelbahn, die bunte Energiekugeln aus vier verschiedenen Energieformen freigibt und vor jeder Partie zusammengebastelt werden muss. Mit den Energiekugeln werden neue Maschinen konstruiert, durch deren Bau wahre Kettenreaktionen an Aktionen hervorgerufen werden können. Die Konstruktions-Aufträge  liegen offen aus. Es geht darum, sich im Laufe des Spiels eine möglichst effiziente Kombination verschiedener Karten aufzubauen. Dieses Optimierungsspiel von Phil Walker-Harding, der zum Beispiel auch «Imhotep» geschaffen hat, soll im Herbst auf Deutsch erhältlich sein. 

Von Phil Walker-Harding für 2 bis 4 Spieler ab 14 Jahren, Cool Mini or Not (CMON)

Worker Placement? Mehr dazu hier:

Detective

Detective Spielmaterial

Bild: Portal Games

«Detective» ist ein Hybrid eines Brettspiels mit digitalen Elementen. Es wird ein Smartphone oder Tablet benötigt, um auf eine elektronische Datenbank zuzugreifen, die wichtige Hinweise zur Lösung von fünf mysteriösen Kriminalfällen liefert.

Die Datenbank enthält Informationen über Verdächtige, Zeugen und Dokumente aus Verhaftungen und Gerichtsverfahren, die sich auf die Fälle beziehen. Diese sind narrativ sehr umfangreich. Speziell am Spielsystem ist, dass die Spieler eigentlich viel zu wenig Zeit haben, um allen Hinweisen und Spuren nachzugehen und sich immer wieder entscheiden müssen, worauf sie sich konzentrieren wollen.

Das Spiel war an der Gen Con sehr beliebt. Mein Fall ist es allerdings nicht, da über weite Strecken immer wieder lange Texte aus Akten vorgelesen werden müssen und auf jenen Mitspieler gewartet wird, der die Datenbank verwaltet, wo Fingerabdrücke, DNA oder Schusswaffen-Projektile abgeglichen werden müssen. Für mich ist «Detective» deshalb eher eine Knobel-Aufgabe für einen Solo-Spieler. Im Herbst ist es auf Deutsch erhältlich.

Von Przemysław Rymer, Ignacy Trzewiczek und Jakub Łapot für 1 bis 5 Spieler ab 16 Jahren, Portal Games.

Dude

Dude und More Dude Verpackung

Bild: North Star Games

Dieses Partyspiel ist einfach nur schräg und doof, aber das richtige Geschenk für alle Fans des Films «The Big Lebowski». Es gibt zwei Ausgaben davon: «Dude» und «More Dude». Eigentlich handelt es sich um eine Variante von «Lucky Lachs».

Alle Spieler spielen gleichzeitig. Sie stehen im Kreis und haben Karten auf der Hand auf denen das Wort «Dude» in verschiedenen Schreibweisen steht. Wild durcheinander sagen alle «Dude» und versuchen das Wort so zu betonen, wie es auf ihrer Karte steht. Wenn zwei Spieler glauben, dieselbe «Dude»-Karte in der Hand zu haben, zeigen sie sich ihre Karten und können diese abwerfen.

Im Spiel «More Dude» sind Bilder und keine Buchstaben auf den Karten. Die beiden Spiele werden im Moment in den USA exklusiv bei Target verkauft. Es ist aber zu hoffen und zu erwarten, dass sie bald auch über andere Kanäle erhältlich sein werden. 

Von Beau Beckett und Jeph Stahl für 3 bis 6 Spieler ab 13 Jahren, North Star Games.

Monster Crunch!

Monster Crunch! Mit Spielmaterial

Bild: Big G Creative

Und dies ist nun wirklich ein echter Geheimtipp. «Monster Crunch!» erschien auf keinen Hottness-Listen und ist an der Gen Con auch kaum aufgefallen. Wir haben es aber im «Hot Games Room» von Boardgamegeek entdeckt (danke Lincoln Damerst!), gespielt und damit ziemlich Spass gehabt. Es handelt sich um ein Lizenzprodukt des amerikanischen Food-Konzerns General Mills.

Im Spiel werden fünf tatsächlich existierende, für Europäer ziemlich bescheuert anmutende Frühstückflocken-Marken, die Monstern nachempfunden sind (Boo Berry, Count Chocula, Fruit Brute, Fruity Yummy Mummy und Franken Berry) gefeatured. Es ist ein einfaches Karten-Ablegespiel, das entfernt an «Arschlöchlen» oder «Tichu» erinnert und bei dem es darum geht, in drei Spielrunden möglichst viele seiner Karten loszuwerden. 

Von Forrest-Pruzan Creative für 2 bis 5 Spieler ab 9 Jahren, Big G Creative. 

Tom Felber war ...

... der Vorsitzende der internationalen Kritiker-Jury «Spiel des Jahres» und veröffentlicht seit 1985 Spiele-Rezensionen in verschiedenen Medien. Hier stellt er für uns regelmässig neue Brett- und Kartenspiele vor.

Bild

bild: zvg

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