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Nashville Predators defenseman Roman Josi, of Switzerland, shoots and scores a goal against the Chicago Blackhawks in the first period of Game 2 of an NHL Western Conference hockey playoff series Friday, April 17, 2015, in Nashville, Tenn. (AP Photo/Mark Humphrey)

Roman Josi ist unter den Schweizern in der NHL klar das Aushängeschild.
Bild: Mark Humphrey/AP/KEYSTONE

Vom Top-Verteidiger bis zum Goalie-Flop – das ist die Schweizer Bilanz in der NHL-Qualifikation

Die nun abgeschlossene NHL-Qualifikation verlief für die 14 zum Einsatz gekommenen Schweizer höchst unterschiedlich. Die einen vermochten zu glänzen, andere wiederum mussten in ihren Vereinen unten durch.

Donat Roduner
Donat Roduner



In der NHL wurden in dieser Saison 14 Schweizer eingesetzt, wovon sich sieben wenigstens partiell als Stammspieler bezeichnen durften. Für drei von ihnen ist die Saison auch noch nicht vorbei. Roman Josi, Nino Niederreiter und Mark Streit haben es mit ihren Equipen in die Playoffs geschafft. Auf der Goalie-Position waren die Schweizer aber schwach wie lange nicht mehr.

Die NHL-Achtelfinals mit Schweizer Beteiligung

Philadelphia Flyers (Mark Streit) – Washington Capitals 
Nashville Predators (Roman Josi) – Anaheim Ducks
Minnesota Wild (Nino Niederreiter) – Dallas Stars

Die Leistungen der Schweizer NHL-Söldner im Detail:

Roman Josi, Nashville Predators

Josi ist in Nashville definitiv zum Star gereift. Der Berner verbuchte in 81 Spielen 61 Punkte (14 Tore/47 Assist) – Rekord für einen Predators-Verteidiger. Ligaweit ist Josi, der pro Spiel durchschnittlich 25:29 Minuten auf dem Eis stand, der viertbeste Skorer unter den Verteidigern (Overall 40.).

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Eines der schönsten von Josis 14 Saisontoren.
YouTube/NHL

Minnesota Wild's Nino Niederreiter (22) celebrates with teammates Erik Haula (56) and Justin Fontaine (14) after scoring against the Montreal Canadiens during the first period of an NHL hockey game in Montreal on Saturday, March 12, 2016. (Graham Hughes /The Canadian Press via AP) MANDATORY CREDIT

Nino Niederreiter (Mitte) konnte sich 20 Mal als Torschütze feiern lassen.
Bild: AP/The Canadian Press

Nino Niederreiter, Minnesota Wild

Niederreiter stand als einziger Schweizer in allen 82 Regular-Season-Spielen auf dem Eis und erzielte mit 43 Punkten (20 Tore/23 Assists) einen Karriere-Bestwert. Der 23-jährige Churer war immerhin fünfbester Skorer der Wild, doch sein Ziel, 30 Tore zu machen, verpasste er klar. Dafür skorte er in der Qualifikation zu unbeständig.

Sven Bärtschi, Vancouver Canucks

Bärtschi spielte ebenfalls seine beste Saison in der NHL. Der 23-jährige Flügel kam 69 Mal zum Einsatz und verbuchte 28 Punkte (15 Tore/13 Assists). Damit dürfte er bezüglich der kommenden Saison am Verhandlungstisch gute Karten haben – Bärtschis Vertrag mit Vancouver läuft nämlich aus.

Mark Streit, Philadelphia Flyers

Mit 38 Jahren hat Streit seine besten NHL-Jahre hinter sich, doch mit durchschnittlich 21:52 Minuten Eiszeit pro Spiel gehört er bei den Flyers weiter zu den Leistungsträgern. Mit 6 Toren und 17 Assists aus 62 Spielen blieb der Verteidiger weit hinter seinem Bestwert aus der Saison 2007/08, als ihm 62 Punkte gelangen, zurück. Dennoch freut er sich über seine fünfte Playoff-Teilnahme.

Pittsburgh Penguins' Sidney Crosby, left, tries to keep the puck away from Philadelphia Flyers' Mark Streit during the third period of an NHL hockey game, Saturday, March 19, 2016, in Philadelphia. Pittsburgh won 4-1. (AP Photo/Matt Slocum)

Mark Streit (r.) verteidigt gegen NHL-Superstar Sidney Crosby.
Bild: Matt Slocum/AP/KEYSTONE

Sven Andrighetto, Montreal Canadiens

Andrighetto scheint in der NHL definitiv Fuss gefasst zu haben. Der 23-jährige Flügelstürmer kam in 44 Spielen zum Einsatz, erzielte 7 Tore und gab 10 Vorlagen. Ähnlich wie Bärtschi darf auch er sich trotz auslaufendem Vertrag Hoffnungen auf die Fortsetzung seines NHL-Abenteuers machen.

Luca Sbisa, Vancouver Canucks

Sbisa erlebte mit den Canucks eine durchzogene Saison und fiel wegen einer Fussverletzung lange aus. Letztlich brachte es der 26-jährige Verteidiger auf 41 Spiele, in denen er sich 8 Punkte notieren lassen konnte (2 Tore/6 Assists).

Nashville Predators center Calle Jarnkrok (19) battles with Vancouver Canucks defenseman Yannick Weber (6) during the third period of an NHL hockey game Saturday, March 12, 2016, in Vancouver, British Columbia. (Jonathan Hayward/The Canadian Press via AP)

Yannick Weber (r.) hatte bei Vancouver zu kämpfen.
Bild: AP/The Canadian Press

Yannick Weber

Webers Hoffnungen, in Vancouver Top-4-Verteidiger zu werden, wurden jäh zunichte gemacht. Stattdessen kam er nur zum Einsatz, wenn andere Defensivleute verletzt waren. Weber war in 45 Spielen aufgeboten in denen er mit 7 Assists und einer unschönen Minus-17-Bilanz zu Buche steht. Das führte dazu, dass der 27-Jährige im Februar ins Farmteam abgeschoben wurde. Ein Wechsel scheint bei ihm naheliegend.

Jonas Hiller, Calgary Flames

Hiller erlebte in Calgary eine frustrierende Saison. Der All-Star von 2011 war zumeist nur Backup hinter Karri Rämö und ausgerechnet als sich dieser verletzte, zeigte der Schweizer ganz schwache Spiele. Mit einer Fangquote von 87,9 Prozent aus 26 Spielen ist er in dieser Saison der schlechteste NHL-Goalie, der mindestens 10 Spiele absolviert hat. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er bei den Flames keinen neuen Vertrag unterschreiben, sogar die Rückkehr in die Schweiz scheint nicht ausgeschlossen.

Reto Berra, Colorado Avalanche

Berra hat mit 92,2 Prozent gehaltenen Schüssen zwar eine wesentlich bessere Bilanz als Hiller, doch Stricke zerrissen hat auch er keine. Der 29-jährige Zürcher schaffte es nicht, Avalanche-Stammgoalie Semjon Warlamow zu verdrängen und kam – auch wegen einer Fussverletzung – nur zu 14 NHL-Einsätzen. Wie seine Zukunft aussieht, ist ungewiss. Er selbst sieht sie jedoch weiter in Nordamerika.

San Jose Sharks' Mirco Mueller (41) is chased by Arizona Coyotes' Joe Vitale (14) during the second period of an NHL preseason hockey game Friday, Sept. 25, 2015, in San Jose, Calif. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

Mirco Müller (r.) kam für die San Jose Sharks nur sporadisch zum Einsatz. Bild: Marcio Jose Sanchez/AP/KEYSTONE

Mirco Müller, San Jose Sharks

Müller hat sich auch in der zweiten Saison bei den Sharks keinen Stammplatz erobern können. Der Erstrundendraft von 2013 spielte zumeist im Farmteam San Jose Barracuda und wurde nur sporadisch in die NHL berufen. In 11 Einsätzen blieb der 21-jährige Winterthurer ohne Skorerpunkt.

Joël Vermin, Tampa Bay Lightning

Vermin durfte zum ersten Mal in seiner Karriere NHL-Luft schnuppern. Der 24-jährige Flügel kam für Tampa Bay zu sechs Einsätzen in denen er sich in Form eines Assists seinen ersten Skorerpunkt gutschreiben lassen konnte. Ansonsten spielte Vermin in der AHL für Syracuse Crunch.

Dean Kukan, Columbus Blue Jackets

Kukan wagte vergangenen Sommer nach vier Jahren in Schweden bei Lulea den Sprung über den Teich. Dort schlug er sich in der AHL mit Verletzungen herum, ehe er Ende Saison doch noch zu seinem NHL-Debüt kam. Der 22-jährige Zürcher schlug sich bei den Blue Jackets wacker und realisierte in 8 Spielen eine Plus-9-Bilanz, ohne dabei aber selbst zu skoren.

Kevin Fiala, Nashville Predators

Fialas erstes NHL-Spiel in dieser Saison (sein zweites überhaupt) begann denkwürdig, nämlich mit seinem ersten Tor. Es sollte aber sein einziger Skorerpunkt bleiben, darum wurde der 19-jährige Flügel nach fünf Spielen in der besten Liga wieder in die AHL zu den Milwaukee Admirals geschickt.

Jan 14, 2016; Winnipeg, Manitoba, CAN; Nashville Predators forward Kevin Fiala (56) celebrates with teammates after he scores during the first period against the Winnipeg Jets at MTS Centre. Mandatory Credit: Bruce Fedyck-USA TODAY Sports

Kevin Fiala (r.) wartet mit Teamkollege James Neal auf den Entscheid, ob sein erstes NHL-Tor gegeben wird.
Bild: X02835

Christoph Bertschy, Minnesota Wild

Bertschy machte in seiner ersten Saison in Übersee die ersten Schritte in der NHL. Der 22-jährige Freiburger wurde im Team von Nino Niederreiter drei Mal eingesetzt und blieb ohne Punkte. Seine Sporen verdient sich der Center in der AHL bei Iowa Wild ab.

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