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Der EHC Biel, helles Dress, gewinnt das erste Playoff-Halbfinalspiel auswaerts in Bern gegen den SCB mit 3:4 Toren, aufgenommen am 17. Februar 1990. (KEYSTONE/Str)

Tête-à-Tête mit Renato Tosio: Im Halbfinal ist Bern für Biel die Endstation. Bild: KEYSTONE

So anders war die Hockey-Welt, als Biel 1990 zum letzten Mal im Halbfinal stand

Nach 28 Jahren steht der EHC Biel wieder in einem Playoff-Halbfinal. Die Seeländer gewannen in Davos und entschieden die Serie gegen den Rekordmeister damit mit 4:2 Siegen für sich. 28 Jahre – das scheint beim Blick ins Archiv ewig lange her zu sein.



Werfen wir zunächst einen Blick auf drei Hauptdarsteller beim EHC Biel im Winter 1989/90:

Liga-Topskorer

Normand Dupont, rechts, vom EHC Biel, im Februar 1991 in Bern im Meisterschaftsspiel der Nationalliga A zwischen dem SC Bern und dem EHC Biel im Zweikampf mit dem Berner Bernhard Schuemperli. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

Biel stellt in der Saison 1989/90 den Topskorer der Qualifikation: Normand Dupont. Der kanadische Stürmer brilliert mit sagenhaften 74 Punkten (38 Tore, 36 Assists) in 36 Partien.

Lebensversicherung

Der EHC Biel, helles Dress, verliert ein Playoff-Halbfinalspiel zu Hause gegen den SCB mit 0:2 Toren, aufgenommen im Februar 1990 in Biel. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

Seine gesamte Karriere verbringt Olivier Anken zwischen den Pfosten des EHC Biel, von 1976 bis 1994. Drei Mal wird er Meister (1978, 1981 und 1983), er absolviert 153 Länderspiele. Ankens Nummer 30 wird in Biel nicht mehr vergeben.

Verteidigungsminister

Der Ambri-Spieler Jakob

Bild: KEYSTONE

Auch Köbi Kölliker ist bei den drei Bieler Meistertiteln eine feste Grösse. Er verlässt «seinen» Klub 1985 in Richtung Ambri (Bild), kehrt auf die Saison 1989/90 aber wieder nach Biel zurück. Mit 213 Länderspielen ist er während langer Zeit Rekordnationalspieler.

Playoffs 1989/90

Weitere bekannte Namen jener Bieler Mannschaft, die vor 28 Jahren als letzte einen Playoff-Halbfinal erreicht hatte, sind J.J. Aeschlimann, Gaëtan Boucher, Gaston Gingras, oder Captain Marc Leuenberger. Unter Head Coach Björn Kinding schlägt Biel in den Viertelfinals den EV Zug, zwei Siege reichten damals noch zum Weiterkommen. Die Seeländer gewinnen 2:1 und 6:5.

In den Halbfinals kommt es zum Duell mit dem Rivalen SC Bern. Beim amtierenden Schweizer Meister gewinnt Biel das erste Duell mit 4:3. Der SCB legt drei Mal vor, drei Mal gleich die Bieler aus, ehe J.J. Aeschlimann in der 54. Minute den Siegtreffer erzielt.

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Spiel 1 der Halbfinalserie 1989/90, das Biel gegen Bern für sich entschied. Video: YouTube/FightForBiel

Das ist's dann aber gewesen mit der Bieler Herrlichkeit. Bern gewinnt die weiteren Partien der Serie mit 6:2, 3:2 und spektakulär mit 9:6, ehe der SCB dann im Final «Grande Lugano» unterliegt.

Die HC Lugano Fans spannen ein riesiges Transparent ueber die Zuschauerraenge in der Resega und versuchen die SCB-Spieler auf dem Eis schon vor dem Spiel einzuschuechtern, aufgenommen am 6. Maerz 1990 in Lugano. Im dritten Play-Off-Spiel im Final der Eishockey Schweizermeisterschaft gewinnt der HC Lugano zu Hause gegen den SC Bern mit 7 zu 1 Toren und geht in der Serie mit 2 zu 1 in Fuehrung. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Die Choreo der Lugano-Fans vor Finalspiel 3 in der Resega. Bild: KEYSTONE

WM 1990

Die Welt ist zu jener Zeit im Umbruch. Im November 1989 fällt die Berliner Mauer, die Ost und West teilt. Der Eiserne Vorhang bewegt sich plötzlich. Doch an der Eishockey-Weltmeisterschaft herrscht noch der Status quo. Die Sowjetunion holt in Bern ihren 22. Titel, Silber holt Schweden und Bronze an die Tschechoslowakei. Zwei von drei Medaillen gehen an Länder, die es wenige Jahre später nicht mehr gibt.

Die beiden sowjetischen Spieler Wjatscheslaw Bykow, rechts, und Andrej Chomutow, links, posieren im Mai 1990 im Eisstadion Allmend in  Bern bei einem Spiel der Eishockey-Weltmeisterschaft. (KEYSTONE/Str)

Erfolgsgaranten: Andrei Chomutow und Slawa Bykow machen die Sowjets zum Weltmeister – und wechseln danach zum HC Fribourg-Gottéron. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz ist beim Turnier im eigenen Land übrigens nur Zuschauerin. Sie hat einen Monat vorher die B-WM in Frankreich für sich entschieden.

Trainer Simon Schenk und die Spieler der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft jubeln nach dem 4 zu 1 Sieg gegen Frankreich, aufgenommen am 8. April 1990 in Megeve bei der Eishockey-B-Weltmeisterschaft. Die Schweizer stehen als Sieger der B-Weltmeisterschaft und als Aufsteiger in die Gruppe A fest.  (KEYSTONE/Str)

Natitrainer Simon Schenk und die Spieler bejubeln den 4:1-Sieg über Frankreich an der B-WM 1990. Bild: KEYSTONE

Edmonton Oilers

Schweizer Spieler gibt's damals noch keine in der NHL. Den Stanley Cup erringen die Edmonton Oilers, es ist ihr fünfter Titel seit 1984 und der bislang letzte.

Superstar Wayne Gretzky spielt da aber bereits für die Los Angeles Kings, er ist mit 142 Punkten in 73 Spielen Topskorer der Regular Season – vor weiteren legendären Spielern wie Mark Messier, Steve Yzerman und Mario Lemieux auf den nächsten Plätzen.

Edmonton Oilers' captain Mark Messier holds up the Stanley Cup trophy after the Oilers beat the Boston Bruins in this May 1990 photo.  Messier retired Monday,Sept. 12, 2005 ending a 25-year career in which he won six Stanley Cup championships and ranked second only to Wayne Gretzky on the NHL all-time scoring list. (AP PHOTO/CP, Ryan Remiorz)

Oilers-Captain Mark Messier stemmt den Stanley Cup in die Höhe. Bild: AP CP

Dynamo Weisswasser

Zum 25. und letzten Mal wird der Klub 1990 Meister – weil es das Land, in dem er zuhause ist, danach nicht mehr gibt. Dynamo Weisswasser ist Rekordmeister der DDR und es kämpft Jahr für Jahr mit Dynamo Berlin um den Titel. Das ist wörtlich zu nehmen: Seit 1970 besteht die DDR-Liga nur aus diesen beiden Teams. Die Geschichte im Detail:

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