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Jubel bei Oltens Stefan Maeder, Stanislav Horansky, Martin Ulmer und Luca Zanatta, von links, nach dem Tor zum 1:0 beim Swiss Ice Hockey Cup 1/8 Final zwischen dem EHC Olten und dem EHC Biel-Bienne am Sonntag, 22. Oktober 2017, im Stadion Kleinholz in Olten. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der EHC Olten will auch im Playoff-Final jubeln. Bild: KEYSTONE

7 Gründe, warum Olten der grösste Stolperstein für die Lakers ist

Heute beginnt in der Swiss League der Playoff-Final. Zum ersten Mal seit drei Jahren sind die Rapperswil-Jona Lakers dabei nicht das einzige Team mit Aufstiegsambitionen.



Die Rapperswil-Jona Lakers wollen aufsteigen, die National League ist ihr Ziel. Doch damit sind sie nicht alleine. Mit dem EHC Olten wartet im Playoff-Final ein Gegner, der ähnliche Ambitionen hegt. Nicht nur dieser Fakt macht die Solothurner zur wohl grössten Hürde.

Aussenseiter-Bonus

Alles spricht von Rapperswil. Die Lakers sind als Cupsieger und souveräner Qualifikationssieger mehr oder weniger durch die Playoffs spaziert (4:0 gegen die EVZ Academy, 4:2 gegen Ajoie). Und Rappi-Trainer Jeff Tomlinson warnt: «Wir haben bislang in den Playoffs noch nicht unser bestes Eishockey gespielt.»

Die Rapperswiler um Torschuetze Martin Ness bejubeln sein 3-2, im fuenften Playoff-Halbfinalspiel der Eishockey Swiss League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Ajoie, am Freitag, 23. Maerz 2018, in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Rapperswil-Jona Lakers setzten sich gegen die EVZ Academy und Ajoie durch. Bild: KEYSTONE

Das spielt dem EHCO in die Karten. Genau wie im Halbfinal gegen den SC Langenthal gehen die Solothurner als Aussenseiter in die Partie. Der Druck lastet auf den Lakers. Dabei haben die Oltner ebenfalls Aufstiegsambitionen und verfügen über ein äusserst talentiertes Team. Keine schlechte Ausgangslage.

Chris Bartolone

Der Italo-Kanadier hat den EHC Olten wieder auf die richtige Spur gebracht. Der vorherige Assistenztrainer übernahm die Mannschaft Anfang Februar mitten in einer Krise. In dieser Zeit kassierten die «Powermäuse» bittere Niederlagen – auch gegen Thurgau und die GCK Lions. 

Nach Bartolones Übernahme resultierten aus den letzten vier Qualifikationsspielen drei Siege. Der 48-Jährige hat es geschafft, aus Einzelkämpfern eine Mannschaft zu formen. Auf die Frage, wie er das geschafft habe, antwortet er in der «Aargauer Zeitung»: «Es ist die positive Stimmung, die man vorlebt und vermittelt. Und Disziplin auf und neben dem Eis.» Diese positive Stimmung ist sicher nicht verflogen, nun da man im Playoff-Final steht.

Lukas Haas

Tigers Lukas Haas, jubelt, waehrend dem Playout - Final Spiel 4 der NLA, zwischen den SCL Tigers und dem EHC Biel, am Samstag, 26. Maerz 2016, in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

Haas ist wohl das, was watson-Eismeister Klaus Zaugg als «Schillerfalter» bezeichnen würde. Von der Leihgabe der SCL Tigers geht eine gewisse Unberechenbarkeit aus. Seine Sturmlinie mit Jewgeni Schirjajew und Silvan Wyss ist die gefährlichste Angriffslinie – auch dank Haas' Kreativität und Kaltblütigkeit. 

Playoff-Final ohne Martin Ulmer

Der EHC Olten muss einen schmerzhaften Ausfall hinnehmen: Stürmer Martin Ulmer, EHCO-Topskorer der Qualifikation, muss nach einem Rückfall wegen des nach wie vor andauernden Pfeifferschen Drüsenfiebers rund zwei Wochen pausieren. Dies bedeutet, dass der komplette Playoff-Final ziemlich sicher ohne Martin Ulmer stattfinden wird. Unklar ist noch, wer beim EHC Olten anstelle von Martin Ulmer auflaufen wird. (sha/az)

Kleinholz

Der EHC Olten ist der Zuschauermagnet der Swiss League. In den Playoffs kamen bislang pro Spiel 5118 Zuschauer ins Kleinholz. Kein anderer Verein in der zweithöchsten Schweizer Liga kommt nur annähernd auf vergleichbare Werte. Die Fans werden auch im Playoff-Final wie eine Wand hinter den «Powermäusen» stehen. 

Erfahrung

25 Jahre ist es her, dass der EHCO zum bislang letzten Mal Schweizer Meister in der NLB geworden ist. Damals schafften die Solothurner gar den Aufstieg, fielen aber in der nächsten Saison gleich wieder zurück in die zweithöchste Liga. Seither hat es nie mehr geklappt mit dem Meister-Traum.

Oltens Marco Truttmann, Kevin Huber, Michael Tobler und Remo Hirt, von links, sind enttaeuscht, nach dem siebten Spiel im Playoff Final der NLB zwischen den SCL Tigers und dem EHC Olten, am Dienstag, 31. Maerz 2015, in der Ilfishalle Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Marco Truttmann wurde schon NLB-Meister. Allerdings noch nie mit dem EHC Olten. Bild: KEYSTONE

Dennoch haben die Oltner genug Spieler in den eigenen Reihen, die wissen, wie man Pokale in die Höhe stemmt. Gleich zwölf Spieler feierten in der Swiss League (früher National League B) bereits einen Titel. Bei den Rapperswil-Jona Lakers spielen sechs Spieler, die schon NLB-Meister wurden.

Die 12 NLB-Meisterspieler des EHC Olten

Joël Fröhlicher 2003, Lugano (NLA-Meister!) 2006, 2007, 2008 (Biel), 2013 (Lausanne)
Simon Rytz 2004, Biel
Marco Truttmann 2007, 2008, Biel
Marc Grieder 2009, Lausanne
Jewgeni Schirjajew 2013, Lausanne
Lukas Haas 2015, Langnau
Alban Rexha 2015, Langnau
Silvan Wyss 2015, Langnau
Stan Horansky 2016, Ajoie
Anthony Rouiller 2016, Ajoie
Stefan Mäder 2016, Ajoie
Simon Barbero 2016, Ajoie 
(sha/az)

Matthias Mischler

Wer im Eishockey Erfolg haben will, braucht auch einen verlässlichen Torhüter. Und den hat der EHC Olten in der Person von Matthias Mischler. Der 28-jährige Berner spielte sich während den Playoffs in Hochform.

Mit 92,74 Prozent kommt er auf eine äusserst solide Fangquote und zwischendurch zeigt der Schlussmann auch den einen oder anderen atemberaubenden Save. Diese wird er auch gegen Rappi zeigen müssen. Denn die Lakers schiessen von allen Swiss-League-Teams am häufigsten aufs gegnerische Tor.

Special-Teams

Will der EHC Olten gegen die Lakers bestehen, dann müssen auch die Special Teams weiterhin so gut funktionieren wie bis anhin. Mit 41,57 Prozent Erfolgsquote im Powerplay und 90 Prozent abgewehrten Unterzahlsituationen waren die «Powermäuse» die beste Special-Team-Mannschaft der Playoff-Halbfinals. Die Form in den Special-Teams stimmt also. 

Bild

Die Statistik der Special Teams in den Playoff-Halbfinals. Bild: watson, infogr.am

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