Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Qatar's forward Almoez Ali, center, scores his sides first goal during the AFC Asian Cup final match between Japan and Qatar in Zayed Sport City in Abu Dhabi, United Arab Emirates, Friday, Feb. 1, 2019. (AP Photo/Hassan Ammar)

Topskorer Almoez Abdulla macht mit einem Fallrückzieher das 1:0 für Katar. Bild: AP

Katar wird drei Jahre vor der WM im eigenen Land erstmals Asien-Meister

In der Adventszeit 2022 wird die Fussball-WM 2022 in Katar ausgetragen. Der bislang fussballerisch belächelte Gastgeber Katar hat heute ein Ausrufezeichen gesetzt: Katar schlug im Final auch Favorit Japan und ist Asien-Meister.



Der WM-Gastgeber 2022 feiert seinen grössten fussballerischen Erfolg: Katar ist Asien-Meister 2019. Es schlug im Final den vierfachen Turniersieger Japan mit 3:1.

abspielen

Was für eine Kiste! Almoez Abdulla mit dem 1:0. Video: streamable

abspielen

Abdulaziz Hatem legt mit dem 2:0 nach. Video: streamable

Katar war mit einem Torverhältnis von 16:0 in den Final gestürmt. In der Vorbereitung auf das Turnier hatte die Nationalmannschaft ohne grossen sportlichen Leistungsausweis unter anderem auch im November die Schweiz 1:0 besiegt.

Ausbilden statt einkaufen

Das Emirat im Osten der arabischen Halbinsel hatte in den Jahren seit der Vergabe der WM 2022 viel Geld in die Ausbildung seines Nachwuchses gesteckt; Geld, das unter anderem ins Know-how europäischer Fachleute investiert wurde.

abspielen

Takumi Minamino bringt Japan auf 1:2 heran. Video: streamable

Im Fokus steht insbesondere Felix Sanchez Bas. Der 43-jährige Spanier, einst Nachwuchstrainer beim FC Barcelona, wechselte 2006 an die weltberühmte Aspire Academy in Doha. 2014 führte Sanchez Bas schon das U19-Team Katars zum Gewinn der Asien-Meisterschaft. Diese Spieler bilden heute das Gerüst der A-Auswahl, welche Sanchez Bas seit zwei Jahren betreut.

Qatar's head coach Felix Sanchez of Spain, directs his team during the AFC Asian Cup semifinal soccer match between United Arab Emirates and Qatar at Mohammed Bin Zayed Stadium in Abu Dhabi, United Arab Emirates, Tuesday, Jan. 29, 2019. (AP Photo/Hassan Ammar)

Treibende Kraft an der Linie: Felix Sanchez Bas. Bild: AP

Als Katar 2015 bei der Handball-WM im eigenen Land sensationell erst im Final gegen Frankreich verlor, war das ein Erfolg unter falscher Flagge. Denn Katars Auswahl war in Tat und Wahrheit zu grossen Teilen ein Mix von rasch eingebürgerten, erfahrenen Spielern. Beim Erfolg nun an der Asien-Meisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist das Gegenteil der Fall.

Katarische Filiale in Belgien

Gemäss einem Bericht der Deutschen Welle sind nur vier Spieler der Auswahl im Ausland geboren. Dass – wie in einigen europäischen Nationalmannschaften – viele andere im Kader Wurzeln in anderen Ländern haben, erstaunt nicht: Von den knapp drei Millionen Einwohnern Katars sind 90 Prozent Ausländer.

abspielen

Die Entscheidung aus 11 Metern: Akram Afif verwandelt einen Handspenalty zum 3:1. Video: streamable

Herausragender Akteur der Asien-Meisterschaft war Torschützenkönig Almoez Abdulla. Der 22-Jährige, der im Final gegen Japan mit einem Fallrückzieher das 1:0 erzielte, schoss insgesamt neun Tore. Der Stürmer, der im Sudan geboren wurde und als Kind nach Katar kam, dürfte sich in den Fokus grösserer Klubs geschossen haben. Noch spielt Abdulla für Katars Meister Al-Duhail, doch er war bereits auch in Europa tätig, beim belgischen KAS Eupen. Der Klub gehört Katar und dient explizit als Bühne für junge Talente des Landes.

Für Katar steht im Sommer schon das nächste Turnier an. An der Copa America, der Südamerika-Meisterschaft, sind die Araber als Gastmannschaft dabei. Ob sie gegen Argentinien, Kolumbien und Paraguay das Kanonenfutter sein werden, für das sie vermutlich viele Beobachter vor dem Triumph an der Asien-Meisterschaft hielten?

NFL-Kultfigur Icke Dommisch erklärt dir Football

Video: watson/Jodok Meier, Angelina Graf

Die 12 überraschendsten Fussball-Meister

Der Goalie mit Pudelmütze sorgt für eine der grössten Sensationen der Fussball-Geschichte

Link zum Artikel

Märchenprinz Volker Eckel legt GC mit 300-Millionen-Versprechen aufs Kreuz

Link zum Artikel

Jay-Jay Okocha demütigt Oliver Kahn und drei Verteidiger mit einem Wahnsinnstanz

Link zum Artikel

Filipescu macht den FC Zürich in Basel in der 93. Minute zum Meister

Link zum Artikel

Andrés Escobar wird nach einem Eigentor an der WM mit 12 Schüssen hingerichtet

Link zum Artikel

Roberto Baggios Penalty in die Erdumlaufbahn lässt ganz Italien weinen

Link zum Artikel

Nati-Goalie Zuberbühler schiebt die Schuld für ein Riesen-Ei dem «Blick» zu

Link zum Artikel

Marco van Basten schiesst den «ewigen Zweiten» mit seinem Traumtor zum EM-Titel

Link zum Artikel

Der «entführte» Raffael wird zum Fall für die Polizei – und muss ein Nachtessen blechen

Link zum Artikel

Das schlimmste Foul im Schweizer Fussball: Gabet Chapuisat zertrümmert Lucien Favres Knie

Link zum Artikel

Maradona schiesst das Tor des Jahrhunderts – aber in Erinnerung bleibt die «Hand Gottes»

Link zum Artikel

Ein Carlos Varela in Höchstform: «Heb de Schlitte, du huere Schissdrägg»

Link zum Artikel

Ronaldo kämpft vor dem WM-Final mit dem Tod – warum er trotzdem spielt, bleibt ein Rätsel

Link zum Artikel

Mit dem letzten Spiel im Hardturm gehen 78 Jahre Schweizer Fussball-Geschichte zu Ende

Link zum Artikel

«Oh Zinédine, pas ça!» Zidanes Kopfstoss im WM-Final gegen Materazzi erschüttert die Welt

Link zum Artikel

Martin Palermo schafft's ins Guinness-Buch – weil er 3 Penaltys in einem Spiel verschiesst

Link zum Artikel

«Decken, decken, nicht Tischdecken» – als man(n) im TV noch über Frauenfussball lästerte

Link zum Artikel

Ailton wettert: «For mi das nicht Profi-Mannschaft, das nicht Profi-Fussball. Unglaublig»

Link zum Artikel

«Hoch werd mas nimma gwinnen» – der legendäre Ösi-Galgenhumor beim 0:9 gegen Spanien

Link zum Artikel

Cabanas fordert Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

Link zum Artikel

Die Schweizerin Nicole Petignat pfeift als erste Frau ein Europacup-Spiel der Männer

Link zum Artikel

Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zum Tod von Diego Maradona: Wie die «Hand Gottes» zur Legende wurde

Diego Armando Maradona stirbt im Alter von 60 Jahren. Kein anderer Spieler hat je eine WM so dominiert wie Diego Maradona 1986. Die beiden Treffer gegen England haben ihn nicht nur in Argentinien zum Fussballgott gemacht.

Diego Maradonas Augen waren noch glasig, sagen diejenigen, die ihn an diesem 22. Juni 1986 in der Kabine haben sitzen sehen. Sein Lächeln sei steinern gewesen. Er war sich bewusst, dass er mit seinem Tor zum 2:0 gegen England einen Akt sublimer Kunst vollbracht hatte. Sublime Kunst bedeutet, etwas Grosses, Überwältigendes, das nur mit dem Gespür für das Aussergewöhnliche überhaupt verstanden und nicht wiederholt werden kann.

Das war sein sublimes Kunststück: Er startete in der eigenen …

Artikel lesen
Link zum Artikel