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Spielerinnen der Schweizer Eishockey-Nati posieren für Erinnerungsfotos.
Spielerinnen der Schweizer Eishockey-Nati posieren für Erinnerungsfotos.Bild: KEYSTONE
Kommentar

Wen juckt jetzt noch Doping? Darum freue ich mich riesig, dass Olympia losgeht

Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang beherrschte das Thema Doping die Schlagzeilen. Ein gefundenes Fressen für Sporthasser. Doch nun schlagen unsere grossen zwei Wochen: die der blauäugigen Sportliebenden.
09.02.2018, 06:20

CAS und IOC, gesperrte und begnadigte Russen. Doping hier, Doping da. Höchste Zeit, dass die  Olympischen Spiele endlich beginnen.

Es ist ja nicht so, dass wir einfach die Augen verschliessen. Wir hassen es, wenn andere Sportler von einem Doper geschlagen werden. Und wir werden als Zuschauer nicht gerne betrogen.

Koreanischer Curling-Fan: Da sage noch einer, die Einheimischen würden sich nicht für Olympia interessieren.
Koreanischer Curling-Fan: Da sage noch einer, die Einheimischen würden sich nicht für Olympia interessieren.Bild: AP/The Canadian Press

Eigentlich müssten wir Fans die Schnauze ja schon längst voll haben vom Profi-Sport. Doch das Gegenteil ist der Fall: Wir freuen uns jedes Mal wieder aufs Neue, wenn ein Grossanlass ansteht. Schliesslich sind auch wir Meister: solche der Selbsttäuschung. Wir wissen ja, dass nicht alles mit rechten Dingen zu und her geht. Wir haben es akzeptiert. Ohnmächtig sitzen wir vor dem Fernseher. Siegen Sportler aus bestimmten Nationen, wird uns das dubios vorkommen. Aber mal ehrlich: Das war schon immer so. Ist halt so, wir haben uns daran gewöhnt.

Olympia, das sind Emotionen. Das sind die Geschichten von Favoritenstürzen und Aussenseitersiegen, Hundertstel-Dramen auf der Skipiste und im Eiskanal, Millimeter-Entscheidungen im Curling und Diskussionen über Kampfrichter-Entscheidungen im Eiskunstlauf.

Darauf freue ich mich in den nächsten zwei Wochen. Natürlich hoffe ich, dass die Schweizer Equipe möglichst viele Medaillen gewinnt. Aber ich kann mich auch, ganz ehrlich, mit fast allen anderen Sportlern freuen. Jeder und jede hat unfassbar viel Zeit und Schweiss in den grossen Traum investiert, so dass jeder Medaillengewinner würdig sein wird.

Kann jemand dem überragenden Biathleten Martin Fourcade ein Schnippchen schlagen? Wer wird der neue Steven Bradbury? Welche Dramen halten Ski- und Boardercross dieses Mal für uns bereit? Fädelt Marcel Hirscher am zweitletzten Slalomtor ein und wirft so den Olympiasieg weg? Und werden die ORF-Reporter in diesem Moment gefilmt? Das sind Fragen, auf deren Beantwortung ich gespannt warte.

Skispringer Simon Ammann im olympischen Dorf: Ist er nicht selber im Einsatz, drückt auch er vor dem TV die Daumen.
Skispringer Simon Ammann im olympischen Dorf: Ist er nicht selber im Einsatz, drückt auch er vor dem TV die Daumen.Bild: KEYSTONE

Eigentlich haben die Olympischen Winterspiele 2018 nur einen Wermutstropfen: Die Zeitverschiebung zu Südkorea. Die aus Schweizer Sicht wichtigsten Bewerbe, die Skirennen, finden in der Nacht statt. Auch wer die Snowboarder sehen will, muss den Wecker stellen und vom Bett auf die Couch umziehen.

Wir Sport-Fans werden in den nächsten zwei Wochen wohl an olympischen Augenringen zu erkennen sein. Ein Preis, den wir gerne zu zahlen bereit sind.

So sieht Pyeongchang wenige Tage vor dem Olympia-Start aus

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So sieht Pyeongchang wenige Tage vor dem Olympia-Start aus
quelle: ap/ap / christophe ena
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Kim Jong-un schickt seine Cheerleader zu Olympia

Video: srf
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