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La skieuse suisse Lara Gut, pose lors de la traditionelle semaine publicitaire de Swiss-Ski,

Posieren für die Sponsoren: Lara Gut in Zermatt. Bild: KEYSTONE

Lara Gut: «Ich habe meinen Dad verloren und jetzt ist er wieder zurück»

Ein halbes Jahr nach ihrer schweren Verletzung an der WM in St.Moritz hat sich Lara Gut erstmals wieder öffentlich zu Wort gemeldet. Dabei liess der Ski-Star tiefe Einblicke in ihr Seelenleben zu.



Fröhlich wirkte Lara Gut, als sie das Podium ihrer Comeback-Medienkonferenz betrat. Gleichzeitig aber auch nervös, etwas gehetzt. Rasch wurde klar, weshalb das so ist. Denn was Lara Gut in den folgenden 30 Minuten viersprachig von sich gab, ist eine Last, die sie lange Zeit stark beschäftigt hatte.

So entstand der Eindruck, dass die sechs Monate lange Verletzungspause auch ihre gute Seiten gehabt hat. «Ich stand zehn Jahre lang immer in der Öffentlichkeit, im Winter wie im Sommer. Immer habe ich versucht, das Beste zu geben, auf und neben der Piste», sagte die Tessinerin. «Nun war ich verletzt und realisierte, dass ich mich verändert habe, seit ich letztmals auch ruhige Phasen in meinem Leben hatte. Ich wurde zur Frau, ich bin nicht mehr 16 Jahre alt, sondern 26.»

Lara Guts Medienkonferenz.

Gut sprach von ihrem anhaltenden Kampf darum, die Balance zu finden zwischen dem öffentlichen Leben als Skistar und dem Alltag als Privatperson. «Das ist eine Herausforderung, aber ich mag sie.»

Noch engeres Verhältnis zur Familie

Nach ihrer Knieverletzung, die sie an der Ski-WM in St.Moritz beim Einfahren vor dem Kombi-Slalom erlitten hatte, zog Gut aus dem Elternhaus aus. Das habe aber nur dazu geführt, dass sie nun enger mit der Familie verbunden sei: «Wenn wir zusammen sind, ist es noch schöner.»

«Ich gehe meinen Weg und weiss, wer mir wirklich helfen kann und die anderen sollen ihre Meinung haben, mir egal.»

Besonders das Verhältnis mit Vater Pauli Gut habe sich gebessert. Weil er zugleich der Trainer seiner Tochter war und ist, wurde seine Doppelrolle oft hinterfragt. Etwas, das einen Keil zwischen das Duo trieb. «Ich habe meinen Dad verloren und jetzt ist er wieder zurück», enthüllte Lara Gut, die glücklich darüber ist, dass sie ihn wieder «gefunden» habe.

Kein Start in Sölden

Anfang September stand die Gesamtweltcupsiegerin des Winters 2015/16 erstmals wieder auf Ski. Nervös sei sie an jenem Morgen gewesen, gab sie zu – aber nicht lange. «Ich machte einen Schwung auf die eine Seite, einen auf die andere, und dann war ich wieder drin. Es fühlte sich ganz einfach an, natürlich.»

Zurück im Riesenslalom-Training: Gut vergangene Woche.

Bislang habe sie keine gesundheitlichen Probleme. Den Start in den Winter, den Riesenslalom auf dem Gletscher in Sölden, lässt Lara Gut dennoch aus. «Es eilt nicht, schon in Sölden anzutreten. Es macht mehr Sinn, im Oktober und November in allen Disziplinen zu trainieren, statt mich mich nun für Sölden auf den Riesenslalom zu konzentrieren.»

Gut liess durchblicken, dass sie im bevorstehenden Olympia-Winter auch andere Rennen auslassen könnte. «Ich werde in diesem Winter Pausen machen, aber nicht wegen des Knies. Mein Knie hat mich gelehrt, dass ich auf mich und meinen Körper Acht geben muss. Er erlaubt mir, auf höchstem Niveau Sport zu treiben, aber es ist auch sein Recht, dass ich ihm Sorge halte.» (ram)

Gut und Co.: Berühmte Sportler aus dem Kanton Tessin

Video: watson/Laurent Aeberli, Reto Fehr, Lea Senn

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • c_meier 26.09.2017 19:32
    Highlight Highlight Schlagfertig ist sie, auf die Frage ob sie alle Disziplinen macht meint sie: Biathlon nicht... ;)
    Alles Gute für die Saison!
  • Dan Rifter 26.09.2017 19:17
    Highlight Highlight Sich mehr Ruhe, weniger Öffentlichkeit wünschen vs. ständig auf Insta posten

    Beides ist halt schwierig.
    • Schreiberling 26.09.2017 19:20
      Highlight Highlight Einerseits hast du recht. Andererseits entscheidet man auf Instagram selbst, was man öffentlich macht und was nicht.

      Es ist schon nochmal ein Unterschied, ob man etwas selbst postet, ober ob man von Fotografen und Fans "verfolgt" wird.

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