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Keine Energy-Drinks mehr für unter 14-Jährige – Spar dreht Jungen den Koffein-Hahn zu



epa06983866 Energy drinks at a supermarket in London, Britain, 30 August 2018. According to reports, British government is considering to ban high caffeine energy drinks for anybody under 18 years of age over health concerns.  EPA/ANDY RAIN

Erster Detailhändler in der Schweiz führt eine Alterslimite für Energy-Drinks ein. Bild: EPA/EPA

Der Detailhändler Spar hat ein Verkaufsverbot von Energy Drinks an unter 14-jährige erlassen. Da die stark koffeinhaltigen Getränke besonders bei Kindern zu Hyperaktivität und Schlafstörungen führen könnten, habe man sich für diesen Schritt entschieden, so die Begründung.

Die freiwillige Selbstverpflichtung soll ein Zeichen setzen, teilte Spar am Donnerstag mit. Unter die Kategorie Energy Drinks fallen laut dem Detailhändler alle Getränke mit einem erhöhten Koffeingehalt von 150mg pro Liter. Diese sind gemäss dem Lebensmittelgesetz mit dem Hinweis «Erhöhter Koffeingehalt» gekennzeichnet und werden mit der Warnung «Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen» versehen.

Mit dem Verkaufsverbot an unter 14-jährige wolle man Kinder dazu ermutigen, eine gesündere Getränkewahl zu treffen, teilte der Detailhändler weiter mit. Der Beschluss gelte für die Lizenzbetreiber von Spar-Läden jedoch nur als «Empfehlung».

Kontrolle wie beim Alkohol

Um das Verkaufsverbot möglichst umfänglich durchzusetzen, sollen die gleichen Mechanismen wie beim Alkoholverkauf greifen. Wenn ein Energy Drink an der Kasse gescannt wird, soll ein entsprechender Warnhinweis das Kassenpersonal darauf aufmerksam machen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Mittels Ausweiskontrolle könne so sichergestellt werden, dass die Altersbeschränkung durchgesetzt werde.

Andere Detailhändler wie Denner geben sich zurückhaltender: «Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam», teilte etwa Denner-Mediensprecher Thomas Kaderli mit. Derzeit sei keine Altersbeschränkung für Energy Drinks vorgesehen. Die zur Migros gehörende Ladenkette verweist lediglich auf die Warnhinweise auf der Verpackung, welche den Konsum von koffeinhaltigen Getränken für Minderjährige nicht empfehlen.

Auch die Konkurrenz von Aldi und Lidl lässt verlauten, dass sie keine Altersbeschränkung für Energy Drinks plane. Ebenso die Migros: «Die Verantwortung dafür, was die Kinder und Jugendlichen kaufen und wie viel sie konsumieren, liegt grundsätzlich bei den Eltern», teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. (aeg/awp/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Konkey Dong 01.02.2019 09:01
    Highlight Highlight "Ebenso die Migros: «Die Verantwortung dafür, was die Kinder und Jugendlichen kaufen und wie viel sie konsumieren, liegt grundsätzlich bei den Eltern», teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. "
    Was für eine geniale Logik. Lasst uns die Altersbeschränkungen von Alkohol und Zigaretten aufheben. Das ist ja schließlich Sache der Eltern zu schauen das ihre Kids sich nicht ins Koma saufen.
    Mir ist bewusst, dass Red Bull und Co. nicht ganz so schlimm sind wie Alkohol aber trotzdem. Diese Aussage ist schlicht idiotisch.
  • Calvin Whatison 31.01.2019 12:02
    Highlight Highlight Kein gutes Geschäft für Zahnmediziner...🤣👍🏻
  • riqqo 31.01.2019 10:56
    Highlight Highlight Ich weiss noch, als wir in der 4. oder 5. Klasse im kleinen Volg bei uns im Dorf für unseren Papi RedBull kaufen mussten, damit wir diese bei der nächsten Party im Heustock trinken konnten. Wir dachten damals nämlich, dass diese Drinks für Kinder verboten seien. Herrliche Zeit gewesen.

    Ich denke dieser Schritt von Spar ist gut – auch wenn ich bezweifle, dass Spar extrem viel Energydrinks verkauft. Tragisch ist aber, dass man von einem OK.– für einen Stutz «mehr» hat, als von einem Wasser-Fläschli für drei Sutz. Dort müsste das Umdenken stattfinden.
    • El Vals del Obrero 31.01.2019 11:26
      Highlight Highlight Eigentlich könnte man an Kiosken ein "Sirupgesetz" einführen, ähnlich wie in Restaurants (dort auf Alkohol bezogen):

      Das günstigste angebotene Getränk müsste alkohol- und koffeinfrei sein (evtl. auch noch zuckerfrei).
    • thelastpanda 31.01.2019 12:16
      Highlight Highlight @El Vals das müsste man schweizweit in allen Restaurants und bei allen Detailhändlern einführen. Das günstigste angebotene Getränk muss alkohol-, koffein- und zuckerfrei sein. Kann ja nicht sein, dass eine Dose Energydrink oder ein Süssgetränk günstiger ist als ein Wasser.
    • decibel 31.01.2019 12:21
      Highlight Highlight Im Moment bezahlt man am Kiosk gleich viel pro Liter für einen Energydrink (250ml, 1Fr) und Wasser (500ml, 2Fr).
      Valora würde das Wasser also einfach 10 Rappen günstiger machen. Oder, wahrscheinlicher, den Energydrink 10 Rappen teurer. :)
      Aber ja, eine solche Regelung wäre trotzdem sinnvoll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 31.01.2019 10:51
    Highlight Highlight Applaus an Spar - dieser Entscheid kostet sicher etwas Umsatz. Aber viele Energydrinks sind dermassen üble, hochdosierte Zucker- und Koffeinbomben, dass es leicht fällt, einen Zusammenhang zwischen dem Konsum solcher Getränke durch Heranwachsende und die Zunahme an Ritalin-Verschreibungen wg dem "Zappelphilipp-Syndrom» herzustellen.

    Ach ja: Wäre wirklich schön, wenn diese Energydrinks auch genügend Energie verschaffen könnten, um die Büchse bis zum nächsten Abfallkübel zu schleppen.
    • kobL 31.01.2019 11:24
      Highlight Highlight Zuckerbombe ja, Koffeinbombe eher nicht. Die Energydrinks haben 32mg pro 100ml.

      Als Vergleich pro 100ml:
      Coca Cola: 10mg
      Grüntee: 10-25mg
      Cappuccino: 27mg
      Schwarztee: 25-50mg
      Schwarzer Kaffee: 80mg
      Espresso: 110mg
    • thelastpanda 31.01.2019 12:17
      Highlight Highlight Nur trinken Kinder und Teenies eher selten Kaffe oder Espresso 😉
    • kobL 31.01.2019 13:04
      Highlight Highlight Habe ich auch nicht behauptet. Wollte nur die gängige Meinung ein wenig entkräftigen, dass Energydrinks so wahnsinnig viel Koffein beinhalten. Auch Zucker hat ein RedBull z.B. nur 0.4 Gramm mehr pro 100ml als Cola (10.6 g vs. 11g).

      Zudem sind die Werte pro 100ml und nicht pro Konsumeinheit. Espresso trinkt man Mengenmässig weniger als Kaffee und konsumiert so auch weniger Koffein.
      Bei einer Dose RedBull konsumiert man 80mg Koffein und 27.5 g Zucker. Bei einem halben Liter Cola sind es 50mg Koffein und 54g Zucker.
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