Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Aufträge in der Schweiz sind für ausländische Kleinbetriebe nicht mehr lukrativ



Für viele ausländische Handwerker und Kleinbetriebe lohnt sich das Geschäft in der Schweiz nicht mehr, berichtet der Tages-Anzeiger. Seit dem Inkrafttreten einer neuen Regelung anfangs 2018 sind diese nicht mehr von der Steuerpflicht ausgenommen.

gipser Handwerker

Hohe Hürden für ausländische Firmen. Bild: shutterstock.com

Vor der Einführung der neuen Bestimmung musste Mehrwertsteuer erst ab einem Mindestumsatz von 100'000 Franken für Aufträge in der Schweiz bezahlt werden. Neu zählt der Gesamtumsatz einer Firma – und somit ist fast jeder Kleinbetrieb betroffen. 

Hinzu kommt ein immenser administrativer Aufwand. Neu brauchen die Firmen einen Fiskalvertreter in der Schweiz, der sich um die Abrechnung mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung kümmert. Neben den Kosten für den Vertreter, die sich jährlich auf mindestens 1200 Euro belaufen, muss bei der Steuerverwaltung noch eine Kaution von mindestens 2000 Franken hinterlegt werden – auch wenn es sich nur um einen einzigen Auftrag handelt. 

«Die Schweiz ist ein sehr attraktiver Markt, aber so lohnt sich das Arbeiten dort für die meisten Kleinbetriebe nicht mehr» zitiert der «Tages-Anzeiger» Brigitte Pertschy von der Handelskammer Freiburg.

Viele würden sich eine Ausnahmeregelung für Kleinbetriebe wüschen. Doch danach sieht es momentan nicht aus. Die Reform wurde eingeführt, weil Schweizer Betriebe gegenüber ausländischen benachteiligt waren.  (vom)

Weshalb ist der Malerberuf bei Frauen so hoch im Kurs?

Video: srf/Nouvo

Besser arbeiten

Löpfe gegen Strahm: «Mit dem BGE wird die Arbeit für alle geadelt» – «Das ist Voodoo-Ökonomie!»

Link zum Artikel

Dieser CEO ist auf der Couch eingeschlafen – und seine Mitarbeiter machen DAS mit ihm

Link zum Artikel

Der Fall Buchli – oder: Warum bloss müssen Mütter andere Mütter haten?

Link zum Artikel

Du willst produktiver sein? Dann solltest du diese 13 Fehler in deinem Büro-Alltag vermeiden

Link zum Artikel

«Wer mit 55 entlassen wird, dem hilft es wenig, wenn er vom RAV in Kurse geschickt wird»

Link zum Artikel

Wie schaffe ich das, was ich mir fürs neue Jahr vorgenommen habe? Walter Mischel, Vater des Marshmallow-Tests, erklärt es uns

Link zum Artikel

Die Schweden sagen: Sechs Stunden Arbeit sind genug – das freut Arbeitnehmer wie Firmen

Link zum Artikel

Prokrastination ist die Krankheit unserer Zeit: Warum uns das ständige Aufschieben depressiv macht

Link zum Artikel

Ein notorischer Aufschieber erzählt: «Ich komme mir vor wie ein Drogensüchtiger» 

Link zum Artikel

Bloss keine Kinder jetzt: Apple und Facebook bezahlen ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren ihrer Eizellen

Link zum Artikel

Weil Studierende auch arme Säcke sind: 14 Lifehacks für Studis

Link zum Artikel

Wie du jemandem den dreifachen Mittelfinger zeigst – und 9 weitere unnütze (aber coole) Lifehacks

Link zum Artikel

Diese Comics über unsere Handysucht sind provokativ – aber leider auch sehr, sehr wahr

Link zum Artikel

«Die Produktivität der externen Mitarbeiter ist bedenklich tief»

Link zum Artikel

Ihr denkt: Dank Robotern produzieren wir alle viel mehr – schön wär’s!

Link zum Artikel

8 Grafiken, die zeigen, warum Studenten keine vorige Zeit zum Faulenzen haben (inklusive ETH-Bonus)

Link zum Artikel

Bist du ein Stehauf-Mensch? Lerne, wie du deine eigene Widerstandskraft stärken kannst

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 28.08.2018 12:45
    Highlight Highlight Find ich gut! Mir war gar nicht klar, dass es eine Ausnahme gegeben hat. Schön, dass hier die Spiesse wieder gleich lang gemacht wurden.
  • Ziasper 28.08.2018 11:23
    Highlight Highlight Diese Nachricht könnte sogar bei den "good News" stehen.
  • manhunt 28.08.2018 08:19
    Highlight Highlight diese regelung ist begrüssenswert. vor allem um das heimische gewerbe zu schützen, welches mit den dumpingpreisen ausländischer betriebe schlicht nicht mithalten konnte. zudem war die qualtität der arbeit ausländischer firmen meist weit unter schweizer niveau. und in garantiefällen fühlten sich dann die meisten ausländischen betriebe nicht mehr zuständig, ihren pfusch zu beheben.
    • Bosshard Matthias 28.08.2018 16:34
      Highlight Highlight Ja begrüssenswert aber die Qualität ist heutzutage auf dem Bau auch in der CH eine Katastrophe. Wir vergeben Aufträge mit einem Pflichtenheft in dem alles genau festgehalten wird. Das kostet zwar auch was lohnt sich aber gegen die Pfuscher die sich Handwerker nennen.
  • Malesch 28.08.2018 07:15
    Highlight Highlight Rächt so !

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel