Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Steigender Meeresspiegel beschleunigt Abtauen von Permafrostböden



FILE - In this July 21, 2017 file photo, researchers look out from the Finnish icebreaker MSV Nordica as the sun sets over sea ice in the Victoria Strait along the Northwest Passage in the Canadian Arctic Archipelago. Studies show the Arctic is heating up twice as fast as the rest of the planet. Scientists are concerned because impacts of a warming Arctic may be felt elsewhere. (AP Photo/David Goldman, File)

Bild: AP/AP

Ein steigender Meeresspiegel könnte die Küsten in den arktischen Permafrostgebieten abtragen und damit den Klimawandel verstärken. Zu dieser Einschätzung kamen deutsche, dänische und Schweizer Forscher. Bei Studien an den Küsten des Ochotskischen Meeres in Ostrussland fanden sie Belege für entsprechende frühere Prozesse.

Starke Meeresspiegelanstiege vor etwa 16'500 bis 11'500 Jahren haben dort zu starker Küstenerosion geführt, wodurch grosse Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid freigesetzt wurden, wie das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) am Montag bekanntgab. Im arktischen Permafrost sind seit der letzten Eiszeit riesige Mengen Biomasse aus abgestorbenen Pflanzen wie in einer Tiefkühltruhe konserviert. Sobald sie tauen, beginnt die Zersetzung – und Treibhausgas entsteht.

Das Tauen der Permafrostböden ist ein seit langem bekanntes Problem, das auch als möglicher Kipppunkt im Klimasystem betrachtet wird. Damit sind Rückkopplungseffekte gemeint, die die Erderwärmung bei Überschreiten bestimmter Schwellen trotz aller dann noch von Menschen unternommenen Massnahmen unumkehrbar machen.

Der Beitrag der Küstenerosion zum Auftauen der Permafrostböden sei offenbar eine «nennenswerte Grösse», erklärte Studienautorin Gesine Mollenhauer zu den in der Fachzeitschrift «Nature Communications» veröffentlichen Erkenntnissen, an denen auch Forscher der ETH Zürich beteiligt waren. In den Klimamodellen werde sie nicht ausreichend berücksichtigt. Auch heute weiche die Küste in Permafrostgebieten schon teils 20 Meter pro Jahr zurück. (sda/afp)

Aletschgletscher schmilzt nach Hitzesommer – Experten warnen

abspielen

Video: srf

Klimaerwärmung

Eine Hitzwelle überrollt gerade die Arktis – und das hat die Kältepeitsche damit zu tun

Link zum Artikel

Der Meeresspiegel steigt schneller als gedacht – 2100 liegt er 65 Zentimeter höher

Link zum Artikel

Liebe Allergiker, ihr müsst jetzt stark sein: Die Pollensaison hat bereits begonnen

Link zum Artikel

«Friederike» wütet in Europa + Acht Tote + Holländer werden von Wind mitgerissen

Link zum Artikel

Klimaforscher Fankhauser, wie ist es, wenn ein Klimaskeptiker die US-Umweltbehörde leitet?

Link zum Artikel

Schweizer Gletscher haben im Sommer 2017 drastisch an Eis verloren

Link zum Artikel

Das Jahr 2016 brach etliche Klimarekorde

Link zum Artikel

Klimaanlage ohne Strom: ETH-Forscher entwickelt Kühlvorhang

Link zum Artikel

Ein gigantischer Eisberg – so gross wie das Wallis – ist in der Antarktis abgebrochen

Link zum Artikel

«Erneuerbare» sind schon 2020 die billigste Form der Energieerzeugung

Link zum Artikel

Stephen Hawking warnt vor Trump: «Auf der Erde könnten bald 250 Grad herrschen»

Link zum Artikel

Klima-Abkommen: Wer bei uns den Trump macht

Link zum Artikel

«Internationale Schande»: Weltweites Entsetzen über Trumps Entscheid zum Pariser Abkommen

Link zum Artikel

«Zum Schutz der US-Bürger» – Trump kündigt Pariser Klima-Abkommen

Link zum Artikel

Die Macht der Natur: Das waren die 5 tödlichsten Wetterkatastrophen der Geschichte

Link zum Artikel

Trump-Regierung verschiebt Entscheidung über Pariser Klima-Abkommen

Link zum Artikel

Der wahre Grund für die «Klimapause»: ETH-Forscher heizen Klimaskeptikern ein

Link zum Artikel

Mehr Tropennächte, weniger Schnee – Schweiz reagiert besonders empfindlich auf Klimawandel

Link zum Artikel

Wo bleibt das Sauwetter? Die Schweiz erlebt den trockensten Winter seit 40 Jahren

Link zum Artikel

20 Vorher-nachher-Bilder, die zeigen, wie krass wir unsere Welt verändert haben

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

Themen
4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sentir 10.09.2018 16:59
    Highlight Highlight Aber das habe ich doch vor über zehn Jahren schon gelesen...
    Der Umkehrpunkt ist verpasst.
    Erklärungen an unsere Enkel sind willkommen...
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 10.09.2018 15:50
    Highlight Highlight Wird die Erde zur Venus 😱
    • aglio e olio 10.09.2018 16:56
      Highlight Highlight Hmm, Venus...
      Play Icon
    • penetranz 10.09.2018 18:28
      Highlight Highlight nein es wird schon wieder kalt werden. Und das Eis kommt auch wieder in c.a. 30 000 - 50 000 Jahren

Wie die Photovoltaik unsere Energieprobleme lösen wird

Im März 2016 trafen sich 57 Photovoltaik-Experten aus Deutschland, Japan und den USA, um im Rahmen der Global Alliance of Solar Energy Research Institutes (GA-SERI) das Potential und die Zukunft der weltweiten Photovoltaik zu eruieren. In einem abschliessenden Statement hielt die Autorin Nancy M. Haegel fest, dass unter gewissen Bedingungen bis 2030 Kapazitäten zwischen 3-10 Terawatt (3'000-10'000 Gigawatt) möglich wären. Als Vergleich: Damals waren gerade mal 300 Gigawatt installiert. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel