Schweiz

Handschlag-Posse im Baselbiet: «Der Handschlag wird durchgesetzt – ohne Wenn und Aber»

Publiziert: 19.09.16, 16:03 Aktualisiert: 19.09.16, 17:44

Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind. Bild: KEYSTONE

Die Posse in Therwil sorgte für landesweite Schlagzeilen. Muslimische Jugendliche hatten dort der Lehrerin den Handschlag verweigert und sich auf ihre Religion berufen.

Das geht nicht, findet nun – nach langem Hin und Her – der Baselbieter Schulrat und macht somit den Handschlag an allen Schulen im Kanton obligatorisch.

Nachdem die Schulleitung der Sekundarschule Therwil zwei Schüler, die ihren Lehrerinnen den Handschlag verweigerten, zu Sozialeinsätzen beorderte, reichten die Eltern der Kinder dagegen Beschwerde ein. Am 14. September wies der Schulrat diese Beschwerde zurück.

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Handschlag an Baselbieter Schulen obligatorisch - wie findest du das?

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  • 64%Gut! Das sind schliesslich unsere Werte und daran hat man sich zu halten.
  • 17%Schlecht! Man sollte nicht gezwungen werden etwas zu schütteln, von dem man nicht weiss, ob es gewaschen ist.

Das Recht der Lehrerinnen, von ihren Schülern den Handschlag einzufordern, welches vorher bereits von der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion Baselland unter der Führung von Monica Gschwind und von der Schulleitung gestützt wurde, ist somit bestätigt worden. Das heisst, dass auch die Disziplinarmassnahmen bestehen bleiben.

Noch ist die zehntägige Beschwerdefrist gegen den Entscheid nicht abgelaufen. Da die nächste Instanz jedoch der Regierungsrat wäre, dürften die Familien hier wenig Erfolg haben. Monica Gschwind zeigte sich erfreut über die Entscheidung des Schulrats: «Ich stütze den Entscheid des Schulrats und ich werde diese Haltung auch in der Gesamtregierung so vertreten».

«Den Lehrpersonen die Hand zu reichen, ist nicht nur ein Gebot des Anstands, es ist tief in unserer Gesellschaft und Kultur verwurzelt», äusserte sie sich weiter. Um in Zukunft Klarheit zu schaffen, will Monica Gschwind eine Anpassung des Baselbieter Bildungsgesetzes. Schulleitungen sollen ähnliche Fälle damit künftig direkt dem Amt für Migration melden können.

«Damit will ich auch politisch durchsetzen, dass an unseren Schulen die hiesigen Gepflogenheiten von allen eingehalten werden, unabhängig von ihrer Herkunft, unabhängig von ihrer Religion, unabhängig von ihrer weltanschaulichen Auffassung», sagte Monica Gschwind dazu. «Heute stehen Tür und Tor weit offen für mannigfaltige Provokationen. Ich will dem ein Ende setzen. Für mich ist klar: Der Handschlag wird durchgesetzt – ohne Wenn und Aber.» (poe/aeg/az)

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600
  • Stefanie16 21.09.2016 17:49
    Highlight Meine lieben Brüder Ibrahim und Amer! Bleibt hart und macht weiter. In etwa einem Jahr ist Gras über die Sache gewachsen und ihr könnt euer Einwanderungsgesuch stellen: Diesem wird dann bestimmt stattgegeben.
    1 4 Melden
    600
  • Spooky 21.09.2016 01:42
    Highlight Ich frage mich, seit wann diese dumme Mode aufgekommen ist, die Lehrer mittels Handschlag grüssen zu müssen. Was glauben diese Lehrer eigentlich, wer sie sind? Die nehmen sich viel zu wichtig. Damals, zu meinen Zeiten, haben wir den Lehrer höchstens dann per Handschlag gegrüsst, nachdem seine Mutter gestorben war.
    2 8 Melden
    600
  • MaxM 20.09.2016 11:26
    Highlight Für die Liebhaber Schweizer Traditionen und (erzwungenen) Begrüssungen zwecks Autoritätsdurchsetzung. Es gibt (mind. als Mythos) noch eine alte Schweizer Tradition. Schlüsselwörter sind "Altdorf" und "Hut".
    8 12 Melden
    600
  • winglet55 20.09.2016 08:41
    Highlight Die Maus gebiert einen Elefanten!
    4 5 Melden
    600
  • Lorent Patron 19.09.2016 23:27
    Highlight Ursache: Schulen stellen unqualifizierte Lehrer ein.

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schulen-stellen-unterqualifizierte-Lehrer-ein/story/27345896

    Folge: Die Lehrpersonen werden nur noch respektiert, weil sie mit unverschämt überzogenen (pädagogisch fragwürdigen) Strafandrohungen den Handschlag erzwingen können.

    Frage: Was wird aus diesen Kindern? Eine verlorene Generation?
    3 14 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.09.2016 02:04
      Highlight typisch Lorent
      Da wird etwas wieder einmal total falsch interpretiert!
      Der Artikel hat mit dem "Handschlag rein gar nichts zu tun.
      8 0 Melden
    • SemperFi 20.09.2016 09:16
      Highlight Sie sollten die Artikel richtig lesen. Es heisst unterqualifizierte Lehrer und nicht unqualifizierte Lehrer. Die ist ein kleiner, aber bedeutender Unterschied. Und wegen eines Handschlags zu befürchten, eine ganze Generation könnte verloren gehen, ist schon etwas theatralisch...

      Ich bin überzeugt, dass die allermeisten Lehrpersonen auch diese Herausforderung mti augenmass bewältigen werden.
      8 0 Melden
    • Lorent Patron 20.09.2016 14:40
      Highlight Nuja, wenn ich einen qualifizierten Lehrer suche, dann ist unterqualifiziert=unqualifiziert.

      Ich teile deine Überzeugung, SemperFi, dass die meisten (auch unterqualifizierten) Lehrkräfte solche Herausforderungen mit Augenmass, mit Menschenverstand und pädagogisch zielführend bewältigen können. Kein einfaches Unterfangen. Im Baselbiet scheint das allerdings nicht zu gelingen. Darunter leidet die Bildung aller Betroffenen. Was wird aus diesen Kindern?
      0 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.09.2016 15:52
      Highlight Lorent
      Wie bösartig von Ihnen, der Lehrerin vorzuwerfen, sie sei unqualifiziert!
      Jetzt nicht den Kopf schütteln! Sie haben genau das mit der Verlinkung dieses Artikels gemacht!
      4 0 Melden
    • Lorent Patron 21.09.2016 02:11
      Highlight Offenbar herrscht LehrerInnenmangel, deshalb stellen Schulen unterqualifizierte LehrerInnen ein. So steht das im verlinkten Artikel.

      Man kann es auch anders interpretieren:

      Akuter Lehrermangel, deshalb müssen andere, ungeeignete Lehrkräfte einspringen, mit der Folge, dass sie alle über kurz oder lang überfordert sind und daher ihrem eigentlichen Bildungsauftrag nicht mehr nachkommen können (und sich stattdessen mit HandschlagZWANG und solcherlei Symptombekämpfungs-Massnahmen behelfen). Zum Leidwesen und auf Kosten der Kinder.
      0 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.09.2016 09:11
      Highlight Immer noch die Unterstellung, dass die Lehrerin nichts taugt??
      Ohne irgendwelche Fakten ist das eine bösartige Verleumdung der Lehrerin.
      1 0 Melden
    • Lorent Patron 21.09.2016 12:29
      Highlight Jussuf: Diese angebliche Unterstellung entspringt deiner Fantasie. Ich habe nichts dergleichen geschrieben oder gemeint. Ich hatte in diesem Fall eher den Eindruck, dass die Lehrkräfte vernünftig und angemessen reagiert haben, aber von übergeordneten Behörden zurechtgewiesen wurden.

      Der Artikel lässt auf Überforderung der Lehrkräfte schliessen. Sie müssen einen Bildungsauftrag erfüllen, aber erhalten nicht die dafür nötigen Mittel. Ergo können sie alles nur noch falsch machen. In diesem Sinne ist die Schule und ihr Umfeld krank.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelbindungstheorie
      0 1 Melden
    600
  • zombie woof 19.09.2016 20:48
    Highlight Grusspflicht=Adolf lässt grüssen!
    5 31 Melden
    • ElendesPack 20.09.2016 10:17
      Highlight Ja, das ist wichtig, Adolf in diese Diskussion einzubringen. Ohne 3. Reich hat keine Diskussion den richtigen Massstab.
      Danke für den klugen Beitrag.
      19 0 Melden
    600
  • Pisti 19.09.2016 20:47
    Highlight Wo ist eigentlich die KESB? Hier wäre es doch sinnvoll wenn man bei dieser Familie genauer hinschaut.
    20 6 Melden
    600
  • koks 19.09.2016 20:27
    Highlight Finde es amüsant, dass ausgerechnet Linke und Feministinnen die jugendlichen Machos verteidigen, die Frauen als minderwärtige Wesen sehen denen sie die Hand nicht geben müssen.

    Hier also mal eine sachliche nüchterne Antwort darauf, mit dieser klaren Regelung.
    28 10 Melden
    • zombie woof 19.09.2016 20:50
      Highlight Es steht nirgendwo geschrieben, dass man jemandem die Hand zum Gruss reichen muss
      7 19 Melden
    • Fabio74 20.09.2016 03:07
      Highlight Amüsant sind Kommentare wie Deiner. Zeigt wie eindimensional rechts aussen gedacht wird .
      Hatte sehr selten und wohl höchstens vor Ferien dem Lehrer die Hand gegeben. Die Kritik richtet sich gegen eine idiotische Handschlagpflicht
      Dies löst kein Problem sondern ist Symbolpolitik at its best.
      13 16 Melden
    600
  • EvilBetty 19.09.2016 19:32
    Highlight Unsinnige Verhaltensmuster durchzwängeln? Kriegen wir bald auch ne Scharia?
    10 18 Melden
    • Digichr 19.09.2016 21:05
      Highlight Und was ist mit dem Pflichtfach Musik. Ich denke mit dem haben unsere «gläubigen Brüder» auch ein Problem. Soll man die auch dispensieren. Klassenlager? Ist jetzt plötzlich nicht mehr so wichtig?
      9 8 Melden
    • EvilBetty 19.09.2016 23:38
      Highlight Nein, denn es heisst Schulpflicht. Da gehört aber Körperkontakt nicht dazu! Schwimmen, Turnen, Musik etc. sind Schulfächer, da gibt es keine Entschuldigung.
      13 4 Melden
    • Lorent Patron 20.09.2016 01:36
      Highlight Schulpflicht verpflichtet Eltern, Staaten und Schulen, das Recht der Kinder auf Bildung zu achten, für Chancengleichheit zu sorgen, und Bildungsinstitutionen gleichberechtigt verfügbar zu machen. Aus Sicht der Kinder wäre es ein Recht. Ohne Pflicht.

      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19983207/index.html#a28

      Da steht, "dass Disziplin in einer Weise gewahrt wird, die der Menschenwürde des Kindes entspricht" (Art. 28.2), "darauf gerichtet, Achtung vor seinen Eltern, seiner kulturellen Identität, seiner Sprache und seinen kulturellen Werten zu vermitteln;" (Art. 29.1.c)
      3 10 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.09.2016 02:10
      Highlight Lorent
      Wenn Sie schon zitieren, dann bitte so, dass nicht ein falscher Eindruck entsteht. Das was Ihnen nicht passt, lassen Sie einfach weg.
      So geht das nicht!
      29.1.c geht so weiter: ..seinen kulturellen Werten, den nationalen Werten des Landes, in dem es lebt, und gegebenenfalls des Landes, aus dem es stammt, sowie vor anderen Kulturen als der eigenen zu vermitteln;

      Es gehören aber alle Artikel dazu - nicht bloss das, was dem Herrn Lorent grade passt.
      16 0 Melden
    • Lorent Patron 20.09.2016 14:02
      Highlight Du darfst auch die ganzen Artikeln 28 und 29 lesen. Ändert nichts.

      Erstens habe ich argumentiert, dass es für Kinder keine Schulpflicht gibt, sondern ein Recht auf Bildung, und dass die Schulen Vorgaben haben, wie sie dieses Recht gewähren sollen. Diese Kinderechte werden mit dem Handschlag-ZWANG missachtet.

      Die Kultur des hiesigen Begrüssungsrituals könnte man in einer halben Lektion durchnehmen, evtl. sogar mit fakultativen, praktischen Übungen.

      Es wird dann einfach etwas peinlich, wenn die Baselbieter Behörden vom Bundesgericht oder gar EGMR an diese Kinderrechte erinnert werden müssen.
      1 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.09.2016 16:10
      Highlight Lorent
      Ihr Argument ist ganz einfach falsch!
      Es gibt eine Schulpflicht. Die können Sie nicht einfach weg argumentieren.
      "Das Begrüssungsritual könnte man als Lektion durchnehmen"???
      Das heisst, Sie kennen nicht einmal die Fakten!
      Die Jungs leben schon sehr lange hier. Die wissen genau, was hier Brauch ist und was nicht.
      Aber das scheint Sie nicht zu kümmern, Hauptsache Sie können dieses Beispiel zur Verbreitung Ihrer Weltanschauung missbrauchen - so wie Sie die Zitate und den Zeitungsartikel missbrauchten.
      1 0 Melden
    • EvilBetty 20.09.2016 16:49
      Highlight Dem Lehrkörper die Hand zu schütteln ist halt nun mal kein Brauch und auch nicht in unserer Kultur verankert. Das gab's bei uns allerhöchstens beim Abschied vor den Ferien oder zur Begrüssung nach den Ferien...
      1 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.09.2016 17:19
      Highlight Bei Ihnen vielleicht.
      Anderswo gibt es andere Gepflogenheiten.

      Das Peinliche an diesem Vorfall ist, dass irgendwelche religiöse Werte vorgeschoben wurden, nur um zu provozieren..
      2 0 Melden
    • Lorent Patron 20.09.2016 18:02
      Highlight Also gut, Rabbi Jussuf, ich entschuldige mich bei den Zitaten und Zeitungsartikeln, soweit ich diese allenfalls missbraucht habe. Aber ich meine, das ist denen völlig egal, wie auch immer ich sie benutze. De Leser vermögen sich schliesslich selbst ihr Urteil zu bilden. So wegen Fakten und so.

      Es ist mag dir vielleicht ungewöhnlich vorkommen, wenn ein Junge seinem Vater nacheifert und sogar noch besser als der Vater werden will. Daran ist aber nichts Schlechtes, und es ist nunmal das gute Recht dieses Jungen, sich so zu entwickeln und zu bilden, wie er es für seine Zukunft richtig findet.
      0 0 Melden
    • Lorent Patron 20.09.2016 18:09
      Highlight Rabbi, es geht hier um Kinder. Deshalb ist eine Schulpflicht, so es sie irgendwo gäbe, nur sekundär. Ebenso wie Schulordnungen etc. Das Wohl der Kinder und deshalb die Kinderrechte müssen stets im Mittelpunkt stehen. Alles andere ist sekundär.

      Ein Begrüssungsritual, das ein Machtgefälle ausdrückt (zB. Kniefall), ist antiquiert und gehört ins Mittelalter. Moderne Begrüssungsrituale finden auf Augenhöhe statt. Respekt ist gegenseitig und nicht mit Macht begründet. So einfach wäre es, lieber Rabbi.

      Fakten: Weder Begrüssung noch die Respektbekundung werden verweigert. Nur der Machtmissbrauch.
      0 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.09.2016 21:44
      Highlight Lorent
      "Begrüssungsrituale finden auf Augenhöhe statt. Respekt ist gegenseitig und nicht mit Macht begründet."
      Richtig! Und genau das sollen diese Jungs lernen!
      Denn mit ihrer Verweigerung stellen sie sich über die Gepflogenheiten und verlangen, dass die hiesige Gesellschaft ihr Frauenbild annehmen soll. Das gehört ins Mittelalter und damit nicht an unsere Schulen oder unsere Gesellschaft.

      Machtmissbrauch ist in diesem Fall nur auf Seiten der Muslime auszumachen, die sich mit ihrer Provokation in eine Opferrolle begeben um damit irgendwelche Privilegien zu ergattern, die ihnen nicht zustehen.
      2 0 Melden
    • Lorent Patron 20.09.2016 22:51
      Highlight Rabbi: Ihr Frauenbild unterscheidet sich kaum vom unsrigen. Frauen und Männer sind auch im Islam gleichwertig. Ich meine aber, auf dieser Ebene liesse sich die Verweigerung des Handschlags durchaus diskutieren. Sogar mit wertvollem pädagogischem Inhalt. Etwa so:

      Die Jungs verweigern nicht den Handschlag, weil sie Frauen diskriminieren wollen, sondern weil sie Frauen respektieren wollen.

      Was bedeutet das für Schwule? Sollen sie den Handschlag vor Lehrern verweigern? Oder schwule Lehrer ihre Schüler nicht mehr drücken, weil das ein Schüler etwas schwul findet und das nicht will? Was wenn?
      0 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.09.2016 00:11
      Highlight Lorent
      "Die Jungs verweigern nicht den Handschlag, weil sie Frauen diskriminieren wollen, sondern weil sie Frauen respektieren wollen."
      Du weisst aber schon, dass das Quatsch ist? Wenn die Jungs Respekt hätten, würden sie sich den Gebräuchen anpassen - ohne Diskussion, schon gar nicht mit der lächerlichen religiösen Begründung.

      Die Verweigerung lässt sich nicht diskutieren. Es gibt da keine Verhandlungen.
      2 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.09.2016 00:22
      Highlight "Rabbi: Ihr Frauenbild unterscheidet sich kaum vom unsrigen."
      Aber wie sich das unterscheidet! Das sieht man ja schon an dieser lächerlichen Posse, die die Muslime da vom Zaun gerissen hatten.

      Entweder hast du vom Islam keine Ahnung, oder von der westlichen Kultur - wahrscheinlich aber von beidem nicht.
      1 0 Melden
    • Lorent Patron 21.09.2016 01:10
      Highlight Mir scheint dein Niveau respektlos und eines Rabbis unwürdig, Jussuf.
      0 1 Melden
    600
  • Jonas Vetsch 19.09.2016 18:50
    Highlight Da hätte man vielleicht besser das offene Gespräch gesucht anstelle von Verhandlungen und der jetzigen Regelung, finde ich auch, Raider.

    Die Umgfrage von Watson in diesem Artikel ist finde ich schlecht gemacht. Mit den angebotenen Auswahlmöglichkeiten kommen doch weder vernünftige noch wertvolle Resultate zusammen. Wie seid ihr auf solche genau diese drei Antworten gekommen? Ihr enttäuscht mich, geschätztes watson-Team!
    7 9 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.09.2016 00:17
      Highlight Das Gespräch wurde gesucht, zu lange, anstatt schnell klar zu machen, wie es in der Schule zu laufen hat.

      Die Umfrage ist Mist. Da bin ich einverstanden.
      1 0 Melden
    600
  • MaxM 19.09.2016 18:43
    Highlight In unserer (modernen) Kultur ist auch der Grundsatz verwurzelt, dass man sich Respekt nicht mit Gewalt verschafft. Dies scheinen die Behörden zu vergessen.
    Für mich wäre es übrigens jetzt ein Grund, so einer Person, die sich den Respiekt mit Hilfe von staatlich angeordneten Sanktionen zu verschaffen versucht, meine Hand nicht zu geben. Genau um zu zeigen, dass sie in so einem Fall auch keinn Respekt verdient.
    10 12 Melden
    600
  • Mitz en place 19.09.2016 18:11
    Highlight Gibt es eigentlich eine Studie, welche zeigt, dass ein "Handschlag" den Lernerfolg der SuS fördert?
    6 9 Melden
    600
  • lilie 19.09.2016 17:16
    Highlight Irgendwie schräg. Ich hab nie einem Lehrer die Hand geschüttelt.

    Der einzige, dem ich die Hand schütteln musste, war der Pfarrer in der Kirche.
    15 40 Melden
    • Hierundjetzt 19.09.2016 20:10
      Highlight Aber beim Vorstellungsgespräch tun sies.

      Warum wohl...?
      17 3 Melden
    • lilie 19.09.2016 21:03
      Highlight @Hierundjetzt: Also, ich hab mich als Kind nie vorstellen gehen müssen!

      Heute gebe ich immer brav die Hand, wie das Schweizer eben so tun.

      Und das, obwohl ich vorher noch nie einem Lehrer die Hand geben musste! 😱
      9 5 Melden
    • Hierundjetzt 19.09.2016 23:40
      Highlight NEIN! 😂👌🏼
      1 4 Melden
    600
  • Raider 19.09.2016 17:02
    Highlight Na super ! Wieder ein absolut sinnloser Beitrag zum Verständnis zwischen den Völkern. Statt sich darüber vernünftig zu unterhalten, wird einfach mal eine sinnlose Vorschrift gemacht.
    Vielleicht hätte man ja auch eine andere Lösung finden können. Zum Beispiel "Hand auf´s Herz" zur Begrüßung. Das ist eine - finde ich - sehr schöne Alternative. Und es wäre beiden damit geholfen. Aber nein, man muss ja alles reglementieren. Genau so sinnlos wie das Burka-Verbot in Deutschland, bei dem es nicht einmal um eine Burka geht. Haben wir keine größenren Probleme?
    22 52 Melden
    • Hirnwinde 19.09.2016 18:42
      Highlight Eine neue Begrüssungsgeste widerspricht direkt unsere Sitte und jahrtausendealter Kultur. Damit ist niemandem geholfen.
      5 11 Melden
    • Nevermind 19.09.2016 18:45
      Highlight Frau sein gleich wie Mann hier bei uns. Wenn du also geben Mann Hand zur Begrüssung, dann auch geben Frau Hand.

      Nix schwierig zu verstehen.
      16 8 Melden
    • neewa 19.09.2016 18:46
      Highlight Ich finde, alles hat Grenzen. Das ist eine Äusserung von Respekt welche in unserer Kultur (ja wir haben auch eine und die darf ebenfalls mal Respekt einfordern) fest verankert ist. Einer Lehrerin aufgrund ihres Geschlechtes nicht die Hand zu geben, passt ebenfalls nicht in unsere Kultur, da die Frau bei uns (grösstenteils) gleichberechtigt ist. Also mir reichts mit dieser unreflektierten pseudo Political Correctness langsam..
      20 2 Melden
    • Tobias K. 19.09.2016 20:06
      Highlight Raider: Im Grunde genommen hast du nicht unrecht. Die beiden Jungs und deren Familien scheinen jedoch nur die islamische Gesetzgebung zu kennen. Kompromissbereitschaft gleich Null. Oder warum kommen die Eltern mit Vertretern des IZRS an Elterngespräche?
      15 1 Melden
    • Lorent Patron 19.09.2016 20:07
      Highlight Ich meine, die deutlich zunehmende Tendenz zu Intoleranz und zu völkisch motivierten Stammesritualen ist schon eher ein gröberes und ernst zu nehmendes Problem. Denn wir sollten nicht vergessen: Auch der Hitlergruss war einmal ein obligatorisches Begrüssungsritual.

      http://www.rudolfbeger.com/kopfsteinchen_francais.php
      7 13 Melden
    • Cerulean 19.09.2016 20:52
      Highlight Ich renne auch nicht in Japan rum (wo man Körperkontakt tunlichst vermeidet) und schüttle jedem die Hand. Genausowenig wie ich in arabischen Ländern Frauen zwingen würde, mir die Hand zu schütteln. Das nennt sich Anpassung an die und Respekt vor der örtlichen Kultur. Das kann man umgekehrt auch hier erwarten.
      12 2 Melden
    • Tobias K. 20.09.2016 00:14
      Highlight Lorent: Ich verstehe deine Argumentation einfach nicht. Ein Händedrücken gegenüber einer Lehrerin ist nicht zu vergleichen mit dem Hitlergruss.
      9 2 Melden
    • Lorent Patron 20.09.2016 02:15
      Highlight Tobias: Es geht nicht um Händedrücken sondern um einen HandschlagZWANG, um eine pure Machtdemonstration, nur um wie kleine Kinder verloren gegangenen Respekt zurück zu erzwingen. Offenbar kriegen das diese Lehrkräfte mit rationalen Argumenten oder auch nur etwas Selbstkritik nicht mehr selber auf die Reihe.

      Der HandschlagZWANG zum Zeichen der Unterwerfung ist durchaus vergleichbar dem HitlergrussZWANG, oder dem Gessler-Hut-GrussZWANG aus der Legende von Willhelm Tell. UnterwerfungsZWANG. Wehret den Anfängen!
      5 13 Melden
    • Nevermind 20.09.2016 07:39
      Highlight Da war wohl jemand schon länger nicht mehr in der Schule.
      Die Klassenstrukturen haben sich ein wenig geändert. Manche Eltern unterstützen die Schule nicht mehr und geben die Erziehung an den Staat ab. Da hilft ein Händedruck vielleicht ein kleines bisschen, damit die Schüler die Lehrperson noch ein wenig spüren.

      Ich sag dann meinen Kindern, dass sie einem (vermeintlich) homosexuellen Lehrer die Hand nicht geben müssen. Passt auch? Oder?
      7 3 Melden
    • Tobias K. 20.09.2016 08:58
      Highlight Lorent: Sorry diese Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Ich finde, dass man den Hintergrund dieser Geschichte beleuchten muss. Diese Jungs weigern sich ja, weil es der, weiss der Kuckuck wie interpretierte, Koran verbietet. Da hört bei mir das Verständnis einfach auf. Dass man solche Possen noch schützen will verstehe ich doppelt nicht. Möglich, dass das in deren Heimat so gelebt wird, aber wir sind hier weder in Saudi-Arabien noch sonst in einem sunnitisch geprägten Staat. Ein bisschen Anpassung wäre schon angebracht.
      6 1 Melden
    • ElendesPack 20.09.2016 10:24
      Highlight Lorent, das mit dem Zwang ist eine grosse Erkenntnis, die nahezu atemberaubend ist. Zur Information: Kulturen stehen immer im Wettbewerb miteinander, wenn sie in gegenseitige Berührung kommen und das Durchsetzen von abweichenden Werten erfolgt immer unter Zwang, sei es gesetzlicher oder sozialer Zwang. Letztlich beruhen auch Dinge, die wir alle akzeptieren auf direktem oder indirekten Zwang. Oder können Sie Steuern bezahlen wie Sie gerade Lust haben? Autofahren in beliebiger Geschwindigkeit? ÖV gratis nutzen? Ihren Chef beschimpfen? Leute auf der Strasse beleidigen?
      Nein? Warum wohl nicht?
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    • SemperFi 20.09.2016 13:46
      Highlight Das Problem ist ähnlich gelagert wie das der Edelweisshemden in Gossau. Ein innerschulisches Disziplinarproblem wird an die Öffentlichkeit gezerrt (wo es definitiv nicht hingehört), dort wird es dann von den Medien und gewissen Kommentaroren zum nationalen Problem hoch stilisiert. Es endet dann üblicherweise damit, das eine Partei zur Rettung des christlichen Abendlandes einen Verfassungsartikel fordert. Das ist Pflästerlipolitik. Werte wie Toleranz und Respekt müssen vorgelebt werden, bevor sie eingefordert werden können.
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    • SemperFi 20.09.2016 14:39
      Highlight @ElendesPack: Ein lustiges Weltbild haben Sie sich da angeeignet. Werte mit Zwang "anordnen", Respekt befehlen, Integration verordnen? Genau so kann es eben nicht funktionieren. Werte vermittelt man unter anderem durch das Vorleben, durch Motivieren und mit viel Geduld. Und ja, am Ende gibt es Leute die Ihre/unsere Werte nicht teilen. Damit müssen wir auch umgehen.
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    • Lorent Patron 20.09.2016 14:56
      Highlight ElendesPack: wenn du davon ausgehst, dass "letztlich auch Dinge, die wir alle akzeptieren auf direktem oder indirekten Zwang beruhen", dann müssen wir gar nicht mehr über Zwang reden.

      In einer pluralistischen und offenen Gesellschaft leben Kulturen friedlich nebeneinander. Keine Kultur erhebt sich über andere, weil sie glaubt, besser zu sein.

      Es gibt auch kulturelle Gemeinsamkeiten. Hier zB. wird die Begrüssung an sich nicht in Frage gestellt. Nur das Begrüssungsritual. Hand auf's Herz, benutzen wir doch als hiesige Redewendung. Warum also nicht auch als gemeinsames Begrüssungsritual?
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    • Lorent Patron 20.09.2016 15:01
      Highlight Ganz abgesehen davon zeichnet sich die Stärke einer offenen und pluralistischen Gesellschaft durch ihre kulturelle Vielfalt aus. Kulturell einfältige Gesellschaften sind meistens nicht offen, geschweige denn pluralistisch. Monokulturen sind dem Untergang geweiht. Kulturelle Diversität wäre für das Überleben unserer offenen Gesellschaft existenziell.
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    • ElendesPack 20.09.2016 15:08
      Highlight Ich finde Eure Weltbilder ehrlich gesagt auch lustig. Es macht relativ wenig Sinn, eine Diskussion über die Funktionsweisen von Gesellschaften und Kulturen zu führen, wenn alleine schon die Grundlagen wie sozialer und gesetzlicher Zwang nicht begriffen werden und dies muss ich hier leider unterstellen.
      Quizfrage an dieser Stelle: Weshalb sind Polizisten bewaffnet und Gefängnisse mit Gittern gesichert?
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    • Lorent Patron 20.09.2016 15:25
      Highlight Es macht einen Unterschied, ElendesPack, ob ich einen gemeinsamen Wert (mehr oder weniger) freiwillig gutheisse und zustimme, oder ob mir dieser (angeblich) gemeinsame Wert aufgezwungen wird.

      Die richtige Quizfrage lautet (denn es geht hier um Kinder und ihre Bildung):

      Kann man mittels Zwang Freiheit lehren?

      Oder wenn schon billige Fragen, dann:

      Warum sind in diktatorischen Gesellschaften mit Einheitskultur die Polizisten noch schwerer bewaffnet, die Gefängnisse noch besser gesichert, und auch völlig überfüllt? Warum? Erklär mir bitte die Funktionsweise dieser Gesellschaften/Kulturen!
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    • ElendesPack 20.09.2016 23:07
      Highlight Patron: Jede Kultur, jede Gesellschaft, jeder Konsens und deren Durchsetzungen beruhen letztendlich auf Zwang. Sonst bräuchten wir weder Gerichte noch Polizei noch Friedensrichter noch Betreibungsämter oder dergleichen mehr. Der Zwang ist reglementiert, abgestuft, human gestaltet, aber Gesellschaften können ohne Zwang nicht bestehen.
      Das hat nichts mit totalitären Kulturen zu tun und ich muss Dir diese auch nicht erklären. Aber der Gesellschaftsvertrag kann nur bestehen, wenn im Hintergrund Zwangsmittel dräuen. Das ist Staatskunde auf Basisebene.
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    • ElendesPack 20.09.2016 23:09
      Highlight Und ob man mittels Zwang Freiheit lehren kann: Ja. Man kann. Und ja, man muss punktuell sogar. Die Gesellschaftsordnung, die man sich wünscht, die muss man letztlich mit Zwangsmitteln durchsetzen, wenn sonst nichts hilft. Das war immer so, ist so und wird immer so bleiben. Eine Konstante der Menschheitsgeschichte, egal, was für possierliche Namen und Begriffe man dafür erfindet.
      1 0 Melden
    • Lorent Patron 20.09.2016 23:53
      Highlight Okay.... Staatskunde auf Basisebene. Tönt absolut kompetent, ElendesPack. Mehr aber nicht.

      Nun hier mal Staatskunde für Eltern und Kindern zu einem Gesellschafts-/Familienvertrag:

      1. Es gibt Regeln, die eingehalten werden müssen, sonst drohen Konsequenzen.

      2. Es gelten nur Regeln, die gemeinsam (!) ausgehandelt (!) werden. Alles andere ist Dikatur und läuft nicht unter "Vertrag" sondern Betrug.

      3. Auch die drohenden Konsequenzen bei Regelverstössen müssen gemeinsam (!) ausgehandelt (!) werden.

      4. Verbote gemäss 1 bis 3 gelten. Alles andere ist erlaubt und nennt sich Freiheit.
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    • Lorent Patron 20.09.2016 23:56
      Highlight und apropos Staatskunde und Gesellschaftsvertrag, ElendesPack. Da besteht offenbar noch Lernbedarf.

      Lies doch einmal die Kinderrechtskonvention, Artikel 28 und 29. Das ist ein wichtiger Teil der Vereinbarungen, die du als Gesellschaftsvertrag bezeichnest.

      Jeder Vertrag besteht aus Rechten und Pflichten, und zwar für beide Seiten. Hier in diesem Fall scheinen die Behörden aber ihre Verpflichtungen grob zu vernachlässigen. Und zwar auf Kosten von Kindern und ihren Rechten. Vertragsbruch!

      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19983207/index.html#a28
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    • ElendesPack 21.09.2016 10:35
      Highlight Patron: Gut, so kann man miteinander reden. Ich revidiere hiermit auch offiziell meine Aussage, dass bei Ihnen keine Grundkenntnisse vorhanden sind.
      Es ist aber ein Irrtum, dass Grundregeln immer wieder von Neuem gemeinsam ausgehandelt werden können oder müssen. Das funktioniert nur auf individueller Beziehungsebene. Im gesellschaftlichen Rahmen gibt es notwendigerweise immer eine vorgegebene Basis, sozusagen eine Matrix auf deren Ebene man sich bewegt und aufgrund derer allenfalls Neuerungen besprochen oder ausgehandelt werden können.
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    • ElendesPack 21.09.2016 10:40
      Highlight Was die KRK betrifft: Schön und gut, aber es gibt keine Rechte ohne Pflichten.
      Im Kanton Baselland gibt es das dort geltende Bildungsgesetz und dort gibt es den Paragraphen 64, Absatz d, wo klar von der Pflicht gesprochen wird, dass die Schüler die Weisungen der Lehrpersonen zu befolgen haben.
      Des Weiteren weist Paragraph 69 darauf hin, dass die Erziehungsberechtigten mit den Lehrpersonen zusammenzuarbeiten haben und ihre Sprösslinge dazu anhuhalten haben, Regeln und Weisungen der Schule zu befolgen.
      Was zurück zu der Schlussfolgerungen führt, dass eine Gesellschaft kein Ponyhof ist.
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    • Lorent Patron 21.09.2016 12:12
      Highlight Okay, du sprichst von einer "vorgegebenen Basis, eine Matrix auf deren Ebene man sich bewegt". Das heisst konkret:

      1. Es geht um Kinder: Das Wohl und die Interessen der Kinder müssen im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen. Daher steht die KRK und unsere Verfassung weit über lokalen Weisungen.

      2. Gültige Weisungen müssen eingehalten werden, aber rechtswidrige Weisungen sind nicht gültig. Angefochtende Weisungen sind i.d.R. erst nach richterlicher Beurteilung gültig. Basis: Rechtliches Gehör.

      In dieser Matrix sind die Weisungen der Baselbieter Behörden zu beurteilen und neu zu verhandeln.
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    • ElendesPack 21.09.2016 12:43
      Highlight Was ist an der Mitwirkungspflicht in der Baselbieter Weisung denn genau Rechtswidrig. Wenn das Kindeswohl über allem steht, dann muss man doch auch zum objektiven Schluss kommen, dass es dem Kindeswohl nur dienlich sein kann, wenn es sich in eine vorgegebene Matrix einfügen kann.
      Was schadet am Händeschütteln dem Kindeswohl?
      Ansonsten ist Ihre Argumentation sehr sauber und nachvollziehbar.
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    • Lorent Patron 21.09.2016 13:23
      Highlight Vielleicht noch,
      3. Basis Verhältnismässigkeit: Behördliche Massnahmen müssen die mildeste Form haben, um den Zweck erfüllen.

      Fakten:

      1. Die Jungs verweigern weder die Begrüssung noch die gegenseitige Respektbekundung auf Augenhöhe. Sie verweigern nur den Handschlag. Aus religiösen Gründen.

      2. Die Lehrkräfte stören sich weniger an der Verweigerung jeglicher Berührung oder an der Religion als vielmehr an der Ungleichbehandlung von Lehrern und Lehrerinnen. Ein anderes Thema.

      3. Die Notlösung (weder Lehrer noch Lehrerin berühren) wurde akzeptiert, hat sich aber nicht bewährt.

      Daraus folgt:
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    • Lorent Patron 21.09.2016 13:30
      Highlight Die Lehrkräfte, Schüler und Eltern sind sich einig, dass das Begrüssungsritual mit gegenseitiger Respektbekundung (auf Augenhöhe) zur Erfüllung des Bildungsauftrags notwendig sind.

      Die Lehrkräfte tolerieren die religiösen Motive und Gebote der Schüler, solange diese nicht zur Ungleichbehandlung von Mann und Frau führen.

      Ich gehe davon aus, dass weder Schüler noch Eltern die Gleichwertigkeit von Mann und Frau bestreiten, weil das auch im Islam so vorgegeben ist. Auf dieser Basis liesse sich diskutieren.

      Aber Gleichwertigkeit durch Verletzung religiöser Gebote durchzusetzen, geht nicht.
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    • Lorent Patron 21.09.2016 13:38
      Highlight Weil das verstösst gegen das Gebot der Verhältnismässigkeit, an das sich die Behörden tunlichst zu halten hätten.

      Zudem steht in der KRK Art. 28.2 klar und deutlich, wie weit Massnahmen gehen dürfen, die die Disziplin in der Schule sicherstellen.

      Die Massnahmen der baselbieter Behörden gehen erheblich weiter, als es ihr die KRK erlauben würde. In diesem Sinne überschreiten die Behörden ihre Kompetenzen zur rechtswidrigen Durchsetzung gesetzlich nicht vorgesehener (willkürlicher) Ansprüche und ihren eigenen Ideologien.
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    • ElendesPack 21.09.2016 14:43
      Highlight Patron: Ich kann Ihren Gedankengängen folgen und sachlich zustimmen. Meine persönliche Meinung hierzu ist eine andere, hat aber, wenn wir die Diskussion auf reiner Sachebene führen (was ich sehr begrüsse) absolut nichts verloren und ist vor allem in keiner Weise massgebend.
      Von dem her: Patron vs. Pack --> 1:0
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  • botrytis cinerea 19.09.2016 17:00
    Highlight Dürfen auch Schüler vom Lehrpersonal das Händeschütteln einfordern? Achje...

    Ich persönlich will übrigens nicht jedem die Hand geben - dahinter steckt aber kein Islamismus, sondern nur der ganz banale Spiessbürger in mir:)
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  • Rabbi Jussuf 19.09.2016 16:59
    Highlight Recht so!
    Man kann schon sagen, es handle sich hier um Bagatellen. Stimmt.
    Aber warum schütteln dann einige Muslime Frauen nicht die Hand? Es wäre doch nur eine Bagatelle und nur eine Form der Höflichkeit.
    Das sagte sogar Khola Maryam Hübsch kürzlich in einer Talkshow. Sie meinte natürlich, dass es für alle anderen eine Bagatelle sei.
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    • Fabio74 19.09.2016 20:17
      Highlight Naja halt Wohlstandsverwahrlosung in diesem Land. Wenn eine Dorfposse skandalisiert wird, haben wir wirklich keine Probleme mehr im Land.
      Denke hatte meinen Lehrern äusserst selten die Hand gegeben
      5 7 Melden
    • Lorent Patron 19.09.2016 20:24
      Highlight Katzen und Hunde beschnuppern gegenseitig ihre Ärsche.

      Eine Bagatelle? Ich finde das unkultiviert. Es ist doch einfach nur primitiv und unappetitlich. Tierischer Instinkt.

      Wissenschaftler des Weizmann-Instituts in Israel fanden heraus, dass wir beim Handschlag das Gegenüber beschnuppern. Die Forscher stellten fest, dass wir die rechte Hand nach dem Schütteln vermehrt zu unserem Gesicht und zur Nase führen. «Es ist bekannt, dass wir Düfte ausströmen, welche das Verhalten und die Wahrnehmung anderer beeinflussen», sagte der Neurobiologe Noam Sobel.

      https://elifesciences.org/content/4/e05154
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  • trio 19.09.2016 16:44
    Highlight Also ich weiss ja nicht, aber ich kann mich nicht daran weather, jemals einer Lehrperson die Hand gegeben zu haben.
    10 27 Melden
    • gianny1 19.09.2016 18:01
      Highlight Es geht nicht darum... diese Jungs wollen der Lehrerin nicht die Hand geben weil sie eine Frau ist! Einem Lehrer geben sie die Hand!
      9 1 Melden
    • trio 19.09.2016 19:11
      Highlight erinnern sollte das sein 😑
      1 6 Melden
    • trio 19.09.2016 20:52
      Highlight Ja verstehe ich. Ich finde es nur befremdlich, dass man sich auf Tradition beruft. Oder ist das in Basel gang und gäb?
      2 7 Melden
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  • Madison Pierce 19.09.2016 16:43
    Highlight Traurig, dass sich der Schulrat um solche Sachen kümmern muss. Zu meiner Zeit hat noch gegolten, was der Lehrer gesagt hat. Bei einem Lehrer durften die Mädchen keine bauchfreien Shirts anziehen. Das haben wir und auch unsere Eltern bescheuert gefunden, aber niemandem wäre in den Sinn gekommen, bei einer höheren Instanz zu reklamieren deswegen.
    35 0 Melden
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  • Hinkypunk 19.09.2016 16:39
    Highlight Und kurz vor dem Handschlag wird die Hand mit "Eau de Saque" parfümiert. ;)
    7 20 Melden
    • Hirnwinde 19.09.2016 18:44
      Highlight Achrung, das könnte ihr gefallen!
      0 7 Melden
    600
  • panaap 19.09.2016 16:39
    Highlight Beim letzten Mal als in der Schweiz es ein Grusszwang gab ging die Geschichte ja heiter weiter. #WilliTell #GrüssdenHut 🏹🍎
    38 55 Melden
    • Roaming212 19.09.2016 17:09
      Highlight Stellen Sie ernsthaft den Hut auf die gleiche Stufe wie eine weibliche Lehrperson?
      33 4 Melden
    • panaap 19.09.2016 17:42
      Highlight ...und wenn es ein weiblicher Hut ist? Eine Mütze zumbeispiel? 😘
      6 27 Melden
    • KingKong1990 19.09.2016 19:42
      Highlight Die Mütze, der Hut, eine Kappe, der Helm, die Kopfbedeckung, die Kaputze, ein Turban. Bilden Sie weitere Beispiele😝
      2 2 Melden
    • Lorent Patron 19.09.2016 22:19
      Highlight Genau das ist das Problem, Roaming212. Es geht hier aber nicht um weibliche Lehrpersonen, sondern nur um Respektspersonen, bzw. dass Leute Macht über andere ausüben, um Respekt zu fordern.

      Bei unsern germanischen Vorfahren war es Sitte, zur Begrüssung ehrerbietende Kniefälle zu machen. Insbesondere bei der Begegnung mit Respektspersonen. In diese langjährige Tradition fällt auch die Legende von Gesslers Hut.

      So gesehen verdienen die die baselbieter Lehrkräfte durch ihren Handschlag-Zwang kein bisschen mehr Respekt als dieser Hut von Gessler. Im Gegenteil, sie untergraben ihre Autorität.
      2 7 Melden
    600
  • Edel Weiss 19.09.2016 16:27
    Highlight ...und damit ist die drohende Islamisierung offiziell weniger gefährlich als die Schweinegrippe
    21 71 Melden
    • Roaming212 19.09.2016 16:56
      Highlight Ja weil die Hand geben ja instant Schweinegrippe überträgt. Ausserdem wird man gleich auch noch mit der Vogelgrippe, Affengrippe und explosivem Durchfall angesteckt.
      28 4 Melden
    600
  • Pieter 19.09.2016 16:27
    Highlight Werde ich jetzt auch angezeigt wenn ich jemanden nicht die Hand gebe, ist immerhin noch meine Hand und darüber bestimme immer noch ich.
    😀😀😀
    24 88 Melden
    • axantas 19.09.2016 17:41
      Highlight es geht um einfache Regeln in der Schule. Was du privat machst, ist deine Entscheidung.

      ich finde die ganze pubertäre Quängelei da immer noch ein jämmerliches Schmierentheater. Und ein ganzes Land beschäftigt sich mit diesen zwei Gören.
      41 4 Melden
    600
  • Lowend 19.09.2016 16:24
    Highlight Der rechte Kampf gegen den Islam erfordert den Zwang zum Handschlag, wenn ich diese Posse richtig verstehe?
    Rechte Menschen haben offenbar streng festgelegte Grussformen sehr gerne.
    26 95 Melden
    • gianny1 19.09.2016 16:42
      Highlight Bei rechte Menschen ist die Frau eben gleichberechtigt wie der Mann ! Das scheinen linke Menschen nicht mehr für nötig zu halten!
      76 30 Melden
    • TheMan 19.09.2016 17:03
      Highlight Also ist diese Lehrerin eine SVP-Wählerin? Nur weil Sie einen Handschlag oder Händeschütteln will? Die Lehrerin ist eine Autoritätsperson. Man Folgt Ihr, sonst gibt halt Sanktionen.
      25 8 Melden
    • dääd 19.09.2016 17:24
      Highlight Auch bei den Löhnen?
      11 14 Melden
    • Sapere Aude 19.09.2016 18:26
      Highlight Die Posse um den Handschlag zeigt nur, dass es eben gerade nicht um Respekt und gegenseitigen Anstand geht, sondern um das durchdrücken von Weltbildern. Respekt lässt sich nicht erzwingen sondern entsteht im gegenseitigen Dialog. Mit solchen neuen Gesetzen und Regeln gewinnen am Ende nur die Fundamentalisten beider Seiten.
      8 7 Melden
    • ElendesPack 19.09.2016 18:53
      Highlight dääd: Lehrerinnen haben genau die gleichen Löhne wie Lehrer. Und wer seine Lehrerin nicht als Autorität respektiert, hat in ihrem Klassenzimmer nichts verloren.
      11 1 Melden
    • Fabio74 19.09.2016 20:20
      Highlight @gianny:Danke für den Lacher. Ausgerechnet die Rechten, die Frauenstimmrecht und Vergewaltigung in der Ehe als Straftat bekämpft haben. Die Abtreibungen verhindern wollen und die Frau am Herd sehen wollen, sehen die Frau als gleichwertig .
      10 8 Melden
    • dääd 19.09.2016 21:14
      Highlight @ElendesPack: Da haben Sie natürlich doppelt recht. Mein Kommentar bezieht sich auf "rechte" und "linke" Menschen und Gleichberechtigung von gianny1. Meines Wissens waren bis jetzt die Lohnunterschiede von ca. 19% zwischen Mann und Frau nicht unbedingt ein Kernthema der Rechten. Aber vielleicht ändert sich das ja jetzt.
      9 2 Melden
    • Qui-Gon 20.09.2016 08:56
      Highlight Sapere Aude 19.09.2016 18:26
      Da steht es. Bitte Highlighten.
      3 0 Melden
    600
  • Wake-Up 19.09.2016 16:13
    Highlight Wetten, dass die Sache damit noch nicht gegessen ist...
    61 2 Melden
    600
  • Nightghost 19.09.2016 16:13
    Highlight Völlig ok
    89 8 Melden
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  • Kurt Bucher 19.09.2016 16:10
    Highlight Das ist gut so!
    89 10 Melden
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  • New Ling 19.09.2016 16:10
    Highlight 👍 endlich mal eine klare haltung - es geht mir langsam aber sicher sowas von auf den sack, dass man alles hinter der religion versteckt!!! Wo bleibt eigentlich der respekt unserer kultur gegenüber!!! 👍👍👍 gratuliere!
    111 12 Melden
    • Trader 19.09.2016 17:00
      Highlight Sehr treffend formuliert - stimme 100% mit Ihnen überein.
      23 3 Melden
    • Gantii 19.09.2016 17:26
      Highlight welche kultur?
      8 28 Melden
    • Gantii 19.09.2016 17:28
      Highlight wo bleibt der respekt genüber den satzzeichen? man sollte doch wissen dass diese keine rudeltiere sind.

      das hat tradition und kultur imfall!!1!1!einself!!!
      16 23 Melden
    • EvilBetty 19.09.2016 19:36
      Highlight Respekt gegenüber Gross- und Kleinschreibung? 😂
      8 4 Melden
    600
  • Roaming212 19.09.2016 16:08
    Highlight *laughs in swiss*
    20 9 Melden
    • EvilBetty 19.09.2016 19:37
      Highlight *cries in spanish*
      0 2 Melden
    600

Junge Menschen «sind eine leichte Beute» – Basel schafft jetzt eine Extremisten-Anlaufstelle 

Im Spätherbst richtet der Kanton eine Helpline für Lehrer und Eltern radikalisierter Jugendlicher ein.

Basel-Stadt verfügt bereits jetzt über eine Ansprechstelle bezüglich religiöser Radikalisierung von Jugendlichen. Sie ist dem Präsidialdepartement angegliedert und wird von Lilo Roost Vischer, Koordinatorin für Religionsfragen, geleitet. Doch diese Zuständigkeit sei eher informell gewachsen und soll nun auf rechtlich solide Beine gestellt werden, heisst es auf Anfrage. Und weil es sich bei radikalisierten Jugendlichen um ein vielschichtiges Problem handle, werde die Anlaufstelle …

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