Basel
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Basler Sexualkundeunterricht verletzt keine Grundrechte

18.01.18, 11:25 18.01.18, 11:46


ARICH - Buecher aus der

Bild: KEYSTONE

Mit der nicht gewährten Befreiung vom Sexualkundeunterricht im Kindergarten und in den Primarschulklassen im Kanton Basel-Stadt haben die Schweizer Behörden die Grundrechte einer Familie nicht verletzt. Dies hat der EGMR entschieden.

Die an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg gelangte Familie hatte 2011 für ihre damals siebenjährige Tochter eine Dispensation vom Sexualkundeunterricht bis zur zweiten Primarschulklasse beantragt.

Alle Instanzen stützten jedoch den Entscheid der Schule, dass keine Befreiung von diesem Teil des Unterrichts gewährt werden müsse. Auch EGMR kommt in seinem am Donnerstag publizierten Urteil zum gleichen Schluss. Das Gericht trat teilweise auf die Beschwerde nicht ein.

Der EGMR hält in der Begründung fest, es sei eines der Ziele der Sexualkunde, die Kinder vor sexuellen Übergriffen und Missbrauch zu schützen. Dabei handle es sich um eine reale Gefahr. Der Gerichtshof unterstreicht, ein wichtiger Bestandteil der Schulerziehung bestehe darin, die Kinder auf die Realitäten der Gesellschaft vorzubereiten.

Insofern werde mit dem im Kanton Basel-Stadt angebotenen Sexualkundeunterricht ein legitimes Ziel verfolgt. (Urteil 22338/15 vom 18.01.2018) (sda)

Hilfe gegen sexuelle Übergriffe in Klubs

Video: srf

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mogad 18.01.2018 16:04
    Highlight Frage mich, wie die Frau, die jetzt bis zum EGMR stürmen ging schwanger wurde? Etwas über das Eternetkabel? Wie kann man die eigene Natur nur so verleugnen?
    38 6 Melden
  • DonPedro 18.01.2018 13:37
    Highlight Würde der Strassburger Gerichtshof auch so souverän entscheiden, wenn Eltern, die an kreationistische Schöpfungsideen glauben, sich weigern würden, ihre Kinder im Biologieunterricht mit der Evolutionslehre zu konfrontieren?
    10 57 Melden
    • The oder ich 18.01.2018 14:17
      Highlight ja, wir sind hier nicht in gewissen US-amerikanischen Bundesstaaten.

      Warum fragst Du das?
      76 3 Melden
    • Fichtenknick 18.01.2018 15:24
      Highlight Ja, weil die religiösen Ansichten der Eltern die Schule nicht zu interessieren brauchen.
      48 2 Melden
    • Fabio74 18.01.2018 16:03
      Highlight Ja. Weil die Religion in der Schule eines säkularen Staates nichts zu suchen hat
      39 5 Melden
  • Linus Luchs 18.01.2018 12:06
    Highlight Mein Applaus für den EGMR!
    89 12 Melden
  • derEchteElch 18.01.2018 11:32
    Highlight Woher kommt diese Familie? Die ihre Tochter vom Unterricht dispensieren lassen wollte? Ist das eine Schweizer-Familie oder mit Wurzeln weit weg von Europa?
    12 83 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 18.01.2018 13:15
      Highlight Kennst du die Website Google?

      https://www.kath.ch/newsd/basler-gericht-kein-dispens-vom-sexualkundeunterricht/

      "Die Eltern waren in den Medien zunächst als Evangelikale dargestellt worden, sie bestritten dies aber. Gemäss dem Initiativkomitee sind sie «akademisch gebildete Schweizer Staatsbürger, Mitglieder der katholischen und reformierten Landeskirche» [...]"
      73 0 Melden
    • Don Manolo 18.01.2018 13:16
      Highlight Spielt das eine Rolle?
      61 8 Melden
    • Datsyuk 18.01.2018 13:23
      Highlight DerEchteElch:
      Schade, jetzt kannst du dich nicht über Ausländer aufregen. Peinlich!
      103 12 Melden
    • Bits_and_More 18.01.2018 13:25
      Highlight Auch, aus deiner Sicht, "richtige" Schweizer Familien, speziell mit einem fundamentalistisch geprägten Christlichen Glauben ("Freikirchler") kritisieren solchen Sexualkundeunterricht und fordern eine Dispensierung ihrer Kinder.

      Das Initiativkomitee, welche die besagten Koffer bekämpfen will, kommt genau aus diesen Kreisen.
      71 5 Melden
    • Fabio74 18.01.2018 13:41
      Highlight Evangelikale Christen mit Stammbaum. Insofern die guten Leute gemäss rechtsnationalen Kreisen.
      50 10 Melden
    • derEchteElch 18.01.2018 13:44
      Highlight Danke für die Links. Ich bin Konsument der Nachricht und nicht Journalist. Es ist Aufgabe der Journalisten zu recherchieren und die nötigen Infos zu liefern.

      @Datsyuk:
      Ich nerve mich über fundamental-radikale Christen genau so auf wie über radikal-fundamentale Islamisten. Wrnn du mich kennst wüsstest du, dass ich jede Art von Dxtremismus ablehne.
      25 35 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 18.01.2018 14:23
      Highlight "Es ist Aufgabe der Journalisten zu recherchieren und die nötigen Infos zu liefern."

      Die von dir geforderte Info ist zu diesem Artikel nicht relevant, warum sollte dies ein Journalist also hervorsuchen? Wenn du deine Agenda pushen und dein Weltbild bestärigt haben willst, kannst du dies in Eigenregie machen.
      47 3 Melden
    • The Origin Gra 18.01.2018 14:32
      Highlight War nicht mal ein Verurteilter Pädophiler Teil der Anti-Sexköfferchen Kampagne resp. war ganz von Anfang an dabei?
      26 1 Melden
    • Datsyuk 18.01.2018 14:36
      Highlight Warum fragst du denn danach, wenn es dir wirklich keine Rolle spielt? Widersprüchlich...
      37 2 Melden
    • vingt-cinq zero deux 18.01.2018 14:41
      Highlight @der Echte Elch Typische Ausrede

      Wiso fragst du denn explizit nach der Herkunft? ob weit weg von Europa oder nicht?
      39 3 Melden
    • Gar Manarnar 18.01.2018 15:48
      Highlight Und voll gegen die Wand gefahren mit der Frage. Haha.

      Nächstes Mal klappt's vielleicht.
      28 5 Melden
    • Fabio74 18.01.2018 16:04
      Highlight Grundsätzlich ist das Urteil relevant. Die Religion und Herkunft der Kläger hingegen nicht. Weil das Recht für alle gilt und weil alle das Recht haben zu klagen
      24 4 Melden
    • Joe Smith 18.01.2018 18:37
      Highlight Tja, leider hat sich der pawlowsche Hund diesmal ins eigene Bein gebissen. Hier sogar mit Foto: https://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Ein-Kind-ist-kein-sexuelles-Wesen/story/28655285

      Ich will nicht missverstanden werden: Es ist das gute Recht von jedermann, das Gericht anzurufen, wenn er oder sie sich unrecht behandelt fühlt – egal ob evangelikal oder muslimisch, egal ob mit oder ohne «Migrationshintergrund», und auch egal ob ich der gleichen Meinung bin oder nicht. Das ist das zentrale Wesen eines Rechtsstaats, auf den wir ja so stolz sind.
      12 1 Melden
    • Oxymora 18.01.2018 21:36
      Highlight @derEchteElch
      Vielleicht finden sich Antworten auf Ihre Fragen
      auf diesen Seiten. (aber Achtung sogar mir wurde schlecht)

      https://dieweiterdenkerin.wordpress.com/2012/07/20/eine-tolerante-gesellschaft-kennt-keine-toleranz/



      1 0 Melden

«Stereotype Vorstellungen» – Amnesty Schweiz kritisiert Umgang mit LGBT-Asylbewerbern

Österreich verweigert einem schwulen Afghanen das Asylrecht. Die Begründung strotzt vor Klischees über Homosexuelle – in der Schweiz undenkbar, sagt der Bund. Auch bei den Schweizer Behörden gebe es Nachholbedarf, widersprechen Menschenrechtler.

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