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Ob wir's glauben oder nicht: Mehr Sex steht für eine glücklichere Beziehung.
Bild: shutterstock

Sex macht Paare glücklicher: Auch wenn du nicht dran glaubst, dein Unterbewusstsein weiss es



Wenn man Pärchen fragt, wie zufrieden sie mit ihrer Beziehung sind, zeigt sich kein Unterschied zwischen jenen Paaren, die vergleichsweise häufig miteinander schlafen, und jenen, die dies seltener tun. Fragt man dieselben Personen jedoch nicht direkt, sondern lässt ihr Unterbewusstsein die Frage beantworten, zeigt sich ein anderes Bild: Dann sind jene Paare, die häufiger Sex haben, auf einmal die glücklicheren.

Zu diesen Erkenntnissen gelangt eine Arbeitsgruppe der Florida State University. Für ihre Studie haben die Forscher 108 frisch verheiratete, überwiegend heterosexuelle Ehepaare in den USA untersucht – und zwar in einem zweistufigen Verfahren: Der erste Teil bestand aus einer umfassenden Befragung zu ihrer Zufriedenheit im Allgemeinen und zu ihrem Liebes- und Sexleben im Speziellen, der zweite Teil bestand aus einem Worterkennungstest.

Dieser zweite Teil der Untersuchung lief wie folgt ab: Den Probanden wurde eine drittel Sekunde lang ein Bild ihres Partners beziehungsweise ihrer Partnerin oder aber ein Bild einer neutralen Person gezeigt. Anschliessend wurde ein Begriff eingeblendet, bei dem die Testpersonen per Knopfdruck entscheiden mussten, ob dieser positiv oder negativ besetzt ist.

Mehr Sex = Positivere Assoziationen

Das Ergebnis: Ein positiver Begriff nach dem Bild des Partners beschleunigt die Reaktion, ein negativer bremst sie. Und dieser Effekt ist besonders bei jenen Paaren ausgeprägt, die laut der vorher durchgeführten Befragung am meisten Sex haben.

Während im ersten Teil des Tests kein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs und der Zufriedenheit mit der Beziehung festgestellt werden konnte, zeigte sich im zweiten Teil durchaus eine gewisse Abhängigkeit dieser beiden Faktoren. Nämlich: Je mehr Sex, desto positiver sind die Assoziationen mit dem Partner oder der Partnerin.

Das Forscherteam kommt deswegen zum Schluss, dass die bewussten Aussagen von Moral- und Wunschvorstellungen beeinflusst werden und Tests unbewusster Assoziationen womöglich bessere Aussagen über die Qualität von Beziehungen erlauben. (viw)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 29.04.2016 08:03
    Highlight Highlight Das Unterbewusstsein ist ja schneller als das Bewusstsein und steuert viele Prozesse. Für wen würde man in einen reissenden Fluss mit hoher Eigengefahr zu ertrinken nachspringen? Hier meldet sich die unterbewusste Verbundenheit in Millisekunden und kann irrationale Handlungen auslösen. Ehrlicher geht es nicht mehr.
  • Gähn on the rocks änd röll 29.04.2016 07:03
    Highlight Highlight Schön und gut. Das suggeriert ja, dass Singles per se die unglücklicheren Menschen sein müssen. Wie ist das mit Masturbation? Gleiche Wirkung?
  • pamayer 28.04.2016 19:56
    Highlight Highlight Ist ja so eine schöne sache! Partnerschaft ohne sex wäre schon schwierig. Intimität ist ja, was eine Partnerschaft von einer Freundschaft abgrenzt. Und genau deswegen kann ein seitensprung so verherrend sein.
  • Zeit_Genosse 28.04.2016 17:13
    Highlight Highlight Würde man mein Unterbewusstsein fragen, würde es das bejahen.

    Wir sind ja nicht ganz von uns selbst abgekapselt. Es würde reichen, solche Fragen ehrlich zu beantworten. Denn jeder spürt, wie es um die Beziehung steht (gesteht sich das nur nicht immer ein).

    Häufiger Sex bedeutet auch mehr (wiederholter) Ausstoss von Oxytocin (Bindungshormon das Beziehungen kräftigt). Alles Biochemie, oder was?

    Quintessenz: Sex (ver)bindet....
  • JIK 28.04.2016 16:32
    Highlight Highlight Tolle Studie, echt! Aber der Titel des Artikels ist etwas irreführend. Personen, die in psychologischen Themen nicht so bewandt sind, könnten darauf schliessen, dass es viel Sex braucht in einer Partnerschaft, um glücklich zu sein. Das sagt die Studie aber überhaupt nicht.
    Ich weiss, das gehört zum (Blick, Bild-)Journalismus, aber letztendlich hilft es niemandem wirklich weiter..
  • Eskimo 28.04.2016 16:28
    Highlight Highlight Immer wieder erstaunlich was "Forscher" so alles herausfinden...🙄
  • Bolly 28.04.2016 15:02
    Highlight Highlight Das würde ich auch so empfinden. Brauche dazu nicht mal mein Unterbewusstsein zu fragen. 🙂🙁🙂🙁🙂
  • The fine Laird 28.04.2016 14:09
    Highlight Highlight Unglaublich! Ich bin überrascht!

Emma Amour

«Lieber sterbe ich mit 50 Katzen, als nicht geliebt zu werden …»

Liebe Maria,

ohälätz, da scheint bei euch in der Tat der Wurm etwas gar fest drin zu sein. Fies ist ja, dass er genau dann in die Romandie zog, als sich die erste Verliebtheit wirklich gerade legte.

Das ist zum einen schon eine wichtige und grosse Wandlung in einer Beziehung. Und wenn dann auch noch ein Umzug weit weg ansteht, dann kann ich gut nachvollziehen, dass eine Liebe ins Wanken kommt.

Genau das ist vor allem deinem Freund passiert. Und hat deswegen dafür gesorgt, dass auch du den Boden …

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