Schweiz
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Wind power plants on Mont-Soleil mountain, Bernese Jura, canton of Berne, Switzerland, as seen from Chasseral mountain, pictured on August 12, 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Windkraftanlagen auf dem Mont-Soleil, Berner Jura, vom Chasseral aus gesehen, aufgenommen am 12. August 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein Windpark im Berner Jura. Um die weltweite Klimaerwärmung unter 2 Grad zu halten, muss die Verbrennung fossiler Brennstoffe bis spätestens 2040 weltweit komplett eingestellt werden.  Bild: KEYSTONE

14 Auswirkungen des Klimawandels auf die Schweiz

30.08.16, 06:26


Seit dem Beginn der systematischen Temperaturmessungen vor 136 Jahren war weltweit kein Monat wärmer als der Juli 2016. Die neun Monate zuvor stellten ebenfalls Hitzerekorde auf und 2016, das ist jetzt schon sicher, wird als wärmstes je gemessenes Jahr in die Geschichtsbücher eingehen. 

Die Rekordhalter zuvor? Die Jahre 2015 und 2014. Auch 2013 war ausserordentlich warm. Der Klimawandel ist real.

Die Klimaerwärmung als Zeitraffer

YouTube/Michael McIntee

Doch was sind seine Auswirkungen? Worauf müssen wir uns in der Schweiz gefasst machen? Auf wenig Positives und viel Negatives. Denn die alte Mär, dass die Schweiz von der Klimaerwärmung profitieren werde, ist längst widerlegt.

Steigende Schneefallgrenze

Die Schneefallgrenze verschiebt sich pro Grad Temperaturerhöhung um etwa 150 Meter in höhere Regionen. Zwar sieht das Pariser Abkommen vor, die Klimaerwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf unter zwei Grad einzudämmen, in der Schweiz ist die Temperatur aber bereits um 1,5 Grad gestiegen. Es gilt zu bedenken, dass die Pariser Klimaziele nur erreicht werden, wenn bis 2040 weltweit die Verbrennung fossiler Brennstoffe eingestellt wird.

epa05080073 A Skier in action on a ski slope covered with artificial snow surrounded by green fields, in the Swiss Alps, during Christmas holydays, in Leysin, Switzerland, December 24, 2015. The snow has melted as a result of the mild temperatures throughout the last few days.  EPA/LAURENT GILLIERON

24. Dezember 2015 in Leysin. Die milden Temperaturen haben den Schnee schmelzen lassen.  Bild: EPA/KEYSTONE

Gletschersterben

Ende dieses Jahrhunderts werden 60–80 Prozent der Schweizer Gletscherflächen verschwunden und die Eisriesen nur noch in den hochgelegenen Gebieten der Berner und Walliser Alpen zu finden sein, schreibt das Bundesamt für Umwelt. Das Engadin und das Tessin sind bis Ende Jahrhundert vollständig eisfrei.

epa05431739 A general view over the Rhone Glacier covered in blankets above Gletsch near the Furkapass in Switzerland 19 July 2016. The Alps oldest glacier is protected by special white blankets to prevent it from melting.  EPA/URS FLUEELER

Ein Blick auf den Rhonegletscher. Mit einer speziellen Abdeckung soll dem Abschmelzen entgegengewirkt werden. Bild: EPA/KEYSTONE

Nasse Winter – Hochwassergefahr

Die höhere Durchschnittstemperatur sorgt dafür, dass die Winter in der Schweiz niederschlagsreicher, allerdings nicht zwingend schneereicher werden. Der Anteil des Festniederschlags (Schnee) geht zurück. Deshalb wird die Gefahr von Hochwasser nicht wie bisher im Frühling, sondern im Herbst und Winter am grössten sein. Ob die Gefahr von Hochwasser generell zunimmt, kann aufgrund der kleinen Fallzahl nicht prognostiziert werden.

Eine Tafel mit der Aufschrift

Hochwassergefahr im Juni 2016 am Rhein. Ein Phänomen, das sich in Zukunft mehrheitlich im Herbst und Winter abspielen wird. Bild: KEYSTONE

Weniger Ski-Tourismus

Die Punkte 1 bis 3 haben Einfluss auf den Winter-Tourismus. Rund die Hälfte aller Skigebiete wird keinen Schnee mehr halten können. Bis zur Mitte des Jahrhunderts kann dies noch mit Schneekanonen kompensiert werden, die Saison wird allerdings deutlich kürzer ausfallen. Einige wenige Gemeinden wie Laax oder Saas Fee dürften aufgrund ihrer Höhenlage allerdings sogar profitieren. Sie werden die Übernachtungen der weniger schneesicheren Gemeinden abschöpfen.

Braune und gruene Weisen und nur wenig Schnee beim Skilift im Skigebiet von Airolo aufgenommen am Sonntag 4. Januar 2015, in Lueina bei Airolo im Tessin. Viele Skigebiete in der Schweiz leiden unter den schlechten Schneeverhaeltnissen und koennen ihre Skilifte in der laufenden Saison nur teilweise oeffnen, so auch in Airolo. (KEYSTONE/TI-PRESS/Gabriele Putzu)

Airolo, 1175 Meter über Meer, am 4. Januar 2015. Ein Bild, an das wir uns gewöhnen sollten. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Viele neue Seen

In den freigelegten Mulden der Gletscher werden sich in den nächsten Jahrzehnten bis zu 600 neue Seen mit einer Gesamtfläche von ca. 60 Quadratkilometern bilden – mehr als der Thunersee. Das tönt zwar romantisch, die Wassermassen bedeuten aufgrund ihrer Lage allerdings eine Gefahr für die Zivilisation: Fällt Geröll in diese Seen oder kommt es zu Erdrutschen, drohen Sturzfluten. Konkret bedroht ist zum Beispiel das Dorf Naters unterhalb des grossen Aletschgletschers.

epa05431984 A general view over the newly formed glacial lake underneath the Rhone Glacier, above Gletsch near the Furkapass in Switzerland 19 July 2016. The Alps oldest glacier is protected by special white blankets to prevent it from melting.  EPA/URS FLUEELER

Ein neu entstandener See beim Rhonegletscher. Bild: EPA/KEYSTONE

Heissere, tödliche Sommer

Im Rekordsommer 2003 gab es in der Schweiz Regionen mit 42 Hitzetagen (über 30 Grad). Damals starben in der Schweiz rund 1000 Menschen an den Folgen der Hitze und die Sterblichkeit stieg um 7 ProzentIm Jahre 2085 wird dies die Normalität. Für das Tessin und den Genfersee werden 50 oder mehr Tropennächte (Temperatur fällt nicht unter 20 Grad) pro Jahr prognostiziert. Besonders für ältere Menschen können Hitzetage gefährlich sein. Eine Gruppe Klimaseniorinnen droht deshalb nun, die Schweiz zu verklagen

Menschen sonnen sich an der Limmat, aufgenommen am Pfingst-Montag, 9. Juni 2014 am Letten in Zuerich. Das hochsommerliche Wetter am Pfingstwochenende hat den Schweizer Freibaedern einen Besucheransturm beschert. Trotz teilweise noch ziemlich kuehler Wassertemperaturen laeuteten Tausende die diesjaehrige Badesaison ein. (KEYSTONE/Ennio Leanza)....People sunbath next to the Limmat river in Zurich, Switzerland, 09 June 2014. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Wird es am Letten in Zürich in Zukunft noch enger? Bild: KEYSTONE

Auftauender Permafrost

5 Prozent der Schweizer Fläche besteht aus Permafrostböden. Bei mehr als der Hälfte dieser Fläche bewegt sich die Temperatur zwischen 0 und -3 Grad. Nur schon ein kleiner Temperaturanstieg reicht aus, um zu einem Auftauen und damit zu einer Destabilisierung zu führen. Die Gefahr von Erdrutschen und Felsstürzen nimmt damit zu.

QUALITY REPEAT --- HANDOUT --- Am Mittwochmittag, 13. August 2014, ist ein Zug der Rhaetischen Bahn, RhB, zwischen Tiefencastel und Solis auf einen Erdrutsch aufgefahren. Drei Personenwagen sind entgleist. Nach ersten Erkenntnissen wurden fuenf Personen schwer und sechs Personen leicht verletzt. Sie wurden mit der Rega und der Ambulanz in die umliegenden Spitaeler ueberfuehrt. Im Zug befanden sich rund 200 Personen. Die Passagiere wurden zum Bahnhof Tiefencastel gebracht, wo sie betreut und verpflegt wurden. Mit Bussen wurden sie weitertransportiert. Im Einsatz stehen  Rettungskraefte der Feuerwehr, der Alpinen Rettung, das Care Team Grischun und die Kantonspolizei Graubuenden. (Kantonspolizei Graubuenden) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Am 13. August fuhr die Rhätische Bahn zwischen Tiefencastel und Solis auf einen Erdrutsch auf und entgleiste. Bild: KANTONSPOLIZEI GRAUBUENDEN

Wärmere Gewässer – Gefahr für unsere Fische

Die Klimaerwärmung äussert sich nicht nur zu Land, auch die durchschnittliche Wassertemperatur wird zum Leidwesen unserer Kaltwasserfische zunehmen. Diese verenden bei Temperaturen ab 25 Grad, welche gerade in seichten Gewässern erreicht werden können.

Ein Zivilschutzteam mit einem Elektroabfischgeraet, rechts, und einem Netz, links, fischt wegen der anhaltenden Hitze Fische aus dem Homburger Bach in Thuernen, am Montag, 20. Juli 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ein Zivilschutzteam fischt im Sommer 2015 wegen anhaltender Hitze Fische aus dem Homburger Bach in Thürnen.  Bild: KEYSTONE

Schlechteres Wasser – besserer Wein

Eine höhere Durchschnittstemperatur des Wassers befeuert die Verunreinigung durch Parasiten. Ausserdem wird von einer zukünftig rückläufigen Abflussmenge und einer schlechteren Durchmischung unserer Seen im Sommer ausgegangen, was sich auf die Wasserqualität auswirkt. Frohlocken dürfen aber die Winzer und Liebhaber hiesiger Weine: Höhere Temperaturen ermöglichen einen breiteren Rebsortenanbau.

The Lavaux region's vineyards on the northern shore of Lake Geneva near Epesses in the canton of Vaud, Switzerland, pictured on October 15, 2009. The Lavaux Vineyard Terraces have been included into UNESCO's list of world cultural heritage sites in 2007. (KEYSTONE/Dominic Favre)

Die Lavaux-Region an der Nordküste des Genfersees. Produziert die Schweiz bald noch besseren Wein? Bild: KEYSTONE

Mehr Schädlinge – Gefahr für unsere Flora

In einem wärmeren Klima können sich diverse Schädlinge wie der Maiszünsler, 
der Maiswurzelbohrer, die Blattlaus, der Kartoffelkäfer, der Borkenkäfer und der Apfelwickler besser vermehren, was eine Bedrohung für unsere Fauna darstellt.

Borkenkäfer AZ

Die Rinde eines vom Borkenkäfer befallenen Baumes.   Bild: Aargauer Zeitung

Probleme bei der Milchwirtschaft

Steigende Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit führen zu einer Abnahme der Milchleistung und Veränderungen der Milchqualität, schreiben die Forscher Jürg Fuhrer und Pierluigi Calanca von der Forschungsanstalt Agroscope in der Zeitschrift Agrarforschung Schweiz. Dem könnte mit einer Weidehaltung in höheren Gebieten entgegengewirkt werden.

ZUR UNESCO BIOSPHAERE ENTLEBUCH STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 18. AUGUST 2016, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Posterior view of a cow, amidst a green, hilly landscape in Silwaengen, canton of Lucerne, Switzerland, pictured on June 29, 2016. Silwaengen is part of the Unesco Biosphere Entlebuch, a natural reserve at the foot of the Alps between Berne and Lucerne, Switzerland. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Kühe leiden unter Hitzestress und produzieren deshalb weniger Milch. Einen Ausweg bietet die Alp. Bild: KEYSTONE

Keine Einsparungen beim Energieverbrauch

Was im Winter an Heizenergie eingespart werden kann, wird im Sommer durch Kühlung und den Konsum anderer Güter wieder verbraucht. In der Wissenschaft wird dies Rebound-Effekt genannt. Pessimisten gehen davon aus, dass der Energieverbrauch in Zukunft sogar noch steigen wird.

Das neusten Projekt der Umwelt Arena Spreitenbach ist das erste energieautarken Mehrfamilienhaus der Welt und wurde am Montag, 6. Juni 2016 in Bruetten vorgestellt. Das Mehrfamilienhaus kommt ohne externen Anschluss fuer Strom, Oel und Erdgas aus. Die gesamte Energie wird aus der Sonne bezogen und dank unterschiedlicher Speicherformen ueber das gesamte Jahr verteilt nutzbar gemacht. (KEYSTONE/Siggi Bucher)

Ein Projekt, das Mut macht: Das erste energieautarke Mehrfamilienhaus der Welt steht in Brütten in der Nähe von Winterthur. Das Haus kommt ohne externen Anschluss für Strom, Öl und Erdgas aus. Die gesamte Energie wird von der Sonne bezogen und dank unterschiedlicher Speicherformen über das gesamte Jahr beziehbar gemacht. Bild: KEYSTONE

Effizientere Solarenergie – weniger Wasserkraft

Höhere Temperaturen sorgen für weniger Nebel und damit für mehr Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig geht man davon aus, dass der Schweiz weniger Wasser zur Energienutzung zur Verfügung stehen wird. Es wird mit rund sechs Prozent weniger Strom durch Wasserkraft bis 2085 gerechnet

Une personne marche devant des panneaux solaires lors de la presentation a la presse de la nouvelle centrale solaire de Perrelet ce mardi 17 decembre 2013 sur le toit du depot des transports publics de la region lausannoise, a Renens. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Solarzellen im Nebel: Ein Bild, das in der Zukunft weniger vorkommen wird. Bild: KEYSTONE

Bedrohung durch die Tigermücke

Bereits heute wurden im Tessin vereinzelte Exemplare der Asiatischen Tigermücke gesichtet. Dies wird mit höchster Wahrscheinlichkeit zunehmen. Die Asiatische Tigermücke kann Viren übertragen, die wiederum das Dengue- oder das Chikungunya-Fieber auslösen.

Wenn sie eine infizierte Person gestochen hat, kann die Asiatische Tigermücke Viren übertragen.

Die Asiatische Tigermücke: Sie kann nicht nur das Chikungunya-Virus übertragen, sondern auch das West-Nil-Virus oder das Dengue- oder Gelbfieber. Bild: Keystone

Und trotzdem: die Schweiz – der attraktivste Ort der Welt?

Aller Unkenrufe zum Trotz. Als James Hansen, der Direktor des Umweltinstituts der renommierten Columbia University gefragt wurde, wo man am sichersten sei vor den Auswirkungen des Klimawandels, antwortete er: «Nun, die Schweiz wäre wohl ein guter Tipp.» Er begründet seine Aussage damit, dass die Schweiz ein Binnenland sei und im Gegensatz zu vielen anderen Ländern die Klimaerwärmung ernst nehme. Hinzu kommt, dass die Schweiz trotz Veränderungen des Wasserhaushalts das Wasserschloss von Europa bleibt und die meisten Studien darauf schliessen lassen, dass die Schweiz nicht von grossen Wellen von Umweltflüchtlingen überrollt werden wird.

Nichtsdestotrotz wird man sich auch hierzulande auf Veränderungen einstellen müssen, denn wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) auf seiner Homepage schreibt, wird erwartet, dass die Schweiz «voraussichtlich überdurchschnittlich stark» von der Klimaerwärmung betroffen sein wird. 

Hier siehst du übrigens schon eindrücklich, wie der Klimawandel (und der Mensch) die Erde bereits verändert hat:

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Brikne, 20.7.2017
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27
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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 30.08.2016 14:39
    Highlight Ein anderer planet zur erde: "du siehst nicht gut aus. Bist du krank? Was hast du? " - "mensch." - "nicht schlimm. Geht schnell wieder weg. Gute Besserung."
    13 3 Melden
  • Skip Bo 30.08.2016 12:54
    Highlight Pt. 10 Mehr Schädlinge: Maiszünsler und Maiswurzelbohrer sind Fruchtfolgeschädlinge, welche mit einer angepassten Fruchfolge problemlos zu kontrollieren sind. Kartoffelkäfer und Blattläuse können sehr einfach ohne hohen Mitteleinsatz bekämpft werden. Borkenkäfer befallen v.a. trockenheitsgestresste Bäume. Voraussagen aufgrund des Klimawandels über diese Schädlinge mögen eine gewisse Hysterie hervorrufen, sind aber nicht genug fundiert geschweige ansatzweise verifiziert.
    Pt. 11 weniger Milch wäre keine Katastrophe, die Produzenten hätten eher wieder gerechte Preise.
    10 3 Melden
  • Lowend 30.08.2016 12:31
    Highlight Beim Lesen einiger Kommentare der alles besser als die Wissenschaft Wissenden, beginne ich echt an unserem Schulsystem zu zweifeln.
    23 13 Melden
  • Lami23 30.08.2016 11:01
    Highlight Es gibt ja dann im September so eine Abstimmung, gell...
    12 8 Melden
  • Herr Schibli 30.08.2016 10:22
    Highlight Ist gerade kein anderes "Angst und Schrecken Thema" im Angebot, dann holt man das Klima wieder aus der Schublade. Und natürlich die Warnung: Du bist schuld!!! Du grillierst zu viel!!!
    24 59 Melden
    • Abdul der Klappstuhl 30.08.2016 11:45
      Highlight Man kann nie genug über die Erderwärmung und Klimawandel sprechen. Das ist kein "Angst und Schrecken Thema", das ist mittlerweile unsere Gegenwart und Realität, Herr Schibli. Würde gern mehr als 1x blitzen...
      35 11 Melden
    • Chrigi-B 30.08.2016 13:12
      Highlight Bist du Ami odr wie kann man mit solchen Scheuklappen durchs Leben gehen? Los ab auf den Alletschgletscher und sperr deine Glubscher auf, dann erübrigen sich alle Unkenrufe.
      17 8 Melden
    • Herr Schibli 30.08.2016 19:33
      Highlight Apropoz Gletscher. Ich habe kein Problem damit, wenn die zurückgehen. Angst hätte ich, wenn die wieder in das Flachland vorstossen würden. Wo einst die Zunge des Morteratsch-Gletscher war, steht heute ein wunderschöner Auenwald. Ich liebe die Klimaveränderung.
      10 11 Melden
  • Abdul der Klappstuhl 30.08.2016 08:58
    Highlight Das tut im Herzen weh, vor allem die Bilder der abgeholzten Wälder...
    Wir erschleichen uns mehr Lebensraum und grenzen ihn bewusst für andere ein... Für Geld und wieder ein bisschen Geld...
    36 7 Melden
    • Herr Schibli 30.08.2016 19:38
      Highlight Also nun etwas Wissenschaft. In Europa ist gemäss einer Berner Studie die Waldfläche seit 1900 um gut 56% gewachsen. Es gibt noch viele positive Veränderungen, diese werden einfach selten kolportiert.
      12 3 Melden
    • Spooky 31.08.2016 00:39
      Highlight @Herr Shibli
      So ist es. Und seit in den Medien das Waldsterben im Herbst 1988 abgesagt worden ist, wächst der Wald in der Schweiz wieder. Man muss sich immer im Klaren sein, dass die Medien seit ihren Anfängen profitorientiert sind. Zeitungen und Online-Portale wie zum Beispiel Watson wollen verkauft werden. Alles andere ist Nebensache.
      5 3 Melden
    • Abdul der Klappstuhl 31.08.2016 08:33
      Highlight Ja, ja, ja... Ich weiss wie schön es wir in der Schweiz haben... Freue mich extrem auf die 600 Seen..
      Hätte jedoch gedacht, dass weniger Engstirnigkeit vorhanden ist.
      Es gibt noch andere Länder als die Schweiz. Länder, welche so stark abholzen, dass Lebewesen vollständig aussterben, vielleicht können Sie mir noch die Prozentzahl der Tierarten sagen, welche heute unter Artenschutz gelten, weil es zu wenig von Ihnen hat, Herr Schibli...
      1 2 Melden
  • Einer Wie Alle 30.08.2016 08:54
    Highlight Die Erde wird überleben, die Menschheit wird überleben.
    Die Frage ist für mich nur, welche Kriege der Klimawandel nach sich ziehen wird (Wasserkriege?). In Europa ist die Gefahr vielleicht kleiner als in Asien oder Südamerika, dennoch ist sie meiner Ansicht nach real.
    Wie könnte man so etwas verhindern? Besser auf unsere Umwelt acht geben?
    11 9 Melden
    • Döst 30.08.2016 10:12
      Highlight Die Erde kann kein Wasser "verlieren" weil dieses im Wasserkreislauf bleibt (Regen, Fluss/See/Meer Verdunstung, Regen). Lernt man in der Primarschule. Und auch eine Klimaerwärmung ändert demzufolge nichts an der Gesamtwassermenge.
      26 10 Melden
    • Einer Wie Alle 30.08.2016 10:37
      Highlight Das ist klar, aber es wird längere Dürreperioden geben. Vielleicht auch solche, die mal 1-2 Jahre andauern.
      Vielleicht nicht hier, aber in anderen Ländern, auf anderen Kontinenten.
      17 7 Melden
    • Fabio74 30.08.2016 10:48
      Highlight Die Frage ist wie sich das Wasser verteilt. Mit geschmolzenen Gletschern und Polkappen und dem Fortschreiten der Wüsten
      10 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • EvilBetty 30.08.2016 08:50
    Highlight 136 Jahre Messung sind natürlich schon ein Referenzwert... ist der Planet doch nur ein paar schlappe Milliarden Jahre alt...
    25 31 Melden
    • Döst 30.08.2016 10:14
      Highlight Kommt dazu: die heutigen Rekordwerte basieren auf Land- UND Wassertemperaturen. Letztere hat man erst vor eine paar Jahren angefangen zu messen, weil die Landtemperaturen eher stagnierten. Diese Wassertemperaturen werden auch in unterschiedlichen Tiefen gemessen, bis es ins gewünschte "Bild" passt. Wissenschaft ist anders.
      17 30 Melden
  • EMkaEL 30.08.2016 08:44
    Highlight Und das wichtigste, mehr outdoor partys..! 😄
    18 28 Melden
  • Döst 30.08.2016 08:00
    Highlight Ebenso gäb es 14 und mehr positive Auswirkungen. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch weltweit.
    25 50 Melden
    • Döst 30.08.2016 10:24
      Highlight z.B. wurde die Erde deutlich begrünter (ein Nebeneffekt von mehr CO2, macht übrigens auch jedes Gewächshaus so) -> mehr Ernte, weniger Hunger, weniger Elend.

      Mehr Waldfläche in der CH.

      Weniger Lawinenunglücke.

      Landwirtschaft kann höher Lagen vermehrt nutzen (mehr Anbaufläche).

      Mehr Sommertourismus ohne energiefressende Schneekanonen. Stattdessen Potential mit neuen Bergseen.

      Weniger Heizkosten, dafür mehr Kühlkosten, was jedoch mit Solarenergie gedeckt werden kann (im Sommer wird der grösste Teil der Solarenergie produziert) -> weniger fossile Brennstoffe, mehr saubere Energie

      usw usw

      25 20 Melden
  • mikel 30.08.2016 07:41
    Highlight Eines Tages, wenn es zu spät ist, werden dann alle erwachen. Schade für die schöne Erde. Schade für unsere Kinder. Ist wohl ein Teil der Evolution.
    42 22 Melden
    • EvilBetty 30.08.2016 08:49
      Highlight Das kratzt «die Erde» herzlich wenig...
      26 3 Melden
    • atomschlaf 30.08.2016 09:05
      Highlight @mikel: Es gab auf der Erde schon viel wärmere Zeiten. Der tut das überhaupt nicht weh.
      Auch den Menschen wird es nicht gross weh tun, wenn sie sich anpassen - so wie sie es schon immer getan haben.
      Historisch betrachtet ging es der Menschheit zu Warmzeiten viel besser als während kalten Perioden. Eigentlich logisch, wenn man sich nur schon die Auswirkungen wärmerer Temperaturen auf Vegetation, Ernten, etc. überlegt.
      Wir sollten nicht jeder Panikmache auf den Leim kriechen.
      25 33 Melden
    • strieler 30.08.2016 09:59
      Highlight @atomschlaf - wann hat der Mensch in Warmzeiten gelebt? (Achtung interglaziale - diese Temperaturscheankungen lagen unter denen, die wir bis 2100 erriechen)
      15 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

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