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epa05991506 Police and the military on guard in tandem at Downing Street in central London, Britain, 26 May 2017.  Britain is on high alert following the Manchester terror attack on the Manchester Arena late 22 May, that saw at least 22 people lose their lives and scores of other people injured.  EPA/ANDY RAIN

Ein Selbstmordattentäter riss am Montagabend in Manchester 22 Menschen in den Tod – Sicherheitskräfte an der Downing Street 10, dem britischen Regierungssitz. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Gehirngewaschene Selbstmordattentäter: So funktionieren Terroristen

Gedanken zum Terroranschlag in Manchester.

27.05.17, 08:07 27.05.17, 10:51


Terroranschlag an Ariana-Grande-Konzert in Manchester

Nicht schon wieder! Dieser Gedanke ist wohl vielen durch den Kopf geschossen, als sie vom Terroranschlag beim Konzert von Ariana Grande in Manchester erfahren haben. Wann hören diese feigen Selbstmordkommandos fanatisierter Islamisten endlich auf, ist meist der zweite Reflex.

Wer halbwegs mit einem ausgeglichenen Bewusstsein ausgestattet ist, kann die barbarische Tat nicht begreifen. Und schon gar nicht nachvollziehen oder erklären. Es ist für uns schwer möglich, uns in einen Selbstmordattentäter hineinzuversetzen.

Was läuft im Hirn eines potentiellen Attentäters ab? Wie ist seine Gefühlslage? Empfindet er überhaupt noch etwas? Was muss mit ihm passiert sein, dass er einen Lustgewinn daraus zieht, ihm völlig unbekannte Personen in die Luft zu sprengen – und gleichzeitig ebenfalls zerfetzt zu werden? Wie ist es möglich, den Selbsterhaltungs- und Überlebenstrieb auszuschalten – die wohl stärksten Kräfte in uns Menschen?

Gehirnwäsche

Dieses Phänomen schafft wohl nur der religiöse Fanatismus. Allenfalls noch eine extreme politische Ideologie, die dann aber die Merkmale einer pseudoreligiösen Gesinnung aufweist.

Der Schlüsselbegriff ist die Indoktrination – oder die Gehirnwäsche. Besser vielleicht: die Seelenwäsche. Tatsächlich hat die Indoktrination das brutale Potential, das Bewusstsein der Opfer völlig umzukrempeln, auf den Kopf zu stellen.

Die Methode der Gehirnwäscher ist in der Theorie relativ einfach: Umwertung aller Werte. Mit raffinierten psychologischen Methoden gelingt es den «Sittenwächtern», das angestammte Weltbild und das Bewusstsein ihrer Adepten abzuwerten, ja zu zerstören.

Bisherige ethische und moralische Empfindungen werden als geistiger Auswuchs der dekadenten westlichen Welt interpretiert, als teuflische Entartungen, die es schleunigst zu korrigieren gilt, um ein gottesfürchtiger Mensch zu werden.

Der Kampf der Dschihadisten gegen sich selbst

Verteufelt werden vor allem die emotionalen Werte. Alles, was Freude oder gar Lust bereitet, wird als Versuchung und Verführung gebrandmarkt, die von einem geistlichen Leben ablenken.

Das führt zu einem verhängnisvollen autosuggestiven Prozess, der die Indoktrination verselbständigt: Die jungen Dschihadisten führen einen geistigen Kampf gegen sich selbst. Sie müssen alles in sich bekämpfen und abtöten, was nach überkommenen Werten und Emotionen riecht.

Dies führt zur radikalen Entpersönlichung, ja zur Entmenschlichung. Das Ich und das Über-Ich werden entkernt. Alle kulturellen Werte – Empathie, Zuneigung, Bildung, Kultur, Kunst – werden als gefährliche Disziplinen gewertet, die vom Ziel ablenken, Allah zu gefallen und zu dienen.

Angst vor Strafe

Die herkömmliche Identität wird zerstört und durch eine neue ersetzt. Dies führt zu einer geistigen Verwirrung, das geistige und moralische Koordinatennetz zerfällt. In dieser Irritation sind die Gehirngewaschenen erst recht gezwungen, sich an die neuen «Lebensspender» anzupassen und anzulehnen.

Dieser Zwang zur Anpassung unterhöhlt das Selbstwertgefühl weiter. Die Angst vor Strafe bei der kleinsten Abweichung von der Norm fördert die Konditionierung weiter. Ein Weg zurück gibt es nicht, die indoktrinierten Werte müssen verinnerlicht werden. Dies ist ein Überlebensmuster. Wer in der Mühle der Indoktrination steckt, ist auf Gedeih und Verderben verloren.

Wer sich in dieser «neuen schönen Welt» einzurichten beginnt, muss sich radikal von allem entfremden, was ihn an die alte Identität erinnert. Die Software wird konsequent gelöscht und neu programmiert.

Dies im wörtlichen Sinn, denn auch die Hirnstrukturen verändern sich bei diesem Prozess der Entpersönlichung. Sie passen sich durch die Konditionierung den Bedürfnissen und Sehnsüchten der radikalen Gläubigen und vor allem der Konvertiten an.

Verhängnisvolle Parallelwelt

Unser Hirn ist keine moralische Instanz, die die Notbremse zieht, wenn sich jemand verrennt. Es ist kein Kontrollorgan, das sich korrigierend einmischt. Es funktioniert eher wie ein Computer.

So verarbeiten unsere Hirnstrukturen selbst die Indoktrinationsprozesse widerstandslos und helfen mit, wenn das moralische Empfinden und die Empathie umprogrammiert werden. Um bei der Computersprache zu bleiben: Unser Hirn übernimmt auch gefährliche Programme und erkennt Viren nicht.

Eine besondere Rolle bei der Indoktrination spielt auch die Gruppendynamik. Das Abtauchen in eine Parallelwelt ist verhängnisvoll. Die Aussenwelt wird von den Führern als Feindesland deklariert, die es zu vernichten gilt, weil sie der eigenen Gruppe angeblich die Daseinsberechtigung abspricht.

Heimat und Geborgenheit ist nur in der Gegenrealität zu finden, was zwangsläufig zu einer Überidentifikation und Radikalisierung führt. So wird es unmöglich, dem Teufelskreis zu entrinnen. Selbstzweifel müssen radikal verdrängt werden, denn alle Brücken zum angestammten Lebensumfeld sind abgebrochen, ein Zurück ist aus mentalen, ideologischen und existentiellen Gründen nicht mehr möglich.

Die Lust des Kriegers

Die einzige Lust, die «IS»-Schergen bleibt, ist diejenige des Kriegers. Die Freude am Kämpfen, die Lust am Siegen. Was in diesem Umfeld bedeutet: Lust am Morden.

Als mörderische Helden können Islamisten und Terroristen ihr unterminiertes Selbstwertgefühl auf perverse Weise wieder aufpolieren. Der Applaus aus den eigenen Reihen und angeblich von Allah ist für sie Doping.

Kurz: Alle islamistischen Ideen, Strömungen und Strategien sind ein klassisches Sektenphänomen. Es erinnert an die Massensuizide der Sonnentempler, der Aum-Sekte und der Jim-Jones-Bewegung, um nur drei Beispiele zu nennen. Bei den Islamisten und Salafisten kommt allerdings noch die politische Komponente ins Spiel, was das unheimliche Phänomen noch wesentlich gefährlicher macht.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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161Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Oxymora 28.05.2017 13:20
    Highlight Gehirnwäsche

    Ob man es nun Gehirnwäsche oder religiöse Sozialisation nennt, das Säuglingsgehirn, weis nichts von Göttern und heiligen Schriften.

    Gemässigt religiöse Eltern, nehmen die religiöse Sozialisation ihrer Kleinen bewusst oder auch unbewusst vor. Sie entsteht durch das Aufwachsen in einem bestimmten Milieu, durch Erziehung (Konditionierung) und externer Aufnahme. Ohne es zu wollen legen gemässigt Religiöse schon das Fundament, auf dem die Fundamentalisten ihre Indoktrination aufbauen können.
    Religiöse Sozialisation ist Gehirnwäsche und nützt den Fundamentalisten.



    19 7 Melden
  • Don Sziggy 28.05.2017 01:49
    Highlight Schon mal darüber nachgedacht dass gewisse westliche Nationen seit über 50 Jahren im Nahen Osten für Zwietracht und Kriege sorgen? Die USA haben vor über 40 Jahren kundgetan, dass wenn Ihre vitalen Lebens-Interessen (Oil) in Gefahr sind, dass sie im Nahen Osten eingreifen werden? Und wie lange sind sie nun den schon dran? Quintessenz: Wer den Wind säht, wird Sturm ernten.
    Es wird Zeit dass alle westlichen Länder und auch Russland sich aus dem nahen Osten zurückziehen und den Menschen da helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Wenn das noch geht, mittlerweile sind schon zu viele radikalisiert.
    17 26 Melden
    • Oxymora 28.05.2017 12:10
      Highlight @ Don Sziggy
      Der Terror hat nach Ihrer Meinung nichts mit Religion zutun?
      Westliche Militärpräsenz, westliche Öl-Interessen und der Ost-West-Konflikt sind die Ursachen für den Terror?

      Der Ost-West- Konflikt, riesige Erdölvorkommen und Westliche Militärpräsenz sind auch im Pazifikraum vorzufinden.
      Ab wann ist mit Anschlägen der Koreaner, Japaner, Chinesen und vielen mehr zu rechnen?

      Wenn man bedenkt, dass der Orient winzig ist, im Vergleich zum Pazifikraum; sehe ich schwarz für den gottlosen Westen.
      12 8 Melden
    • Oxymora 28.05.2017 12:13
      Highlight @ Don Sziggy

      Bleibt noch die Frage:
      warum sich die Bombenleger - anstatt sich für den Endkampf bereit zuhalten - selber in Stücke sprengen.

      Sind Sie vielleicht dumm oder sehr ungeschickt; ist es vielleicht genetisch bedingt oder zum X-mal Zufall?

      Sie haben sicher hierfür eine Erklärung.

      Immer hin bin ich schon mal beruhigt,
      dass der Terror nichts mit Religion zu tun hat.
      Ist ja auch an den Haaren herbei gezogen,
      wenn man bedenkt mit welcher Kraft
      Religionen ein gewaltiges Friedenspotential -selbst für Ungläubige- schöpfen.
      6 6 Melden
    • Menel 28.05.2017 15:16
      Highlight Also nach meinem Geschichtsverständnis, sind wir schon seit den Kreuzzügen "da unten" am Rumkriegen.
      Napoleon war auch schon in Syrien.
      8 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kaviar 28.05.2017 00:39
    Highlight Hirnwäsche ist ein Mythos.
    Sonst würden wir z. B. schlimme Sexualstraftäter hirnwaschen, und sie so von schädlichen in nützliche Mitglieder der Gesellschaft verwandeln.
    Aber man kann Menschen leicht zu fast allem zwingen. Kaum einer opfert nicht sein eigenes Leben, um z. B. das Leben seiner Kinder und nächsten Menschen zu retten. Jeder Mensch, der seine Liebsten mehr liebt als sich selbst, der kann zum Attentat gezwungen werden.
    Es gäbe da nur zwei Auswege: seine Liebsten und sich selbst aufopfern, um potentielle Attentatsopfer zu vermeiden, oder alle Erpresser töten. Beste Option: Attentat.
    8 19 Melden
    • Datsyuk * 28.05.2017 10:49
      Highlight Nein, kein Mythos.
      9 7 Melden
    • Ueli der Knecht 28.05.2017 17:44
      Highlight Hugo Stamms Artikel sind auch nur «Gehirnwäsche» (http://bit.ly/2qrF86b):

      Wir ↔ die Anderen
      die Guten ↔ die Bösen
      Atheisten ↔ Gläubige
      Recht ↔ Unrecht
      Soldaten ↔ Terroristen
      informieren ↔ indoktrinieren
      Nachrichten ↔ Propaganda
      (be)lehren ↔ Hirne waschen

      Aber die militärisch unterlegenen bösen Vietkongs siegten gegen die guten Amis. Mit ihrer wirksamsten Waffe: «Gehirnwäsche» (http://bit.ly/2rcbK80).

      Suizidbomber gab es schon im 2. Weltkrieg.
      «japanische Freiwillige wurden durch Selbstmordangriffe berühmt.» (http://bit.ly/2sagQPi)

      Da versagen dann die simplen Erklärungen von Hugo Stamm.
      16 8 Melden
    • Menel 28.05.2017 18:37
      Highlight Gehirnwäsche wird von keinem Rechtstaat unterstützt. Es greift zu sehr in fundamentale Menschenrechte ein. Daher kein Mythos, sondern einfach nicht vertretbar!
      10 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasionaria 27.05.2017 22:21
    Highlight 2/2
    Es sind allerdings die fanatische Religionsangehoerigen, die die Situation der Identitaetssuchenden (-geschaedigten) auf's Brutalste ausnuetzen.
    Bei der Rekrutierung derer haben sie offensichtlich ein leichtes Spiel.
    7 3 Melden
  • Pasionaria 27.05.2017 22:19
    Highlight Cc M. Bamberger - Rabbi J.
    1/2
    Ausgezeichneter Artikel, viele Mechanismen und deren Folgen von Gehirnwaesche aufzeigend.
    Wie verschiedentlich durch Studien belegt, gibt es unter den SelbstmordattentaeterI sowohl junge Menschen aus der Armut kommend, wie auch solche von der mehr oder weniger Oberschicht stammend.
    Unumstritten, und wie es HST deutlich ausfu
    ehrt, muessen all diese Moerder hirngewaschen sein. Das Ausgangsproblem fuer solche moerderischen Mitlaeufer liegt darin, dass diese tiefsitzende Identitaetsdefizite aufweisen. Die Religión spiele bei diesen 'nur' eine sekundaere Rolle!
    ff
    7 5 Melden
    • Spooky 27.05.2017 23:28
      Highlight
      @Pasionaria
      "Das Ausgangsproblem fuer solche moerderischen Mitlaeufer liegt darin, dass diese tiefsitzende Identitaetsdefizite aufweisen."

      Wenn du so argumentierst, dann müssten ja alle Elitesoldaten auf dieser Welt Identitätsdefizite aufweisen.
      6 2 Melden
    • rodolofo 28.05.2017 08:58
      Highlight @ Spooky
      Vermutlich ist das auch so.
      Elitesoldaten versuchen mit ihrem übermässigen Risiko-Verhalten etwas in ihrer Seele zu kompensieren.
      In einer Psychiatrischen Klinik lernte ich mal einen Amerikaner kennen, der sehr lange bei den Special Forces der US-Army gedient hatte.
      Er erzählte mir, dass seine Mutter eine sehr gefühlskalte Frau war, dass er die Farbe Blau nicht ausstehen kann und dass er bereits mit 12 Jahren von Zu Hause abhaute. Er schlug sich dann jahrelang als Strassenjunge und Tellerwäscher durch. Ein rauher, freiheitsliebender Yankee, mit einem weichen, zutiefst verletzten Kern.
      4 5 Melden
    • Spooky 28.05.2017 17:39
      Highlight @rodolofo. Ich glaube dir, was du über den Special Forces Soldaten erzählst. Aber der Prozentsatz an Profisoldaten mit Identitätsdefiziten ist nicht grösser als bei anderen Leuten. Ich hatte vor zirka 30 Jahren das Glück, englische Profisoldaten kennenzulernen, die in der Schweiz trainierten. Das waren ganz normale, geistig und körperlich gesunde, junge Leute. Der Krieg (damals z.B. Falkland), war für sie ein Handwerk, das sie möglichst gut beherrschen wollten. Der Krieg ist für Profisoldaten eine Handwerk wie ein anderes - von Hass gegen den Feind keine Spur.
      3 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Bamberger 27.05.2017 16:29
    Highlight Der Urvater der rel. Selbstmordattentäter war biblisch:

    "Simson rief den Herrn an und sprach: Herr,...gib mir Kraft, Gott, noch dies eine Mal, damit ich mich für meine beiden Augen einmal räche an den Philistern. Und er umfasste die zwei Mittelsäulen, auf denen das Haus ruhte...und stemmte sich gegen sie und sprach: Ich will sterben mit den Philistern! Und er neigte sich mit aller Kraft. Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war, sodass es mehr Tote waren, die er durch seinen Tod tötete, als die er zu seinen Lebzeiten getötet hatte.“ (Ri 16,27ff)
    18 7 Melden
    • Spooky 27.05.2017 19:31
      Highlight @Michael Bamberger

      Nicht schlecht, ich denke, du kommst der Sache am nächsten, jedenfalls näher als Hugo Stamm.

      Aber es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Samson und den IS-Attentätern. Samson liess das Haus über Fürsten zusammenfallen, nicht über Kindern.

      Auch die Terroristen der 70-er Jahre haben nicht unschuldige Kinder getötet, sondern ausgewählte Personen.
      11 11 Melden
    • Michael Mettler 27.05.2017 19:47
      Highlight Ach Bambi, war Simson wirklich der Erste? Oder bist du einfach mal wieder populistisch unterwegs? Trump dein Bruder?
      5 21 Melden
    • rodolofo 28.05.2017 08:49
      Highlight Bei der Besichtigung eines Griechischen Klosters erzählte eine Ordens-Schwester der Orthodoxen Kirche mit sichtlichem Stolz, dass sich während der Invasion der Osmanen die Bevölkerung in einem unterirdischen Gebetsraum unter der Kirche versteckt hielt. Als die Türken über ihnen waren und in den Gebetsraum eindringen wollten, sprengten sie sich selbst und mit ihnen die Türkischen Invasoren in die Luft...
      2 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinkdeeper 27.05.2017 14:07
    Highlight Guter Artikel. Auch mal daran gedacht, dass dies nur funktioniert, weil Ungerechtigkeit und Ungleichgewicht in unsere Welt kultiviert und mit Skrupel- und Rücksichtslosigkeit täglich durchgesetzt wird?
    Frustration der ausgebeuteten und zu kurz gekommenen ist nachvollziebar, rechtfertigt aber keinesfalls Gewaltanwendung. Jean D'Arc, Willhelm Tell und alle Freiheitskämpfer waren nach heutigen Begriffe auch "Terroristen". Neoliberale Indoktrination zu Konsum und unverantwortlichem Handeln ist omnipräsent, ist und für den Wertezerfall mitverantwortlich und steigert täglich die Frustration.
    46 20 Melden
    • Helona 27.05.2017 17:23
      Highlight Jäh! Die armen, srmen Terroristen können gar nichts dafür. Die böse, böse Geselkschaft hat sie dazu gemacht. Mea culpa!!!!!
      11 27 Melden
    • rodolofo 27.05.2017 18:19
      Highlight Oder gerade aktuell: Die Ersetzung von menschlichen Arbeitskräften durch Roboter.
      Warum macht man das ausgerechnet dann, wenn die Arbeitslosigkeit überall steigt und zum Teil so hoch ist, dass besonders Jugendliche keine Arbeit finden und in ihrem Leben jede Perspektive fehlt?
      Ist das, damit die Armeen dieser Welt genügend Kanonenfutter rekrutieren können?
      Das sind doch heute die drei Haupt-Möglichkeiten für junge Menschen aus 3.Welt-Ländern:
      Entweder sie heuern bei der Armee an, oder beim Organisierten Verbrechen, oder bei den Kirchen...
      9 6 Melden
    • Spooky 27.05.2017 19:19
      Highlight @Thinkdeeper

      Sehr gut! Genau so ist es!

      Zudem: Das Gefühl, nicht dazuzugehören und abgehängt worden zu sein, wird von den gut situierten Journalisten unterschätzt, wenn sie ihre gescheiten Analysen abgeben.
      7 13 Melden
  • Share 27.05.2017 13:20
    Highlight WE❤️MCR
    3 2 Melden
  • Effersone 27.05.2017 12:31
    Highlight Guter Artikel. Jedoch finde ich, darf den Tätern nicht jegliche Selbstverantwortung genommen werden, in dem man alles auf eine Indoktrination schiebt. Ich finde es macht einen grossen Unterschied, ob jemand als Kleinkind in die Hände des IS gerät oder ob jemand sich mit 20ig dem IS anschliesst.

    Ich bin überzeugt, zumindest bei den europäischen Attentäter, dass ein gewisses Grundpotential in Form von Aggressivität, religiösem Fanatismus und absonderung von der Gesellschaft schon vor der Indoktrination vorhanden gewesen sein muss.
    57 3 Melden
    • Thinkdeeper 27.05.2017 14:15
      Highlight Wenn Du in Baunelieu oder anderen Ghettos aufwächst, stetig ausgegrenzt, nur als billige Arbeitskraft willkommen, von Einheimischen in Medien und Pressen drangsalisiert und am liebste ausgeschafft wirst, Du ständig für die Fehler dieser so perefekten neoliberalen Gesellschaft verantwortlich gemacht wirst ist es nachvollziehbar dass man aggressiv und frustriert wird.
      25 17 Melden
    • Effersone 27.05.2017 16:16
      Highlight Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind also Sie und ich für den Anschlag in Manchester verantwortlich und nicht der Attentäter?
      11 14 Melden
    • Michael Mettler 27.05.2017 20:10
      Highlight @effersone: sie verstehen es nicht, darum ist ihre suggestivfrage auch überflüssig.
      7 11 Melden
  • Rabbi Jussuf 27.05.2017 10:45
    Highlight Nicht zu vergessen, dass die mit dem Koran das ideale Handbuch zu einer Gehirnwäsche haben.
    51 45 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 27.05.2017 12:25
      Highlight Ein Handbuch haben sämtluche Religionen.
      52 16 Melden
    • pachnota 27.05.2017 13:03
      Highlight @JaneSoda
      Im ausgehenden 21 Jahrundert ist aber leider (Gottes) der Islam das Thema!
      20 20 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.05.2017 13:16
      Highlight Aus verschiedenen Gründen ist der Koran besonders geeignet für Gehirnwäsche und um Gewalt zu säen.
      24 18 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • owlee 27.05.2017 09:47
    Highlight Uff. Vielleicht doch noch kurz ins Korrektorat mit dem Text?

    "Ein Weg zurück gibt es nicht..."
    (Um kurz den wohl gröbsten, aber leider nicht einzigen Fehler zu nennen.)
    29 1 Melden
    • WStern 27.05.2017 10:12
      Highlight @owlee: Danke für den Hinweis!
      12 7 Melden
  • Michael Mettler 27.05.2017 09:44
    Highlight Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Was hat das mit uns zu tun?
    11 48 Melden
    • Oxymora 27.05.2017 13:05
      Highlight Da Wähler unserer Zeit, Volksvertreter wählen - die keine Zusammenhänge zwischen Gehirnwäsche, Terror, Geschlechterapartheit, vielem mehr und Religion sehen wollen - hat es auch mit uns zu tun.

      Wenn wir alle wegbeerdigt sind, werden neue Generationen die Last der Religionsprivilegien tragen.

      Angst beherrscht die Volksvertreter, sie könnten Stimmen verlieren, wenn Sie einen kritischen Umgang mit Religion pflegen.
      Glauben sie erstarkte religiöse Mächte werden, demokratische Systeme akzeptieren, sie sind nett gesagt Optimisten.
      Doch für vielen dürfte es bloss um ihre Wiederwahl gehen.
      11 9 Melden
    • TobaFett 27.05.2017 14:10
      Highlight Ja, was hat das mit uns zu tun? Was könnte man tun, damit sich Menschen nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt fühlen und so einfach Beute für religiöse Rattenfänger werden? Vielleicht sollte man sich wirklich einmal überlegen, die militärische Präsenz komplett, mit allen Basen, Häfen, Flughäfen, aus der islamischen Welt abzuziehen... könnte natürlich bedeuten, dass wir über gewisse Rohstoffe nicht entscheiden könnten und so, aber dass sollte es einem ja Wert sein...
      17 5 Melden
    • pachnota 27.05.2017 17:28
      Highlight ..könnte aber auch bedeutetn, das sich der IS in grossem Sil ausbreitet.
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 27.05.2017 09:38
    Highlight Messerscharf Herr Stamm! Diese Analyse lehrt uns auch, dass der aktuelle Terror keineswegs nur ein Phänomen der armen, abgehängten ist, auch gut gebildete sind indoktrinierbar! Die Strategie zur Bekämpfung dieses Terrorismus muss daher sein, die Indoktrinierer auszutrocken. Dann sind wir schnell bei den Aktivitäten der Saudis und den Türken welche im Westen Fundamentalusmus schüren. Und wir sind beim Islam-Lehrstuhl an den Schweizer Universitäten welcher endlich eingerichtet gehört.
    50 12 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.05.2017 10:43
      Highlight Bloss kein Lehrstuhl für isl. Theologie!
      Islamwissenschaft im Stil von Religionswissenschaft ja, als Vorbedingung für eine Ausbildung als Imam. Aber wie sollte man das gesetzlich regeln? Keine Ahnung.

      Theologie und Ausbildungen zum Prediger/Priester/Imam gehören keinesfalls an eine Uni.
      39 12 Melden
    • DonDude 27.05.2017 12:47
      Highlight Die ganzen Religionen gehören abgeschaft.
      Religion bringt mehr Tote als Drogen. Komischerweise sind nur Drogen verboten.
      34 9 Melden
    • Helona 27.05.2017 13:29
      Highlight @Rabbi Jussuf. Können Sie mir sagen, weshalb Sie zu dieser Meinzng kommen? Könnte man an einer Uni den Lehrstoff nicht besser kontrollieren? Heute wird die Ausbildung von Imamen irgendwem überlassen. Auch wenn wir ein laizistischer Staar sind, Religionen haben so oder anders immer noch einen Einfluss auf unser Leben.
      15 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helona 27.05.2017 09:36
    Highlight Ich denke, dass zu alledem eine sexuelle Frustration hinzukommt, welche islamischen Jugendlichen verbietet, einander unbefangen zu begegnen. Sexualität als starke Treibkraft sollte nicht unterschätzt werden.
    57 9 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.05.2017 11:16
      Highlight Kontrolle der Sexualität gehört fast zwingend zu jeder Sektenbildung dazu.
      51 2 Melden
  • yellowastra 27.05.2017 09:03
    Highlight Schon jemand in der Armee gewesen? Was lernt man dort genau schon wieder? Hoppla Militärdienst scheint auch eine Hirnwäsche zu sein wo man lernt zu töten.
    Weil genau dasselbe überwunden werden muss bla bla bla lange rede kurzer sinn. Es findet eine Indoktrination statt, wir sind die guten die anderen folglich die pösen pösen.
    Man muss schon wirklich blind und gedankenlos sein um zu fragen warum jemand diese hirnwäsche an anderen vollbringen will.
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    • pachnota 27.05.2017 10:01
      Highlight Schwierig zu verstehender Kommentar.
      Trotzdem danke für deine Mühe.
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    • _kokolorix 27.05.2017 15:50
      Highlight @Stipps
      Du benimmst dich wie ein trotziges kleines Kind. Du verteufelst alle Andersdenkenden, teilst die Welt in gute christliche Kapitalisten und pöse atheistische Sozialisten und Islamisten ein, und trägst mit deiner verächtlichen destruktiven Art nichts substantielles zur Diskussion bei. Zu welcher Sekte gehörst du noch gleich?
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    • karl_e 27.05.2017 17:20
      Highlight kokolorix, die guten christlichen Kapitalisten den Stipps existieren nicht. Denn wie heisst es so schön in unserem Heiligen Buch? Eher geht ein Kamel durch ein Nadelör, als ein Reicher in den Himmel. Also ist ein christlicher Kapitalist eigentlich ein Paradox. Nur, im selben Buch findet man leider auch Stellen, welche den Reichen nicht so streng beurteilen. Hl. Buch halt, voller Widersprüche.
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  • ezclips 27.05.2017 08:42
    Highlight Bravo Herr Stamm, ich hoffe nur Sie brauchen in Zukunft keinen Polizeischutz. Unterstützt liberale Islam-Reformer und -Kritiker wie Herr Abdel-Samad und Frau Necla Kelek und Frau Ayaan Hirsi Ali
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    • Saraina 27.05.2017 10:57
      Highlight Wieso? Er kritisiert keine Religion, sondern beschreibt Gehirnwäsche. Diese findet nicht nur bei Muslimen statt.

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    • Stachanowist 27.05.2017 13:11
      Highlight @ saraina

      Der Artikel dreht sich um gehirngewaschene Selbstmordattentäter. Ich lese selten bis nie von christlichen, bahaiistischen oder buddhistischen Selbstmordattentätern.
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    • Saraina 27.05.2017 13:38
      Highlight Stachanowist: und wer hat's erfunden? Die Tamilen waren die ersten, die Selbstmordanschläge mittels Attentätern mit Bombengürteln ausführten. Dann zogen die Palästinenser und die PKK nach. Die PKK wären dann wohl marxistische Selbstmordattentäter. Dass von diesen Gruppen weniger zu lesen ist, hängt damit zusammen, dass uns ein Anschlag in einem Bus in Sri Lanka nicht interessiert, und einer auf einen Polizeiposten in der Türkei auch nicht. Eine Gehirnwäsche brauchten sie wohl alle vorher.
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  • rodolofo 27.05.2017 08:25
    Highlight Die spektakuläre Übertreibung von Prozessen der Disziplinierung durch Terror-Gruppen ermöglicht es uns, solche Prozesse besser zu verstehen, die zu "inneren und äusseren" Diktaturen führen.
    Im Sport und in der Hochleistungs-Gesellschaft wird die gleiche Selbstbeherrschung durch einen "Starken Willen", der den Körper, der eigentlich schon längst Pause machen und sich erholen wollte, weiter mental vorwärts peitscht, einem phantasierten Triumph entgegen, der für das erduldete Leiden entschädigen soll.
    Der "Starke Wille" ist also zweischneidig:
    Wir können schneller sein, aber auch schneller tot...
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    • rodolofo 27.05.2017 08:38
      Highlight Dazu noch ein Lese-Tipp:
      Heute erschienen im Tages Anzeiger (Rubrik "Wochenende"):
      "Mit Verständnis gegen Extremisten"
      Die radikalislamische Sekte Bodo Haram hat Nigerias Nordosten im Griff, mit Waffengewalt lässt sie sich nicht vertreiben. Eine Psychologin begegnet den Terroristen auf neue Weise - und hat Erfolg.
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    • rodolofo 27.05.2017 09:02
      Highlight Ich muss die Auto-Korrektur korrigieren:
      "Boko Haram" heisst die Islamistische Sekte.
      Bodo Bach ist ein Komiker.
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    • Saraina 27.05.2017 10:58
      Highlight https://www.srf.ch/sendungen/dok/islamisten-praeventiv-wegsperren

      Auch interessant zum Thema!
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