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23-jährige Touristin aus Grossbritannien in Jerusalem erstochen



Emergency services and police are seen at the scene of an stabbing attack in Jerusalem Friday, April 14, 2017. A Palestinian stabbed a young British tourist to death in Jerusalem Friday near the Old City that was packed with Christians celebrating Good Friday and Jews celebrating Passover, police and hospital officials said Friday. Jerusalem's Hadassah Medical Center said the woman died soon after she was rushed there following the attack on Friday despite efforts to save her. (AP Photo/Mahmoud Illean)

Bild: Mahmoud Illean/AP/KEYSTONE

Bei einer Messerattacke in Jerusalem ist eine 23-jährige Touristin aus Grossbritannien getötet worden. Die junge Frau wurde am Karfreitag in einer Strassenbahn unweit der Altstadt angegriffen, wie Rettungskräfte mitteilten. Der Angreifer sei gefasst worden, erklärte eine Polizeisprecherin.

Dem israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet zufolge handelt es sich bei dem mutmasslichen Attentäter um einen 57 Jahre alten Palästinenser aus Ost-Jerusalem.

Die israelische Polizei hatte die Sicherheitsmassnahmen in der Altstadt von Jerusalem angesichts der christlichen und jüdischen Feiertage zuletzt noch einmal verschärft. Am Karfreitag versammeln sich in der Altstadt traditionell viele Christen zu Gedenkfeierlichkeiten.

Am Montag begann überdies das einwöchige jüdische Pessach-Fest. Zehntausende Juden kommen in dieser Zeit zur Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt, der heiligsten Stätte des Judentums. Einige besuchen auch das darüber befindliche Gelände rund um die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg.

Christian pilgrims attend Good Friday procession in Jerusalem Friday, April 14, 2017. Good Friday is a Christian holiday which marks the crucifixion of Jesus Christ and his death. (AP Photo/Dan Baliltyl)

Bild: Dan Balilty/AP/KEYSTONE

Der Tempelberg ist die drittheiligste Stätte des Islam und die heiligste des Judentums. Der Streit um den Tempelberg sorgt immer wieder für Spannungen. Juden dürfen das Gelände zwar betreten, aber nicht dort beten. Die Palästinenser fürchten, dass Israel diese Regeln ändern könnte. Zuletzt kam es deshalb immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.

Israel und die Palästinensergebiete werden seit Oktober 2015 von einer neuen Gewaltwelle erschüttert. Dabei wurden rund 260 Palästinenser, 41 Israelis und sechs Ausländer getötet. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmassliche Attentäter, die zumeist Messer für ihre Angriffe verwendeten. In den vergangenen Monaten ging die Gewalt allerdings zurück. (sda/afp)

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