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Die «Karawane der Migranten» wird an der mexikanischen Grenze gestoppt

epaselect epa07107899 Honduran migrants jump in the Suchiate River in Tecun Uman, Guatemala, 20 October 2018, at the border between Mexico and Guatemala to enter Mexico while the immigration authorities keep the crossing closed.  EPA/EDWIN BERCIAN

5000 Menschen aus Honduras und Guatemala warteten an der Grenze zu Mexiko, um ins Land gelassen zu werden.  Bild: EPA/EFE



Eine Karawane aus tausenden von Migranten vorwiegend aus Honduras versucht derzeit, über Guatemala nach Mexiko und in die USA zu gelangen. Etwa 5000 Menschen warteten an der Grenze darauf, nach Mexiko gelassen zu werden, sagte ein mexikanischer Behördenvertreter.

Ungefähr 650 sei es gelungen, ins Land zu kommen, sagte der Behördenvertreter am Samstag. Etwa 2500 andere wiederum gaben nach Angaben von Guatemalas Präsident Jimmy Morales auf und machten sich auf den Weg zurück in ihre Heimat. Die mexikanischen Behörden wollen Hunderte Migranten wieder zurückschicken, wie das mexikanische Aussenministerium ankündigte.

Die Migranten, unter denen viele Kinder sind, hatten sich in den vergangenen Tagen zu Fuss aufgemacht und einer aus Süden kommenden Karawane angeschlossen. Ihr Ziel sind die USA. Sie fliehen vor Armut und hoher Kriminalität und erhoffen sich ein besseres Leben in den Vereinigten Staaten. Honduras, El Salvador und Guatemala gehören zu den ärmsten und gewalttätigsten Ländern auf dem amerikanischen Kontinent.

epa07107535 Honduran migrants rest on the banks of Suchiate River in Ciudad Hidalgo, in the state of Chiapas, Mexico, 20 October 2018. On Friday, Honduran migrants invaded Mexico across the border from Guatemala after breaking through the metal fence.  EPA/Rodrigo Pardo

Migranten aus Honduras an der Grenze zu Mexiko – unter ihnen sind viele Kinder. Bild: EPA/EFE

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, keinen der Migranten in sein Land zu lassen. Mexiko drohte er mit der Schliessung der Grenze und der Kürzung von Regionalhilfen, sollte es den Treck nicht aufhalten. Die mexikanische Regierung entsandte daraufhin ein Grossaufgebot der Polizei an die Grenze zu Guatemala.

Migranten versuchen es über Wasserweg

Dieses verhinderte am Freitag, dass die Karawane über eine Brücke in dem kleinen guatemaltekischen Grenzort Tecun Uman nach Mexiko strömen konnte. Dabei kam es zu dramatischen Szenen. Einige hatten den Grenzfluss Suchiate daraufhin schwimmend oder auf improvisierten Flössen überquert, um ihren Weg ohne formale Registrierung fortzusetzen.

Die mexikanischen Behörden retteten nach eigenen Angaben viele Migranten aus dem Fluss. Die nahezu 900 Menschen unterliegen dem «Verwaltungsverfahren nach mexikanischem Recht» und würden in ihre jeweilige Heimat zurückgebracht.

Trump verfolgt seit Beginn seiner Präsidentschaft einen strikten Kurs zur Begrenzung der illegalen Einwanderung in die USA. Er will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen. Derzeit läuft wegen der Kongresswahlen Anfang November der Wahlkampf in den USA auf Hochtouren. Eines der zentralen Themen ist die Einwanderungspolitik. (wst/sda/reu/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • dorfne 21.10.2018 13:51
    Highlight Highlight Hat jemand noch Worte für dieses Elend und diese Verzweiflung? Ich frage mich, ob die Menschlichkeit an Armut und Überbevölkerung scheitern wird. Oder ob sie schon viel früher gescheitert ist an der ungerechten Verteilung von Möglichkeiten und Recourssen und es jetzt zu spät dafür ist, weil die Gerechtigkeit
    unter der Herrschaft des globalen Neoliberalismus nichts Grosses mehr ausrichten kann. Es sei denn, jeder Einzelne von uns wäre bereit, alles was er/sie hat mit den Ärmsten zu teilen, so dass am Schluss Alle gleich viel oder wenig haben.
    • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 21.10.2018 14:39
      Highlight Highlight Schon traurig wer bei deinem Post blitzt.
    • Ueli der Knecht 21.10.2018 14:50
      Highlight Highlight "weil die Gerechtigkeit unter der Herrschaft des globalen Neoliberalismus nichts Grosses mehr ausrichten kann."

      Zu glauben, die "Herrschaft des globalen Neoliberalismus" könnte die angerichteten Schäden erkennen, geschweige denn reparieren, ist unangebracht. Das ist illusorisch.

      Vielmehr brauchen wir neue ökonomische und soziale Modelle, die dem "globalen Neoliberalismus" die Grundlage und Daseinsberechtigung entziehen, und welche die Welt und die Menschheit vorwärts bringen.
      Benutzer Bild
    • dorfne 21.10.2018 15:14
      Highlight Highlight @friendly tiger. Vielleicht sind meine Gedanken schwer anzuvollziehen. "Die Menschlichkeit scheitert an Armut und Überbevölkerung."
      Damit meine ich, dass beides inzwischen so gross ist, gemessen an den
      Migrationsströmen, dass es uns Angst macht und überfordert, sodass wir anfangen uns vor dem Elend zu verschliessen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst 21.10.2018 13:32
    Highlight Highlight Was denn los? In Guetmala?

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