DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Männer in der Schweiz essen pro Woche fast 1 Kilogramm Fleisch.
Männer in der Schweiz essen pro Woche fast 1 Kilogramm Fleisch.Bild: Marco Ugarte/AP/KEYSTONE

Hoppla! Wir essen massiv mehr Fleisch als vom Bundesamt für Gesundheit empfohlen

16.03.2017, 10:0016.03.2017, 14:08

In der Schweiz essen die Menschen zu viel Fleisch, aber zu wenig Milchprodukte. Die neusten Ergebnisse der ersten Nationalen Ernährungserhebung menuCH zeigen zudem, dass sich sieben von zehn Befragten am Mittag auswärts verpflegen.

780 statt 240 Gramm Fleisch

Animiertes GIFGIF abspielen
gif: giphy

Schweizerinnen und Schweizer konsumieren durchschnittlich 780 Gramm Fleisch und Wurstwaren pro Woche, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Donnerstag bekannt gab. Empfohlen wären lediglich 240 Gramm.

Männer essen fast doppelt soviel Fleisch wie Frauen

Insbesondere die Männer sind Fleischesser. Sie konsumieren 980 Gramm Fleisch, während es bei den Frauen lediglich 570 Gramm sind.

Vier mal zu viel Fett

Süsses und Salziges, Fette wie Butter, Margarine und Rahm sowie fettreiche Saucen werden vier Mal so viel konsumiert, wie empfohlen.

Nur 2 statt 3 Portionen Milchprodukte

Animiertes GIFGIF abspielen
gif: giphy

Bei anderen Lebensmitteln konsumieren Schweizerinnen und Schweizer dagegen eher zu wenig. Der durchschnittliche Konsum von pflanzlichen Ölen und Nüssen beispielsweise entspricht der Hälfte der empfohlenen Menge. Bei Milch und Milchprodukten nimmt die Schweizer Bevölkerung täglich nur zwei anstatt drei Portionen zu sich.

1.7 Liter Wasser, Kaffee und Tee

Weiter zeigt sich in der Untersuchung, dass die Befragten im Durchschnitt etwa 1.7 Liter Wasser, Kaffee und Tee pro Tag trinken. Empfohlen sind ein bis zwei Liter, wie das BLV weiter schreibt.

71 Prozent essen mittags auswärts

Die Ernährungserhebung gibt auch Aufschluss über das Essverhalten. 71 Prozent verpflegen sich am Mittag auswärts, 35 Prozent der Befragten kochen nie ein Mittagessen.

38 Minuten Kochen

Animiertes GIFGIF abspielen
gif: giphy

Abends stehen dabei gemäss BLV mehr Leute am Herd: Nur knapp jede fünfte Person kocht nie Abendessen. Dabei zeigen sich grosse Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Während 35 Prozent der 65- bis 75-Jährigen am Abend nie eine warme Mahlzeit zubereiten, sind es bei den 18- bis 34-Jährigen 15 Prozent. Fürs Kochen werden durchschnittlich 38 Minuten pro Mahlzeit aufgewendet.

Für menuCH wurden rund 2000 Erwachsene aus der ganzen Schweiz zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Die Untersuchung wurde vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Lausanne im Auftrag des BLV und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) durchgeführt. Im November 2016 sind bereits Ergebnisse zum Body Mass Index und zum Früchte- und Gemüsekonsum veröffentlicht worden. (whr/sda)

Food! Essen! Yeah!

Alle Storys anzeigen

Fleisch oder Fruchtfleisch? Erkennst du dein Essen in der Nahaufnahme?

1 / 40
Fleisch oder Fruchtfleisch? Erkennst du dein Essen in der Nahaufnahme?
quelle: shutterstock / shutterstock
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

26 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Spektor
16.03.2017 10:26registriert Dezember 2016
Kann mir jemand erklären, was an 3 Portionen Milchprodukten täglich gesund sein soll? Oder geht es hier wiedermal nur um die Legitimation der ungeheuren Überproduktion von Milch in der Schweiz?
7822
Melden
Zum Kommentar
avatar
kliby
16.03.2017 10:36registriert September 2015
Schätze, die meisten Menschen geben wenig auf die Empfehlungen eines Bundesamts. Sage ich als Wenig-Fleischesser.
451
Melden
Zum Kommentar
avatar
Chewbacca
16.03.2017 10:08registriert Dezember 2014
Und natürlich alle nur Biofleisch vom glücklichen, einheimischen Tier von nebenan 😒
475
Melden
Zum Kommentar
26
«Ich musste heimlich Fussball spielen» – diese 3 Frauen möchten etwas verändern
Stephanie Erne, Melanie Müller und Gentiana Morina haben zusammen im Namen ihrer verstorbenen Freundin Florijana Ismaili den Förderverein «FI9» gegründet. Ihr Ziel ist es, junge Mädchen zu fördern und sie zu unterstützen.

Stephanie Erne, Melanie Müller und Gentiana Morina haben eines gemeinsam: Sie möchten den Schweizer Frauenfussball voranbringen und junge Mädchen fördern und unterstützen. «Es gibt viele Mädchen, die aufgrund ihrer Kultur nicht Fussball spielen dürfen», so Morina, die aus eigener Erfahrung spricht. Damals, als sie noch jung war, musste sie heimlich Kicken gehen. Ihre Familie wollte sie nicht auf dem Fussballplatz sehen. Sie kämpfte so lange für ihre Passion, bis sie auch bei ihrer Familie Akzeptanz fand.

Zur Story