Schweiz
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Abstimmungswillige stehen Schlange vor dem Stimmlokal im Bahnhof, am Sonntag, 28. Februar 2016 in Bern. Das eidgenoessische Stimmvolk hatte ueber drei Volksinitiativen, die Durchsetzungsinitiative, die Initiative fuer Ehe und Familie, die Juso-Spekulationsinitiative, sowie ueber das Referendum gegen die zweite Gotthardroehre zu befinden. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

People que in front of a ballot office at the central trainstation of Bern, Switzerland, Sunday, February 28. Swiss people vote on four initiatives this Sunday, among them a vote on a second the construction of a second road tunnel through the central Swiss Alps (

Sonntag, 28. Februar: Bernerinnen und Berner stehen Schlange für die Stimmabgabe am Hauptbahnhof Bern.
Bild: KEYSTONE

Wer sagte Nein, wer sagte Ja? – Die zwei wichtigsten Grafiken zum DSI-Abstimmungsverhalten



Fast gleich viele Menschen haben der DSI zugestimmt wie der SVP-Ausschaffungs-Initiative vor fünf Jahren. In absoluten Zahlen haben gerade Mal 22'865 Menschen mehr ein Ja in die Urnen gelegt.

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Die Nein-Stimmen hingegen haben um satte 723'034 zugelegt. Das lässt den Schluss zu, dass nur wenige Leute umgestimmt wurden, aber umso mehr überhaupt abgestimmt haben.

«Wer die Ausschaffungs-Initiative seinerzeit ablehnte, legte fast ausnahmslos ein Nein zur DSI in die Urnen», schreibt dazu Tagesanzeiger.ch. Auch die damals Ja-Stimmenden hätten ihre Haltung nicht grundlegend geändert, aber immerhin 20 Prozent hätten das Lager gewechselt. Und weiter: «Wer damals nicht teilnahm, heuer jedoch schon, stimmte zu rund 70 Prozent gegen die DSI.»

Hast du deine Meinung im Laufe des Abstimmungskampfs geändert?

Gemäss TA war die Zustimmung in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen am grössten, während die Jungen die Vorlage am deutlichsten ablehnten. Anders als bei der Ausschaffungs-Initiative sei die Zustimmung der älteren Bevölkerung aber nicht überdurchschnittlich.

Auffallend ist der Einfluss des Bildungsgrades: Je besser ausgebildet, desto eher lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die DSI ab.

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Tamedia-Abstimmungsstudie 2016, Forschungsstelle Sotomo.
quelle: tagesanzeiger.ch

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(dwi)

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41
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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 02.03.2016 01:52
    Highlight Highlight Sagen wir es politisch korrekt:
    Sie sind zu wenig tief informiert
    oder zu wenig aufgeklärt.
    Tönt doch schöner als
    Stammtischidioten.
  • Stichelei 01.03.2016 22:21
    Highlight Highlight Es ist halt schon so, dass wenig oder rudimentäre Bildung die Menschen empfänglicher macht für die allzu simplen 'Lösungen' der SVP. Der wirkliche Sachverhalt ist dann in der Regel einiges komplexer. Hinweis an alle Blitzer: Ich habe nicht gesagt, Leute ohne Bildung seien dumm. Sie sind einfach nicht gebildet.
  • koks 01.03.2016 21:32
    Highlight Highlight wir müssen unbedingt die hausfrauen ins erwerbsleben schicken, sonst kriegen solche anliegen noch mehrheiten.
    • trio 01.03.2016 22:49
      Highlight Highlight Oder zusammen mit den Arbeitslosen in die Ausbildung schicken ;)
  • C_K 01.03.2016 21:26
    Highlight Highlight @JThie
    Es ist so gemeint, dass z.B. die Arbeitslosen eine Gruppe bilden.
    Die Prozentzahl ist dann nur für die jeweilige Gruppe als einzelnes
    • JThie 01.03.2016 21:31
      Highlight Highlight Danke :)
  • JThie 01.03.2016 20:46
    Highlight Highlight Ich brauch mal ein wenig Hilfe bei den Tabellen. Die Balken beschreiben ja die Prozente, richtig? Ich gehe zumindest davon aus, da nichts geringeres dort steht. Wieso aber komme ich bei jeder einzelnen Tabelle dennoch auf über 100%?
    Beispiel: In der Tabelle "Erwerbstätigkeit": Sowohl die Sparte "Hausfrau", wie auch die Sparte "Arbeitslos" sind beide ein wenig über 50%... Wie geht das? Wenn man von allen Wählern als die 100% ausgeht, dann würde man hier auf eine viel höhere Zahl kommen.
    Kann da wer Klarheit schaffen?
    • Charlie Brown 01.03.2016 20:58
      Highlight Highlight Etwas mehr als 50% der Hausfrauen haben JA gestimmt.
    • JThie 01.03.2016 21:01
      Highlight Highlight @Tell99:
      Und etwas mehr als 50% der Arbeitslosen haben ebenfalls "ja" gestimmt. Also 50%+50% = 100%.
      Und was ist mit den anderen Sparten?
    • Sensei 01.03.2016 21:10
      Highlight Highlight Eieiei in welche Bildungskategorie würdest du dich einteilen? Jede Kategorie in sich gibt 100% (ja und nein). 50% aller Hausfrauen stimmten zu, folglich 50% lehnten ab, gibt 100%. 40% der Pensionierten stimmten zu, 60% lehnten ab gibt 100% (alle) der Pensionierten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sensei 01.03.2016 20:45
    Highlight Highlight Etwa eine halbe Million mehr Nein-Stimmen als bei der AI. Danke, ich freue mich sehr über das Nein. Aber anstatt sich so auf die Schultern zu klopfen, sollte man sich schon fragen, wo waren die alle bei früheren Abstimmungen? Alle haben nur gejammert über das viele Geld der svp etc. Stellt euch vor, wie die Wahlen letzten Herbst verlaufen wären bei einer halben Million mehr Stimmen für alle svp-alternativen!
    • Scott 01.03.2016 21:07
      Highlight Highlight Neben der SVP gibt es leider keine Alternativen. Alle anderen wollen in die EU und/oder die Sozialindustrie ausbauen.
    • _mindflight 01.03.2016 21:55
      Highlight Highlight @Scott: Und da die SVP ja das Sozialsystem abbaut, ist sie gemäss den Auswertungen aus dem Wahlverhalten der letzten NR- und SR-Wahlen die Arbeiterpartei! Ups das geht ja gar nicht zusammen, aber trotzdem wählen genau diese scheinbar die SVP... Asylanten- und Ausländerthemen ziehen halt da mehr als ein Abbau der Sozialsystem.

      Wirtschafts-Faschismus in Hochform...
  • The Host 01.03.2016 20:12
    Highlight Highlight Jede Hochkultur geht irgendwann zu Grunde. Ich habe mich immer gefragt, durch was es bei uns so weit sein wird. Mit SVP und Trump habe ich so eine Vermutung...
  • Madison Pierce 01.03.2016 19:52
    Highlight Highlight Das ist interessant. Die Gegenkampagne hat also weniger die Leute umgestimmt, als vielmehr junge, urbane Bürger dazu motiviert, den Stimmzettel auszufüllen.

    Ohne die Bequemlichkeit gewisser Bevölkerungsschichten wären in den letzten Jahren wohl viele Abstimmungen anders herausgekommen.

    Die SVP ist demnach im Volk gar nicht so beliebt und erreicht keine 30% Zustimmung. Sie hat einfach den Vorteil, dass ihre Sympathisanten nicht nur eine Meinung haben, sondern diese auch an die Urne tragen. An die Gemeindeversammlung gehen sie wohl auch, deshalb die vielen grundlos abgelehnten Einbürgerungen.
    • Scott 01.03.2016 21:09
      Highlight Highlight Bei der DSI hat die SVP nicht 30 sondern über 40% Zustimmung erreicht.
    • trio 01.03.2016 21:49
      Highlight Highlight @Scott 40% der Personen, die abgestimmt haben! Das sind 40% von 60% von den Abstimmungsberechtigten. Alles klar?
    • Grecko 02.03.2016 08:31
      Highlight Highlight Ja die SVP weiss wie man seine Wähler mobilisiert, jeder der mit der SVP simpatisiert geht abstimmen aber leider gehen nicht allzu viele abstimmen die gegen die SVP sind...
  • Yes. 01.03.2016 19:12
    Highlight Highlight Also ich für meinen Teil kenne in meinem (natürlich nicht respräsentativem) Umfeld relativ viele, die für die Auschaffungs- und gegen die DSInitiative waren.
    • 7immi 01.03.2016 19:23
      Highlight Highlight da kann ich mich anschliessen... inklusive meiner wenigkeit.
      die argumentation dahinter: verbrecher sollen raus, der prozess soll aber fair und fundiert sein. also keine "listenjustiz".
  • Mafi 01.03.2016 19:12
    Highlight Highlight Spannend ist, dass die über 75-Jährigen wieder stärker dagegen stimmen.

    Hängt wohl mit den Erinnerungen an die (Nach-)Kriegszeit und aber auch mit den nicht oder weniger vorhandenen Ängsten vor der eigenen Zukunft zusammen.

    Wieder mal der berühmte Generationen-Übersprung, wir (ca. 20 Jährige) verstehen uns ja auch mit unseren Grosseltern ausgezeichnet ;)
  • stalker 01.03.2016 19:10
    Highlight Highlight Glaube, dass mit der verstärkten Mobilisierung in den Sozialen Medien vor allem mehr Junge zum Abstimmen bewegt werden konnten. Und diese haben zum Grossteil ein Nein eingelegt. Ziel muss es sein, denn Wähleranteil der 18- bis 30-Jährigen zu heben, dann würden zukünftig Abstimmungsresultate wohl oft anders aussehen. Das Resultat vom Sonntag könnte für viele motivierend sein, auch zukünftig abzustimmen. Hoffe auch, dass E-Voting bald möglich sein wird, gehe davon aus dass dadurch Junge eher abstimmen würden, und somit die Abstimmungen eine allgemeinere Bevölkerungsmeinung wiederspiegeln würde
  • Humbolt 01.03.2016 18:55
    Highlight Highlight Das sagt mir, dass wir dieses Geschenk (Demokratie) nicht genügend zu schätzen wissen.
    Bevor wir nicht vor dem Abgrund stehen, ist jeder Mehraufwand eine unüberwindbare Hürde, die es anscheinend nicht wert ist genommen zu werden. Wir sind zu bequem. Es liegt an den Politikern die Masse zu mobilisieren. Und das bei jeder Abstimmung!
    Wie Leo sagte: Dont take this planet for granted! Genau beim Thema Klima wird uns unsere Bequemlichkeit so richtig in den Allerwertesten beissen! Denn wenn wir diese Abgrund dann mal erblicken, wird es längst zu spät sein.
  • pamayer 01.03.2016 18:34
    Highlight Highlight Hauptsache NEIN!
    • trio 01.03.2016 22:00
      Highlight Highlight Für die Zukunft ist es schon interessant zu wissen, wer wie abgestimmt hat.
  • Mate 01.03.2016 18:31
    Highlight Highlight einmal mehr zeigt sich wieso die svp in der bildung sparen will...
    • Mafi 01.03.2016 19:13
      Highlight Highlight Wie Donald Trump gesagt hat - "I love the uneducated" - Ist wohl hier leider dasselbe...
    • _mindflight 01.03.2016 21:57
      Highlight Highlight Wirtschaftsfaschisten brauchen solche Leute, sonst funktionniert das System nicht...
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 01.03.2016 18:21
    Highlight Highlight Und wie sieht es Stadt-Land mässig aus? Respektive ist es wieder so, dass je weniger Ausländer je höher die DSI Zustimmung?
    • SanchoPanza 01.03.2016 19:24
      Highlight Highlight lt. Aussage von Claude Longchamp war es bei dieser nicht so ein grosser Stadt/Land-Graben vorhanden wie an früheren Abstimmungen. Fand ich auch noch spannend...
    • Charlie Brown 01.03.2016 19:47
      Highlight Highlight Meine nicht repräsentative Erhebung hierzu: Meine Wohngemeinde (rund 1000 Stimmberechtigte, ländlich gelegen) hat bei allen vier Vorlagen gleich wie die ganze Schweiz gestimmt, jedoch von den Prozenten her im Schnitt 5% "rechter".
    • Datsyuk * 01.03.2016 19:55
      Highlight Highlight Abstimmungsergebnisse:

      Stadt Bern:
      140'288 Einwohner, davon 24,6 % Ausländer (Ende September 2015); 10’193 Personen stimmten für die Initiative (17,3 %), 48’602 Personen dagegen; Stimmbeteiligung von 67,8 %

      Horrenbach-Buchen (BE):
      250 Einwohner Ende 2014 und laut Statistik 3 Ausländer im Jahr 2012; 101 Personen stimmten für die Initiative (90,2 %), 11 Personen dagegen; Stimmbeteiligung von 61,5 %
      Eine Nachbargemeinde von Horrenbach-Buchen ist Sigriswil, wo Adrian Amstutz aufgewachsen ist..
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