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Israel soll Schweizer Diplomaten Zugang zu Gazastreifen verboten haben



Members of the Swiss army seen next to the flags of Switzerland and Israel during an official visit of Israel's Defense Minister Moshe Ya'alon in Kehrsatz near Bern, Switzerland, Thursday, February 11, 2016. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Israel soll Schweizer Diplomaten den Zugang zum Gazastreifen untersagt haben, nachdem einige von ihnen dort Vertreter der Palästinenserorganisation Hamas getroffen hatten. Das Schweizer Aussendepartement ist deswegen mit den israelischen Behörden in Kontakt.

Man nehme die verschiedenen Medienberichte zur Kenntnis, welche über das Verbot informieren, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Das EDA habe Kontakt zu den zuständigen Behörden in Israel, um den Sachverhalt zu klären und gegebenenfalls eine Lösung zu finden.

Wie ein israelischer Regierungsmitarbeiter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch sagte, soll das von Verteidigungsminister Avigdor Lieberman verhängte Verbot so lange in Kraft bleiben, bis Israel dazu Erläuterungen von Schweizer Seite erhalte.

Treffen öffentlich gemacht

Der Schweizer Vertreter bei der Palästinensischen Autonomiebehörde, Julien Thöni, hatte am Dienstag im Gazastreifen den starken Mann der Hamas, Jahia Sinwar, getroffen. Einige Tage zuvor waren schweizerische Diplomaten mit anderen Führern der radikalislamischen Organisation zusammengetroffen.

Die israelischen Behörden nehmen unter anderem Anstoss daran, dass die Begegnungen öffentlich gemacht wurden, wie das israelische Militärradio berichtete. So veröffentlichte die Hamas auf ihrer Internetseite Fotos vom Treffen zwischen Thöni und Sinwar.

Bis Freitag soll die seit 2007 im Gazastreifen regierende Hamas ihre Machtbefugnisse an die international anerkannte Autonomiebehörde übertragen.

Israel, die USA und die Europäische Union sehen die Hamas als Terrororganisation an. Die Schweiz unterhält anders als die USA und die EU Kontakte zur Hamas-Führung. Sie tritt auf der Suche nach einer Friedenslösung und bei der Verteidigung der Menschenrechte für einen Dialog mit allen am israelisch-palästinensischen Konflikt beteiligten Kräften ein.

Schweizer Diplomaten begeben sich regelmässig über den Grenzübergang Eres nach Gaza. Israel kontrolliert – mit Ausnahme der fast durchweg geschlossenen ägyptischen Grenze – sämtliche Übergänge zu dem Palästinensergebiet. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • murrayB 29.11.2017 18:46
    Highlight Highlight Wenn den schweizer Diplomaten das treffen mit Terroristen so wichtig sein sollte können sie ja über Ägypten, resp. den Sinai in den Gaza streifen - ah richtig - diese Grenze ist ja auch geschlossen ;-)
    • Saraina 29.11.2017 22:49
      Highlight Highlight Ja, das ist wahr. Aber wenn ich Israeli wäre, wäre es mir sehr sehr peinlich, wenn mein Land mit einem korrupten, diktatorischen Unrechtsstaat wie Ägypten in einen Topf geworfen wird.
  • Pius C. Bünzli 29.11.2017 17:23
    Highlight Highlight "Die israelischen Behörden nehmen unter anderem Anstoss daran, dass die Begegnungen öffentlich gemacht wurden..."

    Das, liebe Israelis, nennt man Demokratie. Wenn die Regierung etwas von Bedeutung anstellt, ist die Bevölkerung zu informieren. Der Staat wird vom Volk gesteuert und ist ihm daher Rechenschaft schuldig.
    • Lumpirr01 29.11.2017 18:24
      Highlight Highlight Egal wer die von den Israeli auf Palestinensergebiet illegal erstellten Wasserpumpstationen fotografiert, wird von den zahlreich installierten Überwachungskameras erfasst, festgehalten und muss mit Gefängnis rechnen.... Nur soviel zum absolut unfairen Verhalten der Israeli in diesem seit 2000 Jahren andauernden Konflikt mit ihren Feinden..........
    • Wald Gänger 30.11.2017 10:34
      Highlight Highlight Das Wort Demokratie im Zusammenhang mit der Hamas zu benützen, ist jetzt wirklich ein wenig gewagt.
    • Wald Gänger 30.11.2017 10:35
      Highlight Highlight Lumpirr: Israel existiert seit 2000 Jahren? Wow!
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheMandalorian 29.11.2017 16:50
    Highlight Highlight Das ist wahre schweizer Neutralität!
  • Posersalami 29.11.2017 16:30
    Highlight Highlight Sofort das unnütze Drohnengeschäft mit Israel auf Eis legen.
    • Trump's verschwiegener Sohn 29.11.2017 19:50
      Highlight Highlight Nicht auf Eis legen, sondern ganz streichen. Das ist noch so eine Altlast vom Erfinder der besten Armee der Welt, der sich bei der ersten Gelegenheit aus dem Staub gemacht hat im Verteidigungsdepartement und sich in ein anderes Departement verzogen hat. Es wäre nicht überraschend, wenn gewisse SVP-ler im Hintergrund die Verbindung mit der israelischen Rüstungsindustrie hergestellt haben. Denn die Israel-Sympathisanten in der CH-Politik sind auch in der SVP zu finden. Alfred Heer ist ein guter Anfang.

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