Sex
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Blogchefin Mimi Erhardt behauptet, 37 zu sein. Wir halten 27 für wahrscheinlicher. Bild: mimi erhardt/instagram

Sex im Netz geht auch appetitlich: Mimis Blog macht alle an

Die Berlinerin Mimi Erhardt weiss so ziemlich alles über Sex, Tattoos und Porno. Am Wochenende beehrt sie die Zürcher Porny Days. 



Was ist das doch für ein angenehmer Sexblog! So freundlich, warm und welcoming. Und echt schöne Fotos. Wahrscheinlich würde sich sogar meine Grossmutter dort wohlfühlen. Dabei sieht Mimi aus wie eine Tapete. Und die meisten Menschen, die sie auf dem Blog vorstellt, auch. Weil sie neben dem Sex Tattoos einfach so sehr lieben. Sieht ja auch schön aus. Und das Bratwurst-Tattoo auf Mimis Handgelenk ist lustig.

Matching Bratwürste

Bild

bild: mimi erhardt/instagram

Der Blog heisst Mimi&Käthe und kommt aus Berlin. Mimi&Käthe klingt nach typischem Neuköllner oder Zürcher Hipstercafé im Altback-Retrodesign. Der Blogtitel ist denn auch in astreinem Grosi-Stick tätowiert. Und ja, in Mimis Küche hängt ein Plakat mit Cupcakes drauf. Klingt alles albern, ist es aber ausnahmsweise nicht.

Doppelt gestochen

Bild

bild: mimi&käthe

Gegründet haben den Blog Mimi Erhardt und Käthe Karlsson (Künstlerinnennamen), irgendwann stieg Käthe aus, die Pornojournalistin Mimi blieb. Denn Mimi&Käthe ist nicht nur ein Sex-, sondern ein Pornoblog. Mimi macht sich nämlich Sorgen. Weil alle Pornos konsumieren, aber nicht darüber reden. Weil Pornosex in unseren sexuellen Alltag einfliesst, als Thema aber ein Tabu bleibt.

«Ich habe gesehen, wie sich viele an der Sexualität orientieren, die sie in Pornos sehen. Ein trauriger, gefährlicher Zustand, der daher rührt, dass wir zwar angefangen haben, offener über Sex zu sprechen, aber nicht über Pornographie.»

Leicht gekürztes Zitat aus einem Interview mit Mimi

Mimi im Detail

Bild

Bild: mimi erhardt/instagram

Mimi&Käthe ist also auch Aufklärung. Lebenshilfe. Gesellschaftsblog. Und superpraktisch. Hier erfährt die bedürftige Dame zum Beispiel, welchen Pornostar sie denn nun statt James Deen als Befriedigungsvorlage benutzen soll. Wir erinnern uns: Neun Pornodarstellerinnen sagten vor einem Jahr, Herr Deen habe sie missbraucht.

Als Ersatz schlägt nun die Fachfrau Virginia Heart einen Gentleman namens Owen Gray vor. Der nicht nur auf Tattoos steht, sondern auch auf Narben. Er ist ein echter «Fifty Shades»-Gray, ein «Dom», ein Sklavenhalter also, aber offenbar meganett. So wie alle Pornstars, die Mimi&Käthe interviewt und porträtiert unfassbar liebenswürdige, sensible, ab- und tiefgründige Existenzen sind. Gottes entblösste Liebesengel quasi.

Mr. Gray will see you now!

Bild

bild: jennymayfield/tumblr

Mimi selbst schreibt über ihre «Pansexualität»: Sie liebt Menschen jeglichen Geschlechts, egal, als was sie zur Welt gekommen sind und egal, welche echten oder künstlichen Geschlechtsteile wo an ihnen dranhängen. Oder um es mit Mimi zu sagen: «Dein Gender ist mir peng.»

Mimi und ihre Fotografin Sarah sind auch die einzigen Menschen, die es schaffen, Nacktmodel Micaela Schäfer ernsthaft schön und sympathisch aussehen zu lassen. Nur wenn Mimi nach Hause geht, zu Katze, Schaumbad und gesunden Sachen wie Avocado oder Passionsfrucht, macht sie nichts mehr mit Sexblogs. Dann konsumiert sie «Food- oder Interior-Design-Blogs», denn: 

«Nach einem typischen Arbeitstag voller Riesenschwänze, Pink und aufgerissener Ärsche mag ich nichts mehr sehen, das auch nur annähernd mit Sex zu tun hat.»

Das ist Micaela Schäfer? Ja!

Bild

bild: mimi erhardt/instagram

Auch Männer schreiben übrigens auf Mimi&Käthe. Zum Beispiel Carlos Spiceyweener mit seinem überzeugenden Frauenmagazin-Bashing «No-Gos beim Blowjob oder: Lass die Sahne vom Lovehammer!» Ein flehendes Pamphlet gegen die Verwendung von Sprühsahne, Fingernägel, Zähnen, erotisch gemeinten Verzögerungen und anderen Massnahmen, die angeblich zum perfekten Blowjob führen sollen.  

Apropos Männer: Habt ihr schon mal vom «Prince Ugly Fetisch» gehört? Also davon, dass es besonders erregend sein soll, mit möglichst hässlichen Männern zu schlafen? Nicht? Eben. Sehr lehrreich alles. Und dabei nie so geschrieben oder abgebildet, dass es einem den Appetit verderben würde. Im Gegenteil: ein sehr appetitlicher Blog!

Mimi an den Porny Days

Mimi Erhardt liest am Samstag, 26. November, um 20 Uhr, an den Zürcher Porny Days aus ihrem Buch «Erlebnispornographie». Die zum vierten Mal stattfindenden Porny Days zeigen wie gewohnt viele Nacktfilme und bieten sachdienliche Workshops zu Themen wie «Erotische 4-Hand-Massage» und «Erotische Fesselkunst» an.

Auch dies dürfte dich interessieren:

«Es war einmal ein Weib, das zeigte seinen Unterleib»: Polizei-Gedicht warnt vor Cybersex

Link zum Artikel

Basler Sexualkundeunterricht verletzt keine Grundrechte

Link zum Artikel

Das Liebeshoroskop 2018: Paart euch ordentlich, es ist das Jahr der Venus!

Link zum Artikel

Zölibat, Frauenhass und Schmerzsuche: Wie uns die Kirche die Lust raubte

Link zum Artikel

Haltet euch fest: Feiertage machen Lust auf Sex – sagt die Wissenschaft

Link zum Artikel

«Mann oder Frau? Ein bisschen Verwirrung tut doch gut» – So lebt es sich als Intersexuelle

Link zum Artikel

Orgasmus oder Gewichtheben – siehst du das Kommen?

Link zum Artikel

Wieso wollte ich schon wieder an die Erotikmesse Extasia?

Link zum Artikel

«Es geht nicht nur um Sex und Geld» – ein Sugardaddy erzählt

Link zum Artikel

Weil's dir sonst niemand sagt: 23 Dinge über Analsex, die du unbedingt wissen solltest

Link zum Artikel

So antwortest du stilgerecht auf Dick Pics und andere unerwünschte Glieder

Link zum Artikel

Der vaginale Orgasmus ist ein Mythos, sagt der Biologe – ist das wirklich so?

Link zum Artikel

Wenn sich dein Körper brutal verändert. Lisa B. hat einen irren Pubertäts-Film gedreht

Link zum Artikel

Sexuell übertragbare Infektionen nehmen weiter zu – Bund schaltet Safer-Sex-Check auf 

Link zum Artikel

19 harte Fakten und Rekorde zum Glied. Also Phallus. Oder Penis 

Link zum Artikel

«Baby, wieso?» – Die Lovestorys der «Bravo» sprechen uns direkt aus der Seele

Link zum Artikel

Und nun ein wenig Clitbait! 8 Fakten zum weiblichen Erregungszentrum

Link zum Artikel

Dirty Talk in der Studenten-WG: «Pornos haben mich nicht geprägt, aber Stellungen habe ich auch schon abgeschaut»

Link zum Artikel

20 erstaunliche Fakten zum Thema Masturbation, um dir mehr Wonne zu schenken. Bei Nummer 16 wirst zwei Mal schlucken müssen

Link zum Artikel

Ich kam nach einer kurzen Abwesenheit zurück und meine Chefinnen hatten folgende Stories für mich: Penis-Peperoni und Twerk-Sextoys. Ich liebe meinen Job

Link zum Artikel

Prostituierte zu sein bedeutet viel mehr als Sex zu haben: Diese 6 bizarren Kundenwünsche sind wirklich ... gefühlsecht  

Link zum Artikel

«15 Orgasmen pro Woche sind rein beruflich. Dazu noch jede Menge in meinem privaten Sexleben»

Link zum Artikel

«Na Baby, wie war ich?» – diese Frage kannst du dir in Zukunft sparen. Denn der Penis wird zum Data-Tracker

Link zum Artikel

Wenn das Bedürfnis nach Sex fehlt: 6 asexuelle Frauen erzählen ihre Geschichte

Link zum Artikel

Porno-Ikone Rocco Siffredi: «Heute vögeln sie alle identisch»

Link zum Artikel

«Playboy» präsentiert: 18 unausgesprochene Regeln beim Sex

Link zum Artikel

Sex macht Paare glücklicher: Auch wenn du nicht dran glaubst, dein Unterbewusstsein weiss es

Link zum Artikel

Sex Sells: 18 Game-Werbungen, die zwischen plump und sexistisch schwanken

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Es gibt soviel Schönes auf der Welt, schau dir die Bilder an

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Mett-Koch
23.11.2016 22:40registriert January 2015
Netter Beitrag. Aber zugemalte Typen finde ich sexuell abstossend.
5328
Melden
Zum Kommentar
5

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel