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Ich trinke per sofort öfters mal Whiskey Sour und du solltest es auch tun

Er ist einer meiner Lieblingscocktails. Und einer der ganz alten. Und einer der besten. Ladies and gentlemen: The Whiskey Sour.
07.06.2019, 17:1210.06.2019, 11:39

So geht's:

Bild: shutterstock
5 cl Bourbon
2 cl frischer Zitronensaft
1 cl Simple Syrup (Zuckersirup – oder ein TL Zucker)
1 Eiweiss
1 Maraschino-Kirsche
1 Orangenschnitz
Bourbon, Zitronensaft, Zuckersirup und Eiweiss in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In ein mit Eiswürfeln gefülltes Old-Fashioned-Glas abgiessen und mit Cocktailkirsche und Orangenschnitz garnieren.

Ja, das Eiweiss bringt's.

Bild: shutterstock

Etliche Bars werden dir einen Whiskey Sour ohne Eiweiss servieren. Dies, weil es nun mal umständlich und zeitraubend ist, hinter der Bar mit Eiern hantieren zu müssen. Logo. Aber das mit dem Schäumchen kriegst du ohne Eiweiss nun mal nicht hin. Zum Teil wird – wie etwa in der altehrwürdigen Kronenhalle-Bar in Zürich – Eiweisspulver benutzt, was auch ganz gut funktioniert. Aber mit einem richtigen, frischen Eiweiss wird's nun mal besser. (Und das übrigbleibende Eigelb kannst du zum Dessert Backen verwendet oder für – haha – Spaghetti Carbonara!)

Dry Shake: Ja oder nein?

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Bild: giphy

Dry Shake? Bedeutet: Die Cocktail-Zutaten im Shaker zuerst ohne Eis energisch zu schütteln. Erst danach fügt man das Eis hinzu – und schüttelt nochmals. Nun bedeutete mir der nette Barman von der Hotel Bar in Zürich kürzlich, bei Whiskey Sour sei das ein absolutes Must. Tatsächlich wird vielerorts empfohlen, bei allen Cocktails, die frisches Eiweiss enthalten, so zu verfahren.

Probe aufs Exempel: Ich habe vor kurzem beide Versionen – mit und ohne Dry Shake – hintereinander versucht. Jap, mit Dry Shake ist das Schäumchen ein klein wenig geiler. Ein klein wenig. Entscheide also selbst.

Der Whiskey Sour gehört zu den ältesten Cocktails.

Bild: amazon

In der Liste der International Bartenders Association wird dieser Cocktail unter den «Unforgettables» aufgeführt. Die erste schriftliche Erwähnung ist aus dem Jahr 1862 und stammt aus dem wegweisenden Buch «The Bartender's Guide: How To Mix Drinks» von Jerry Thomas. Weitere Hinweise gibt es, dass Elliot Staub, ein ehemaliger Schiffskellner, den Drink in einer Bar in Iquique (damals Peru, heute Chile) «erfand».

Aber vielleicht ist der Pisco Sour noch älter.

Bild: shutterstock

Es gibt historische Quellen, die belegen, dass in Chile und Peru bereits im 18. Jahrhundert der Traubenschnaps Pisco mit Zitronensaft getrunken wurde. Ein waschechter Cocktail in engerem Sinne war dies damals wohl kaum, da das Konzept des Cocktails noch nicht existierte (und Eiswürfel ebensowenig). Item – so geht der südamerikanische Klassiker:

5 cl Pisco
3 cl frischer Limettensaft
1 cl Simple Syrup (Zuckersirup – oder ein TL Zucker)
1 Eiweiss
3 Tropfen Angostura Bitters
Pisco, Limettensaft, Zuckersirup und Eiweiss in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In ein mit Eiswürfeln gefülltes Old-Fashioned-Glas abgiessen und mit 3 Tropfen Angostura Bitters garniern.

Und die White Lady, die solltest du auch noch kennen.

Kommen wir noch zur dritten wichtigen Sour-Variante – im Wesentlichen ist die White Lady ein Sidecar mit Gin statt Brandy. Was sie von den anderen Sours weiter unterscheidet, ist die Verwendung von Triple Sec statt Sirup. Und so geht's:

5 cl Gin
1,5 cl frischer Zitronensaft
1,5 cl Triple Sec (Grand Marnier, Cointreau etc.)
1 Eiweiss
Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In ein vorgekühltes Martiniglas abgiessen.

Cheers, allerseits!

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