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National League
Bern – Lausanne 2:0 (2:0,0:0,0:0)
Davos – Biel 3:7 (1:3,0:0,2:4)
Servette – Lugano 3:0 (2:0,0:0,1:0)
SCL Tigers – Fribourg 0:2 (0:0,0:0,0:2)
SCRJ Lakers – Zug 1:4 (0:1,0:3,1:0)
Scho geng gärn e Fischer gsi: Biel-Goalie Hiller rettet spektakulär.
Scho geng gärn e Fischer gsi: Biel-Goalie Hiller rettet spektakulär.Bild: KEYSTONE

Biel und Bern bleiben an der Spitze – nächste Pleite für Rappi

Der EHC Biel befindet sich in der National League auf Kurs. In der achten Runde resultiert für die Seeländer der siebte Sieg. Davos ist beim 3:7 daheim einmal mehr kein Gradmesser.
06.10.2018, 22:2807.10.2018, 09:29

Bern – Lausanne 2:0

– Mit einem abgeklärten und cleveren Auftritt hat der SC Bern beim 2:0 gegen Lausanne seinen zweiten Sieg an diesem Wochenende realisiert. SCB-Trainer Kari Jalonen behielt im Duell gegen seinen ehemaligen Schüler Ville Peltonen klar die Oberhand.

– Diesen Sommer hatte Peltonen nach mehreren Jahren als Jalonens Assistent von Bern nach Lausanne gewechselt. Im ersten Aufeinandertreffen zwischen den beiden Coaches hatte Peltonen seinem Lehrmeister nichts entgegenzusetzen. Der SCB war in allen Belangen die bessere Mannschaft.

Simon Moser im Fokus: Der SCB-Captain wurde für sein 500. Spiel in der National League geehrt.
Simon Moser im Fokus: Der SCB-Captain wurde für sein 500. Spiel in der National League geehrt.Bild: KEYSTONE

– Das Schlussresultat stand jedoch schon nach dem ersten Drittel fest. Verteidiger Yanik Burren hatte am Vorabend beim 6:1-Sieg in Ambri mit einem Schuss ins leere Tor seinen ersten Treffer in der National League erzielt. Nun doppelte er nach und traf ebenso mit einem Weitschuss (8.) wie 35 Sekunden vor der ersten Pause Mark Arcobello. Bern kontrollierte in der Folge das Spiel souverän und betrieb nicht mehr sonderlich viel Aufwand, was aufgrund des harten Programms in den letzten Tagen (sechstes Spiel in acht Tagen) nicht wirklich überraschend kam.

– Bei Lausanne dürfte die Erkenntnis gereift sein, dass die verletzungsbedingte Absenz des letztjährigen Liga-Topskorers Dustin Jeffrey (drei bis vier Monate out) schwer wiegt. Peltonens Team blieb offensiv harmlos und bezog die dritte Niederlage in Folge.

Davos – Biel 3:7

– Der EHC Biel dominiert die Startphase der Meisterschaft weiter. In Davos feierten die Seeländer mit 7:3 im fünften Auswärtsspiel bereits den fünften (klaren) Sieg. Die Vorentscheidung fiel bereits nach 16 Minuten. Innerhalb von 39 Sekunden brachten Anssi Salmela und Dominik Egli den EHC Biel 3:1 in Führung. Biel kontrollierte die Partie permanent. Sie starteten mit einem Pfostenschuss in der Startminute, reagierten auf den Davoser Ausgleich durch Inti Pestoni mit der Tor-Doublette zum 3:1 und stellten den Kantersieg mit vier Goals im Schlussabschnitt sicher. Im zweiten Abschnitt hatte der schwedische Keeper Anders Lindbäck (35 Paraden) die Davoser im Spiel gehalten.

Tag der offenen Tür in Davos: Biel feiert Eglis Treffer zum 3:1.
Tag der offenen Tür in Davos: Biel feiert Eglis Treffer zum 3:1.Bild: KEYSTONE

– Biel gewann seine fünf Auswärtspartien in Lausanne (4:1), Ambri (5:1), Bern (5:2), Langnau (5:3) und Davos mit dem Totalskore von 26:10. Die einzige Saisonniederlage kassierte Biel daheim gegen Fribourg mit 2:3 nach einer 2:0-Führung.

– Der HC Davos dagegen kassierte zu Hause mit Ausnahme des 2:0-Erfolgs gegen die Lakers in jedem Spiel mindestens fünf Gegentore, gegen Biel zum zweiten Mal innerhalb einer Woche nach dem 0:7 gegen die SCL Tigers sogar sieben.

Servette – Lugano 3:0

– Servette legte die Basis zum 3:0-Erfolg über Lugano bereits in den ersten 8 Minuten. Die Genfer gingen nach 66 Sekunden durch einen Sololauf von Noah Rod in Führung. Cody Almond doppelte nach 8 Minuten nach. Luganos Benoit Jecker stand bei beiden Gegentoren auf dem Eis; vor dem 0:2 lenkte er Almond den Puck mit dem Schlittschuh pfannenfertig auf den Stock.

– Das Genfer Startfurioso vermieste primär Luganos österreichischem Goalie Stefan Müller das Debüt in der National League. Der 22-Jährige, der mit Schweizer Lizenz spielt und nicht als Ausländer gilt, wurde bei zwei der ersten fünf Schüsse erwischt. Die nächsten 29 Schüsse wehrte Müller alle ab. Das siegsichernde 3:0 erzielte Jérémy Wick 67 Sekunden vor Schluss ins leere Tor.

Kein Vorbeikommen an Servette-Keeper Descloux.
Kein Vorbeikommen an Servette-Keeper Descloux.Bild: KEYSTONE

– Servette kam im vierten Heimspiel zum vierten Sieg. Goalie Gauthier Descloux kam im ebenfalls vierten Einsatz zum ersten Shutout. Auswärts gewann Servette noch keinen Punkt. Lugano erzielte innerhalb von 24 Stunden gegen Langnau (1:4) und Servette (0:3) bloss ein Tor.

SCL Tigers – Fribourg-Gottéron 0:2

– Killian Mottet sorgte in der 57. Minute mit dem Führungstreffer für Fribourg-Gottéron für die Entscheidung auf dem Weg zum 2:0-Sieg auswärts gegen die SCL Tigers. Torhüter Ludovic Waeber blieb in seinem 13. NL-Einsatz erstmals ohne Gegentreffer.

– Waeber ersetzte erstmals in dieser Saison den Freiburger Stammgoalie Reto Berra. Und der 22-Jährige, der 26 Schüsse abwehrte, schaffte mit dem Shutout etwas, was Berra in den sieben Partien zuvor nicht gelungen war. Waeber wehrte einen Penalty von Chris DiDomenico ab (15.) und bekundete zweimal Glück, als er bereits geschlagen war und der Pfosten sein Team vor einem Rückstand bewahrte.

Kampf auf Biegen und Brechen in der Ilfishalle.
Kampf auf Biegen und Brechen in der Ilfishalle.Bild: KEYSTONE

– Auch Gottéron verschoss einen Penalty und verzeichnete einen Pfostenschuss. Knapp vier Minuten vor dem Ende traf Mottet mit einem satten Weitschuss doch noch. Zwölf Sekunden vor dem Ende machte Julien Sprunger mit einem Schuss ins leere Tor alles klar. Fribourg reiste erstmals seit dem Langnauer Wiederaufstieg im Jahr 2015 mit drei Punkten aus dem Emmental ab. Langnau auf der anderen Seite verlor das dritte Heimspiel in Folge. Gegen Ambri-Piotta, Biel und nun Fribourg erzielten die SCL Tigers dabei nur drei Tore.

Rapperswil-Jona Lakers – Zug 1:4

– Die Rapperswil-Jona Lakers stehen nach der Rückkehr in die höchste Liga weiterhin auf verlorenem Posten. Gegen Zug kassierten die St.Galler beim 1:4 die sechste Niederlage im siebten Spiel. Die Hoffnungen ruhen auf einem neuen Ausländer.

– Am Dienstag hatte Rapperswil-Jona beim 2:1 gegen Lausanne den ersten Saisonsieg gefeiert. Vier Tage später und 24 Stunden nach dem 0:2 in Biel kehrte die Ernüchterung endgültig ein. Gegen effiziente, aber keineswegs überragende Zuger erspielten sich die nur mit zwei Ausländern angetretenen Lakers kaum Chancen. Neuen Schwung soll ein tschechischer Stürmer bringen; Radek Smolenak spielt ab der kommenden Woche für den Aufsteiger.

Ex-Rappi-Spieler Cyrill Geyer hätte sich anlässlich seiner Verabschiedung einen schöneren Abend gewünscht.
Ex-Rappi-Spieler Cyrill Geyer hätte sich anlässlich seiner Verabschiedung einen schöneren Abend gewünscht.Bild: KEYSTONE

– Zug führte die Entscheidung im Mitteldrittel mit drei Treffern innerhalb von zehn Minuten zum 4:0 herbei. Wenige Minuten vor dem 2:0 (30.) hatte Trainer Dan Tangnes sein Timeout genommen. Die Massnahme auf den zuvor wenig inspirierenden Auftritt wirkte. Insbesondere das Trio David McIntyre (1 Tor/2 Assists), Lino Martschini (1/1) und Reto Suri (1/1) überzeugte beim EVZ. (ram/sda)

Die Tabelle

tabelle: srf

Die Telegramme

Bern – Lausanne 2:0 (2:0, 0:0, 0:0)
16'007 Zuschauer. - SR Salonen/Müller, Altmann/Rebetez.
Tore: 8. Burren (Mursak) 1:0. 20. (19:25) Arcobello (Ebbett, Almquist/Ausschluss Nodari) 2:0.
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
Bern: Genoni; Krueger, Blum; Burren, Almquist; Andersson, Beat Gerber; Marti; Mursak, Ebbett, Kämpf; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Heim, Haas, Scherwey; Berger, Bieber, Grassi.
Lausanne: Boltshauser; Genazzi, Lindbohm; Junland, Grossmann; Nodari, Frick; Trutmann; Zangger, Mitchell, Herren; Simic, Vermin, Bertschy; Leone, Froidevaux, Kenins; Traber, Antonietti, Schelling; Roberts.
Bemerkungen: Bern ohne Sciaroni (gesperrt), Kamerzin und Untersander, Lausanne ohne Jeffrey und In-Albon (alle verletzt). Pfostenschüsse Rüfenacht (17.) und Gerber (60.). Timeout Lausanne (58:05), Lausanne danach ohne Torhüter.

Davos -– Biel 3:7 (1:3, 0:0, 2:4)
4368 Zuschauer. - SR Kaukokari/Wiegand, Duarte/Kaderli.
Tore: 4. Pouliot 0:1. 10. Pestoni (Dino Wieser, Corvi/Strafe angezeigt) 1:1. 16. (15:34) Salmelä (Hügli, Hiller) 1:2. 17. (16:13) Egli (Earl, Riat) 1:3. 42. Dufner (Earl) 1:4. 47. Kreis (Brunner, Riat/Ausschluss Frehner) 1:5. 53. (52:27) Hügli (Earl, Fuchs) 1:6. 53. (52:42) Du Bois 2:6. 55. Brunner (Pouliot, Schmutz) 2:7. 56. Bader (Heldner) 3:7.
Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten (Frehner) plus Spieldauer (Frehner) gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Biel.
Davos: Lindbäck; Du Bois, Paschoud; Nygren, Jung; Stoop, Payr; Heldner; Pestoni, Corvi, Dino Wieser; Marc Wieser, Prince, Ambühl; Kessler, Egli, Hischier; Meyer, Aeschlimann, Bader; Frehner.
Biel: Hiller; Kreis, Salmela; Fey, Sataric; Moser, Dufner; Egli; Pedretti, Pouliot, Rajala; Brunner, Fuchs, Earl; Riat, Diem, Künzle; Schmutz, Neuenschwander, Lüthi; Hügli.
Bemerkungen: Davos ohne Weder, Sandell, Baradun, Portmann (alle verletzt) und Lindgren (rekonvaleszent), Biel ohne Tschantré, Forster, Wüest, Maurer und Fèvre (alle verletzt). Diem verletzt ausgeschieden (43.). - Pfostenschuss Earl (1.).

Genève-Servette – Lugano 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)
5706 Zuschauer. - SR Eichmann/Mollard, Borga/Gnemmi.
Tore: 2. Rod 1:0. 8. Almond (Mercier) 2:0. 59. Wick (Richard) 3:0 (ins leere Tor).
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 4mal 2 plus 10 Minuten (Walker) gegen Lugano.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Mercier, Petschenig; Völlmin; Wick, Almond, Rod; Rubin, Richard, Bozon; Douay, Romy, Kast; Fritsche, Berthon, Kyparissis; Heinimann.
Lugano: Müller; Loeffel, Wellinger; Jecker, Chorney; Chiesa, Riva; Vauclair; Lapierre, Lajunen, Hofmann; Walker, Sannitz, Jörg; Fazzini, Cunti, Bürgler; Vedova, Morini, Romanenghi; Ulmer.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bouma, Wingels, Simek, Lazarevs und Bezina, Lugano ohne Bertaggia, Haussener, Sartori, Reuille und Klasen (alle verletzt). - Timeout Genève-Servette (42.).

SCL Tigers – Fribourg-Gottéron 0:2 (0:0, 0:0, 0:2)
5704 Zuschauer. - SR Lemelin/Tscherrig, Wüst/Kovacs.
Tore: 57. Mottet (Furrer/Ausschluss Pesonen) 0:1. 60. (59:48) Sprunger (Birner) 0:2 (ins leere Tor).
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 6mal 2 plus 10 Minuten (Vauclair) gegen Fribourg-Gottéron.
SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Blaser; Lardi, Erni; Cadonau, Huguenin; Kindschi, Leeger; DiDomenico, Gagnon, Dostoinov; Pesonen, Johansson, Kuonen; Pascal Berger, Gustafsson, Neukom; Rüegsegger, Diem, Gerber.
Fribourg-Gottéron: Waeber; Abplanalp, Furrer; Holös, Chavaillaz; Schneeberger, Stalder; Schilt; Mottet, Slater, Birner; Rossi, Bykow, Marchon; Sprunger, Walser, Lhotak, Holdener, Schmutz, Vauclair; Meunier.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Peter, Nüssli, Nils Berger (alle verletzt) und Elo (überzähliger Ausländer), Fribourg-Gottéron ohne Miller (verletzt). Mottet verschiesst Penalty (9.). DiDomenico verschiesst Penalty (15.). Pfosten-/Lattenschüsse: Slater (16.), Erni (22.), Huguenin (27.), Meunier (60.). Timeout SCL Tigers (58:24), SCL Tigers danach bis 59:48 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers – Zug 1:4 (0:1, 0:3, 1:0)
4021 Zuschauer. - SR Massy/Stefik, Fuchs/Obwegeser.
Tore: 8. McIntyre (Martschini/Ausschluss Ness) 0:1. 30. Suri (McIntyre) 0:2. 34. Klingberg (Ausschluss Zehnder!) 0:3. 40. (39:33) Martschini (McIntyre, Suri) 0:4. 50. Knelsen (Aulin/Ausschluss McIntyre) 1:4.
Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Schweri) gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 6mal 2 plus 10 Minuten (Alatalo) gegen Zug.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Gähler, Profico; Iglesias, Schmuckli; Hächler, Maier; Berger; Aulin, Knelsen, Casutt; Brem, Schlagenhauf, Hüsler; Mosimann, Mason, Schweri; Primeau, Ness, Rizzello; Fuhrer.
Zug: Stephan; Diaz, Morant; Zryd, Zgraggen; Schlumpf, Alatalo; Stadler; Martschini, McIntyre, Suri; Klingberg, Albrecht, Lammer; Leuenberger, Senteler, Schnyder; Widerström, Zehnder, Haberstich.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Helbling, Wellman, Spiller und Gilroy, Zug ohne Roe, Stalberg, Thiry, Simion und Fohrler (alle verletzt). Timeout Zug (26.). (sda)

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