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NLA-Playoffs, Halbfinals, Spiel 1

Bern – Lugano 2:4 (1:0, 0:1, 1:3), Serie 0:1
Zug – Davos 3:2 nV (2:0, 0:2, 0:0, 1:0), Serie 1:0

Berns Tristan Scherwey im Kampf mit Luganos Stefan Ulmer im ersten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano, am Dienstag, 21. Maerz 2017 in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Das Bild täuscht: Lugano muss in Bern nicht unten durch. Bild: KEYSTONE

Lugano schafft im ersten Spiel gleich das Break – Zug besiegt Davos in der Verlängerung

Der HC Lugano bezwingt im ersten Spiel des Playoff-Halbfinals den SC Bern auswärts und kann so gleich das Break realisieren. Den Tessinern gelingt die Wende nachdem sie das Startdrittel total verschlafen haben. Zug ringt den HC Davos nach einem packenden Spiel in der Verlängerung nieder.



Bern – Lugano 2:4

>>> Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen

Der Schlittschuhclub Bern wird sich ob dieser Auftaktniederlage ärgern. Die Partie begann für die Berner perfekt mit dem 1:0 von Tristan Scherwey nach bloss 35 Sekunden mit dem ersten Torschuss. Was folgte, lief weniger nach Plan. Bern dominiert klar. 16:3 lautete das Schussverhältnis des ersten Drittels. Aus der klaren Überlegenheit resultiert aber nichts mehr – auch weil Merzlikins stark aufspielt. Simon Bodenmann, Martin Plüss, Alain Berger, Simon Moser, Andrew Ebbett und Ryan Lasch vergeben die grössten Möglichkeiten im ersten Abschnitt. Die Verteidiger David Jobin (30.) und Ramon Untersander (31.) besitzen die grössten Chancen zum 2:0 im zweiten Abschnitt.

Für die mangelnde Effizienz vor dem gegnerischen Tor wird Bern in der zweiten Spielhälfte bestraft. Und am Ende siegt Lugano nicht einmal unverdient. Denn die Tessiner steigern sich nach dem verhaltenen ersten Abschnitt. Luganos Chancen werden immer zahlreicher und immer besser.

Luca Fazzini und Alessandro Chiesa, zwei Eigengewächse Luganos, machen aus dem 0:1 ein 2:1. Ramon Untersander gleicht nur anderthalb Minuten später für Bern nochmals aus. Dario Bürgler gelingt acht Minuten vor Schluss nach brillanter Vorarbeit von Linus Klasen und Patrik Zackrisson das siegbringende 3:2. 101 Sekunden vor Schluss besiegelt Eric Blum die Berner Niederlage mit einem Puckverlust an der offensiven blauen Linie gegen Maxim Lapierre, der uneigennützig dem ehemaligen Berner Ryan Gardner das 4:2 ins leere Tor ermöglicht.

Berns Trainer Kari Jalonen, hinten, und Assistenztrainer Ville Peltonen, im ersten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano, am Dienstag, 21. Maerz 2017 in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Jalonen kann mit der Effizienz seines SCB nicht zufrieden sein. Bild: KEYSTONE

Der SC Bern reagiert am Ende frustriert. Simon Moser kassiert für einen Bandencheck gegen Julien Vauclair eine Fünfminutenstrafe plus eine Spieldauerstrafe. Moser riskiert eine Sperre fürs zweite Halbfinalspiel vom Donnerstag. Ob das die Berner indessen schwächen würde, ist fraglich. Am Dienstag stand Moser ebenso wie Berns Topskorer Mark Arcobello bei allen vier Gegentoren auf dem Eis.

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Mosers Check an Vauclair. Video: streamable

Zug – Davos 3:2 nV

Die Entscheidung fiel passenderweise in Überzahl durch den Finnen Immonen mit einem Schuss aus der Halbdistanz. Der Treffer hätte aber auch genausogut auf der anderen Seite fallen können. Der Sieg war eher glücklich, denn im zweiten und dritten Drittel war der HCD die spielbestimmende Mannschaft gewesen. Und er ist wichtig, denn seit dem Titelgewinn 1998 hat Zug keine Playoffserie gegen Davos mehr gewonnen. Ein Fehlstart wäre deshalb ein schlechtes Omen gewesen.

Davos erlaubte sich wie im ersten Spiel der Viertelfinalserie gegen Lausanne einen Fehlstart. Die Zuger hatten die zehn Tage Pause seit dem letzten Ernstkampf offensichtlich besser genutzt und waren im ersten Drittel schneller, zielstrebiger und effizienter. Zudem leisteten sich die Bündner viel zu viele Strafen. Zwei der fünf Powerplays nutzten die Zentralschweizer nach dem exakt gleichen Muster. Zweimal schoss Raphael Diaz von der blauen Linie, beide Male lenkte Carl Klingberg vor Davos-Goalie Gilles Senn mutmasslich noch minim ab.

Die Zuger feiern das 2:0 beim ersten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem HC Davos am Dienstag, 21. Maerz 2017, in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Zug jubelt, Gilles Senn ist geschlagen. Bild: KEYSTONE

In Lausanne hatten die Davoser ein 0:3 noch gewendet, da konnte sie das 0:2 kaum schrecken. Ab dem Mitteldrittel setzte das Team von Arno Del Curto zum eigentlichen Sturmlauf an. Bei nummerischer Gleichheit auf dem Eis waren die Bündner eine Klasse besser und überforderten Zug, das in der Qualifikation 18 Punkte mehr geholt hatte. Mit einem Handgelenkschuss über die Fanghand von Tobias Stephan nach einem Bully verkürzte Dino Wieser, der im ersten Drittel gleich dreimal auf der Strafbank gesessen hatte, in der 25. Minute. Es war für den Bündner bereits der fünfte Treffer im fünften Playoff-Spiel.

Bruder Marc bereitete zusammen mit Perttu Lindgren sechseinhalb Minuten vor Ende des mittleren Abschnitts das hochverdiente 2:2 durch Aushilfsausländer Mike Vaskivuo vor. Wie deutlich die Davoser in diesem zweiten Drittel überlegen waren, verdeutlicht das Schussverhältnis von 16:2 (!). Das letzte Wort hatte aber Zugs Immonen.(abu/sda)

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Der Gamewinner von Zugs Immonen. Video: streamable

Telegramme

Bern – Lugano 2:4 (1:0, 0:1, 1:3), Serie: 0:1
17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Kurmann, Fluri/Kaderli. -
Tore: 1. (0:35) Scherwey (Luca Hischier, Martin Plüss) 1:0. 37. Fazzini (Chiesa, Hirschi) 1:1. 44. Chiesa (Klasen) 1:2. 45. Untersander (Bodenmann, Lasch) 2:2. 53. Bürgler (Zackrisson, Klasen) 2:3. 59. Gardner (Lapierre) 2:4 (ins leere Tor).
Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Simon Moser) plus Spieldauer (Simon Moser) gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Klasen.
Bern: Genoni; Blum, Untersander; Krueger, Jobin; Gerber, Andersson; Kamerzin; Moser, Arcobello, Rüfenacht; Scherwey, Plüss, Hischier; Bodenmann, Ebbett, Lasch; Müller, Gagnon, Berger; Randegger.
Lugano: Merzlikins; Furrer, Chiesa; Vauclair, Ulmer; Ronchetti, Hirschi; Sartori; Klasen, Zackrisson, Bürgler; Hofmann, Martensson, Bertaggia; Sannitz, Lapierre, Fazzini; Reuille, Gardner, Walker; Morini.
Bemerkungen: Bern ohne Noreau, Reichert (beide verletzt) und Garnett, Lugano ohne Wilson (beide überzählige Ausländer), Damien Brunner und Kparghai (beide verletzt) - Timeout Bern (58.)

Zug – Davos 3:2 nV (2:0, 0:2, 0:0, 1:0), Serie: 1:0
7015 Zuschauer (ausverkauft). - SR Vinnerborg/Wiegand, Kovacs/Obwegeser. -
Tore: 5. Klingberg (Diaz, McIntyre/Ausschluss Dino Wieser) 1:0. 14. Klingberg (Diaz/Ausschluss Jung) 2:0. 25. Dino Wieser (Corvi) 2:1. 34. Vaskivuo (Lindgren, Marc Wieser) 2:2. 77. (76:03) Immonen (Senteler/Ausschluss Corvi) 3:2.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 10mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Martschini; Ambühl.
Zug: Stephan; Grossmann, Helbling; Morant, Diaz; Erni, Schlumpf; Alatalo, Fohrler; Senteler, Immonen, Klingberg; Suri, Holden, Martschini; Lammer, McIntyre, Zangger; Schnyder, Diem, Peter.  
Davos: Senn; Du Bois, Rahimi; Forster, Heldner, Paschoud, Schneeberger, Jung; Kessler, Aeschlimann, Ambühl; Kousal, Lindgren, M. Wieser; D.Wieser, Corvi, Sciaroni; Jörg, Walser, Simion; Vaskuvio.
Bemerkungen: Zug ohne Markanen und Järvinen (überzählige Ausländer), Davos ohne Ruutu und Spylo (beide verletzt).

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Against all odds 22.03.2017 08:04
    Highlight Highlight Mache mir mehr Sorgen um die übrigen Kommentarschreiber als über Tikkanen selber. Emojis hier, sauglatte Wortkombinationen dort; einfach nur schlechte Kopien.
  • Goon 22.03.2017 06:25
    Highlight Highlight Sehr spannendes Spiel. Nur das zuger Publikum.....richtige Schampusgläser-Halter und nichts-kapierer.

    So, noch ein paar versteckte Fouls mehr in den kommenden Spielen und es kommt gut.

    1921
  • mad_aleister 22.03.2017 00:41
    Highlight Highlight Die ganzen Tikkanen-Ableger sind ja arg...
    • BlueTire 22.03.2017 01:51
      Highlight Highlight Tikkanen ist sowas wie eine Negativ Legende...
    • zsalizäme 22.03.2017 09:46
      Highlight Highlight Wenn ich schon einen richtig miesen Kommentar lesen will, dann wenigstens vom Original!
  • Hallo22 21.03.2017 23:48
    Highlight Highlight Gut gemacht Zuger 😊 Die Steibocktschinken rannten heute wie erwartet gegen eine Mauer. Klingberg unser Wikinger erzielte 2 Tore 👍 besonders herausgestochen ist an diesem Abend aber unser Morant. Der hat die Davoser Legendär in die Schranken gewiesen und das ohne eine Strafe zu bekommen 😆 Gut gemacht Johann 💪. Das einzige was nicht so toll war an diesem Abend ist die Schiedsrichter Leistung die Wiesers und Sciaroni sind immer wieder Stephan angegangen...noch 7 bis zum ⚪🔵⚪🏆
  • holden27 21.03.2017 23:46
    Highlight Highlight Zwar ist die erhoffte Fairness nicht eingetroffen, doch das resultat stimmt 😁
    Stephan gut beschützen gegen diese dreckigen angriffe dann es kommt gut :D

    Freu mich auf das nächste spiel 💪
    Hopp zug :D
  • andre63 21.03.2017 23:44
    Highlight Highlight erfreulicher hockeyabend in allen stadien. ob tikkanen schlafen kann? 🤔
  • Peedy 21.03.2017 23:11
    Highlight Highlight Hoffentlich bekommt der Ambühl eine sperre...die ganze Zeit dreckige versteckte Fouls 😣
  • Sapperlot! 21.03.2017 22:48
    Highlight Highlight Wer die Tore nicht schiesst kriegt sie halt, so war das heute Abend.
    Aber der Check von Moser an Vauclair war nix, sorry das sind nie und nimmer 5 Minuten.
    • zsalizäme 22.03.2017 09:56
      Highlight Highlight Ja, aber ca. 0.5 - 1 Meter von der Bande entfernt... Jeder Hockeyspieler weiss, dass er dort nicht Checken darf.
  • BamBamCam 21.03.2017 22:43
    Highlight Highlight Da wankt der Bär🐻😵, und die Nerven scheinen schon blank zu liegen (s. Moser). Grande Lugano!
    • Bobo B. 21.03.2017 22:56
      Highlight Highlight Ha, ha. Grande Lugano. Klar doch...
  • Hayek1902 21.03.2017 22:31
    Highlight Highlight Wie ich es prognostiziert habe: Die lahmen Beamten aus der Schnarchstadt der Schweiz wurden von der Tessiner Leidenschaft erschlagen, wie die Hipster zuvor. Die Berner Beamteneffizienz zeigte sich erneut von ihrer "besten" Seite. ;-) Fazzini, die letzte Reinkarnation Jesu, und alle anderen in der Offensive, ob 🇨🇭, 🍁oder 🇸🇪, durfte gegen den ehemaligen Meistergoalie noch einen oder zwei Scorerpunkte holen. Der Rockstar im Tessiner Tor kriegte nur 2 Eier und keines vom Narcobeller, damit ist die Sache geritzt. So darfes weitergehen! :-D :-D :-D Noch 7 bis zum 🏆
    • elbrujo_ 21.03.2017 23:07
      Highlight Highlight vielen dank😂
  • Lindros88 21.03.2017 22:21
    Highlight Highlight Wie sagte Tikkanen heute:
    epochale Titelverteidigung mit einem Sweep ins Finale....!
    Läuft wohl nicht so ganz nach Plan für Bern und Tikkanen. Lugano ist halt doch eine andere Nummer als Biel!
    • zsalizäme 22.03.2017 09:58
      Highlight Highlight @Mighty
      Bis jetzt auf jeden Fall nicht.

Kein Witz: Arno Del Curto ab sofort Trainer der ZSC Lions!

Paukenschlag im Schweizer Eishockey: Die ZSC Lions trennen sich von Trainer Serge Aubin und ersetzen ihn durch den langjährigen Davos-Trainer Arno Del Curto.

22 Jahre lang war Arno Del Curto Trainer des HC Davos, er führte die Bündner zu sechs Meistertiteln. Ende November trat er zurück – nun ist er bereits wieder als Eishockeytrainer auf höchster Ebene tätig.

Der 62-jährige Del Curto übernimmt per sofort und bis Ende Saison die ZSC Lions, die gestern 1:2 nach Verlängerung gegen Davos verloren hatten und sich nach wie vor im Strichkampf befinden. Für Del Curto ist es eine Rückkehr ins Hallenstadion: Dort war er schon zwischen 1991 und 1993 Trainer.

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