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Bern's Zach Boychuk, left, and Jeremie Kamerzin look on ahead of the Champions Hockey League round of 16 second leg match between SC Bern and Malmoe Redhawks, in Bern, Switzerland, Tuesday, November 20, 2018. (KEYSTONE/Alessandro della Valle).

Alle Schweizer Teams sind aus der Champions Hockey League ausgeschieden.  Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Eine bittere Wirklichkeit – unsere Klubs sollten aus der Champions League aussteigen

Alle Schweizer Klubs sind im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Ein logisches Scheitern, das wenig bis nichts über den sportlichen Wert unserer Liga sagt.



Der Ort der bitteren Wahrheit ist die Stadt Bern. Hier finden wir die unerbittliche Wirklichkeit der Champions Hockey League. Wir müssen nicht werten. Nicht polemisieren. Wir können einfach erzählen, was ist.

YB hat in der Champions League des Fussballs keine Chance auf ein Weiterkommen. Trotzdem ist das Heimspiel gegen Juventus Turin vom 12. Dezember bereits praktisch ausverkauft.

Malmoe's Henrik Hetta, goalkeeper Oscar Alsenfelt, Bern's Andrew Ebbett and Zach Boychuk, and Malmoe's Nichlas Hardt, from left, fight during the Champions Hockey League round of 16 second leg match between SC Bern and Malmoe Redhawks, in Bern, Switzerland, Tuesday, November 20, 2018. (KEYSTONE/Alessandro della Valle).

Bild: KEYSTONE

Der SC Bern hat in der Champions League des Eishockeys nach dem 1:4 im Hinspiel gegen Malmö eine kleine Chance auf das Vorrücken in die Viertelfinals. Aber gestern sind gegenüber dem Fussballstadion auf der anderen Strassenseite höchstens 6000 in den Hockey-Tempel gekommen. Die Restaurants im Stadion, wo vor einem Meisterschaftsspiel jeder Platz besetzt ist und Fondue-Schwaden durch die Luft wabern, sind halbleer. Offiziell werden 13'573 Zuschauerinnen und Zuschauer verkündet. Die Saisonkarten, die freien Eintritt hätten, werden halt mitgezählt. Reiner europäischer Etikettenschwindel. Bertolt Brecht hätte gesagt: Stell dir vor, es ist europäisches Eishockey und niemand geht hin.

Als das Schlusslicht Rapperswil-Jona am 2. November seine Aufwartung machte, eilten 15'524 Frauen, Männer und Kinder herbei, um dem nationalen Spektakel beizuwohnen. In keiner anderen Stadt wird die bittere Wirklichkeit der Champions League so gnadenlos aufgezeigt wie in Bern, der europäischen Eishockey-Hauptstadt.

Die Schweizer Trikots in der Champions Hockey League 18/19:

Die Champions League interessiert in Bern, sie interessiert in der Schweiz einfach nicht. Bei diesen europäischen Partien erreicht der SCB nicht einmal die Hälfte der Durchschnittszahlen aus der Liga und die anderen Klubs entweder auch nicht oder ganz knapp. Erst einmal hat es europäisch gerockt. Als die ZSC Lions 2009 die damals noch anders organisierte Champions League mit russischer Beteiligung im Finale gegen Magnitogorsk gewannen.

Ari Sulander of Swiss team ZSC Lions lifts the trophy after winning the Ice Hockey Champions League final match against Metallurg Magnitogorsk in Rapperswil, Switzerland, pictured on January 28, 2009. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Torhueter Ari Sulander vom schweizerischen ZSC Lions Team hebt den

Ari Sulander gewann mit den ZSC Lions 2009 die Champions Hockey League. Bild: KEYSTONE

Aber nicht einmal in der Stunde dieses höchsten Ruhmes inkl. Bundesrat in der Kabine ging es ohne den Schwefelgeruch der Provinzialität. Das Hallenstadion war am Tag des Finalrückspiels schon anderweitig besetzt. Die historische Partie musste in Rapperswil-Jona ausgetragen werden. Und als die Zürcher als Titelverteidiger in der neu konzipierten Champions League antraten, spielten sie ihre erste Heimpartie nicht im Hallenstadion. Sondern in Dübendorf. Es ist, wie es ist: Die Champions Hockey League ist in unserem Land eine Provinzveranstaltung.

Warum ist das so? Ganz einfach: Europäisches Klubhockey ist für den durchschnittlichen helvetischen Hockey-Konsumenten so unbekannt wie im 19. Jahrhundert für einen Mitteleuropäer das Innere Afrikas.

Europäisches Klubhockey hat – ganz im Gegensatz zum europäischen Klubfussball – keine TV-Präsenz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Europäische Liga-Spiele und die Partien der Champions League werden in der Schweiz nur von Nischen-Bezahlsendern übertragen. Das europäische Klubhockey findet also praktisch unter Ausschluss der TV-Öffentlichkeit statt. Kommt dazu, dass die Namen der ausländischen Stars, die dem werten Publikum geläufig sind, alle in der NHL spielen.

Alle Gewinner der Champions Hockey League:

Heute sind Sportereignisse mehr denn je Events. In Zeiten so vieler Zerstreuungsmöglichkeiten und öffentlicher Erregungen geht ohne Emotionen gar nichts. Entweder besteht eine ganz besondere emotionale Bindung zu einem Anlass oder es wird ein aussergewöhnliches Spektakel geboten. Wie soll sich im persönlichen Umfeld eines Sportfans eine freudige Erwartung auf ein Spiel aufbauen, wenn der Gegner und dessen Stars völlig unbekannt sind? Wenn es überhaupt keine Rolle spielt, ob sein Klub weiterkommt oder scheitert? Eben.

Kommt dazu, dass die Russen nach wie vor fehlen. Was ist ein europäischer Klubwettbewerb sportlich ohne die Teams aus der KHL wert? Eben. Doch eine Teilnahme der russischen Teams verursacht immense Reisekosten. Diese Kosten sind schon jetzt zu hoch.

Team Canadas players Andrew Ebbett, Mason Raymond and Maxim Noreau celebrate with the trophy after winnig the final game between Team Canada and Team Suisse at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Sunday, December 31, 2017. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Team Canada gewann 2017 den 91. Spengler Cup. Bild: SPENGLER CUP

Internationales Klubhockey interessiert die Schweizerinnen und Schweizer nur zwischen Weihnachten und Neujahr. Wenn um den Spengler Cup gespielt wird. Erstens steht der HC Davos im Mittelpunkt, zweitens gibt es mit Team Canada (mit den Kanadiern der Liga) mindestens eine zweite Mannschaft mit bekannten Namen und drittens hat dieser Wettbewerb eine lange Tradition mit Direktübertragungen im staatstragenden Fernsehen.

Rapperswil Cyrill Geyer (links) und Rapperswils Frederic Iglesias (rechts) nach dem Sieg beim Cup 1/8-Final zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Lugano am Sonntag, den 22. Oktober 2017 in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil. (KEYSTONE/Christian Merz)

SC Rapperswil-Jona Lakers im Cup-Spiel gegen den HC Lugano. Bild: KEYSTONE

Ein weiterer wichtiger Grund für das Desinteresse auf allen Ebenen: Die Champions League ist halt kein Geschäft. Wer den sportlichen Operetten-Wettbewerb Schweizer Cup gewinnt, kassiert etwas mehr als 300'000 Franken Preisgeld, fast so viel wie der Sieger der Champions League. Dazu kommen hohe Matcheinnahmen bei minimalen Reisekosten. «Die Lakers haben letzte Saison als Cupsieger mit dem Wettbewerb rund 700'000 Franken Bruttoeinnahmen erzielt», weiss Verbands-Cupchef Willy Vögtlin.

Spengler Cup – Bilder aus längst vergangenen Zeiten:

Das Problem der Champions League: Die Klubs müssen den grössten Teil der Reisekosten selber bezahlen. Das wird teuer für Trips an so abgelegene Orte wie Oulu nahe am Polarkreis, wo die ZSC Lions gestern ausgeschieden sind. Sie reisten mit einem Charterflug. So werden die Matcheinnahmen bei weitem «aufgefressen». SCB-General Marc Lüthi hat im kleinen Kreis vorgerechnet, dass der SCB letzte Saison mit der Champions League gut 400'000 Franken verloren hat. Ein Schweizer Klub hat bei einem Spiel der Champions League einmal weniger als 400 zahlende Zuschauer gezählt.

SCB CEO Marc Luethi praesentiert die Bilanz der SCB-Eishockey AG der vergangenen Saison am Mittwoch, 5. September 2018, in der PostFinance Arena in Bern.(KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Marc Lüthi. Bild: KEYSTONE

Wenn das Publikumsinteresse fehlt, wenn es keine Aussichten auf ein gutes Geschäft gibt, dann ist ein Wettbewerb chancenlos. Wenn Scheitern keinerlei Konsequenzen hat, wird ein Wettbewerb nicht ernst genommen. Da können die Präsidenten, Manager, Sportchefs und Trainer reden, wie sie wollen. Unter solchen Voraussetzungen ist es nur logisch, dass weder Bern (0:1 gegen Malmö) noch die ZSC Lions (2:3 in Oulu) noch Zug (0:2 gegen München) noch Lugano (4:5 in Pilsen) die Extraleistungen abrufen konnten, die es für ein Weiterkommen einfach braucht.

New Jersey Devils Mirco Mueller, Berns Andrew Ebbett, Berns Jan Mursak and New Jersey Devils Jean-Sebastien Dea, from, left, fight for the puck, during a NHL friendly game between Switzerland's SC Bern and New Jersey Devils, this Monday, October 1, 2018, at the Postfinance Arena in Bern, Switzerland. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die New Jersey Devils spielten am 1. Oktober in Bern gegen den SC Bern. Bild: KEYSTONE

Über den tatsächlichen sportlichen Wert unserer höchsten Liga sagt die Champions Hockey League unter diesen Voraussetzungen nichts. Da war die ausverkaufte Partie zwischen dem SC Bern und den New Jersey Devils aus der NHL wesentlich aussagekräftiger. Der SCB verlor erst in der Verlängerung.

CAPTION CORRECTION: VORNAME PETER ZAHNER --- ZSC Lions CEO Peter Zahner strahlt nach dem Ja des Stimmbuergers der Stadt Zuerich fuer ein neues Eishockeystadion der ZSC Lions im Zuercher Stadthaus am Sonntag, 25. September 2016. (KEYSTONE/Walter Bieri)

ZSC-Manager Peter Zahner. Bild: KEYSTONE

Unsere Hockey-Exponenten betonen bei allen öffentlichen Erklärungen die Bedeutung, die Wichtigkeit der Champions Hockey League. Wie ernst man diesen Wettbewerb nehme. Wie wertvoll diese Partien sportlich seien, wie sehr die Weiterentwicklung der Spieler durch internationale Spiele gefördert werde. Erst recht muss ZSC-Manager Peter Zahner die Champions Hockey League rühmen. Er ist schliesslich Verwaltungsrats-Präsident des Unternehmens Champions Hockey League, das den europäischen Klubs und dem internationalen Eishockeyverband gehört.

Nico Hischiers Teammates packen über ihn aus:

Video: watson/Adrian Bürgler, Emily Engkent

Alles nur Lippenbekenntnisse. Alles nur Phrasen. Niemand ist ehrlich. Alle haben ein schlechtes Gewissen. Wenn ständig die Wichtigkeit eines Wettbewerbes betont werden muss, wissen wir, dass er nicht wichtig ist. Oder hat schon jemals ein Präsident, Manager, Sportchef oder Spieler gesagt, man nehme die Playoffs ernst? Oder ist jemals ein Trainer durch Niederlagen in der Champions League in die Bredouille geraten? Eben.

Eigentlich ist das alles sehr, sehr schade. Denn die Champions Hockey League ist gut organisiert und bringt intensives, schnelles, hochstehendes Hockey. Und auch das Auge kommt nicht zu kurz. Die praktisch werbefreien Spielerleibchen sind zeitlos schön und elegant, fast wie jene in der NHL. Die sportliche Abwechslung zum Liga-Alltag müsste eigentlich alle echten Hockey-Fans freuen, ja begeistern. Eigentlich. Aber was kümmert mich Malmö, wenn doch viel wichtiger ist, die «Chäsigen» aus Langnau am Samstag so richtig vaterländisch in die Schranken zu weisen?

Inzwischen bringt die Champions Hockey League unseren Klubs nur noch finanzielle Verluste und sportlichen Imageschaden.

Es wäre ehrlicher und besser, aus diesem Wettbewerb auszusteigen.

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62 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Zanzibar
21.11.2018 04:30registriert December 2015
Super Bericht👍🏻
Aber warum nennt Zaugg Bern die Eishockeyhauptstadt Europas?
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Sloping
21.11.2018 05:09registriert October 2014
So sehr mich dieser Wettbewerb interessiert, finde ich die Zuschauerzahlen gerade in Skandinavien äusserst bedenklich: 2300 bei Frölunda-Lugano und 1500 bei Skelleftea-Storhamar.
Die Frage ist da wohl wie lange das die Hauptsponsoren noch mitmachen, schliesslich will niemand mit halb- oder fast ganz leeren Stadien in Verbindung gebracht werden.
Vor allem sehe ich auch über die letzten Jahre gesehen kaum eine positive Entwicklung der Zuschauerzahlen: Weder in der Schweiz noch in Skandinavien. Mal schauen wie lange der Atem der Hauptsponsoren noch ist. Bin leider wenig optimistisch.
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Ironiker
21.11.2018 09:23registriert July 2018
Spengler-Cup (oder auch Fussball Champions League von früher): Jedes Spiel live im TV. Hintergrundberichte. Expertentalk. Umfassender Spielbericht aller Spiele. usw.
Und die Spiele gestern? Gab es die im Free-TV zu sehen? Nur wenn die Nationalen TV-Stationen richtig mitmachen, hat das ganze auch eine wirkliche Chance.
Dasselbe gilt übrigens auch für den Schweizer-Cup. Im Fussball wird aus dem hintersten Kracher der Schweiz umfassend Berichtet (sofern ein NLA-Klub dabei ist). Im Eishockey wird ein Spiel auf der Blick Homepage gezeigt, oder Du bezahlst für Teleclub. So wird das nichts!
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62

Eismeister Zaugg

Fast ein Hockey-Märchen: der traurige Hockey-Prinz in der Provinz

Der freundliche Riese Eero Elo (30) war traurig, weil es im Schweizer Eishockey keinen Platz mehr für ihn hatte. Nun hat sich doch noch ein Türchen geöffnet. Er trifft am Montag in Langenthal ein. Dabei wäre er bei weitem gut genug für die höchste Liga.

Er hat die Postur (193 cm/92 kg), das Talent und die Schusskraft für die NHL. Aber einfach nicht den Biss und die «Bösartigkeit» für die ganz grosse Karriere. Eero Elo ist ein freundlicher, liebenswerter Riese, ein bisschen melancholisch, fast wie ein grosser Bub, der nicht erwachsen werden will und doch schon Familienvater geworden ist. Hätte Finnlands Kult-Regisseur Aki Kaurismäki je einen Hockey-Film gedreht – Eero Ero hätte die Hauptrolle bekommen.

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