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Auch mit Roman Josi musste sich die Schweiz Schweden geschlagen geben. Bild: KEYSTONE

Die beste Hockey-Nati aller Zeiten ist immer noch schwächer als die Top-6 der Welt

Obwohl so viele Schweizer NHL-Spieler wie noch nie an einer WM dabei sind, verliert die Nati gegen die besten Nationen. Das hat einen einfachen Grund.

14.05.18, 13:32
Adrian Bürgler
Adrian Bürgler



Der Hype war riesig am Sonntagmittag. Roman Josi und Kevin Fiala waren in Kopenhagen angekommen und würden am Abend gegen Schweden sogleich zum ersten Mal im Einsatz stehen. Auf sieben NHL-Spieler konnte die Schweizer Nationalmannschaft in diesem Spiel zählen – so viele wie noch nie. Dennoch gab es eine klare Niederlage, klarer als es das Resultat von 3:5 vermuten liesse. Wie schon gegen Russland blieb die Nati ohne Punkte. Ernüchterung.

Die Highlights der Partie gegen Tschechien. Video: YouTube/IIHF Worlds 2018

Tatsächlich droht diese «beste Nationalmannschaft aller Zeiten» den WM-Viertelfinal zu verpassen. Wenn die Slowakei heute Nachmittag wider Erwarten Russland schlägt, könnte auch ein Sieg gegen Frankreich nicht mehr genug sein. Denn die Slowaken treffen in ihrem letzten Gruppenspiel auf das noch punktelose Weissrussland.

Willkommen in der neuen alten Hockey-Realität! Siege gegen die Top-Nationen werden wohl auch in Zukunft keine Regelmässigkeit sein. Von einer Medaille oder gar dem Titel träumen darf man. Sie zu erwarten wäre aber vermessen.

Ja, die Nati ist dieses Jahr so gut wie noch nie. Aber die anderen grossen Teams sind ebenfalls extrem stark. Sie sind sogar noch besser. Kanadas Team besteht komplett aus NHL-Spielern. Bei Schweden und den USA ist der Grossteil in Nordamerika tätig und auch die Tschechen und Finnen sind gespickt mit Spielern aus der besten Liga der Welt. 

Die NHL-Spieler machen die Schweiz besser. Aber ist es schon gut genug? Bild: KEYSTONE

Die Schweizer Verstärkung aus Nashville heisst Josi und Fiala. Bei Schweden sind es Mattias Ekholm, Viktor Arvidsson und Filip Forsberg, die dazustossen. Drei Spieler, die über mindestens so viel Klasse verfügen wie die beiden Schweizer – im Fall von Forsberg sogar eher noch mehr.

Die Highlights der Partie gegen Russland. Video: YouTube/IIHF Worlds 2018

Das Team von Patrick Fischer hat bewiesen, dass es in Bestbesetzung mit den grossen Nationen mithalten kann (3:4 gegen ein starkes Russland). Diese Partie und jene gegen Schweden haben aber auch gezeigt, dass immer noch etwas fehlt: Die Konstanz und Qualität über alle vier Linien. 

Wäre dieser Mangel mit Nico Hischier im Kader kleiner? Vermutlich. Der Center, der von New Jersey leider keine Freigabe für die WM erhielt, bringt genau diese Konstanz im Spiel mit. Er hätte der Nati noch mehr Tiefe verliehen.

Wie stünde die Schweiz mit Hischier im Kader da? Bild: AP The Canadian Press

Doch dieses hypothetische Denken ergibt keinen Sinn, denn die anderen Nationen müssen auf viel mehr Starspieler verzichten. Bei den USA fehlen beispielsweise Auston Matthews und Jack Eichel. Kanada tritt ohne Sidney Crosby, Brad Marchand, Patrice Bergeron, Taylor Hall, Shea Weber oder Carey Price an. Russland hätte zusätzlich noch Alexander Owetschkin, Jewgeni Kusnetsow oder Wladimir Tarasenko, um nur einige Beispiele zu nennen. 

Dennoch macht es derzeit viel Spass, der Schweiz zuzuschauen. Sie spielt offensiv und aggressiv. Das System von Nationaltrainer Patrick Fischer beginnt sich zu bewähren. Deshalb wäre es auch bei einem allfälligen Verpassen der Viertelfinals ein Fehler, den Trainer zu entlassen. Es macht keinen Sinn, alles wieder über den Haufen zu werfen, nun da es endlich funktioniert. 

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Auch wenn die Nati (noch) nicht auf Augenhöhe mit Schweden, Kanada und Co. ist, ein Sieg gegen diese Top-Nationen ist dennoch immer möglich. Wenn die Schweiz den WM-Viertelfinal erreicht, trifft man vermutlich auf die USA oder Finnland. Warum nicht genau dann für eine Überraschung sorgen?

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alexis92 14.05.2018 20:37
    Highlight Es wird sich zeigen wie wir gegen Frankreich autreten. Ein klarer Sieg muss her. Um sich für das Viertelfinal warmzuschiessen. Hoffentlich gibt es kein Knorziges Spiel was es schon zu oft gab gegen "kleine" Gegner. Wenn sich die Automatismen finden ist im Viertelfinal alles möglich. Für mich ist Berra bis jetzt der sichere Rückhalt als Genoni.
    1 1 Melden
    • ujay 15.05.2018 07:45
      Highlight @Alexis. Gegen F gibts keinen "klaren" Sieg. Beide spielen in etwa auf demselben Level. Die Schweiz ist überschätzt. Etwas viel Euphorie für ein Team, das bis jetzt an der WM nur gegen nominell schwächere Teams, z.T. mit grosser Mühe, gewonnen hat. Gegen vermeintlich auf Augenhöhe agierende Mannschaften gabs Niederlagen. 1/4 Final ist, mit Glück, der Realität entsprechend, aber nicht mehr.
      1 0 Melden
  • jjjj 14.05.2018 19:19
    Highlight Finnland hat gegen Dänemark verloren. Die MUSS man schlagen!
    3 1 Melden
  • ta0qifsa0 14.05.2018 18:20
    Highlight Ich verstehe jetzt die Loblieder für den neuen Eismeister nicht ganz(nichts gegen dich oder diesen Artikel Adrian, ihr seit beide top 😉)...

    Das Ganze hier stellt mir jetzt keine völlig neue Erkenntnis dar. Sollte jemand diesbezüglich anderes behaupten, muss ich also wirklich langsam anfangen an der Hockeykompetenz der Schweizer zu zweifeln..
    14 7 Melden
  • Echo der Zeit 14.05.2018 17:18
    Highlight Eins hat man vergessen: Die kleinen Nationen werden auch stärker, nicht nur die Schweiz.
    16 2 Melden
  • kupus@kombajn 14.05.2018 16:08
    Highlight 2/2: Wir sind auf dem richtigen Weg. In den 1960ern und 1970ern bis tief in die 1980er hinein war die Schweiz schlecht. So richtig schlecht! Man verlor an B-Weltmeisterschaften gegen Rumänien und Jugoslawien. 1969 wurden wir sogar an der C-WM nur 2. Wenn die Entwicklung so weiter geht, wird die erste Goldmedaille nur eine Frage der Zeit sein. Ich glaube fest daran!

    Gut, ich glaubte auch fest daran, dass Kloten nicht absteigen werde, aber zwei Mal werde ich nicht daneben liegen.
    33 1 Melden
  • kupus@kombajn 14.05.2018 16:08
    Highlight 1/2: Wer geglaubt hat, dass wir mit dieser Handvoll NHL-Spieler zu den Top-Nationen gehören, versteht nichts von Eishockey. Wir können mit allen unseren NHL-Spielern gerade einmal 2 Blöcke zusammenstellen, andere bekommen 2 komplette Teams hin.

    Es geht doch darum, dass mittlerweile nicht nur regelmässige Siege gegen die Top6 möglich sind, sondern auch darum, dass auch verdiente Siege möglich sind. Solche Spiele wie gegen CZE und RUS waren vor 20 Jahren undenkbar. 1998 wurden wir 4., aber auf welche Weise?! Spass machte nur das Resultat, nicht die Art und Weise des Zustandekommens.
    27 2 Melden
  • labraduddel 14.05.2018 15:50
    Highlight Herr Bürgler, dürfen wir hoffen mehr von Ihnen zu lesen? Besten Dank
    39 4 Melden
  • rYtastiscH 14.05.2018 15:29
    Highlight Adrian Bürgler sollte der neue Eismeister werden! Danke für diesen realistischen, unpolemischen Beitrag.
    50 8 Melden
  • Vinz Roberts 14.05.2018 15:26
    Highlight Danke Adrian Bürgler! Endlich mehr Inhalt und weniger Polemik! Dieser Boulevardjourn., wo nur polarisiert und wenig Inhalt abgibt, mag unterhalten, aber der selbsternannte Eism***!!! kann nix mehr anderes, was ich sehr bedauere...
    Ich bin sogar schon so weit, dass ich nur noch seinen Titel lese und gleich zum Kommentarfeld springe! Dort finde ich bessere Analysen und Kompetenz...
    Sport ist geil und darüber zu schreiben noch geiler! Weiter so!!!
    Ps: allenfalls wäre es noch interressant eine Auflistung der NHL Spieler inkl. ihrer Werte in der NHL und als Vergleich die WM Werte aufzuzeigen.
    41 6 Melden
    • Lümmel 14.05.2018 20:05
      Highlight Genau so siehts aus! 👍
      2 0 Melden
  • BeatBox 14.05.2018 15:17
    Highlight Und damit ist der Platz von Fischer schon wieder gesichert!

    Ein eingeübtes Spielystem eines Nationaltrainers hat relativ wenig mit dem Erfolg zu tun, denn von denjenigen, die in der letzten Phase der Vorbereitung dabei waren, sind eh nur noch die Hälfte dabei. Auf diesem Niveau geht es immer mehr um individuelle Klasse, vor allem läuferisch sowie Passqualität (Eigenschaften, die in der NHL auch entscheidend sind). Wenn man also so attraktiv offensiv spielen will, geht es darum die richtigen Spieler in die richtige Kombination zu bringen. Gestern brauchte Fischer dafür 2 Drittel...
    26 4 Melden
    • Jakal 14.05.2018 19:44
      Highlight 2 Drittel ist doch top. Es gibt Trainer, die kriegen das in einer ganzen Saison nicht hin ...
      2 0 Melden
  • andrin89 14.05.2018 15:14
    Highlight "Deshalb wäre es auch bei einem allfälligen Verpassen der Viertelfinals ein Fehler, den Trainer zu entlassen. Es macht keinen Sinn, alles wieder über den Haufen zu werfen, nun da es endlich funktioniert."
    Wenn der Viertelfinal verpasst wird, dann finde ich, dass es nicht funktioniert.
    34 4 Melden
    • äti 14.05.2018 15:53
      Highlight ... du meinst, man sollte besser gar nicht teilnehmen?
      3 18 Melden
    • släppschött 14.05.2018 17:33
      Highlight Ich glaube du vertauschs da was. Es geht nicht um den Eurovision Songcontest. :P
      7 4 Melden
    • MARC AUREL 14.05.2018 21:16
      Highlight Die Nati funktioniert hauptsächlich dank die NHL SPIELER ohne wäre man vielleicht schon draussen! Vor nicht lange her fluchten praktisch alle wegen Fischer und kaum spielen sie einigermassen wird er hochgejubelt... dabei waren sie in Unterzahl eine Katastrophe und die Scheibenverluste nur schrecklich.. ich bleibe dabei. Der Fischer sollte ersetzt werden!
      6 0 Melden
  • Gubbe 14.05.2018 15:08
    Highlight Russland, Schweden, Kanada, auch USA sind erstklassige Teams die spielerisch gewinnen können. Dem Schweizer Team braucht es immer noch das Glück, um auf Augenhöhe zu sein. Über alles haben die Schweizer gut, bis sehr gut gespielt.
    23 5 Melden
  • Yippie 14.05.2018 14:56
    Highlight Was im Artikel bereits angetönt wurde, aber nicht explizit genannt wird, ist die Tatsache, dass wir auf der wichtigen Center-Position zu schwach besetzt sind. Mit Niederreiter, Müller, Fiala und Andrighetto aus der NHL und Moser/Hofmann aus der Nationalliga A sind wir auf dem Flügel ziemlich gut besetzt. Aber die notwendige Klasse von 1-2 richtig guten Centerspielern fehlt. Dadurch kommen die starken Flügelspieler zu wenig zur Geltung und die Balance zwischen Angriff und Abwehr geht verloren. Hier fehlt uns eindeutig ein Hischier (eigentlich bräuchten wir sogar zwei davon).
    62 2 Melden
    • HabbyHab 14.05.2018 18:04
      Highlight Nun, wir haben neben Hischier noch Malgin (einer der besten Schweizer letztes Jahr in Paris) in der NHL. Ansonsten gäbe es in der Schweiz wohl noch Suter.. ein Problem, das die aber alle haben: relativ klein.. und unsere kräftig gebauten Center sind oft nicht wirklich die spielstärksten. Und es gibt einen Grund, weshalb viele Ausländer in der Schweizer Liga Center sind.
      (Btw Andrighetto wurde gestern ja im Laufe des Spieles als Center eingesetzt. Er hat da Erfahrung aus seiner Zeit bei Montreal und Hamilton/St.John
      8 0 Melden
    • djohhny 14.05.2018 21:34
      Highlight Einverstanden und doch find ich das Corvi das ganz gut macht
      2 0 Melden
  • Eine_win_ig 14.05.2018 14:09
    Highlight Eismeister Bürgler!
    Das sind Artikel mit Inhalt, Analyse und Pro/Kontra-Positionen! Danke!
    203 5 Melden
  • RoJo 14.05.2018 14:07
    Highlight Nun hat das Schweden-Spiel wieder alle Realisten und geschätzte 500‘001 Nationalmannschafts-Trainer auf den Zaun gerufen! Jeder wusste es besser als Fischer...Schliesslich hat auch jeder schon für die Nati gestürmt!!.. Hört doch endlich auf negativ zu denken!! Freut euch doch einfach über das zum Teil grossartige Eishockey, das Fischer und sein Team zeigte! Und noch etwas, (fast) jeder kann nach einem Spiel eine nüchterne Bilanz ziehen! Zum Glück gibt es Menschen wie den Chlöisu, die polarisieren und Emotionen wecken! Sport sind Emotionen, Freud und Leid. Und das ist herrlich so!!🎉🎉🏁
    42 39 Melden
    • chnuesi 14.05.2018 15:15
      Highlight Emotionen zu wecken in Ehren
      Aber Windfahne spielen - nööö
      Da kann ich verzichten
      36 8 Melden
  • fandustic 14.05.2018 14:07
    Highlight Ich frage mich immer, welches System lässt er den spielen? Eines welches nur funktioniert, wenn die NHL Cracks mit dabei sind, vielleicht? Aus meiner Sicht hatte man den besten Auftritt gegen die Slowaken. Defensiv solid und vorne kommt man immer zu Chancen. Ich frage mich, warum nicht immer so? Klar ist es gegen Schweden und Russland schwierig die Null zu halten, nur ist es eben auch vefehlt, wenn man meint man könne mit diesen Nationen „mitspielen“. Da braucht es nunmal ein funktionierendes defensiv Konzept. Dieses fehlt meineserachtens gänzlich.
    30 24 Melden
  • Amboss 14.05.2018 14:03
    Highlight Sicher eine sehr treffende Analyse. Ein Punkt, welcher oft vergessen geht, ist folgender: Die Topnationen haben Spieler, welche in allen möglichen Ligen spielen. Sie es NHL, KHL, Liiga, SHL, NL oder wo auch immer. Die haben eine viel umfassendere Sicht aufs Hockey, kennen die Eigenheiten des Gegners viel besser.
    Wir hingegen sind abhängig von den NHL-Spielern, die vielleicht gar nicht kommen, und von Spielern unserer Liga, von der man nicht so recht weiss, wie stark sie wirklich ist.
    Es wäre super, wenn wir auch den einen Spieler hätten, der zB in Finnland, Schweden, KHL oder so spielt.
    56 3 Melden
  • Ballermann6 14.05.2018 14:01
    Highlight Danke für diesen endlich einmal realistischen Artikel zur Nationalmannschaft!
    49 4 Melden
  • Hercules2105 14.05.2018 13:59
    Highlight Denis Malgin nicht vergessen, wäre ebenfalls noch eine Bereicherung gewesen ;) Auch er wurde nicht freigegeben.
    42 3 Melden
  • Boston5 14.05.2018 13:46
    Highlight Klar das System funktioniert auch mit einem anderen Coach.
    Irgendwie stellt Fischer die Spieler falsch auf die Spiele ein, sein geträume färbt auf die Spieler ab.
    Das Time-Out gegen Österreich kann man dümmer nicht verschwenden. Und Genoni wurde gegen Schweden zu früh aus dem Kasten genommen, bei einer Phase in der die Schweiz locker hätte ein Tor schiessen können auch ohne nummerische Überzahl.

    Er ist der Falsche für das Nationalteam, es braucht jemand der die Realität noch sieht.
    27 54 Melden
    • Adrian Buergler 14.05.2018 13:53
      Highlight @Boston5: Ich verstehe diese Mentalität nicht ganz: Wenn ein Coach sagt, er wolle in den Viertelfinal, heisst es: «Kein Wunder, reicht es nicht zu mehr, wenn man sich keine hohen Ziele setzt.»

      Wenn dann Fischer aber sagt, er träumt von einer Medaille, ist das auch wieder nicht recht?

      Zum Schweden-Spiel: Zu diesem Zeitpunkt war die Nati mit zwei Toren hinten. Ich persönlich finde, es war der richtige Entscheid dort alles zu riskieren.
      91 12 Melden
    • Willy Tanner 14.05.2018 13:54
      Highlight Ja dann gibt es wahrlich nur einen: Boston5!!! Bitte bitte melde Dich beim SEHV!!
      Genau solche Coaches brauchen wir, die die Herausnahme von Genoni als zu früh betrachten...... Meine Güte..... Unglaublich!!
      30 15 Melden
    • Boston5 14.05.2018 14:01
      Highlight Von einer Medaille Träumen darf man ganz klar. Aber ich habe den Eindruck das Fischer die Schweizer so einstellt als hätte man ein Kader das genau so gut wäre wie das von Schweden. Gegen Schweden muss erste Priorität sein kein Tor zu erhalten, und nicht vier oder fünf zu schiessen, und so viele Hochkarätige Chance wie Schweden hatte kann von dem keine Rede sein.
      11 26 Melden
    • Sean Amini 14.05.2018 14:01
      Highlight @Boston5 Das Risiko war berechtigt. Gegen Russland ging es auf, zudem fiel das Tor erst als Schweden komplett war. Schweden hat um Klassen besser gespielt als die Russen gegen uns. Die Schweden sind uns nie gelegen.

      Kleine Anpassung @Adrian - die Schweiz würde zu 100% entweder auf USA oder Finnland treffen, da sie nur noch 4. werden könnten und in der Gruppe B die ersten beiden Rängen sich USA und FIN im letzten Gruppenspiel unter sich ausmachen :-).
      29 1 Melden
    • SBP 14.05.2018 14:51
      Highlight Die nächsten Tage werden es zeigen... Aber nur schon die Tatsache, dass die Schweiz mit dieser Mannschaft die Viertelfinalqualifikation nicht mehr in den eigenen Händen hat, spricht nicht unbedingt für Fischer. Lieber offensives Spektakel, als defensiver Beton, einverstanden. Aber dann mit aller Konsequenz und somit auch ohne defenive Rollenspielersoldaten!
      8 10 Melden
    • Jakal 14.05.2018 14:52
      Highlight Boston5: Genau diese Einstellung reich eben nicht zum siegen: Hinten dicht machen und vorne auf ein Wunder hoffen.
      14 4 Melden
    • Amboss 14.05.2018 15:53
      Highlight @SBP: Was heisst da "diese Mannschaft"...? Da haben wir mal mehr als drei, vier NHL-Spieler und schon fühlen wir uns als die ganz Grossen...
      Bleib realistisch. So stark ist unser Kader auch wieder nicht.
      Schau dir mal das Kader der Slowaken an. Die meisten spielen in der Tschechischen Liga, einige in der NHL, andere in der KHL...
      Die haben gegen Schweden und Tschechien gepunktet, die können was.
      Dass man die Slowaken zum jetzigen Zeitpunkt schon uneinholbar abgehängt hat, ist nicht selbstverständlich.
      5 8 Melden
    • kupus@kombajn 14.05.2018 16:21
      Highlight Ich finde es sehr gut, wie Fischer das macht. Er hat echt Eier und er vermittelt den Spielern, dass auch sie Eier haben sollen. Das schafft Selbstvertrauen. Wenn man es zu diesem Mut noch schafft, die defensiven Fehler auszumerzen, kommt das richtig gut.
      11 2 Melden
    • SBP 14.05.2018 17:12
      Highlight @Amboss: Die Schweiz hat auf Papier die deutlich bessere Mannschaft als die Slowakei! Die Punkte welche die Slowakei gegen die Grossen geholt hat, sind somit sicher nicht dem Kader geschuldet.
      5 2 Melden
  • Guido Kluge 14.05.2018 13:45
    Highlight Danke für diesen unpolemischen, objektiven Artikel.
    Es würde mich freuen, wenn es in Zukunft mehr Bürgler und weniger Zaugg Artikel geben würde. Mein Wut-Therapeut wäre ihnen sehr verbunden...
    343 25 Melden
    • salamandre 14.05.2018 16:50
      Highlight Bescheidenheit ist eine Zier,
      doch weiter kommst du ohne Ihr.
      5 0 Melden
  • Nelson Muntz 14.05.2018 13:40
    Highlight Schade ist einfach, dass ein eventuelles Verpassen vom 1/4 Final nicht an den Niederlagen gegen SWE oder RUS liegt, sondern an den verschenkten Punkten gegen AUT und CZE. Zumindest gegen AUT hätte man 3 Punkte buchen und noch was für die Tordifferenz tun müssen.
    208 3 Melden
    • Amboss 14.05.2018 13:52
      Highlight Das sehe ich nicht so. Wenn die Slowakei Russland schlägt, dann ist das eine riesige Sensation. Dann haben die Slowaken sich das Viertelfinale ehr und redlich verdient.
      Zudem ist CZE ist eine Topnation, dieser Punkt war eher ein gewonnener, nicht zwei verlorene.
      Nur wenn es dann wegen dem Punkt in Österreich nicht reicht, ja dann ist das wohl schlicht und einfach Pech und sehr bitter.
      39 10 Melden
    • ta0qifsa0 14.05.2018 14:00
      Highlight @Amboss

      Ja Tschechien gilt im Hockey als Topnation und Punkte gegen diese Nation sind für die Nati immer noch gewonnene Punkte.

      Wenn wir aber den Spielverlauf anschauen, hätte trotzdem mehr als 1 Punkt rausschauen müssen. Daher hat man dort definitiv Punkte liegen lassen, welche in der Endabrechnung bitter fehlen können.
      43 1 Melden

3 Tore in 4 Minuten – wie die Schweiz in den WM-Halbfinal stürmte

Das Eishockey-Nationalteam steht an der WM in Dänemark in den Halbfinals. Die Schweizer besiegten Finnland nach einem 0:1-Rückstand bis zur 30. Minute mit 3:2. Im Halbfinal trifft die Schweiz am Samstag auf Kanada.

In magischen 235 Sekunden wurde das Fundament für den historischen Sieg gelegt. Gegen Finnland hatte die Schweiz an Weltmeisterschaften seit 1972 nie mehr gewonnen. In den 46 Jahren seither gab es bloss an den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary einen glückhaften 2:1-Sieg über die Suomi.

Mit Glück und Fortune hatte der Schweizer Sieg in Herning wenig zu tun. Die Schweizer rissen im zweiten Abschnitt die Initiative vehement an sich und wurden für ihre mutige Spielweise mit drei Toren …

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