Wirtschaft
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«Viele wollen weiterarbeiten» – warum Schweizer keinen Bock auf Rente haben



THEMENBILD BERUFLICHE VORSORGE --- 
JAHRESRUECKBLICK 2004 - INLAND - RENTENABBAU: Ein Arbeiter demontiert am Freitag, 26. Maerz 2004, das Logo der Rentenanstalt Swiss Life beim Hauptsitz in Zuerich.   (KEYSTONE/Steffen Schmidt)  [ZUR513]

Bild: KEYSTONE

In der Privatwirtschaft gibt es gegenüber älteren Mitarbeitern viele Vorurteile. Sie reichen von «zu wenig motiviert» bis hin zu «nicht flexibel genug». Laut einer neuen Studie trifft dies auf die meisten Personen jedoch nicht zu.

Rund 27 Prozent der über 50-Jährigen möchten gar über das Rentenalter hinaus weiterarbeiten. Insgesamt erklärten satte 85 Prozent, dass sie bei der Arbeit motiviert seien – die höchste Zahl aller Altersgruppen, wie aus der am Dienstag publizierten Deloitte-Studie «Motiviert, optimistisch und pflichtvergessen» hervorgeht. Für diese wurden insgesamt 15'000 Personen in Europa, davon 1000 aus der Schweiz, befragt.

Und die hohe Motivation älterer Mitarbeiter bietet laut den Studienautoren ein grosses Potential. «2016 sind in der Schweiz erstmals mehr inländische Arbeitskräfte aus dem Arbeitsmarkt ausgeschieden als nachgerückt», wird Myriam Denk, Leiterin Future of Work bei Deloitte Schweiz zitiert.

Wenn diese Entwicklung so weitergehe, könnte in der Schweiz bis 2030 ein Mangel von rund einer halben Million Arbeitskräften entstehen, sagte sie weiter. Eine der besten Möglichkeiten diesem Arbeitskräftemangel zu begegnen ortet Denk in der Reintegration älterer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt.

«Viele wollen weiterarbeiten»

«Viele sind bereits pensioniert oder frühpensioniert, so dass sie nicht aktiv auf Arbeitssuche sind, aber sie könnten sich durchaus vorstellen, zu arbeiten», erklärte die Arbeitsmarktexpertin. Um die Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer auf einem hohen Niveau zu halten, sei es allerdings unerlässlich, dass diese bei den Gehaltsvorstellungen flexibel sind.

Umgekehrt müssten aber auch die Firmen einen Schritt auf die Arbeitnehmer zugehen. Von dem Anteil der über 50-Jährigen, die auch über das Rentenalter hinaus arbeiten möchten, wollten nämlich nur 51 Prozent so arbeiten wie bisher, während rund 35 Prozent ihr Pensum reduzieren möchten.

Wenn sie die freie Wahl hätten, bevorzugten ausserdem 27 Prozent der über 55-Jährigen eine Teilzeitanstellung, 15 Prozent eine Beschäftigung als Freelancer, 10 Prozent die komplette Selbständigkeit und 18 Prozent eine Aufteilung der Arbeitszeit auf unterschiedliche Tätigkeiten. (aeg/awp/sda)

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