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Zwei «Muli-Frauen» sterben an Grenze zu spanischer Exklave



Bei einem Massengerangel an der Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta sind am Montag zwei marokkanische Händlerinnen ums Leben gekommen. Die beiden Frauen im Alter von 34 und 45 Jahren wurden niedergetrampelt und starben dann im Spital.

Dies teilte die marokkanische Menschenrechtsgruppe ONDH mit. Vier weitere Frauen wurden verletzt. Die staatliche Nachrichtenagentur MAP bestätigte die Angaben.

Bei den Opfern handelt es sich um Frauen, die unter schweren körperlichen Bedingungen den Handel zwischen der spanischen Stadt Ceuta und der benachbarten marokkanischen Stadt Fnidek abwickeln. In der Region werden sie als «Muli-Frauen» bezeichnet; oft tragen sie eine Warenlast von bis zu 70 Kilo auf dem Rücken. Menschenrechtler weisen seit langem auf ihr schweres Schicksal hin.

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Zu dem Gerangel war es am Montagmorgen am Grenzposten Tarajal 2 gekommen, den Spanien erst im Februar mit Blick auf die Händlerinnen eröffnet hatte, um ihnen die Arbeit etwas zu erleichtern. Seitdem kam es dort aber mehrfach zu Rangeleien. Die Kontrollen führen zu Wartezeiten, und Spaniens Behörden haben die Zahl der einreisenden Trägerinnen auf 4000 pro Tag begrenzt.

Ceuta ist – ebenso wie die nahe gelegene Stadt Melilla – eine spanische Exklave an der nordafrikanischen Küste. Um die beiden Städte befinden sich die einzigen direkten Landgrenzen zwischen Marokko und EU-Gebiet. Regelmässig versuchen afrikanische Flüchtlinge, dort auf EU-Territorium zu gelangen. (sda/afp)

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