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Whisky, Schoggi, Fisch: Guck mal, was es in anderen Ländern für schräge Fondues gibt

28.10.16, 16:10 29.10.16, 10:56

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Spätestens seit 1699 gibt es Fondue. Dann nämlich wurde in einem Buch das Rezept Käss mit Wein zu kochen veröffentlicht (in der Stadt Zürich, notabene, nicht in einem verwunschenen Bergdörfchen in den Alpen ... aber das nur nebenbei). Das erste Rezept mit Namen Fondue erscheint dann rund 40 Jahre später in den Annalen. Doch ein Fondue, das dem ähnelt, das wir heute noch zubereiten, taucht erst Ende des 19. Jahrhunderts auf. Bald aber setzt es sich mit beträchtlichem Erfolg durch: Zunächst im ganzen Alpenraum, was uns das französische fondue savoyarde einbrachte, das aus den Käsesorten Emmentaler, Comté und Beaufort besteht ...

... sowie die in Italien die fonduta valdostana ...

... und fonduta piemontese, die auf der Grundlage von Fontina mit Butter, Eigelb, Milch und weissen Trüffeln zubereitet wird (und superfein ist, just sayin').

Im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verteilte sich der Fondue-Trend schon bald über den gesamten Erdball. Dort aber entwickelte die Fondue mitunter, naja sagen wir mal – interessante – Variationen, etwa ...

Chocolate Fondue

bild: Shutterstock

Diese Variation ist vor allem in der angelsächsischen Welt bekannt, wo sie als der Inbegriff der Schweizer Küche gilt (weil 1. Schokolade und 2. Fondue). Umso erstaunter sind jeweils unsere amerikanischen und britischen Freunde, wenn man ihnen erklärt, dass Schoggi-Fondue bis vor nicht allzu langer Zeit in Helvetien weitgehend unbekannt war. Einzug (wenn auch in bescheidenem Rahmen) erhielt sie erst via Internet-Shopping-Seiten, die jene albernen Chocolate Fondue Fountains anboten.

Bild: Shutterstock

Der Ursprung dieser Süssspeise ist aber sehr wohl schweizerisch, auch wenn sie nicht in der Schweiz geboren wurde. Konrad Egli, Wirt des New Yorker Restaurants Chalet Suisse, erfand Chocolate Fondue Mitte der Sechzigerjahre als Promo-Aktion für Toblerone. Deshalb gehört auch im Originalrezept (gibt's hier) zwingend Toblerone-Schoggi rein. Statt Brot werden Früchte oder Marshmallows geschwenkt.

«Chalet Suisse Restaurant on 52nd Street, Manhattan.» Bild: luckypeach.com

Gleich geht's weiter mit den sonderbaren Fondue-Varianten, vorher ein praktischer Hinweis:

Du willst deinen Freunden trotzdem lieber was klassisch Schweizerisches anbieten?

Dann stellt sich nur noch eine Frage: Was soll ich den Gästen lieber auftischen – Käsefondue oder Raclette? Egal, für was du dich entscheidest, mit unserer Käseauswahl liegst du auf jeden Fall richtig. Die ganze Fondue-Raclette-Welt auf einen Blick >>

Und nun: Weitere Fondue-Variationen...

Scottish Fondue

Hier handelt es sich um eine neuere Erfindung, die – ha! – aus der Schweiz stammt. Vor gut fünf Jahren kam Michael «The Cheeseman» Jones, Betreiber des British Cheese Centre in Zürich, auf die Idee: Zubereitet wird es wie ein herkömmliches Fondue, also mit Knoblauch und Maizena, doch statt Weisswein nimmt man schottisches Schwarzbier und statt Kirsch nimmt man Whisky. Und statt Schweizer Käse nimmt man eine Moitié-Moitié-Mischung von Isle of Mull Hartkäse und Rohmilch-Cheddar. Das Resultat ist schlicht grossartig.

Nun zu den Fett- und Brüh-Fondues!

Nun, das Fondue Bourguignonne geht sehr vermutlich wiederum auf die Innovation von Konrad Egli und seines New Yorker Chalet Suisse in den Fünfzigerjahren zurück, was die Beliebtheit jenes Gerichts in den USA in den darauffolgenden Jahrzehnten erklärt. 

Und als Soundtrack dazu: Nancy Sinatras «These Boots Are Made for Walking». Bild: knowntoeat.com

Nimmt man statt Öl Wein, nennt sich das Ganze Fondue Vigneron oder Fondue Bacchus. Und das Schweizer Weihnachtsessen par Excellence, das Fondue Chinoise? Nun, das ist eigentlich eine Abwandlung von dem hier:

Hot Pot

bild: Shutterstock

Vielerorts auch steamboat genannt, ist diese Art Brühfondue ein altes, traditionelles Gericht, das in ganz Südostasien zu finden ist. In der heissen Brühe wird nicht nur Fleisch gegart, sondern auch Gemüse, kleine gefüllte Teigtaschen, Nudeln, Meeresgetier und noch vieles mehr. Fisch wird in der Regel in kleinen Körben über der kochenden Brühe gedämpft. Dagegen wirkt die durchschnittliche hiesige Fondue Chinoise geradezu geizig.

Chli stinke muess es!

Hier findest du die gesamte Fondue-Raclette-Palette von Coop auf einen Blick >>

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Papa Swappa 29.10.2016 01:02
    Highlight Für Hot-Pot möchte ich in Zürich das Lam Asia an der Wattstrasse 3 beim Bahnhof Oerlikon empfehlen - ein optisch höchst unattraktives Restaurant, das meist etwa 50% asiatische Besucher bewirtet. Neben einigen sehr "authentischen Gerichten" wie z.b. Hühnerfüsse oder Schweineohren gibts auch das übliche "Ami-Chinesisch-Einerlei", die meisten Besucher kommen aber wegen dem ausgezeichneten Hot Pot.
    7 0 Melden
  • Darkside 28.10.2016 19:44
    Highlight Fonduta Piemontese tönt ja geil, muss ich direkt demnächst ausprobieren.
    9 0 Melden
  • River 28.10.2016 19:18
    Highlight Und Kanadisches Fondue, nur so nebenbei, habe imfall nichts mit alle dem zu tun. So solle man vorsichtig sein, wenn einem Kanadier zum Fondue einladen. Ausser man ist Swinger.
    4 1 Melden
  • EvilBetty 28.10.2016 17:57
    Highlight Also ich (Jg. 75) kann mich an mein erstes Schoggifondue in den 80ern erinnern, und wir waren bestimmt keine SchoggifondueHipster... just sayin... von wegen Internet Shops und so
    14 1 Melden
    • Lambda 28.10.2016 20:54
      Highlight Gabs in der Pfadi jeweils zu Wald-Weihnachten aus dem Kessi vom Feuer
      5 0 Melden
  • Luca Brasi 28.10.2016 17:08
    Highlight Aber Herr Baroni! Haben Sie etwa die Angabe des 1. Fonduerezepts aus Wikipedia? Dort steht nämlich beim genauen Lesen, daß das Zürcherische das erste DEUTSCHE Rezept war, was darauf schließen läßt, daß es wohl auf Latein, (Französisch?, Italienisch?) schon Rezepte gab.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Käsefondue
    Der Hotpot soll angeblich aus der Mongolei stammen oder zumindest könnte ich mir vorstellen, daß er von den Nomadenstämmen nördlich von China kommt. Er ist v.a. in Nordchina sehr beliebt. Die chin. Migration nach Südostasien dürfte bei der Verbreitung auch eine Rolle gespielt haben.
    8 3 Melden
  • Paesq 28.10.2016 16:21
    Highlight Mmhm, vielen Dank für die leckeren Inputs.

    Ich probiere gerade, mich 2 Monate ohne Zucker und Weizenprodukte zu ernähren. Was bin ich froh, dass ich bei Käse zuschlagen kann. :)
    8 7 Melden
    • lemeforpresident 28.10.2016 16:34
      Highlight Ohne Weizenprodukte, weil hip und so?
      17 10 Melden
    • Paesq 28.10.2016 17:42
      Highlight Schön wärs. Wollen Sie meine Beweggründe wirklich wissen, oder haben Sie mit ihrer provokanten Frage ijr eigentliches Ziel schon erreicht?
      17 4 Melden
    • Dan Ka 28.10.2016 18:48
      Highlight Verzichte seit längerem bei Fondue auf's Brot. Kartoffeln und rohes (oder kurz und scharf angebratenes) Gemüse sowie Kernobst kann ich wärmstens empfehlen.
      7 7 Melden
    • Zat 28.10.2016 19:01
      Highlight Ja, mich interessieren die Gründe. Warum denn? Und was hat es mit diesen 2 Monaten auf sich?
      4 2 Melden
    • lemeforpresident 28.10.2016 19:40
      Highlight konsequenterweise sollte man beim Fondue auch auf den Käse verzichten, der ist schliesslich nicht vegan!!!1!
      ...bleibt nur noch der Kirsch...
      24 4 Melden

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