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epa06508261 Team Switzerland with flag bearer Dario Cologna during the Opening Ceremony of the PyeongChang 2018 Olympic Games at the Olympic Stadium, Pyeongchang county, South Korea, 09 February 2018.  EPA/VASSIL DONEV

Da war die Hoffnung noch gross: Das Schweizer Team, angeführt von Fahnenträger Dario Cologna, an der Eröffnungsfeier. Bild: EPA

Es feiern immer nur die anderen – warum Olympia bis jetzt ein grosser Frust ist

Es sind bislang eindeutig noch nicht die Olympischen Spiele der Schweizer Delegation. Tag für Tag wird der Fan-Frust grösser, Beat Feuz' Abfahrts-Bronze und das Curling-Silber in Ehren. Doch zum Glück ist noch nicht einmal Halbzeit.

15.02.18, 11:41 15.02.18, 12:48


Olympische Winterspiele! Ein Fest für jeden Schweizer Sportfan. Denn Winter, das können wir! Nirgends sind wir so gut: Nicht bei Sommerspielen, nicht bei Fussball-Turnieren. In Pyeongchang stehen praktisch täglich Wettkämpfe auf dem Programm, bei denen unsere Sportler brillieren können. Das Schweizer Aufgebot ist mit 171 Athleten so gross wie noch nie: Viele Favoriten, noch mehr potenzielle Medaillengewinner.

Was bislang am meisten in Erinnerung bleibt aus Schweizer Sicht: Ski-Freestyler Fabian Bösch an der Rolltreppe.

Freudig reiben wir uns die Hände in Erwartung eines Dutzends Medaillen. Doch noch vor dem Start häufen sich schlechte Nachrichten: Die junge Ski-Hoffnung Mélanie Meillard muss mit einem Kreuzbandriss wieder heimfliegen. Halfpipe-Olympiasieger Iouri Podladtchikov ist nach einem schweren Sturz noch nicht einsatzfähig, mit Dave Hablützel muss eine weitere Snowboard-Medaillenhoffnung aus gesundheitlichen Gründen passen. Dazu nervt der Wind, der das Ski-Programm – das Herz der Olympischen Spiele – durcheinander wirbelt.

Es feiern immer nur die anderen

Und wenn dann doch Sport getrieben wird, hält jeder neue Tag neue Enttäuschungen bereit. Dario Cologna kann im Skiathlon nicht mit den Norwegern mithalten. Simon Ammann gelingt kein Exploit. In der Kombination enttäuscht Weltmeister Luca Aerni schwer und in der Abfahrt reicht's Topfavorit Beat Feuz gerade noch zu Bronze, wo wir uns doch alle schon so sehr auf den Abfahrts-Olympiasieg gefreut haben. Die zweite Medaille erst nach Silber im Mixed-Curling.

Die deutschen Rodler feiern Gold und Bronze im Doppelsitzer.

Da geht's unseren Nachbarn viel besser. Die Deutschen kommen aus dem Feiern gar nicht mehr heraus, es schmerzt schon langsam, ihnen dauernd zusehen zu müssen. Schwarz-Rot-Gold jubelt im Biathlon, triumphiert im Skispringen, siegt natürlich im Rodeln, feiert in der Nordischen Kombination und strahlt im Eiskunstlauf. Mit acht Mal Gold hat Deutschland die Ausbeute von Sotschi bereits jetzt, nach einem Drittel der Spiele, erreicht. Die Equipe verkraftet auch Ausfälle von Topshots wie Felix Loch im Rodeln oder Viktoria Rebensburg im Riesenslalom und führt den Medaillenspiegel an.

Die Top 10 im Medaillenspiegel

Die Norweger folgen dahinter, sie sind ebenso dann bereit, wenn es zählt. Sweep im Männer-Skiathlon, jetzt Gold und Silber durch Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud in der Abfahrt, zahlreiche weitere Medaillen. Die holländischen Favoriten halten dem Druck ebenfalls Stand und dominieren im Eisschnelllauf-Oval.

Oranje feiert den Medaillenregen.

Und die Ösis haben Hirscher

Auch unseren Lieblingsfreunden aus Österreich läuft's besser. Dass sie in der Abfahrt das Podest verfehlen, können sie angesichts des ersten Olympiasiegs ihres Ski-Gotts Marcel Hirscher verschmerzen. In Slalom und Riesenslalom kann er nach der Kombination den Gold-Hattrick schaffen. Und mit David Gleirscher hat ein Österreicher auch bereits das geschafft, worauf wir Schweizer noch warten: den grossen Coup eines Aussenseiters. Denn der Rodler triumphiert sensationell, noch ehe er im Weltcup überhaupt ein einziges Mal aufs Podest fuhr.

Ja, es wachsen auch Schweizer Sportler über sich hinaus im fernen Südkorea. Die Biathleten bringen in den ersten fünf Bewerben fünf Athlet/innen in die Top Ten, in jedem Rennen ein/e andere/r. Langläuferin Nathalie von Siebenthal wird zwei Mal Sechste und die Eishockey-Nati der Frauen gewinnt alle drei Gruppenspiele.

Morgen wird unser grosser Tag!

Das ist schön und gut – aber doch nicht viel wert. Denn bei Olympischen Spielen, das sagen alle, zählen am Ende nur die Medaillen. Und da hat das Schweizer Team bis zum offiziellen Ziel «11 plus» noch sehr viel Luft nach oben.

Martin Rios, left, and Jenny Perret, right, of Switzerland pose with their silver medals at the House of Switzerland after the victory ceremony of the curling mixed doubles at the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Wednesday, February 14, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Wertvollstes Schweizer Resultat bislang: Martin Rios und Jenny Perret mit Silber im Mixed Curling. Bild: KEYSTONE

Die Hoffnung geben wir deswegen noch lange nicht auf. Morgen greift Dario Cologna über 15 km Skating wieder an, Wendy Holdener drücken wir im Slalom beide Daumen und Beat Feuz will sich im Super-G an den Norwegern rächen. Morgen, das spüre ich, wird unser grosser Schweizer Tag! Und sonst dann halt übermorgen oder überübermorgen …

Die besten Bilder von Olympia

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Video: srf

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48
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    Alle Leser-Kommentare
  • tubabär 16.02.2018 09:27
    Highlight hat doch gut geklappt mit der Hoffnung für heute :)
    1 0 Melden
  • zappeli 15.02.2018 22:08
    Highlight Was mich wirklich nervt, sind diese Newsmeldungen a la “ Super Leistung von Schweizerin oder Schweizer xy“ und wenn man dann weiter liest, wird ein weiterer Diplomrang abgefeiert. Wen interessiert bitte dieses olympische Toilettenpapier?! Es gibt keinen Diplomspiegel und niemand spricht von olympischen Diplomgewinnern anno dazumal. Aber irgendwie nehmen die Sportmedien aus Mangel an Medaillenhelden alles was sie kriegen können.
    Nicht dass man Spitzenplätze ohne Medaille ignorieren sollte. Mir ist es einfach oft zu übertrieben.
    4 4 Melden
  • DerRaucher 15.02.2018 19:56
    Highlight Die Schweiz ist einfach kein Sportlerland. Auch wenn es hin und wieder mal eine Ausnahme a la Federer gibt, fehlt den Sportler in diesem Land meist das gewisse etwas. Damit sollten sich die Medien endlich abfinden.
    1 5 Melden
  • Luca Brasi 15.02.2018 17:31
    Highlight Wäre das nicht ein hervorragendes "weindoch" geworden, Herr Meile?
    Sie können ja feiern...mit Deutschen, Österreichern, Franzosen und Italienern, den Super-Wintersportnationen. Die lassen die Schweiz und Liechtenstein, die nicht so talentiert in der Kälte und Schnee sind, ja sicher auch mitfeiern. 😜
    11 0 Melden
    • Ralf Meile 15.02.2018 18:19
      Highlight Wäre es, sofern ich denn würde ... Und keine Sorge: Ich freue mich auch für andere, egal ob sensationeller Rodel-Olympiasieger aus Österreich oder mit Königen wie Fourcade, Svindal oder White. Olympia wäre einfach noch viel schöner mit ein bisschen mehr Schweizer Medaillen. Doch was nicht ist, wird noch werden.
      14 1 Melden
    • TanookiStormtrooper 15.02.2018 22:18
      Highlight #meile4weindoch

      Spätestens wenn der FCSG mal wieder absteigt... ;P
      2 1 Melden
  • DomiNope 15.02.2018 15:35
    Highlight Wir haben einfach viel zu hohe Erwartungen, vor allem durch die Tatsache dass die Schweiz nach USA und Kanada die grösste (!) Delegation an die Spiele schickt, obwohl der allergrösste Teil davon wohl keine realistischen Medaillenchancen hat...
    37 4 Melden
    • plaga versus 15.02.2018 19:50
      Highlight Wir stellen auch zwei Hockeyteams, eine Ski-Armada, Snowboarder und Curlingteams... Das sind ziemlich viele Leute!
      7 0 Melden
    • satyros 15.02.2018 20:33
      Highlight Die grosse Delegation hat wohl auch etwas mit dem Eishockey zu tun. Zwei Mannschaften bedeutet 50 zusätzliche OlympiateilnehmerInnen, die maximal zwei Medaillen holen können. Andere grosse Wintersportnationen sind dort gar nicht (Österreich) oder nur mit den Männern (Deutschland und Norwegen) vertreten.
      6 0 Melden
  • Repplyfire 15.02.2018 15:14
    Highlight Ist doch egal wer an Olympia die Medaillen holt. In 2 Wochen ist alles vergessen und die Aufregung umsonst. Wenn ein Mensch aus Indien oder sonstwo besser ist, sollten wir die Freude auch ihnen gönnen.
    28 20 Melden
  • schiterli 15.02.2018 14:43
    Highlight Die Erwargungshaltung ist zu hoch. Mittlerweile gibt es auch an der Winterolympiade ein paar Nationen mehr, welche den Wintersport auch professionell betreiben. Speziell im Alpinbereich waren es vor noch nicht allzulanger Zeit bloss eine Handvoll Nationen, welche wirklich professionele Strukturen besassen. Durch die grösser gewordene Konkurrenz, sind die Chancen der Schweizer entsprechend kleiner geworden. Das manifestiert sich auch im Vergleich zu der Sommerolympiade, wo jeweils zehn Mal mehr kompensive Nationen teilnehmen.
    28 4 Melden
  • grind 15.02.2018 14:25
    Highlight bin zwar schweizer, und freue mich über schweizer siege, aber wenn diese ausbleiben, bin ich nicht gleich gefrustet. scheints können andere dieses spocht auch ganz gut. dann heissts halt einfach neidlos die leistung anerkennen. kein problem für mich
    42 5 Melden
    • Ketchum 15.02.2018 14:45
      Highlight Ausser, der andere ist ein Österreicher
      43 24 Melden
    • Howard271 15.02.2018 15:01
      Highlight Oder ein Deutscher
      50 19 Melden
  • Micha Moser 15.02.2018 13:34
    Highlight Ich schau Olympia einfach gerne. Klar wären mehr Medallien toll, aber unsere Events kommen erst noch.
    21 5 Melden
  • redman87 15.02.2018 13:11
    Highlight Der einzige echte Trumpf, der bisher nicht gestochen hat, war Cologna. Beim Rest wäre eine Medaille eine grosse Überraschung gewesen. Unsere Disziplinen kommen noch (Skicross, Ski Freestyle, Snowboard-Parallelslalom, Eishockey, evtl. Curling, Slalom Ski alpin M+F, dazu Lara in SG+A). Vielleicht gibt es auch mal eine Sensation wie bei der letzten Olympiade (Gasparin, Viletta). Aber von "grossem Frust" zu reden, finde ich schon etwas vermessen...
    56 16 Melden
    • redman87 15.02.2018 13:28
      Highlight ...ah ja, Frauen-Kombi und Team-Event habe ich natürlich vergessen.
      34 2 Melden
    • Martin Rolli 15.02.2018 18:08
      Highlight Die Olympiade ist vor 6 Tagen zu Ende gegangen ;-)
      Immer wieder herzig wenn Gespräch anfangen à la:"Weisch a dere Olympiade isch`s nüm wie früecher, Russi, Schneider, Hemmi das si öpe no Medaillegwinner gsy." Wir Schweizer erkennen zum Grossteil nicht die Dekade zwischen den Spielen als Olympiade zu bezeichnen und das disqualifiziert uns eigentlich bereits über Leistungen der Sportler zu diskutieren.
      6 9 Melden
    • DonChaote 15.02.2018 23:56
      Highlight @martin rolli
      1. mittlerweile hat sich der ausdruck olympiade für die olympischen Spiele im deutschen sprachgebrauch etabliert. Schlagen sie doch mal bitte in einem aktuellen duden nach.
      2. bezeichnet eine „dekade“ einen zeitraum von 10 (zehn) jahren.

      Wenn schon besserwissern, dann bitte korrekt
      2 1 Melden
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  • superzonk 15.02.2018 12:53
    Highlight Frust? Wüsste nicht warum. Ist Sport. Da gibt es Gegner. Freuen für den Sportler wenns was gibt. Klar. Erwarten tue ich nichts. Ich leiste ja auch keinen Beitrag und bin nur ein zeitverzögerter News-Konsument. Frust ist das Privileg des Sportlers der seine Leistung am Tag X nicht zu seiner Zufriedenheit abrufen konnte. Er hat ja dafür auch etwas geleistet.
    41 7 Melden
  • Gondeli 15.02.2018 12:51
    Highlight Typisch Schweizerisch ist halt vor den Spielen von Gold zu labern und dann superschnell zu versagen... Es gibt nur einen Schweizer Sportler welcher immer Leistung abliefert wenn er die Schnauze aufreist: Roger Federer - alles andere sind einfach nur Schönschwätzer. "Ich will Gold, ich bin Favorit!" bla bla bla. Vielleicht mal ein bisschen Demut zeigen ihr werten Damen und Herren Feuz's, Cologna's, Gut's etc...
    32 94 Melden
    • bokl 15.02.2018 12:59
      Highlight @Gondeli
      Genau. Darum hat Roger auch so viele Goldmedaillen im Einzel...

      Nur schon der Versuch, einen mehrfachen Olympiasieger wie Cologna gegen Federer auszuspielen ist beider unwürdig und wohl nur in der Schweiz denkbar. Andere freuen sich, wenn man in so unterschiedlichen Sportarten gleichzeitig zwei solche Ausnahmeathleten zujubeln kann.
      75 3 Melden
    • John J. Collenberg 15.02.2018 13:28
      Highlight Ich habe auch das Gefühl, dass die Zuschauer oft zu hohe Erwartungen haben, aber das ist eigentlich nicht typisch schweizerisch, sondern eher "typisch jedes Land, immer". Deutschland, Italien und die Türkei (!) glauben beispielsweise vor jeder EM oder WM, dass die das Turnier gewinnen. Wenn, dann wäre es eher typisch schweizerisch, dass man versucht sich klein zu reden. Und dann schreiben, dass Cologna Demut zeigen. Das ist wohl das schlechteste Beispiel, das ich je gesehen habe.
      46 1 Melden
  • Thomas J. aus B. 15.02.2018 12:44
    Highlight Allgemein gehalten, nicht spezifisch auf diese Spiele o.a. In der Schweiz neigt man dazu, Erwartungen zu hegen und zu pflegen und aus diesen Erwartungen Anspruchshaltungen zu entwickeln. So werden bei Sportarten wie z.B. Biathlon überraschende Medaillen wie vor vier Jahren plötzlich als gegeben angesehen und dann später in den Medaillenerwartungen einkalkuliert. Und wenn dann die Alpinen und Snowboarder dann keine Medaillen holen, wird's eng. Zudem: von Ammann Medaillen zu erhoffen, der seit Jahren nicht mehr auf das nötige Level kommt, hielt und halte ich für sehr optimistisch.
    51 7 Melden
  • w'ever 15.02.2018 12:16
    Highlight für mich hat vieles mit der einstellung zu tun. wenn ich von athleten so statements wie "wenn alles gut läuft sollte ein (zsbp) top 10 platz drinliegen, dann frage ich mich wirklich, wieso diese person überhaupt an die olympischen spiele reist. ja man sollte realistisch sein, aber das ziel muss der sieg sein. alles andere ist zeitverschwendung.
    30 78 Melden
    • supremewash 15.02.2018 16:22
      Highlight Ich glaube ein Profisportler kann seinen Leistungsstand etwas besser beurteilen und einordnen als wir Zuschauer.
      Schon von Gold zu sprechen weil man in einer internen Quali nachgerückt ist, hat für mich nichts von einer guten und gesunden Einstellung.
      12 0 Melden
  • Fussballfan1999 15.02.2018 12:14
    Highlight Skicross und Eishockey sind sicherlich noch gute Chancen
    74 36 Melden
    • na ja 15.02.2018 12:54
      Highlight Aber ganz sicherlich nicht im Männer-Eishockey!
      49 6 Melden
    • Thomas Mezera 15.02.2018 12:54
      Highlight Im Eishockey? Naja, als Fussballfan ist die Hoffnung verständlich...
      18 5 Melden
    • Madmessie 15.02.2018 12:58
      Highlight Wieso sollte die Chance für die Schweiz im Eishockey gut sein? Aus welche Anhaltspunkte in der Vergangenheit basiert diese Einschätzung? Mir kommt da nur Silber 2013 in den Sinn.

      Daher, die Schweiz ist höchstens ein Aussenseiter mit einer kleinen Chance auf eine Medaille.

      27 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter Sahli 15.02.2018 12:12
    Highlight Waren wir nicht auch mal im Bob gut?
    253 1 Melden
    • Ketchum 15.02.2018 14:56
      Highlight Ja, gab glob seit anno Tobak bis auf einmal immer (mindestens) eine Schweizer Medaille. Aber diese Zeiten sind wohl vorbei
      14 0 Melden
  • na ja 15.02.2018 12:10
    Highlight Alsoooo, alles was jetzt noch kommt, übertrifft mein Tipp von 2 Medalien!
    28 5 Melden
  • Leguan 15.02.2018 12:10
    Highlight Schuld am Frust sind alleine die zu hohen Erwartungen von Seiten der Medien und den Zuschauern...
    141 54 Melden
    • Walter Sahli 15.02.2018 12:23
      Highlight Warum sollte eine Wintersportnation wie die Schweiz keine hohen Erwartungen haben? Weil's unschweizerisch ist, die Besten zu sein?
      65 11 Melden
    • Hardy18 15.02.2018 12:26
      Highlight Man darf schon Erwartungen haben wenn es um die höchsten Spiele der Welt geht, Olympia. Ich frag mich wie sich 171 Sportler qualifizieren können und dann so ein mieser Medaillenspiegel dabei heraus kommt. Ich weiss jetzt nicht wie man sich qualifiziert, aber die Hürde scheint nicht hoch gewesen zu sein...
      39 24 Melden
    • Leguan 15.02.2018 12:41
      Highlight Die Sportler dürfen für sich selber hohe Erwartungen haben! Das haben sie auch, sonst wären sie nicht an der Olympia. Aber du, oder die Schweiz darf gar nichts von ihnen erwarten.
      13 15 Melden
  • horst 15.02.2018 11:58
    Highlight Bei den Alpinen sehe ich noch Medaillenchancen im Super G-Herren, Damen-Slalom und Kombi-Damen. Das wars dann aber auch schon.
    22 4 Melden
    • bokl 15.02.2018 12:10
      Highlight @Horst
      Männer-Slalom auch schon Podest diesen Winter. Teamevent nicht vergessen und Lara ist immer für eine Medaille gut...
      29 8 Melden
    • Martinov 15.02.2018 12:18
      Highlight Team Event?
      5 18 Melden
    • deka 15.02.2018 12:19
      Highlight Das würde mir ja dann auch reichen wenns da überall Medaillen gäbe.

      1 1 Melden
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