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epa05409712 Indonesian Muslims attend Eid al-Fitr prayers at a street in Surabaya, Indonesia, 06 July 2016. Muslims around the world are celebrating the three-day festival marking the end of the holy fasting month of Ramadan, known as Eid al-Fitr, starting 06 or 07 July, and is celebrated with prayers, readings from the Koran, and gatherings with family and friends.  EPA/FULLY HANDOKO

Tausende Muslime feiern das Ende des Fastenmonats Ramadan in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Der Islam ist die zweitgrösste Religion nach dem Christentum und zerfällt wie dieses in zahlreiche Untergruppen. Bild: FULLY HANDOKO/EPA/KEYSTONE

Sunniten und Schiiten, Salafisten und Sufis: Das «Who is Who» der islamischen Gruppen

31.07.16, 12:35 02.08.16, 10:26


Es gab eine Zeit, da war die Beschäftigung mit dem Islam einigen Akademikern vorbehalten. Heute beherrscht die jüngste der drei abrahamitischen Religionen nahezu permanent die Schlagzeilen und in den Kommentarspalten befehden sich Islam-Hasser und Islam-Apologeten mit schäumendem Mund. 

Trotz oder gerade wegen der verstärkten Auseinandersetzung mit dem Islam verliert so mancher den Überblick über die verschiedenen Spielarten und Gruppierungen dieser Religion. Der Prophet selber prophezeite: «Die Kinder Israels spalteten sich in 71 Gruppen und die Gemeinde Jesu in 72. Meine Gemeinde wird sich in 73 spalten, von denen alle in die Hölle gehen – bis auf eine.»

Mohammed hält seine Abschiedspredigt.

Mohammed bei seiner Abschiedspredigt. Der Prophet regelte seine Nachfolge nicht, so dass ein Streit ausbrach, der zum Schisma führte. 
Bild: PD

Userin Rhabarber ist vermutlich nicht die einzige, die sich mehr Klarheit wünscht: 

Habt ihr irgendwo einen Artikel, der das islamische Chaos für Normalbürger biz aufklärt? Sunniten, Schiiten, Ibaditen, IS, etc. Wer ist was? Könnte vielleicht helfen moderat und fanatisch besser auseinander zu halten?

Einen solchen Artikel haben wir. Kollege Kian Ramezani hat unlängst «6 Grafiken, 16 Fotos und 1 Video für alle, die immer von ‹dem› Islam reden» vorgelegt: eine brillante Übersicht über Alphabetisierung, Wohlstand, Sprachen und Konfessionen in der islamischen Welt. Diese Übersicht wird hier mit einer Art Glossar ergänzt, die häufig auftauchende Begriffe wie «Salafisten», «Wahhabismus» oder «Aleviten» genauer beleuchtet: 

Sunniten und Schiiten

Diese beiden grössten Gruppierungen im Islam sind bereits kurz nach dem Tod Mohammeds im Jahr 632 entstanden; ihre Feindschaft hat sich an der Frage nach dessen Nachfolge entzündet. Heute ist der Gegensatz zwischen Sunniten und Schiiten einer der bestimmenden Faktoren im religiösen, aber auch politischen Gefüge des Nahen Ostens. 

Iraqi Sunni Muslims pray on the first day of Eid al-Fitr prayers in Baghdad, Iraq, Wednesday, July. 6, 2016. Muslims worldwide are celebrating Eid al-Fitr, marking the end of the Muslim holy fasting month of Ramadan. (AP Photo/Karim Kadim)

Sunniten beim Gebet in Bagdad. 
Bild: AP

85 bis 90 Prozent der Muslime sind Sunniten. Sie dominieren in den meisten islamischen Ländern und vermochten die Schiiten meist in eine untergeordnete Position zu bringen. Diese sind in den Ländern des sogenannten schiitischen Halbmonds – Bahrain, Iran, Irak, Syrien und Libanon – in der Mehrheit oder bilden eine grosse Minderheit. Eine schiitische Mehrheit gibt es überdies in Oman und Aserbaidschan; eine namhafte Minderheit in Saudi-Arabien.

Die 12 Staaten mit der grössten muslimischen Bevölkerung

Grafik: 12 Staaten mit der grössten muslimischen Bevölkerung

Nach wie vor das grösste muslimische Land ist Indonesien. Die muslimische Minderheit in Indien ist grösser als die Gesamtbevölkerung von Bangladesch. Die Muslime im Iran sind zu rund 90 Prozent schiitisch; jene im Irak zu über 60 Prozent.  Grafik: Wikipedia/watson

Streit um die Nachfolge Mohammeds

Der Name der Sunniten leitet sich ab von «Sunna» («Brauch», «Tradition»), womit die überlieferten Taten und Aussprüche des Propheten gemeint sind. Die Sunniten messen der Sunna in der Regel grössere Bedeutung zu als die Schiiten. Entstanden sind die Sunniten aus der Fraktion der frühen Muslime, die den Nachfolger Mohammeds aufgrund bestimmter Fähigkeiten wählen wollten und sich hinter dessen Schwiegervater Abu Bakr scharten.

Ali ibn Abi Talib, der in Anwesenheit des Propheten Mohammed mit dem zweiklingigen Dhu-l-faqar-Schwert einen Quraischiten enthauptet. Osmanische Miniatur, 16. Jahrhundert.

Ali ibn Abi Talib, Vetter und Schwiegersohn Mohammeds, enthauptet in dessen Anwesenheit einen Quraischiten. Ali wurde der vierte Kalif. Bild: OSmanische Miniatur aus dem 16. Jahrhundert

Für die Schiiten hingegen kam nur ein Nachfolger aus der Familie des Propheten in Frage, sie favorisierten Mohammeds Vetter und Schwiegersohn Ali ibn Abi Talib. Man nannte sie daher «Schiat Ali» («Partei Alis»), kurz «Schia». Der Gegensatz mündete in einen ersten innerislamischen Bürgerkrieg («Fitna»). 

Die «Partei Alis» verlor den Machtkampf gegen die Anhänger Abu Bakrs, der zum ersten Kalifen erhoben wurde. Die entscheidende Niederlage kam 680 mit der Schlacht von Kerbela im heutigen Irak: Der Enkel Mohammeds, Hussein, fiel mit wenigen Getreuen gegen eine grosse Übermacht. Die Schlacht, der die Schiiten jeweils am Aschura-Tag gedenken, begründete den schiitischen Opfer- und Märtyrerkult und besiegelte das Schisma.

Iraq Shi'ite Muslim men bleed as they gash their foreheads with swords and beat themselves to commemorate Ashura in Sadr City, Baghdad, October 24, 2015. Ashura, which falls on the 10th day of the Islamic month of Muharram, commemorates the death of Imam Hussein, grandson of Prophet Mohammad, who was killed in the seventh century battle of Kerbala. REUTERS/Ahmed Saad

Blutiger Märtyrer-Kult: Irakische Schiiten kasteien sich am Aschura-Tag selbst zum Gedenken an den Tod des Imams Hussein. Bild: AHMED SAAD/REUTERS

Geringe theologische Unterschiede

Die theologischen  Unterschiede zwischen den beiden grossen islamischen Konfessionen sind gar nicht so bedeutend. Die Sunniten betrachten den Kalifen – den Leiter der «Umma», der Gemeinschaft der Muslime – eher als weltlichen Führer. Für die Schiiten hingegen ist der Imam ein fast schon mit gottähnlicher Macht ausgestattetes Oberhaupt. 

Besonders in der Zwölferschia gibt es ein starkes messianisches Element: Der zwölfte Imam, Mohammed ibn Hasan al-Mahdi, der im 9. Jahrhundert starb, lebt für die Gläubigen im Verborgenen weiter und wird dereinst als Erlöser (Mahdi) wiederkehren. In dieser Tendenz zur Vergöttlichung der Imame sehen die Sunniten Züge des Polytheismus. 

Die Jamkaran-Moschee in Ghom, Iran

Die Dschamkaran-Moschee in der iranischen Stadt Ghom: Hier soll der 12. Imam dereinst einem Brunnen entsteigen. Laut Verfassung der Islamischen Republik Iran ist der 12. Imam Staatsoberhaupt; der geistliche Führer Ali Chamenei amtet nur stellvertretend.  Bild: Wikimedia/Fabienkhan

Sunniten und Schiiten haben sich in mehrere Untergruppen geteilt, die man als «Rechtsschulen» («Madhhab») bezeichnet. Sie bestimmen die Auslegung von Koran und Sunna, die Anerkennung und Bewertung der zahllosen Hadithe sowie die theologische Antwort auf aktuelle Probleme. Bei den Sunniten gibt es vier: 

Karte der islamischen Rechtsschulen

Karte der islamischen Rechtsschulen. 
Karte: wikimedia/Peaceworld111

Bei den Schiiten haben sich Abspaltungen vornehmlich anhand der Frage ergeben, wie viele Imame die rechtmässige Erbfolge aufweist. Einige Gruppen – zum Beispiel die Drusen oder die Baha'i – werden von anderen muslimischen Gemeinschaften nicht mehr als Muslime betrachtet. Die wichtigsten schiitischen Untergruppen: 

Schematische Überwsicht über die islamischen Konfessionen und Rechtsschulen

Schematische Übersicht über die islamischen Konfessionen und Rechtsschulen.
Grafik: Wikipedia

Aleviten

Aleviten unterscheiden sich stark von Sunniten und Schiiten, aber da sie auch zwölf Imame – besonders Ali, nach dem sie benannt sind – verehren, werden sie meistens ebenfalls zu den Schiiten gerechnet. Sie selber bestreiten jedoch ihre Zugehörigkeit zur Schia. Die Glaubensrichtung entwickelte sich im 13. und 14. Jahrhundert in Anatolien, wo die Gemeinschaft heute noch überwiegend lebt, aus dem schiitischen Islam. Eine bedeutende alevitische Gemeinde existiert mittlerweile in Deutschland. 

Aleviten an einer religioesen Zeremonie in einem protestantischen Kirchgemeindehaus in Genf, am 11. Oktober 2014. Mehr als die Haelfte der in der Schweiz lebenden tuerkischen Staatsbuerger sind Aleviten. Vor allem nach dem Militaerputsch 1980 flohen viele Angehoerige der linken Opposition, unter der die Glaubensgemeinschaft besonders zahlreich vertreten ist, in die Schweiz. Die rund 40'000 in der Schweiz lebenden Aleviten sind relativ unauffaellig, sie tragen weder eine spezielle Kleidung noch eine Kopfbedeckung. Unter dem Dach der Foederation der Aleviten-Gemeinden in der Schweiz gibt es rund ein Dutzend Vereine. In Basel, wo die Aleviten seit 2012 als Glaubensgemeinschaft anerkannt werden, betreiben sie zwei Schulen. Auf Bundesebene hoffen die Aleviten weiterhin auf eine Anerkennung als Glaubensgemeinschaft. (KEYSTONE/SDA/Catherine Cattin) **ZU DEN SDA-TEXTEN UEBER DIE ALEVITEN IN DER TUERKEI UND DER SCHWEIZ VOM 22. DEZEMBER 2014 **

Aleviten bei einer religiösen Zeremonie in einem protestantischen Kirchgemeindehaus in Genf.   Bild: SDA

Aleviten lehnen im Gegensatz zu Sunniten und Schiiten die Scharia – das islamische Gottesrecht – ab. Den Koran verstehen sie als verbindlich, halten ihn aber für Menschenwerk. Sie verehren Allah, Mohammed und Ali als göttliche Einheit (islamische Trinität). Besonders strenggläubige Sunniten betrachten die Aleviten daher nicht als Muslime. Die Aleviten treten für einen säkularen Staat ein und befürworten Glaubensfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau. 

Ibaditen

Die zahlenmässig kleinste der ursprünglichen Richtungen des Islams – weniger als zwei Millionen Anhänger – sind heute die Ibaditen, die weder zu den Sunniten noch zu den Schiiten gehören. Die Ibaditen, eine gemässigte Spielart des Islams, sind aus einer frühislamischen Oppositionsbewegung – den Charidschiten – hervorgegangen, die nach der Ermordung des dritten Kalifen Uthman entstand. Die Charidschiten lehnten die Legitimation Alis ab und verlangten stattdessen, dass der «beste Muslim» das Amt bekleiden solle, ungeachtet seiner Abstammung. Alle charidschitischen Untergruppen ausser den Ibaditen sind heute verschwunden.  

Beni Isguen, heilige Stadt der Mozabiten/Ibaditen in Algerien.

Beni Isguen, heilige Stadt der Ibaditen in Algerien. 
Bild: Wikimedia/Paebi

Im Laufe der Zeit wurden die Charidschiten immer mehr an die Peripherie der islamischen Welt gedrängt. Von anderen Muslimen werden die Ibaditen als Charidschiten bezeichnet, sie selber lehnen diese Zuordnung jedoch ab. Die Ibaditen folgen einer eigenen Rechtsschule, der Ibadija. Sie leben vor allem in Südalgerien, auf der tunesischen Insel Djerba und in Oman. 

Ahmadija

Die Ahmadija ist eine Reformbewegung des Islams, die sich auf die islamischen Rechtsquellen (Koran, Sunna und Hadithe) beruft. Sie wurde 1889 in Qadian im damaligen Britisch-Indien von Mirza Ghulam Ahmad gegründet, der sich als Mahdi der Endzeit und Wiederkunft von Jesus Christus, Krishna und Buddha bezeichnete. Zudem sah er sich als Prophet, wenn auch als Mohammed nachgeordneter. Vor allem deswegen wird die Ahmadija von den meisten anderen muslimischen Strömungen als Häresie abgelehnt, da Mohammed im Koran als «Siegel der Propheten» bezeichnet wird. 

Das Weiße Minarett von Qadian und die Fahne der Ahmadija, Liwa-e-Ahmadiyya

Das Weisse Minarett von Qadian, wo die Ahmadija gegründet wurde. Die schwarze Fahne ist die Flagge der Ahmadis. Bild: Wikimedia

1976 schloss die Islamische Weltliga die Ahmadija offiziell als «ungläubige Gruppierung» aus dem Islam aus. Seither haben sich in mehreren islamischen Ländern Angriffe auf deren Angehörige gehäuft. Die Ahmadis betonen, dass Gewalt dem Islam fremd sei und sowohl Dschihad wie Kalifat rein spiritueller Natur seien. Allerdings übt die Ahmadija harsche Kritik am Christentum und betreibt eine offensive, missionarische Öffentlichkeitsarbeit in der westlichen Welt. Kritiker sehen in der Gemeinschaft eine Psycho-Sekte mit ausgeprägt finanziellen Ambitionen. 

Salafisten

Der Salafismus ist derzeit die am schnellsten wachsende religiöse Gruppierung in Europa. Die Ursprünge dieser sunnitisch-islamistischen Strömung liegen vor allem in den islamisch-puristischen Erneuerungsbewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts, die sich mit dem in Saudi-Arabien entstandenen Wahhabismus verband. Später kamen Einflüsse der Muslimbruderschaft hinzu. 

epa04235449 Controversial Salafist preacher Pierre Vogel speaks in front of the train station in Bremen, Germany, 01 June 2014. Bremen city council banned the event, but they were forced to allow it after a court ruling. Several hundred people listened to the preachers who were under heavy police security.  EPA/INGO WAGNER

Einer der bekanntesten Salafisten ist der deutsche Konvertit Pierre Vogel, ein ehemaliger Berufsboxer.  Bild: EPA/DPA

Salafisten betreiben die Rückkehr zu einem Islam, den sie als ursprünglich und rein ansehen. Sie berufen sich dabei auf das Vorbild und Ideal der «frommen Altvorderen» («as-salaf as-salih») – die Gefährten des Propheten sowie die ersten drei Generationen der frühen muslimischen Gemeinde. Nahezu sämtliche späteren Änderungen in der Religionsausübung, die seit dieser idealisierten Frühzeit vorkamen, werden von ihnen als «unerlaubte Neuerungen» («bid’a») und Verfälschung der wahren Religion verworfen. Insbesondere lehnen die Salafisten die Rechtsschulen ab. 

Sämtliche Ansätze zu Heiligenverehrung, wie sie besonders im westafrikanischen Volksislam vorkommen, sind den streng monotheistischen Salafisten ein Gräuel. Auch die westliche parlamentarische Demokratie mit der von der Verfassung garantierten Religionsfreiheit lehnen sie entschieden ab und streben danach, diese durch eine göttliche Rechtsordnung zu ersetzen. Der politische Flügel der Salafisten verfolgt dieses Ziel durch eine intensive Missionstätigkeit («da'wa»), während der dschihadistische Flügel auch Gewalt als geeignetes Mittel erachtet.

Salafisten verteilen den Koran in München.

«Da'wa»: Salafisten verteilen in München den Koran.
Bild: Flickr

Wahhabiten

Wie die Salafisten vertrat der saudische Prediger Muhammad ibn Abd al-Wahhab (1703-1792) die Ansicht, die Muslime müssten zum angeblich unverfälschten Islam zurückkehren, wie er im 7.und 8. Jahrhundert existiert haben soll. Die nach ihm benannte Reformbewegung des Wahhabismus ist eine äusserst strenge Auslegung der hanbalitischen Rechtsschule.

epa05254493 A handout photograph released by the official Saudi Press Agency (SPA) shows Saudi King Salman bin Abdulaziz attending an event to receive an honorary doctorate degree from Cairo University, in Cairo, Egypt, 11 April 2016.  EPA/SAUDI PRESS AGENCY / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Export einer puritanischen Ideologie: König Salman von Saudi-Arabien.   Bild: EPA/SAUDI PRESS AGENCY

Durch das Bündnis al-Wahhabs mit dem mächtigen Clan der Al-Saud konnte der Wahhabismus zur faktischen Staatsreligion Saudi-Arabiens werden. Das Königreich fördert die Verbreitung dieser puritanischen Ideologie in anderen Ländern mit dem Bau von Moscheen und Koranschulen. Die Bezeichnungen Wahhabismus und Salafismus werden heute oft synonym verwendet. 

Sufis

Der «mystische Islam» wird von Sufis praktiziert und gelehrt. Der Sufismus ist über tausend Jahre alt und wird in Männerorden gepflegt. Der Name stammt vermutlich vom arabischen Wort «Suf» («Wolle»); die ersten Mystiker, die massgeblich von christlichen Mönchen in Syrien und Ägypten beeinflusst wurden, trugen ein Wollkleid als Zeichen der Demut. Sufis geniessen oft hohes Ansehen, da sie Seelsorge und soziale Fürsorge betreiben. 

Noureddine Khourchid, Saenger der Umayyaden-Moschee in Damaskus, mit Chor und einem tanzenden Derwisch, am Donnerstag, 7. April 2016, an den Stanser Musiktagen in Stans. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Tanzender Derwisch.  
Bild: KEYSTONE

Der Sufi-Islam gilt als tolerant. So gelang es zum Beispiel der islamischen Dynastie der Grossmoguln in Indien, die hinduistische Bevölkerungsmehrheit mithilfe eines duldsamen Sufi-Islams zu beherrschen. Heute gibt es über 70 Sufi-Orden. Besonders bekannt sind im Westen die Derwische, die den Sufismus praktizieren. 

Sufis streben als religiöses Ziel an, bereits im Diesseits eine Vereinigung mit Gott zu verwirklichen. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen sie einen spirituellen Meister, «Scheich» oder «Wali» genannt. Nicht zuletzt deswegen betrachten viele strenggläubige Muslime – besonders Salafisten und Wahhabiten – die Sufis mit Argwohn. Da im Islam zwischen Allah und dem Menschen kein Mittler stehen darf, verfolgen sie die Sufis als Abweichler. Für die Sufis selbst ist ihr jeweiliger religiöser Führer indes kein Mittler, sondern ein Meister, der sein Wissen an andere Gläubige weitergibt.

Muslimbrüder

Hassan al-Banna

Gründer der Muslimbruderschaft: Hassan al Banna.

Die 1928 vom ägyptischen Volksschullehrer Hassan al Banna gegründete Muslimbruderschaft war zunächst eine Reaktion auf die britische Kolonialherrschaft und die damit verbundene, als dekadent empfundene Verwestlichung des Landes. Ihr Ziel war die Verbreitung von islamischen Moralvorstellungen und die Errichtung eines islamischen Staates mit der Scharia. Durch die Werke des einflussreichen Vordenkers Sayyid Qutb – vor allem der 1950 veröffentlichte Aufsatz «Unser Kampf mit den Juden» – verband sich ein starker, islamisch verbrämter Antisemitismus mit dem Islamismus der Muslimbrüder. 

Zu Beginn der 40er-Jahre traten die Muslimbrüder zunehmend militanter auf und verübten auch Anschläge, um ihre Ziele durchzusetzen. Die Organisation wurde verboten, ihr Gründer ermordet. Dennoch wuchs die streng hierarchisch organisierte Gemeinschaft stark und begann, Ableger in anderen Ländern einzurichten. Hilfreich war dabei ihr soziales Engagement. 

Nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak 2011 kamen die Muslimbrüder auf demokratischem Weg an die Macht und konnten Mohammed Mursi ins Präsidentenamt hieven. Schnell zeigte sich, dass sich die Bruderschaft ebenso undemokratisch und korrupt verhielt wie das abgesetzte Regime. 2013 stürzten die Militärs Mursi, die Muslimbruderschaft wurde verboten. 

Militante islamistische Gruppen

Mehrere radikale dschihadistische Gruppen versuchen, ihre Ziele mit Gewalt zu erreichen: 

Quiz: Wie gut kennst du das religiöse Mosaik des Nahen Ostens?

1.Welcher islamischen Strömung sind die Kämpfer des sogenannten «Islamischen Staates» («IS») zuzurechnen?
FILE - This undated file image posted on a militant website on Tuesday, Jan. 14, 2014 shows fighters from the al-Qaida linked Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) marching in Raqqa, Syria. Historically, Raqqa and Mosul and the surrounding areas that make up Northern Mesopotamia _ a region known as the Jazira _ have had more in common with each other than they did with distant Southern Mesopotamia centered on Baghdad and Basra. The desert wadi routes that the Islamic State uses to smuggle its weapons, fighters and money back and forth across the border are the same trade routes established five millennia ago when the first cities arose in the Upper Tigris and Euphrates valleys. (AP Photo/Militant Website, File)
AP/Militant Website
Sufismus
Salafismus
12er-Schia
Nusairier
2.Der «IS» strebt die Wiedererrichtung eines islamischen Reichs in Syrien und im Irak an. Wie lautet der Begriff für dieses religiös-politische Gebilde, das im 7. und 8. Jahrhundert riesige Gebiete umfasste?
Kalifat der Umayyaden
Kalifat
Emirat
Sultanat
Khanat
3.Diese religiöse Minderheit lebt vornehmlich in Syrien, im Libanon und in Israel. Ihre Geheimlehre enthält zahlreiche Elemente des Islam, daneben aber auch andere Einflüsse wie beispielsweise die Reinkarnation. Sie lehnen die Missionierung Andersgläubiger ab und nehmen auch keine Konvertiten auf. Wer sind sie?
Druse supporters of Syrian President Bashar Assad hold up his portraits during a rally, demanding the return of the Golan Heights, captured by Israel in 1967, close to the Syrian border in Majdal Shams in the Golan Heights, Friday, Feb. 14, 2014. The annual demonstration is in protest of the 1981 Israeli law in which the Jewish state annexed the strategic plateau it captured from Syria during 1967 Arab-Israeli war. (AP Photo/Oded Balilty)
AP/AP
Baha'i
Wahhabiten
Drusen
Juden
4.Die Bezeichnung «Sunniten» leitet sich vom Begriff «Sunna» ab. Was ist das?
Muslim women gather on the stairs leading to to the Golden Dome of the Rock Mosque in the Al Aqsa Mosque compound in Jerusalem's Old City, Wednesday, April 30, 2014. Al Aqsa Mosque compound is one of the holiest site for Muslims. (AP Photo/Ariel Schalit)
AP
Die letzte Sure des Korans.
Die erste Moschee, die Mohammed in Mekka errichten liess.
Die überlieferte Handlungsweise des Propheten.
Eine der fünf Säulen des Islam (das Glaubensbekenntnis).
5.Der syrische Präsident Baschar al-Assad (r.) ist kein Sunnit, sondern gehört einer religiösen Minderheit an. Welcher?
epa04247828 A photo released by Syrian Arab News Agency (SANA) shows Syrian President Bashar Assad (R) meeting with former presidential candidate, Maher al-Hajjar (L) in Damascus, Syria, 10 June 2014. Embattled Syrian President Bashar al-Assad scored an expected victory in presidential elections, securing a third seven-year as head of state amid a civil war engulfing the country.  Assad was running against only two little-known politicians; Hassan al-Nuri and Maher al-Hajjar.  EPA/SANA HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
EPA/SANA
Drusen
Baha'i
Alawiten (Nusairier)
Jesiden
6.Neben den Sunniten sind die Schiiten mit schätzungsweise 15 Prozent aller Muslime die zweitwichtigste Strömung im Islam. Worauf bezieht sich die Bezeichnung «Schiiten»?
Shiite pilgrims react during the Muslim festival of Arbaeen in Karbala, 50 miles (80 kilometers) south of Baghdad, Iraq, Tuesday, Dec. 24 , 2013. The holiday marks the end of the forty day mourning period after the anniversary of the 7th century martyrdom of Imam Hussein the Prophet Muhammad's grandson. (AP Photo/Hadi Mizban)
AP
Auf «Scheitan» (Satan), da die Schiiten von den Sunniten als Teufelsanbeter verunglimpft wurden.
Auf «Schia» (Partei), genauer «Schiat Ali» (Partei Alis), da die Schiiten Ali als Nachfolger Mohammeds anerkannten.
Auf «as-Saffat», die 37. Sure des Koran.
7.Im Irak und in Syrien ist der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten so blutig, dass man von einem islamischen Bürgerkrieg sprechen könnte. In welchem Land leben am meisten Schiiten?
Im Libanon
Im Irak
Im Iran
In Ägypten
8.Zunehmend prekär ist die Lage der Christen im Nahen Osten. Viele haben ihre Heimat verlassen, zuerst im Irak, nun auch in Syrien. Wie hoch ist der Anteil der Christen in Syrien schätzungsweise noch?
Syrian acolyte girls listen to the sermon, during prayers for nuns held by rebels at the Greek Orthodox Mariamiya Church in Damascus, Syria, Sunday Dec. 8, 2013. The fears of Syrian Christian minority that they are being targeted in the country's civil war were hiked by the taking of the Greek Orthodox nuns by rebels who captured a mainly Christian town north of the capital. (AP Photo/Lee Keath)
AP
25 Prozent
15 Prozent
10 Prozent
5 Prozent
9.Was ist ein Derwisch?
A whirling dervish performs at the Maltepe Stadium in Istanbul on June 27, 2014, on the eve of Ramadan. The dervishes are adepts of Sufism, a mystical form of Islam that preaches tolerance and a search for understanding. Those who whirl, like planets around the sun, turn dance into a form of prayer. Ramadan, the ninth month of the Islamic calendar, is a month of fasting, prayers and recitation of the Quran. AFP PHOTO/OZAN KOSE
AFP
Ein Sufi
Ein Imam
Ein Ulema
Ein Muezzin
10.Die Jesiden, die vor allem im Norden des Irak leben, sind eine streng monotheistische Glaubensgemeinschaft. Welche Eigenheit trifft auf sie zu?
A Yazidi religious leader blesses a worshipper during the community's main festival of Eid al-Jamma, which lasts for a week, at Lalish temple in a small mountain valley situated northwest of Mosul, 390 km (240 miles) north of Baghdad October 7, 2010. Yazidis are members of a pre-Islamic Kurdish sect who live in northern Iraq and Syria. The community was a target for the deadliest militant attacks in Iraq since 2003 when suicide truck bombings killed more than 400 Yazidi people in August 2007. Picture taken October 7, 2010.    REUTERS/Stringer (IRAQ - Tags: RELIGION SOCIETY)
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Sie vertreten ein dualistisches Weltbild, in dem Gott und Teufel die zentrale Rolle spielen.
Sie berufen sich nicht auf eine Heilige Schrift.
Sie sind eine islamische Sekte.
Sie sind eine Abspaltung der christlichen chaldäischen Kirche.
11.Die Aleviten, eine bedeutende religiöse Minderheit in der Türkei, halten sich nur an eine der sogenannten fünf Säulen des Islam. Welche?
Aleviten Schwert Zülfikar
Salat (Pflichtgebet)
Zakat (Almosengabe)
Schahada (Glaubensbekenntnis)
Saum (Fasten im Ramadan)

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    Alle Leser-Kommentare
  • alizia 09.08.2016 03:01
    Highlight Vielen Dank für den differenzierten Artikel!:)
    7 0 Melden
  • Energize 02.08.2016 08:24
    Highlight Sehr wertvoller Artikel!
    13 1 Melden
    • Daniel Huber 02.08.2016 15:32
      Highlight Danke!
      8 0 Melden
  • boris78 01.08.2016 14:13
    Highlight mich würde mal interessieren wie z.b. die taliban usw in Zusammenhang mit den Geheimdiensten stehen? da gab es doch mal ein Artikel im geo Magazin oder?
    5 1 Melden
  • Don Camilo 01.08.2016 11:55
    Highlight Daher wäre in Ihrem Artikel eine Richtigstellung über die Aleviten begrüssenswert.
    6 6 Melden
  • Don Camilo 01.08.2016 11:54
    Highlight Danke für den informativen Artikel. Schade, dass die Infos über die Aleviten unpräzise ist. Aleviten unterscheiden sich stark von Sunniten und Schiiten. Aleviten lehnen die Scharia ab, sind moderat, fasten nicht, befürworten Glaubensfreiheit u. die Gleichberechtigung von Mann&Frau. Es gibt keine räumliche Trennung zwischen den Männern & Frauen dh. die Frauen können in gleichen Raum beten wie die Männer. Aleviten verehren das Leben, die Natur, Elemente uvm. Die Religion beinhaltet zudem Elemente des Islams u. Christentum. Jedoch gewisse Elemente durch Druck und Asimilation aufgewungen wurden.
    19 1 Melden
  • Marco4400 01.08.2016 02:38
    Highlight Was hat es damit aufsich, dass beim Bild der Köpfung am Anfang des Artikels, eine Person zu sehen ist, welche kein Gesicht hat?
    3 0 Melden
    • Maracuja 01.08.2016 12:41
      Highlight Bilder Mohammeds sind daher selten; sie finden sich hauptsächlich als Buchmalereien in persischen und ottomanischen Manuskripten.[43] Bilder dieser Art traten zuerst ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Reich der zum Islam übergetretenen mongolischen Ilchane auf.[44] Anfänglich zeigten die Bilder eine Darstellung von Mohammeds Gesicht, oft von einem Heiligenschein oder einer flammenden Aureole umgeben; ab dem 16. Jahrhundert wurde dazu übergegangen, sein Gesicht aus Pietät hinter einem Schleier zu verbergen oder Mohammed nur als Flamme darzustellen. (wikipedia)
      5 0 Melden
  • Menel 31.07.2016 18:33
    Highlight Nicht alle Aleviten sehen sicht als Muslime. Meine Nachbarin ist Alevitin und erzählte mir, dass vor allem die türkische Regierung forciert, dass die Aleviten Traditionen vom Islam übernehmen. Sie selbst lebt die traditionelle Form des Alevitentums und die ist vor allem eine Naturreligion. Sie verehren das Leben und die Elemente.
    38 1 Melden
  • Gondeli 31.07.2016 16:32
    Highlight Und zu welchen müssen wir nun in den nächsten Jahren konvertieren um am Leben zu bleiben? Müssen es die Salafisten sein? Die Jesiden und Aleviten scheiden wohl aus, da kann ich ja beim christlichen Glauben bleiben... Ach ja was sieht die Sharia für notorische Falschparkierer vor, der ich nun mal bin...?
    28 70 Melden
    • Sapere Aude 31.07.2016 17:12
      Highlight Jesiden bilden eine eigene Religionsgemeinschaft, die gar keine Konversion kennt, die Zugehörigkeit richtet sich alleine nach der Abstammung.
      35 2 Melden
  • Michael Walter 31.07.2016 16:02
    Highlight Kompliment an den Author
    33 3 Melden
  • Humbolt 31.07.2016 14:28
    Highlight Muslime und Juden. So nah, doch so fern. Arte Doku in vier Teilen. Das ist Teil 3. 1 und 2 konnte ich nicht finden.
    Sehr informativ! Für alle die bei dem Wetter sich gemütlich bilden wollen.
    15 2 Melden
  • John Smith (2) 31.07.2016 14:28
    Highlight Im ansonsten sehr gut geschriebenen Artikel fehlen die tanzenden Heuhaufen. Wo sind die einzuordnen?
    35 22 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 14:29
      Highlight @John Smith (2): Na, bei den Derwischen natürlich ;-)
      56 0 Melden
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 31.07.2016 14:13
    Highlight Lohnt sich das so viel über diese grundauf “friedliche“ religion zu schreiben? Gemäss dem ollen mohamed gehen ja alle bis auf eine hoffentlich bald vor die hunde.
    27 72 Melden
    • Fabio74 31.07.2016 14:32
      Highlight ja es lohnt sich. Bildung lohnt sich immer.
      Allerdings in schweren Fällen hoffnungslos
      94 15 Melden
  • Andreas Kyriacou 31.07.2016 14:10
    Highlight Eine sehr gute Übersicht! Vielleicht kann in einem ergänzenden Artikel aufgezeigt werden, welche Strömungen wo in Europa präsent sind. Es sind beileibe nicht nur die Salafisten, die ihren Einfluss auszubauen versuchen. In Grossbritannien beispielsweise dominieren die Deobandi, die im Artikel nur kurz als Geburtshelfer der Taliban aufgeführt sind.
    48 0 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 14:44
      Highlight Bedenkenswerter Input – vielleicht finde ich mal Zeit und Ressourcen dafür.
      42 0 Melden
  • DonPedro 31.07.2016 14:07
    Highlight Danke, Herr Huber, für diese Fleissarbeit!
    Und alles, ohne zu werten.
    Letzteres bleibt den Usern überlassen.
    Welche dieser Religionsausrichtungen sind mit unsern Wertvorstellungen vereinbar?
    Welche überhaupt nicht?
    Warum?
    Wäre auch noch spannend, darüber etwas zu lesen!
    38 1 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 14:48
      Highlight Vielen Dank. Das Werten habe ich in der Tat nach Möglichkeit den Usern überlassen ;-)
      29 0 Melden
    • Angelo C. 31.07.2016 16:04
      Highlight Zweifache Zustimmung 👍!

      Der Artikel ist gut aufgesattelt und trotz seiner Vielseitigkeit ebenso sinnvoll wie überschaubar strukturiert, zudem ausreichend informativ.


      Es gibt also nichts daran zu kritisieren, zumal die Aussagen m.E. auch inhaltlich stimmig sind.
      38 1 Melden
    • Daniel Huber 01.08.2016 00:22
      Highlight @Angelo C.: Danke sehr!
      16 0 Melden
  • Knut Knallmann 31.07.2016 13:56
    Highlight Mit mehr Artikel wie diesem könnten viele Vorurteile und Missverständnisse aus den Köpfen entfernt werden.
    Danke für den kompakten Überblick über dieses sehr weitreichende und komplexe Thema...
    44 14 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 14:48
      Highlight Merci.
      30 0 Melden
  • Vater der Blume 31.07.2016 13:48
    Highlight Tut mir leid, aber total beschwichtigender Schwachsinn was ihr da schreibt. Der theologische Unterschied zwischen den genannten Gruppen ost so gross wie zwischen Christentum und Hinduismus. Schade das ihr keinen experten an die Sache ran gelassen habt.q
    7 83 Melden
    • Sapere Aude 31.07.2016 17:10
      Highlight Nicht wirklich. Als Religionswissenschaftler kann ich ihnen sagen, dass die Differenzen zwischen den einzelnen Muslimischen Strömungen ähnlich gross wie jene zwischen den unterschiedlichen christlichen Kirchen. Wenn Sie schon den Artikel kritisieren wollen, dann doch bitte sachlich und wohl begründet.
      65 1 Melden
    • Vater der Blume 31.07.2016 23:58
      Highlight Ich bin selbst Islamwissenschaftler, aber wer sagt das HEUTE der Unterschied zwischen shia und sunnah die Wahl des ersten Chalifen ist, der hat deftig daneben gehauen und schlichtweg keine Ahnung. Natürlich sollte man zuerst einmal gut arabisch können, und die jeweilige Glaubensgrundlagen dieser Gruppen anschauen von authentuschen Büchern bevor man redet. Diese Leute sind nicht so blöd um sich nur wegen dem ersten Chalifen gegenseitig die Köpfe einzuhauen.
      2 16 Melden
    • Sapere Aude 01.08.2016 07:50
      Highlight Nun dafür müsste man nicht nur Arabisch können (welches ich am lernen bin) sondern auch Farsi. Und der Ursprung des Konfliktes ist nun einmal am Streit über die Nachfolge Mohameds entbrannt. Ausserdem lassen sich die Unterschiede zwischen Shia und Sunna eher mit jenen zwischen der Katholischen Kirche, der Orthodoxen, Reformierten oder Koptischen Kirche vergleichen, als zwischen Christentum und Hinduismus. Die Unterschiede zwischen Christentum und Hinduismus sind viel Grösser, als zwischen der Shia und Sunna.
      17 0 Melden
  • kleiner_Schurke 31.07.2016 13:21
    Highlight Wer zusätzlich als Ergänzung die Geschichte inkl. kritischer Betrachtung des Islams lesen möchten:

    Jaya Gopal “Gabriels Einflüsterungen“ http://www.ahriman.com/buecher/gopal.htm
    Ibn Warraq “Warum ich kein Muslim bin“ https://www.perlentaucher.de/buch/ibn-warraq/warum-ich-kein-muslim-bin.html
    31 20 Melden
  • Domino 31.07.2016 13:15
    Highlight Danke für den tollen Artikel.
    Und was lernen wir daraus? Je radikaler eine Richtung ist im Islam, desto erfolgreicher ist sie und die gemässigten werden weggedrängt oder ausgerottet. Der abgeschwächte "Euro-islam" wie ihn diverse Politiker fordern wird dadurch nie funktionieren.
    57 15 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 14:10
      Highlight Merci!
      Mir scheint, dass die radikalen Strömungen im Islam in letzter Zeit stärkeren Zulauf hatten oder sogar erst vor relativ kurzer Zeit entstanden. Die Gründe für diese Radikalisierung sehe ich letztlich in der Globalisierung: Die islamische Welt ist immer stärker konfrontiert mit fremden, dazu teilweise klar erfolgreicheren Konzepten. Der aggressive Fundamentalismus ist der Versuch, durch Rückbesinnung auf eine vermeintlich glorreiche Zeit dieser Zumutung zu begegnen. Offensive als Defensive.
      65 0 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 14:11
      Highlight Wenn dieser aggressive Islam nicht die Welt erobert – was kaum zu erwarten ist –, wird er untergehen und hoffentlich einer domestizierten Spielart Platz machen, die mit den Anforderungen des 21. Jahrhunderts kompatibel ist.
      57 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.07.2016 14:25
      Highlight Die Globalisierung hat damit herzlich wenig zu tun. Sie und die modernen Medien machen den islamischen Fundamentalismus nur sichtbar.
      Radikale Strömungen gab es schon immer. Es gab höchstens ruhigere Zeiten und weniger ruhige Zeiten. Insofern mag die Globalisierung etwas zu den turbulenten Zeiten heute beigetragen haben.
      Weiter haben wir der Globalisierung die Migration von Muslimen in den Westen zu verdanken und damit den Import der islamischen Probleme.
      Das ist aber alles nur in zweiter Linie und trifft nicht den Kern des Problems.
      35 11 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.07.2016 14:27
      Highlight Eine domestizierte Spielart des Islam wird es nie geben. (So in etwa sieht das heute selbst Bassam Tibi, der "Erfinder" des Euro-Islam.)
      28 19 Melden
    • AdiB 31.07.2016 14:38
      Highlight Auch unter den von euch als radikale bezeichneten gruppen gibts mitlerweille abspaltung. Da sie oft sehr jung sind und am anfang gut redeten wird es einigen zu bund. Es werden z.bsp. richter die grosse anerkennung unter hohen geleehrten geniessen, entlassen oder ins exil vertrieben.
      Den meisten anhänger wurde gesagt man möchte ein islam wie zu salahudins zeiten, doch benihmt sich keiner wie salahudin.
      Nach dem propheten und seinen gefolge, war salahudin der einzige, der dem propheten bei der aussübung des islam am nächsten war.
      9 4 Melden
    • Domino 31.07.2016 14:42
      Highlight Das tönt nach einer westlichen Auffassung logisch. Daher müssten sich viele aufklären, konvertieren oder dem Islam lossagen. Aber das Gegenteil ist der Fall: Der Islam ist die schnellste wachsende Religion. Austreten ist faktisch nicht möglich in den meisten Ländern. Die Angst & der soziale Druck ist zu gross. Ich habe etliche Videos auf Liveleak gesehen wo jemand auf dem Dorfplatz dem Abfall des Islam beschuldigt wurde und dann von einer jähzornigen Meute sogleich erschlagen wurde. Oder auch erschossen, da eine Frau eine rote Jacke trug. Islam bedeuted nicht "Frieden", sondern "Unterwerfung"
      19 14 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 14:57
      Highlight Rabbi Jussuf: In der Schweiz leben rund 400'000 Muslime. Die meisten von ihnen sind hier geboren, hier aufgewachsen, und sie sind Schweizer.

      Da es nun aber nach deiner Behauptung keine "domestizierte Spielart des Islams" gibt, behauptest du letztlich nichts anderes, als dass alle diese 400'000 Muslime unter uns nicht domestiziert seien. Ehhm...?!??

      Meinst du das wirklich?
      29 17 Melden
    • Domino 31.07.2016 15:18
      Highlight Zu den 400'000 Muslimen in der Schweiz: Zuerst kommen ein paar die friedlich co-existieren. So ab 5% werden überproportionale Forderungen gestellt: Händedruck, Schwimmunterricht, Friedhöfe, Essen, Blutbank. Bei 20% werden Andersgläubige stark traktiert: Terror, NoGoAreas, Scharia-Polizei. Danach kommt es zum offenen Krieg wie in Nigeria. Indonesien liefert ein Beispiel wie Ungläubige ausgeschlossen werden: Wenn in einer Bäckerei eine Schraube nicht Halal ist, ist es das Brot auch nicht.
      http://m.welt.de/politik/ausland/article156395867/Die-fragen-sogar-nach-Halal-Toilettenschuesseln.html
      15 33 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 15:45
      Highlight Domino: Dein Beispiel hinkt (und der Rest ist Angstmacherei).

      Produkte-Labels haben es nunmal auf sich, dass sie einen geschlossenen Markt mit gewissen Qualitäts-/Werte-Kriterien schaffen, um so den Umsatz zu steigern und eine gewisse Qualität sicherzustellen.

      Hier eine Übersicht von hier praktizierten Produkte-Labels, woran du erkennen könntest, wie auch hierzulande "Ungläubige" vom Markt ausgeschlossen werden, weil ihr Brot nicht "BioSuisse", nicht "agri natura", nicht "demeter", nicht "utz certified" oder sonstwas ist.

      http://www.wwf.ch/de/aktiv/besser_leben/ratgeber/lebensmittellabels/
      10 25 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.07.2016 15:46
      Highlight Lorent Patron
      Oh Mann, muss man sich immer wieder mit dieser dämlich falschen Argumentation herumschlagen?

      25 11 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.07.2016 15:57
      Highlight Domino
      Ganz recht. Ich wäre aber vorsichtig mit den %. Das hängt davon ab, wo es zur Ghettobildung kommen kann.
      Zuerst allerdings kommen die nicht so "gläubigen" Glaubensbrüder an die Reihe.
      Der Islam (egal welcher!!!) beinhaltet auch eine soziologische Drohkultur, die sich erst ab einer gewissen Grösse manifestiert. So reichen schon ein paar wenige Extreme um die Gemeinde unter Kontrolle zu halten. Typisch sind auch die drakonischen Strafen der Sharia (die eher selten auch ausgeführt wurden).
      26 11 Melden
    • Maracuja 31.07.2016 16:02
      Highlight @Rabbi Jussuf
      Einverstanden, die Ausbreitung des Wahhabismus hat schon vor der sogenannten Globalisierung (der Begriff stammt aus der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts?) eingesetzt. Ohne Erdöl bzw. Petrodollars und Gewalt hätte sich die hanbalitische Rechtsschule aber kaum so ausdehnen können. Alleine die Tatsache, dass die Salafisten äusserst aggressiv gegen andere Strömungen im Islam vorgehen müssen, zeigt doch deutlich, dass Salafismus für Muslime nicht so attraktiv ist, dass sich die Massen ihm freiwillig anschliessen. Aus diesem Grund überzeugen mich deine düsteren Prophezeiungen nicht.
      21 3 Melden
    • Domino 31.07.2016 16:17
      Highlight Der Vergleich hinkt. Auch für ein veganes Label dürfen Fleischesser arbeiten. Zu fordern die Farbe auf dem Traktor, der veganes Essen herstellt müsse von einem Veganer produziert werden wäre krankhaft. Genauso, wenn ich keine Produkte kaufe von einem Moslem, Juden oder Schwarzen. Diese Auslegung von "Halal" ist rein diskriminierend. Auch wir sind diesem Druck ausgesetzt. Viele Kantinen servieren kein Schweinefleisch mehr. Diese Forderungen werden bis zum totalen "Halal" weitergehen. Firmen werden erpressbar. Nicht nur Nahrungsmittel. Dann hast du die Wahl: Job verlieren oder konvertieren.
      4 21 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.07.2016 16:23
      Highlight Maracuja
      Die "Salafisten" sind durch nur eine Spielart des Islam, die einige Elemente des Islam, die schon immer da waren, etwas mehr betonen. Auch sie haben eigentlich eine sehr lange Tradition.
      Zudem gibt es sehr viele Konservative, die sich ungern als Salafisten bezeichnen lassen.
      Die Salafyya ist nur ein Symptom, nicht das eigentliche Problem.
      17 5 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 16:52
      Highlight Domino: Die Maktkräfte haben nur wenig mit Halal oder dem Islam zu tun.

      Wenn die Konsumenten ein "BioSuisse"-Label wünschen und das Umsatz verspricht, dann produzieren die Hersteller eben "BioSuiss-mässig", damit sie mehr Profit machen. Auch Schulkantinen und andere Firmen werden in erster Linie durch Marktkräfte und Konsumentinnen-Bedürfnisse und weniger durch Religion bestimmt. Sie sind profit- und nicht religionsgetrieben.

      Du hast insofern recht, dass alle diese Labels auch zu "Diskriminierung" und Gleichmacherei führen. Aber nur das Halal-Label anzugreifen ist m.E. zu einseitig.
      12 3 Melden
    • Domino 31.07.2016 17:21
      Highlight @ Lorent
      Viele Labels stehen für eine Qalitätssicherung. Diese haben nichts zu tun mit der Religion der Mitarbeiter. Klar sind die Labels für die Firmen eine Profitoptimierung. Mit Halal wird aber mit Religion Politik gemacht. Auch bei den Nazis hiess es "kauft nicht bei Juden". War das auch nur ein "Label"?
      Der Aufschrei wäre immens, wenn man ein Label gegen Moslems gründen würde. Kein Moslem darf je einen Finger am Produkt gerührt haben. Ja, nicht mal ins Einkaufszentrum dürfen sie, da sie ja die Produkte berühren könnten. Geschweige denn transportieren, Büroarbeit etc. Totale Diskriminierung.
      4 15 Melden
    • AdiB 31.07.2016 17:30
      Highlight @domino niemand verbietet dir halal markierte produkte zu kaufen. Es gibt auch koschermarkierte produkte seit jahren und keiner sagte je ein wort. Also hör auf nur auf muslimen rum zureiten. Wie lorent es meinte, entweder gegen alle oder gar keinen.
      17 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 17:34
      Highlight Domino: Solche Labels sind nicht gegen etwas gerichtet, sondern sie wollen Kundenbedürfnisse aufnehmen und in Umsatz verwandeln. Nichts mehr. In Indonesien gibt es nunmal viele Muslime, und einige stehen dort auf das "Halal"-Label so wie hier viele auf "NaturaPlan" oder "BioSuisse" stehen. Sogar Juden in der Schweiz haben ihre Labels.

      Und apropos hinkender Vergleiche (Nazi, "Kauft nicht bei Juden" etc): Ich fände eine Kennzeichnungspflicht für israelische Produkte aus den illegalen Siedlungsgebieten für sinnvoll, weil ich bei dieser Enteignung der Palästinenser nicht mitmachen will.
      19 4 Melden
    • Maracuja 31.07.2016 18:02
      Highlight @Rabbi Jussuf
      Einverstanden. Ein "Konservativer" bzw. Islamist wie Erdogan wird sich die Etikette "Salafist" nicht anhängen. Aber auch er greift zu Drohung, Einschüchterung, Diebstahl usw. Weshalb? Wenn sein konservativer Islam so attraktiv wäre, hätte er das doch nicht nötig.
      7 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.07.2016 18:45
      Highlight Maracuja
      Die Drohkultur des Islam ergibt sich aus der Religion mit einem einzigen autoritären Gott und dem nicht kritisierbaren Koran. Das schafft Strukturen, die für jede Art von Despoten (von Familienvätern bis Erdogans) eine prächtige Basis und die Gläubigen bejubeln das noch. DAS ist der Islam, ob Shia oder Sunna.
      Weniger autoritäre Strukturen haben einfach keine Chance und werden gleich verschwinden oder sich nur als Sekten halten können, wenn sie nicht von aussen gestützt werden. Der Islam ist aus diesem Gesichtspunkt nicht nur nicht kompatibel mit Demokratie, sondern antidemokratisch.
      21 4 Melden
    • Maracuja 31.07.2016 20:35
      Highlight @Rabbi Jussuf
      Genauso könnte man begründen, dass das Christentum aus bestimmten Gesichtspunkten antidemokratisch ist. Viel relevanter ist m.E., dass für die Mehrheit der Christen, die Vorteile eines demokratischen Rechtsstaates gegenüber einem christlichen Gottesstaat weit überwiegen. Gewiss manche Umfragen diesbezüglich unter europäischen Muslimen mögen skeptisch stimmen, trotzdem finde ich die Absolutheit, mit der du jede positive Entwicklung des Islams für alle Zeiten ausschliesst, fragwürdig.
      7 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.08.2016 13:05
      Highlight Maracuja
      Es genügt ein Blick auf die Inhalte der betreffenden Religion und es wird schnell klar, warum das Christentum die Aufklärung überlebt hat, ja, sogar eine gewisse Basis dafür gelegt hat.
      Nimmt man dem Islam die Elemente, die ihn zur Demokratie inkompatibel machen, bleibt nichts übrig, aus dem sich noch so etwas wie eine Religion regenerieren könnte - nicht einmal für irgendwelches theologische Geschwurbel...
      Darum keine Hoffnung auf einen "modernen" oder einen "Euro"-Islam, dem sich eine Mehrheit der Muslime anschliessen könnten.
      5 3 Melden
    • Maracuja 01.08.2016 14:03
      Highlight @Rabbi Jussuf
      Viele in der Schweiz wohnhafte Muslime leben relativ säkularisiert, praktizieren also bereits quasi einen "Euro"-Islam. Dass du die theoretischen Grundlagen dazu, wie sie z.B. ein Mouhanad Khorchide liefert, noch nicht mal ausreichend für theologisches Geschwurbel hältst, damit bin ich selbstverständlich nicht einverstanden. Dass ein solcher "Euro"-Islam viel Einfluss auf die übrige islamische Welt haben wird, ist für mich auch eher fraglich. Aber hier sollten wir alle Anstrengungen in diese Richtung unterstützen.
      5 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.08.2016 14:52
      Highlight Khorchides Theologie basiert auf einer Barmherzigkeit, die zwar häufig als Wort im Koran steht, aber inhaltlich rein gar nichts damit zu tun hat.
      Im Koran gilt Barmherzigkeit explizit nur Glaubensbrüdern. Für den Rest der Menschheit gibt es keine Barmherzigkeit - weder von gläubigen Muslimen noch von Allah.
      So hat er keine wirkliche Basis auf der er aufbauen könnte. Leider.
      Ich bin mir nicht so sicher, ob es etwas bringt, Leute wie Khorchide zu unterstützen, oder ob das viell. sogar kontraproduktiv wäre.
      4 4 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 22:31
      Highlight Galaxy
      Im Christentum ist das sehr wohl anders, da gibt es das Gebot der Nächstenliebe - nicht nur gegenüber Glaubensbrüdern. (Ob das dann auch gelebt wird, ist eine andere Frage.) Da es dies im Islam nicht gibt, so ist auch die Barmherzigkeit Makulatur. Darum ging es mir. Khorchide kann darauf keine Theologie aufbauen, die sich irgendwie durchsetzen könnte.
      Das "auserwählte Volk" wird als Jude eher als eine Bürde empfunden, während im Islam die Umma die beste aller Gemeinschaften ist. Ein völlig anderes Konzept. Was daraus folgt, kann man sich leicht selber zusammenreimen.
      2 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 22:31
      Highlight galaxy
      Die Unterscheidung in Leute des Buches, Polytheisten, Heiden und Abtrünnige macht die Sache auch nicht besser. Ganz im Gegenteil! Es zeigt, wie die Muslime keine Ahnung von den anderen Religionen haben. Dazu kommt noch, dass ja Juden, wie Christen, in die Irre gegangen sind (Dazu gibt es auch jede Menge Verschen). Sie sind also effektiv auch Abtrünnige und schon gar nicht auf Augenhöhe zu behandeln.
      2 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 04.08.2016 22:35
      Highlight Rabbi Jussuf: Das Gebot der Nächstenliebe geht auf Moses zurück, und gilt im Islam genau so, wie es in diesen heiligen Schriften gemeint war.
      0 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 22:36
      Highlight galaxy
      Die philosophische Seite gibt es im Christentum auch, über Platon, Aristoteles oder Plotin. Nicht so intensiv wie im Judentum, da gebe ich dir recht.
      Im Islam kann man lange suchen.
      Aber jetzt nicht mit Averroes oder Avicenna kommen bitte. Beide wurden im Islam entweder nicht wahrgenommen, oder deren Bücher verbrannt.
      1 0 Melden
    • AdiB 05.08.2016 13:36
      Highlight @galaxy bitte nicht die tora und den talmund gleichsetzen. Die tora ein buch eines propheten und der talmund ein buch eines rassisten. Nach dem talmund sind wir gois (nicht juden) dazu geschaffen worden damit sie nicht von affen befient werden. Die nicht juden werden in talmund nicht mal als menschen bezeichnet. Sie sind nur sklaven. Wenn ein goi nicht das macht was sein herr (der jude) von ihm verlangt, darf man ihn ruhig töten.
      0 3 Melden
    • AdiB 05.08.2016 17:43
      Highlight Ja trozdem darf man den talmun nicht mit der tora gleichsetzen. Ich habe auch nicht behauptet das du was verwechselst. Mich hat nur gestört das du die tora und den talmubd gleich betrachtest. So lese ich es auf jedenfall.
      Ich weiss wie der talmud entstand es gibt ja 2 den babylonischen und den jerusalemer. Der babylonische ist ein sehr agressiver der nur den zionisten das existenzrecht gibt. Ich persönlich und als moslem, sehe den talmud als luzifers buch. Hingegen ist die tora für uns muslime ein heiliges buch gottes, das es zu schätzen gilt.
      0 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 05.08.2016 20:58
      Highlight AdiB
      Kennst du die Tora überhaupt? Ich meine, so dass du sie schätzen kannst?
      Oder schätzt du sie einfach, weil irgend jemand sagte, dass du sie schätzen sollst?
      Vom Talmud wollen wir erst gar nicht reden, den kennst du bestimmt nicht um ein Urteil darüber zu fällen.
      1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 06.08.2016 09:41
      Highlight @galaxy:
      Der Talmud ist auch in Dialogform aufgebaut. Es werden verschiedene extreme (meist aus dem Tanach gut begründete) Positionen gesammelt. Eine Auslotung der Grenzen sozusagen. Wenn man das weiss, bekommen Aussagen wie die hier zu den Gojim angemerkte, eine völlig andere Bedeutung.
      Darum meinte ich auch, dass AdiB keine Ahnung vom Talmud hat.
      1 0 Melden
    • AdiB 06.08.2016 19:45
      Highlight @galaxy so wie du den talmud erklärst ist er wie die hatide im islam. Nur das die meisten juden den talmud so akzeptieren wie er ist und somit keinen spielraum hinterlässt. Wärend beim islam zu einer sure mehrere verschiedene hadite exestieren und somit eine grössere auswahl an interpretationen. Im enefekt sind das judentum und der islam praktisch gleich. Das erkennt man gut daran wie gut orthodoxe juden und muslime miteinander können. Es ist der zionismus der mit dem talmud kam der sie zu feinden macht. Wärend zionisten auf ihren erlöser warten, sagen muslime das jesus uns alle retten wird.
      1 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 06.08.2016 20:21
      Highlight AdiB
      Hör auf zu spekulieren, was der Talmud sein könnte.
      Die Spur ist ganz kalt. Das hat nicht im entferntesten mit Hadithen zu tun.
      1 1 Melden
    • AdiB 07.08.2016 22:31
      Highlight @jussuf. Dann klär mich auf. Oder weist du es selber nicht?
      0 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 07.08.2016 23:21
      Highlight AdiB
      Hab ich schon erklärt. Wenn du es nicht kapierst und lieber auf irgendwelchen Unsinn hörst (was du ja schon bewiesen hast), kann ich auch nicht weiter helfen.
      Vielleicht liest du selber einmal etwas im Talmud. Steht alles irgendwo im Internet.
      Ist halt ein wenig mühsamer, als einfach angelesene leere Behauptungen aus dritter Hand in die Gegend zu posaunen.
      1 1 Melden
  • Biindli 31.07.2016 13:06
    Highlight Danke für diesen lehrreichen Artikel. :)
    35 3 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 14:02
      Highlight Danke für das Lob!
      17 1 Melden
  • Saterr 31.07.2016 13:00
    Highlight Da konnte ich als muslim noch was lernen ^^
    38 4 Melden
    • Luca Brasi 31.07.2016 13:30
      Highlight Jetzt nimmt es mich gleich nach dem Lesen des Artikels wunder, welcher Ausrichtung des Islams Sie angehören. ;)
      19 2 Melden
    • Saterr 31.07.2016 14:16
      Highlight Bin ein Sunnit (Malekiten) aber mit liberalen Ansichten.
      25 1 Melden
    • Luca Brasi 31.07.2016 14:41
      Highlight Klasse! ;)
      9 1 Melden
  • WeischDoch 31.07.2016 12:51
    Highlight Danke dür den Beitrag liebes Watson-Team! Als einziger Diskussionspunkt finde ich den Teil der Aleviten. Die Aleviten sind meiner Meinung nach keinesfalls zum Islam zu zählen...die Herkunft der Aleviten reicht viel weiter zurück als die des Islam. Es ist aber definitiv eine vom Islam stark geprägte Religion das wohl mit der zwanghaften Islamisierung zu tun hat. Anders als hier beschrieben hat der Koran nichts zu suchen im Alevitentum. Der Glaube hat extrem viel vom Schamanismus wenn man ihn genauer betrachtet...nur eben durch den Islamzwang wurden viele Teile islamisiert.
    26 2 Melden
    • TY94 31.07.2016 13:40
      Highlight Genau. Wir aleviten sind näher am Zoroastrithmhus als am Islam
      24 3 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 14:01
      Highlight Merci für das Lob!
      Über den Ursprung der Aleviten findet man unterschiedliche Theorien. Eine davon postuliert, die Religion der Aleviten gehe auf den Zoroastrismus zurück, der in der Tat viel älter als Islam und Christentum ist. Dies lässt sich historisch aber kaum belegen.
      Der Koran wird nach div. Quellen zwar von den Aleviten gelesen, aber nicht als von Gott gegebenes und daher unveränderliches Buch akzeptiert.
      http://www.inforel.ch/i215e01.html
      https://de.wikipedia.org/wiki/Aleviten
      http://www.religionen-im-gespraech.de/thema/aleviten-wer-ist-das-denn/hintergrund/woran-glaubt-ein-alevit
      26 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 14:41
      Highlight Der Zoroastrismus ist sehr stark in der persischen Kultur verankert, und wird im Iran von sehr vielen Menschen weiterhin gelebt (kompatibel mit dem Islam der Mullahs und als Zeichen des Protests).

      Der Islam hat sich seinerzeits jeweils den lokal herrschenden Kulturen angepasst und dessen Eigenheiten in ihre Lehren einfliessen lassen. Es ist daher nicht unbedingt richtig, von "zwanghaften Islamisierung" zu sprechen. Es scheint doch vielmehr, dass die damaligen Volksgruppen den Islam freiwillig in ihre (tausendjährigen) Kulturen adaptiert (und entsprechend unterschiedlich ausgelegt) haben.
      19 7 Melden
    • Domino 31.07.2016 16:22
      Highlight Sie hatten keine andere Wahl als den Islam in einer veränderten Form anzunehmen. Alle anderen sind Tod und konnten so ihre Werte nicht weitergeben. Mohammed selbst hat ganze Stämme ausgelöscht, als diese nicht konventieren wollten.
      14 10 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 16:58
      Highlight Domino, du behauptest: "Mohammed selbst hat ganze Stämme ausgelöscht, als diese nicht konventieren wollten."

      Ich weiss nicht, aus welchen Überlieferungen du deine Geschichten her nimmst. Hast du für deine Behauptung auch Quellenangaben zu historisch gesicherten Fakten?
      11 11 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 17:11
      Highlight @Lorent Patron: Ob die Mehrzahl gerechtfertigt ist, weiss ich nicht. Aber zumindest einmal hat Mohammed einen Stamm auslöschen lassen. Es handelt sich um den jüdischen Stamm der Banu Quraiza. Die Männer wurden geköpft, Frauen und Kinder in die Sklaverei geführt:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Banu_Quraiza#Die_Grabenschlacht
      20 6 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 17:23
      Highlight Daniel: Ich bestreite nicht, dass Mohammed auch gewalttätig (und nicht perfekt) war.

      Ausserdem fragte ich nach historisch gesicherten Fakten. Das ist beim Wikipedia-Link nicht so der Fall ("Überliefert wurden diese Ereignisse in der Prophetenbiographie (sira) des Ibn Ishāq, in der maghazi-Literatur, in der Koranexegese (tafsir) und in Hadithen und sind somit aus islamischer Sicht dargestellt.")

      Im Grossen und Ganzen hat Mohammed, bzw. der Islam die Welt erobert (vielmehr als Mekka/Medina), ähnlich wie Alexander der Grosse, überwiegend ganz ohne Gewalt, allein durch (friedliche) Überzeugung.
      7 20 Melden
    • Domino 31.07.2016 18:10
      Highlight Mohammeds Leben ist das am besten dukumentierte seiner Zeit. Quellen sprechen dass er selber 27 Kriege angeführt hatte und weitere 47 von seinen Anhängern durchführen lies.
      17 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 18:41
      Highlight Domino: Ich fragte nach historisch gesicherten Fakten. Bestens dokumentiert?

      Ich kenne die Überlieferungen aus dem Koran etc. Allerdings sind das keine gesicherten Fakten sondern Jahrhunderte später aufgeschriebene Erzählungen mit mehr oder weniger Wahrheitsgehalt. In diesen Kulturen hat das Ausschmücken von Geschichten eine grosse Tradition.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed#Quellen_zum_Leben_Mohammeds

      "[Es] gibt so gut wie keine unabhängigen zeitgenössischen Quellen zu Mohammeds Leben und Wirken. Fast alles stammt aus parteiischen Quellen, die ihn entweder preisen oder ablehnen."
      5 9 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.07.2016 18:56
      Highlight Meine Güte!
      Über Mohammed gibt es kaum gesicherte Quellen. Aber über die durchgängig gewaltsamen islamischen Eroberungen gibt es sehr wohl gute Quellen.
      Von wegen friedlich und freiwillig!
      18 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 19:45
      Highlight Rabbi Jussuf: Du fällst mir immer wieder dadurch auf, dass du Sachen behauptest, ohne sie belegen zu können. Antworten auf entsprechende Nachfragen bleibst du uns schuldig. Das wirkt nicht besonders glaubwürdig.

      Wenn es angeblich "über die durchgängig gewaltsamen islamischen Eroberungen sehr wohl gute Quellen" gäbe, wie du das in deiner Güte behauptest, dann würde es dir doch sicherlich ganz einfach fallen, mir diese angeblichen Quellen auch konkret zu benennen. Also bitte!
      5 16 Melden
    • MR .Z 31.07.2016 19:46
      Highlight Jede religion hatte oder hat Kriegerische Zeiten naja ausser eure ihr seid ja so lieb..... Genozid an Palästina und co. Naja das erwähnen wir lieber nicht, erst herum jaueln und wenn gegenwind kommt sofort mit dem antisemitismus keule herum fuchteln..... Aber die Geschichte zeigts vor ihr seid nirgens wirklich beliebt den ihr dürft noch kein land besitzen und so wird gott euch auch dieses land wegnehmen. Ihr wisst es ganz genau.
      2 15 Melden
    • Domino 31.07.2016 20:41
      Highlight Hier hat sich jemand abgemüht und alle muslimischen Eroberungskriege aufgelistet. Die Liste ist sehr lang. http://derprophet.info/inhalt/anhang34-htm/
      Die aktuellen Anschläge seit 2001 findet ihr auf http://www.thereligionofpeace.com/attacks/attacks.aspx?Yr=2016
      Hier eine Animation:
      3 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 21:29
      Highlight Naja, Domino, eine beachtliche Anzahl von Schlachten. Allerdings keine wirklich historisch belegten Tatsachen. Viele dieser Schlachten sind historisch etwa so gut dokumentiert wie die Schlacht von Morgarten (angeblich 1315).

      Vergleiche es mal mit dieser Liste:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen_und_Schlachten_im_7._bis_13._Jahrhundert

      Beachte vorallem den Zeitraum vor und während Mohammends Wirken, zB. die römisch-persischen Kriege (603-637). Wer war zu Mohammeds Zeiten kriegerisch in seiner Heimat unterwegs?
      2 13 Melden
    • Domino 31.07.2016 22:19
      Highlight Was ist fûr dich "historisch Belegt"? Zu dieser Zeit gab es noch kein CNN und Handyvideos. Diese sind wahrscheinlich in Stadtbüchern, Pergamenten etc festgehalten. Handelsverträgen mit anderen Städten etc. Am besten schaust du mal bei einem Historiker vorbei.
      Ich habe von der Liste 10 Schlachten auf Wikipedia überprüft und zu allen Artikel und Verweise gefunden. Kannst ja mal nach Genf fahren und nach Quellen suchen. Genf wurde 939 von Muslimen überfallen, ausgeraubt und Teilweise versklavt.
      12 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.07.2016 22:40
      Highlight Lorent Patron
      "Wer war zu Mohammeds Zeiten kriegerisch in seiner Heimat unterwegs?"
      Niemand. Die haben sich von ganz alleine bekriegt.
      Vor Mohammed gab es in der Region wenigstens ein einigermassen geordnetes Zusammenleben verschiedener Religionen. Danach nicht mehr.

      Übrigens die Quellen die du verlangst stehen in jedem einigermassen gescheiten Geschichtsbuch, Lexikon, wiki, etc.
      Hingegen gibst du für deine Behauptungen nie Quellen an. Also bitte.
      13 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 23:07
      Highlight Rabbi Jussuf: Ich habe die Quellen genannt. Hier nochmals:

      https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-Persische_Kriege

      Wenn du halt glaubst, dass keine Fremden kriegerisch in dieser Region unterwegs waren, so lass ich dir deinen Glauben.

      Historisch belegt ist: Die Region war schon gewaltig destabilisiert, lange bevor Mohammed auf die Welt kam. Mohammed wurde in ein Pulverfass hinein geboren. Der Islam wurde in der damaligen kriegerischen Welt von den meisten Menschen als Befreiung erlebt, weil er Frieden unter die verfeindeten Völker brachte.
      3 6 Melden
    • Domino 01.08.2016 08:58
      Highlight So ein Schmarrn. Alle hatten Angst vor Mohammed und seinen Gefolgsleuten. Er hat den Tod, Versklafung und Enthauptungen gebracht. Familien wurden auseinandergerissen, alles was sich bewegen konnte wurde vergewaltigt, die Vorräte geplündert und Wertsachen gestohlen. Keine Ahnung wie harmonisch du dir so einen Überfall vorstellst, aber für die Betroffenen war es eine Katastrophe. Teilweise wurden die Städte auch niedergebrannt. Die Leute standen vor dem "Nichts". Städte wurden belagert bis die Bewohner verhungerten. Männer und Jungen ermordet, die Mädchen verheiratet und die Frauen versklavt.
      9 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.08.2016 11:03
      Highlight Lorent Patron
      In deinen "Quellen" steht nicht drin, dass "die meisten Menschen Mohammed als Befreier" erlebt hatten. Es steht auch nicht drin, dass jemand in Arabien (Halbinsel) Krieg geführt hätte. In dieser Region ging es lediglich um Einflusssphären, nicht aber um veritable Kriege.
      2 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.08.2016 11:20
      Highlight Domino
      Nun gut, das war vorher auch nicht viel anders.
      Aber der einzige Verdienst von Mohammed und seinem Islam war, dass er die Raubzüge organisierte und dem Strukturen gab. Dadurch wurden die Überfälle lohnender. Da war auch der Grund, warum sich viele Stämme zum Islam "bekehrten". Das kann man locker auch aus dem Koran herauslesen.
      Diese Raubzüge, legalisiert und geregelt durch den Islam, hielten sich bis ins 19. Jh. und wurden selbst noch für die späteren Kalifen eine Plage.
      5 1 Melden
    • Maracuja 01.08.2016 12:56
      Highlight @Lorent Patron

      Weshalb bezeichnen Sie das damalige, abseits von den zeitgenössischen Grossreichen gelegene Mekka als Pulverfass? Weshalb konnte der Prophet die ersten Jahrzehnte seines Lebens friedlich an diesem angeblich so gefährlichen Ort verbringen? Dieser Teil Arabiens war stark geprägt von tribalen Konflikten - Mohammed hat in seiner späteren Lebensjahren aus dieser Tradition heraus gehandelt - , unter Pulverfass verstehe ich etwas anderes.
      2 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.08.2016 14:07
      Highlight Schon gut, Maracuja, Domino und Rabbi. Ich hab's verstanden. Ihr wollt einfach gar nicht in Frieden leben. Ihr verklärt lieber Geschichten, wie's euch gerade passt, um Angst und Hass zu schüren, damit ihr euch gegenseitig bewiesen habt, dass man Muslime nicht "domestizieren" könne.

      Es gibt ja immer auch Leute, die von Streit und Hass profitieren, und ihn deshalb auch suchen. Vermutlich bringt euch eure gelebte Islamophobie irgendeinen Vorteil.
      2 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.08.2016 14:29
      Highlight Lorent
      Aha, jetzt aber! Islamophob sollen wir sein?
      Aber Recht hast du, in diesem Frieden würd ich nicht leben wollen, wenn der Preis ist sich selber zu verleugnen, oder Geschichtsklitterung a la Patron zu betreiben.
      Das ist diese Art Frieden, die auch im Islam propagiert wird: Dort ist dann Frieden, wenn alles islamisiert ist.
      Danke, nein.
      6 2 Melden
    • Domino 01.08.2016 14:41
      Highlight @ Lorent Patron
      Die Nationalsozialisten wurden auch verboten mit ihrer Ideologie. Ich sehe da viele Gemeinsamkeiten mit dem Islam. Passen sich die bei uns lebenden Muslime nicht an, so wird ein friedliches zusammenleben auf dauer nicht gelingen. Du scheinst schon gekränkt, wenn wir die Taten Mohammeds ein bisschen differenzierter sehen, obwohl es 1400 Jahre zurückliegt.
      Das man friedlich zusammenleben kann müssen gewisse Bedingungen erfüllt sein. Schau mal in die 50+ muslimischen Länder und wie das Leben dort ist. Mit der Kairoer Erklärung sind selbst Menschenrechte dort zweitrangig.
      5 1 Melden
    • Maracuja 01.08.2016 14:44
      Highlight @Lorent Patron

      Wo schüre ich Hass und Angst? Wo verkläre ich Geschichte? Bitte Zitate aus meinen Kommentaren liefern!
      Nur weil ich es gewagt habe, eine ihrer Behauptungen (Mekka wäre zu Mohammeds Zeiten ein Pulverfass gewesen) zu hinterfragen, greifen Sie zu primitivsten Unterstellungen. Von der Sorte Frieden, wo man wegen harmloser Fragen* verleumdet wird, halte ich tatsächlich nichts. Mit den Muslimen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis lebe ich hingegen durchaus in Frieden.
      * Kritische Fragen hätten sich auch zu Ihrer Behauptungen bez. der Verklärung der Theokratie im Iran aufgedrängt.
      2 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.08.2016 15:07
      Highlight Okayokay.... Ich möchte doch nicht darüber streiten, was nun ein Pulverfass ist und was nicht. Auch nicht, wie ihr die Geschichte auslegen wollt. Das scheint ihr mir eben etwas gar einseitig. Eure Sache!

      Die historischen Fakten sind etwa so zahlreich sind wie die von der Schlacht am Morgarten. Sie lassen viel Interpretationsspielräume, die jeder für sich selbst ausfüllen oder leer lassen darf.

      Jeder darf frei entscheiden, ob er Interpretationsspielräume lieber mit Hass, mit Frieden oder gar nicht füllen will. Jeder darf frei entscheiden, was er von solchen Füllungen halten will.
      2 6 Melden
  • Sapere Aude 31.07.2016 12:46
    Highlight Als Religionswissenschaftler kann ich nur sagen, sehr gut geschriebener Überblick über die verschiedenen muslimischen Strömungen, well done :)
    66 5 Melden
    • Daniel Huber 31.07.2016 13:04
      Highlight Vielen Dank!
      28 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 14:15
      Highlight Ich kann mich grundsätzlich dem Lob anschliessen. Allerdings mit Bedenken:

      Ich fände besser, statt Unterschiede hervorzustreichen die Gemeinsamkeiten, bzw. die gemeinsamen Werte der unterschiedlichen Strömungen zu betonen.

      Gemeinsam ist zB. dass Muslime im Jihad als Märtyrer sterben wollen. Oder das wundersame Glaubensbekenntnis ("es gibt keinen Gott").

      Solange man aber Jihad mit Heiligem "Krieg" (statt zB. "Mission") übersetzt, oder Märtyrer per se als Selbstmordattentäter gelten, hat man vom Islam nichts verstanden, selbst wenn man das Glossar beherrscht und den Test mit Glamour besteht.
      10 37 Melden
    • Jol Bear 31.07.2016 15:07
      Highlight @Lorent Patron: die Gemeinsamkeiten sind zweifellos wichtig, besonders für uns Europäer angesichts der gegenwärtig stark wachsenden muslimischen Bevölkerungsgruppe hier. Auch um von diesen Gemeinsamkeiten ausgehend dann die Unterschiede zu den hier vorherrschenden christlichen Religionen oder auch Verfassungsgrundsätzen zu erkennen. Das ist aber nicht das Thema des sehr informativen Artikels von Daniel Huber.
      24 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 15:25
      Highlight Jol Bear: Eben nicht um "von diesen Gemeinsamkeiten ausgehend dann die Unterschiede zu den hier vorherrschenden christlichen Religionen oder auch Verfassungsgrundsätzen zu erkennen."

      Es gibt einfach Leute (und Leser und Kommentarschreiber), die suchen lieber die Differenzen, in erster Linie um ihren Hass zu pflegen.

      Andere suchen lieber die gemeinsamen Werte, zB. zwischen Juden, Christen und Muslime, oder zwischen verschiedenen Verfassungen, zwischen verschiedenen Kulturen und verschiedenen Religionen, vorallem um gemeinsam in Frieden zu leben.

      Zu welchen gehörst du?
      7 18 Melden
    • _kokolorix 31.07.2016 15:47
      Highlight @Patron
      Was unterscheidet deiner Meinung nach den djihadistischen Märtyrer vom djihadistischen Terorristen?

      Das die Moslems alle als Märtyrer sterben wollen ist auf jeden Fall eine sehr gewagte These. Wäre dem wirklich so, hätten wir viel mehr Probleme.

      Die Menschen sind sich ganz allgemein überall sehr ähnlich. Der grösste Teil versucht so einfach wie möglich sich und seine Nächsten durchs Leben zu bringen und seinen Kindern einen möglichst guten Start zu erlauben. Nur ein winziger Teil verschreibt sich extremen Zielen. Je unsicherer das Umfeld, desto mehr haben die Extremen Zulauf
      16 1 Melden
    • Sapere Aude 31.07.2016 15:59
      Highlight Dschihad bedeutet ja zuerst einmal: Anstrengung, Kampf oder Bemühung und ist nicht alleine auf kriegerische Aktivität beschränkt, wobei es heute leider auf das reduziert wird. Einsatzhttps://de.wikipedia.org/wiki/Dschihad
      20 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 16:41
      Highlight Danke, Sapere!

      _kokolorix: Es gibt den grossen Jihad, der sich vorallem "gegen" sich selbst richtet (zB. gegen Rachegedanken, Wut) und den kleinen Jihad, der das Leben in der Öffentlichkeit bestimmt.

      Aggressionen gehören weder zum grossen noch zum kleinen Jihad. Im Gegenteil: Jihad ist defensiv. Der kleine Jihad wäre ausserdem noch Regeln unterworfen (zB. Zustimmung der Eltern und des Imams).

      Ausdrücke wie "djihadistischer Märtyrer" (jeder Märtyrer ist im Jihad) oder "djihadistischer Terorrist" (Terrorismus hat mit Jihad nichts zu tun) vergewaltigen die Ideen hinter Jihad und Märtyrertum.
      13 5 Melden
    • Jol Bear 31.07.2016 18:45
      Highlight Lorent Patron, zu deiner Frage: im Wissen um den grundsätzlich friedlichen Kern aller Religionen einerseits und der Tatsache der religiös begründeten Ursache so vieler Konflikte, glaube ich einer dritten, von dir nicht erwähnten Gruppe von Leuten anzugehören.
      12 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 31.07.2016 22:00
      Highlight Jol Bear: "im Wissen der Tatsache der religiös begründeten Ursache so vieler Konflikte" - Woher nimmst du dir dieses Wissen? Ich stelle das in Frage.

      Die Konflikte sind nicht religiös verursacht.

      Ursache ist vielmehr ein Verteilungskonflikt. Wer bekommt was vom Kuchen. Nichts anderes.

      Alles andere, politische Gerechtigkeits- und Freiheitsideen oder religiöse Motive sind doch nur Deckmäntelchen und kriegsrethorische Rechtfertigungsversuche, insbesondere auch um die Truppenmoral zu stärken, und um überhaupt motivierte Soldaten rekrutieren zu können. Mittel zum Zweck, aber nicht Ursache.
      3 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 02.08.2016 15:42
      Highlight Sapere Aude
      "Dschihad bedeutet ja zuerst einmal: Anstrengung, Kampf oder Bemühung und ist nicht alleine auf kriegerische Aktivität beschränkt, wobei es heute leider auf das reduziert wird. "
      Du bist mir ja ein Lustiger! Erweckst hier den Eindruck, als ginge es beim Dschihad vornehmlich um eine "innere" Anstrengung. Diese Deutung ist erst sehr viel später als "grosser Dschihad" hinzugekommen. Zuvor war das ausschliesslich bewaffneter Kampf.
      Dass man das einem "Religionswissenschaftler?" sagen muss? Sowas aber auch...
      Dabei stünde es auch noch im beigefügten Wiki-Link.
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 02.08.2016 16:53
      Highlight Wo liegt genau dein Problem? Ich habe lediglich eine Begriffserklärung gegeben und einen link zum nachlesen. Kein Grund ausfallend zu werden. Gibt unterschiedliche Bedeutungen des Begriffes, bei uns im Westen ist der Begriff vor allem im kriegerischen Kontext bekannt und ich habe lediglich mögliche andere Bedeutungen geliefert.
      1 1 Melden
    • Sapere Aude 02.08.2016 17:06
      Highlight Damit wir beide vom gleichen Sprechen:

      "Der Begriff Dschihad [dʒiˈhaːd] (arabisch جهاد Dschihād, DMG ǧihād ‚Anstrengung, Kampf, Bemühung, Einsatz‘; auch Djihad oder gelegentlich in der englischen Schreibweise Jihad) bezeichnet im religiösen Sinne ein wichtiges Konzept der islamischen Religion, die Anstrengung/den Kampf auf dem Wege Gottes (al-dschihādu fī sabīli Llāh / الجهاد في سبيل الله / al-ǧihādu fī sabīli Llāh)."



      1 1 Melden
    • Sapere Aude 02.08.2016 17:06
      Highlight "Etymologisch steht er für eine auf ein bestimmtes Ziel gerichtete Anstrengung.[1] Im Koran und der Sunna bezeichnet dieser Begriff primär militärischen Kampf.[2] Aus dem Koran geht nicht eindeutig hervor, ob es sich dabei um einen universellen Kampf gegen Andersgläubige handelt oder dieser Kampf nur defensive Ziele verfolgt:[3] „Das vorhandene Schriftmaterial bedarf der Interpretation, wobei die Haltung der Interpreten von entscheidender Bedeutung ist, die maßgeblich von den unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt wurde und wird.“[4]"
      1 1 Melden
    • Sapere Aude 02.08.2016 17:14
      Highlight Ändert folglich rein gar nichts an meiner Aussage, dass der Begriff Dschihad nicht nur eine militärische Bedeutung hat. Man könnte mir eine ungenaue Formulierung vorwerfen, da geb ich dir sogar recht. Es gibt unterschiedliche Interpretationen des Begriffes, wobei dieser im Westen und von den Islamisten leider immer nur im militärischen Sinne als "Heiliger Krieg" übersetzt wird. Die einseitige Interpretation ist jedoch falsch. Du darfst mich gerne korrigieren, dann bitte aber auf eine Art und Weise wie normale Menschen miteinander diskutieren. Du unterstelst mir hier etwas was so nicht dasteht,
      1 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 02.08.2016 19:17
      Highlight Du hast doch einen falschen Eindruck erweckt, auch wenn du das nicht so geschrieben hast. Das zeigt schon der Post von Lorent Patron gleich danach, in dem er sich bei dir bedankt. Er hat es genauso aufgefasst - und dann gleich die beschönigende Version zum Besten gegeben. Dazu hattest du nichts zu sagen.
      Wenn man den Begriff nicht auch als bewaffneten Kampf interpretiert, dann hat man ein ziemlich grosses Begründungsproblem.
      2 0 Melden
    • Sapere Aude 02.08.2016 19:51
      Highlight "Wenn man den Begriff nicht auch als bewaffneten Kampf interpretiert, dann hat man ein ziemlich grosses Begründungsproblem."

      Genau das habe ich ja im meinen Kommentar, "ist nicht alleine auf kriegerische Aktivität beschränkt, wobei es heute leider auf das reduziert wird."

      Tut mir leid, ich versuche hier differenziert zu argumentieren. Dschihad ist nicht alleine = heiliger Krieg, sondern für viele Muslime eben gerade ein innerer Glaubenskampf. Das bestätigen mir auch Muslime in persönlichen Gesprächen.

      1 1 Melden
    • Sapere Aude 02.08.2016 19:57
      Highlight Was ist jetzt genau dein Problem? Mir scheint du willst mich unbedingt in die Ecke der Beschöniger,vielleicht sogar Islamistensympathisanten stellen. Das ist bei weiten nicht der Fall, ich habe lediglich die Informationen bereitgestellt, zugegebener Masse ein wenig verkürzt, da hätte ich genauer sein sollen. Aber deine Versuche (ja ist nicht der erste) mir die Worte im Mund zu verdrehen oder etwas in meine Kommentare hineinzuinterpretieren sind ein bisschen Schwach.
      Habe ich noch anderes zu tun, als bei jeder Diskussion bis zum Ende mitzumachen, habe den Rest schlicht nicht weiterverfolgt
      1 1 Melden
    • Sapere Aude 02.08.2016 20:05
      Highlight Im übrigen ist in der Koranexegese auch nicht klar, inwiefern der Satz zu interpretieren ist. Ob er rein defensive oder offensive gedeutet werden muss. Dazu gibt es unterschiedliche Interpretationen. Leider und das habe ich bereits im ersten Kommentar gesagt, wird der Begriff heute von den Islamisten in einem rein militärischen Sinn gedeutet Wenn du mich falsch verstehst, ist das nicht mein Problem.
      1 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 02.08.2016 20:24
      Highlight Rabbi Jussuf: Letztlich wäre doch entscheidend, wie heute lebende Muslime allgemein den Begriff Dschihad verstehen, und wie sie diesen leben wollen.

      Ob das Mohammend zu seinen Zeiten anders verstanden haben will, darüber weisst du bestimmt mehr als alle Muslime zusammen. Aber wieso suchst du den Streit darüber?

      Sprache lebt. Wir leben heute im 21. Jahrhundert und nicht mehr anno dazumal im Jahr 622.

      Hier zwei Beispiele, was Muslime normalerweise mit Dschihad meinen:

      http://www.ahmadiyya.de/islam/islam-und-fanatismus/dschihad-im-islam/

      oder

      http://www.eslam.de/begriffe/a/anstrengung.htm
      1 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 02.08.2016 20:55
      Highlight Lorent Patron
      Das sind nicht Ansichten, wie Muslime "normalerweise" den Dschihad verstehen.
      1. ist die Ahmadiyya in den Augen der meisten Muslime nicht muslimisch und
      2. ist der zweite Link "nur" die eine Ansicht von Shiiten. Hingegen muss man schon sehen, dass selbst dort der "grosse" Dschihad immer im weiteren das Ziel hat, den Islam zu verbreiten.

      Wirkmächtiger ist immer der "kleine" Dschihad, denn damit kommt man entweder direkt ins Paradies, oder kann sich an der Beute freuen. (Sure9.111 ua)
      Das Ganze ist dann noch in der Sharia geregelt. Da bleibt nicht viel zum interpretieren.
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 03.08.2016 08:47
      Highlight "9.111 Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für den Garten erkauft: sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und fallen - Verheissung, bindend für Ihn, in der Thora und im Evangelium und Qur-ân. Und wer hält seine Verheissung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels mit ihm; denn dies fürwahr ist die höchste Glückseligkeit."
      Bin die Sure sogar im Original durchgegangen, der Dschihad, als solches ist darin nicht einmal genannt. Und der Bezug zur Tora und Evangelium ist ebenfalls spannend. Vor allem wen Allah auch die arabische Bezeichnung für den christlichen Gott ist.
      1 1 Melden
    • Sapere Aude 03.08.2016 08:54
      Highlight "Das Ganze ist dann noch in der Sharia geregelt. Da bleibt nicht viel zum interpretieren."
      Es gibt nicht "die Scharia", wo genau? In den Hadithen oder den Fatwas? Welcher genau? Du nennst genau eine Sure, die im arabischen nicht einmal den von dir genannten Begriff aufweist und behauptest , da gäbe es nicht viel zu interpretieren.
      Sure 9.111 ruft in keiner Weise zum Heiligen Krieg auf. Sondern dass Gläubige aufgrund der Verheissung in den drei genannten Bücher bereit sind, für Gott zu töten und zu sterben.
      1 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 03.08.2016 11:11
      Highlight Sapere Aude
      Ich habe die Sure genannt in Verbindung mit dem direkten Einzug ins Paradies: "Verheissung, bindend für Ihn, ..."
      Das ist im Gegensatz zu allem anderen, wo die Gläubigen nie sicher sein können ins Paradies zu kommen.
      Wenn das nicht ein starker Anreiz ist, was denn sonst?
      Manchmal denke ich, die Leute können zwar Buchstaben lesen, nur der Sinn dahinter entzieht sich ihnen.
      Die Verbindung zu Thora und Evangelium zeigt nur, dass Mohammed da anscheinend etwas gründlich falsch verstanden hat.
      Pardon, der Koran kommt ja direkt von Allah. Also hat der was falsch verstanden.
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    • Sapere Aude 03.08.2016 11:47
      Highlight "Ich habe die Sure genannt in Verbindung mit dem direkten Einzug ins Paradies: "Verheissung, bindend für Ihn, ..."
      In dieser Sure steht aber nichts vom Paradies.

      "Die Verbindung zu Thora und Evangelium zeigt nur, dass Mohammed da anscheinend etwas gründlich falsch verstanden hat.
      Pardon, der Koran kommt ja direkt von Allah. Also hat der was falsch verstanden"

      Lustig im Kontext von religiösen Texten von richtig oder falsch zu sprechen.

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    • Sapere Aude 03.08.2016 11:50
      Highlight Hier noch eine spannende Verbindung zur Tora:

      "(Ex 14,14): JHWH kämpft für euch, ihr aber werdet ruhig sein. Gott blieb für sie fortan der eigentlich Kämpfende in sonst auswegloser Lage (v. 3ff):

      Der Herr ist ein Krieger, Jahwe ist sein Name. […] Deine Rechte, Herr, ist herrlich an Stärke; deine Rechte, Herr, zerschmettert den Feind."
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    • Rabbi Jussuf 03.08.2016 12:58
      Highlight Ja, das ist fast das Gegenteil des Dschihad und dazu noch deutlich auf eine bestimmte geschichtliche Situation bezogen.

      Dschihad Quellen: jede Menge Hadith und auch Bücher des islamischen Rechts - sofern überhaupt bestehend. Ob dann danach gehandelt wird oder nicht, ist nochmal eine ganz andere Frage.
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.08.2016 13:54
      Highlight Rabbi: Radikale Daesh-Anhänger pflegen ein ähnliches (reduziertes) Islamverständnis wie du.

      Der von dir genannte Koranvers bezieht sich auf einen bestimmten Ort, auf eine bestimmte Zeit und auf die dann und dort herrschenden Bedingungen.

      Über 120 Islamgelehrte sagen dazu:

      "Es ist im Islam verboten, die Wirklichkeit der Gegenwart zu missachten."

      "[Es] ist verboten, das Allgemeine und das Spezifische und das Bedingte und das Unbedingte zu vermischen."

      Mehr Kritik zu deiner Verwirrung:
      http://madrasah.de/leseecke/islam-allgemein/offener-brief-al-baghdadi-und-isis
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    • Rabbi Jussuf 03.08.2016 14:16
      Highlight Lorent Patron
      Soso, der von mir genannte Vers bezieht sich auf einen bestimten Ort und Zeit.
      Worauf und auf welche Zeit bezieht er sich denn?
      Das möcht ich von Dir hier und jetzt doch sehr gerne wissen.

      Die beiden Sprüche von Dir ist nur Geschwurbel, ohne jede Aussage.
      Und der Brief ist nicht das Papier wert, denn da geht es nur um Machtgerangel, aber keinesfalls um grundlegende Ablehnung des IS, weil viele der Unterzeichner genau die gleiche Ideologie vertreten.
      Musst du bloss mal genau lesen. Wertlos, ist nur Augenwischerei.
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 03.08.2016 19:55
      Highlight Zu behaupten es wäre das genau Gegenteil davon ist schon ein bischen seltsam. Du liest in den Texten einfach was du lesen willst. Setz dich einmal mit dem Frühchristentum auseinandern. Die Ursache der Christenverfolgung war unteranderem gerade die Radikalität der verschiedenen frühchristlichen Gruppierungen. Die sich teilweise gegenseitig aufgrund Glaubsunterschiede wortwörtlich gesteinigt haben. Punkto Radikalität und Fundamentalität stehen die Frühchristen den frühen Muslimen in nichts nach.
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    • Sapere Aude 03.08.2016 19:57
      Highlight Du kannst nicht für die einen den geschtchtlichen Kontext einfordern und den anderen diesen verweigern. Insofern ist deine Argumentation weder stringent noch berücksichtigt sie die Faktenlage.
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    • Rabbi Jussuf 03.08.2016 20:08
      Highlight Sapere Aude
      ???
      Klar kann ich! Ich hab ja für die Sure eine Antwort verlangt. Nur ist nie eine gekommen.
      Das genaue Gegenteil?
      Ich habe geschrieben "FAST" das Gegenteil!
      Das wiederum ist das Gegenteil von dem, was du mir unterstellst.
      Es ist nämlich so, dass im einen Fall Gott der Streiter ist, im islamischen Kontext aber der Gläubige (Nur dann kann er eventuell hoffen, dass Allah im ein paar Engel schickt.)
      Ich denke, das ist schon ziemlich gegensätzlich. Meinst du nicht auch?

      Welche Christenverfolgung meinst du, die durch innere Reibereien zustande gekommen sein soll?
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    • Rabbi Jussuf 03.08.2016 20:13
      Highlight Wie hat sich die Radikalität der Christen auf andere ausgewirkt?
      Und wie hat sich die Radikalität der Muslime ausgewirkt?
      Dürfte wohl zu zwei sehr verschiedenen Antworten kommen.
      Dann sollte man auch noch anschauen in welcher Religion es mehr Fundamentalisten gibt und warum. Das zu beantworten dürfte sehr lehrreich sein.
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.08.2016 20:50
      Highlight Rabbi Jussuf, lies zB. im Wikipedia:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Schwertvers

      bestimmt (Zeit/Ort/Bedingungen/etc.):

      - "an diejenigen von den Heiden"
      - " vier Monate"
      - " am Tag der großen Wallfahrt"
      - "ausgenommen diejenigen von den Heiden"
      - "wenn die heiligen Monate abgelaufen sind"

      "Die meisten muslimischen Autoren liefern eine Interpretation, indem sie den Vers in einen historischen Kontext stellen: Den ersten Versen dieser Sure entsprechend beziehe sich der Vers auf die Quraisch, die ihr Waffenstillstandsabkommen mit Mohammed gebrochen hatten."

      Ein klar bezeichnetes Ereignis.
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    • Rabbi Jussuf 03.08.2016 23:44
      Highlight Lorent
      Nein, ich will den Kontext von dem Vers wissen, den ich gepostet habe. Nicht jetzt mit was ganz anderem kommen. (9.111)
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 04.08.2016 00:30
      Highlight Rabbi Jussuf: Die ganze Neunte Sure (inkl. deinem Vers 111) handelt von dieser historischen Auseinandersetzung mit den Quraisch.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Quraisch#Die_Auseinandersetzung_mit_dem_Propheten_Mohammed
      1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 08:27
      Highlight Lorent Patron 1/2
      Meinst du nicht, dass du es dir zu einfach machst? Zudem habe ich den dringenden Verdacht, dass du die Sure gar nicht kennst, weil es ganz einfach falsch ist, dass sich die ganze Sure auf die Quraisch beziehe. Um das zu wissen, hätte ein kurzer Blick genügt.
      Das nur so nebenbei.

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    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 08:27
      Highlight 2/2
      Angenommen, deine Ansicht sei richtig und man müsse diese Verse (9.111 u.v.a.) in einem historischen Kontext sehen, also hätten die Anweisungen dort keine Gültigkeit für heutige Muslime, dann müsste man konsequenterweise auch die (wenigen) friedlichen Stellen des Korans in ihrem Kontext belassen. Was bliebe übrig? Ein Geschichtenbuch und erst noch eins der schlechteren.
      Damit aber wäre der Anspruch des Korans "Allahs offenbartes Wort" zu sein zunichte und der Islam hätte kein Fundament mehr.
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    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 08:29
      Highlight Sapere Aude 1/2
      Zum "interessanten" Vergleich mit der Thora:
      Die von dir angeführten Stellen sind eindeutig im geschichtlichen Kontext zu sehen. Sie bezeichnen einen einmaligen Vorgang. Wichtig dabei ist auch, dass sich die Thora nicht als Offenbarung von Gottes Wort versteht, sondern als menschliche Aufzeichnung einer Heilsgeschichte. Das ist der absolut wesentliche Unterschied zum Koran. Genau das macht aber auch klar, wie fundamental verschieden Judentum und Christentum zum Islam stehen.
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    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 08:32
      Highlight 2/2
      Der Koran ist Anleitung für die Gläubigen aller Zeiten, ungeachtet der geschichtlichen Bezüge, die nur rudimentär enthalten sind. Dass dies so ist zeigt die daraus entstandene Hadithkultur, die ja nur den einen Zweck verfolgt: Dem Gläubigen in jeder Lebenslage die rechte Anweisung zu geben. Dazu gehört eben auch der Dschihad.
      Nimmt man die Gewaltteile heraus (u.a. den Dschihad) entwertet man auch den ganzen Rest der Hadith/Sunna. (Was begrüssenswert wäre, denn diese Religion ist es sicher nicht wert weiter ins 21.Jh. transportiert zu werden - noch weniger als Christentum, oder Judentum.)
      1 1 Melden
    • Maracuja 04.08.2016 08:59
      Highlight @Rabbi Jussuf: man müsse diese Verse (9.111 u.v.a.) in einem historischen Kontext sehen, ..., dann müsste man konsequenterweise auch die (wenigen) friedlichen Stellen des Korans in ihrem Kontext belassen.

      Weshalb? In der Bibel gibt es doch auch Stellen, die für die Gläubigen für alle Zeiten gültig sind (z.B. Gebot zur Nächstenliebe) und solche, die sich nur auf einen bestimmten historischen Kontext beziehen.
      1 0 Melden
    • Maracuja 04.08.2016 09:02
      Highlight @Rabbi Jussuf: Wichtig dabei ist auch, dass sich die Thora nicht als Offenbarung von Gottes Wort versteht, sondern als menschliche Aufzeichnung einer Heilsgeschichte.

      Einverstanden, dass aufgeklärte Gläubige die Thora so sehen, für christliche Fundamentalisten trifft dies jedoch nicht zu. Für die ist jeder einzelne Vers von Gott inspiriert. Entsprechend schwer tun sich diese auch mit der Moderne.
      0 0 Melden
    • Maracuja 04.08.2016 09:09
      Highlight @Lorent Patron: Die meisten muslimischen Autoren liefern eine Interpretation, indem sie den Vers in einen historischen Kontext stellen: ...

      Sie transportieren mal wieder typisches Wiki-Halbwissen. Wer gehört denn zur dieser ominösen Gruppe der "meisten muslimischen Autoren"? Sind darunter auch Autoren von massgebenden konservativen sunnitischen Institutionen wie der Al-Azhar University oder Diyanet İşleri Başkanlığı?
      Ich weiss, dass Sie kritische Rückfragen hassen, bitte verzichten Sie trotzdem auf die üblichen Unterstellungen (Islamophobie u.ä.)
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    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 10:22
      Highlight Maracuja 1)
      Es ist meist sehr deutlich, wenn Gebote ausgesprochen werden, oder es sich um eine Geschichte handelt. Das ist im Koran anders. Der ganze Koran ist die Offenbarung. Im NT ist Jesus Christus die Offenbarung - nicht das Buch. Das hat zur Folge, dass der Koran der Form halber heilig ist und der Inhalt kritiklos übernommen wird. (Wie soll man auch einen Gott kritisieren?) > Rezitation ohne die Worte zu verstehen, reines auswendig Lernen.
      Es ist alleine deshalb schon nicht möglich (oder zumindest sehr schwierig) Teile des Koran als gültig, andere als nicht mehr gültig anzusehen.
      0 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 10:23
      Highlight 2)
      Das lässt sich in allen islamischen Bereichen unschwer feststellen. Der Klassiker dazu ist die Methode, wie ein Hadith als stark oder schwach beurteilt wird. Es geht nie um den Inhalt, sondern alleine um die Form, hier um die
      Tradentenkette. Das nennt sich Wissenschaft und so sieht auch jede andere "wissenschaftliche" Arbeit unter Einfluss des Islam aus.
      Das nur als Beispiel, damit man einigermassen versteht, warum die islamische Welt bereits seit jahrhunderten in einer Misere hockt.
      0 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 10:24
      Highlight Maracuja 1/2
      Nicht nur Aufgeklärte sehen die Thora als menschliches Werk. Im Gegensatz zum Koran behauptet nur ein einziges Buch der Bibel die "Wahrheit" zu berichten. Das Deuteronomium kann als gesetzgebend betrachtet werden, ist aber auch "nur" durch Menschen aufgeschrieben worden.
      1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 10:26
      Highlight Maracuja 2/2
      Diese Umstände führen dazu, dass es im Christentum/Judentum ungleich viel weniger Fundamentalisten gibt als im Islam, denn sie haben keine richtige Basis dafür, wie es der Koran und die Sunna ist. Aus diesem Blickwinkel kann man die "Modernisierer" im Islam sehen. Auch sie haben keine richtige Basis, darum wird es bei kleinen Grüppchen bleiben, die auch bald wieder verschwinden. Sie haben nicht die Möglichkeit ihre Ansichten aus dem Koran gut zu begründen.
      1 0 Melden
    • Maracuja 04.08.2016 13:18
      Highlight @Rabbi Jussuf: Nicht nur Aufgeklärte sehen die Thora als menschliches Werk. ... Diese Umstände führen dazu, dass es im Christentum/Judentum ungleich viel weniger Fundamentalisten gibt als im Islam.

      Fundamentalistische Christen sehen die Thora durch 2 Timothy 3:16 "All Scripture is God-breathed ..." als von Gott inspiriert und nicht einfach als menschliches Werk. Vom eurozentrischen Standpunkt aus mag es im Christentum weniger Fundis geben, blickt man auf div. afrikanische Länder oder den Bible Belt sieht es etwas anders aus. Europäische Muslime sind ebenfalls säkularisierter als anderswo.
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    • Maracuja 04.08.2016 13:25
      Highlight @Rabbi Jussuf: Aus diesem Blickwinkel kann man die "Modernisierer" im Islam sehen. Auch sie haben keine richtige Basis ... Sie haben nicht die Möglichkeit ihre Ansichten aus dem Koran gut zu begründen.

      Denkst du wirklich, Menschen wählen sich ihre Religion/Weltanschauung alleine nach dem Kriterium gut begründet? Wäre dem so, wäre ich längst nicht mehr gläubig. Dass Atheisten/Agnostiker ein plausibleres Weltbild haben, ist mir durchaus klar. Für viele säkular.Muslime kommt eine Rückkehr zum konservat. Islam m.E. genauso wenig in Frage wie eine Abkehr vom Glauben -> Spielraum für Reformer.
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    • Rabbi Jussuf 04.08.2016 14:48
      Highlight Maracuja
      Europa
      Dem ist sicher so wie du sagst. Leider ist es im Vergleich Islam-Christentum schon so, dass in derselben Region die islamischen Fundamentalisten bei Weitem überwiegen. Vermutlich gibt es noch eine Verkettung mit dem jeweiligen Anteil der Gesamtbevölkerung.

      Mit "gut begründet" meine ich hier die Begründung auf die jeweiligen Glaubensschriften. Jetzt verständlicher, was ich meinte?
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 04.08.2016 22:33
      Highlight Maracuja: Oben verlinkt eine Fatwa von über 120 Autoren, darunter der Vizepräsident, mehrere Dekane und Professoren der Al-Azhar Universität. Alle interpretieren den Koran im historischen Kontext.

      Ich bestreite nicht ein radikal-fundamentalistisches Gedankengut in einer kleinen Minderheit der Muslime (zB Daesh-Anhänger). Es wäre ein innerislamisches Problem, und es wird auch innerhalb des Islams gelöst. Also mit den Gesetzen der Scharia.

      Aber hier geht's nicht um Muslime, sondern und solche wie zB. Rabbi Jussuf, die ebenfalls diesen radikal-fundamentalistischen Islam kultivieren wollen.
      0 1 Melden
    • Maracuja 05.08.2016 08:19
      Highlight @Lorent P
      The open letter to baghdadi kenne ich längst.
      Dass es grundsätzliche innerislamische Probleme nur zwischen Daesh-Anhänger und allen anderen Muslimen gibt, ist nicht korrekt. Dass sich die Probleme mit religiösen Extremisten auch "innerhalb des Islams" nicht so einfach lösen lassen, hat z.B. der Bürgerkrieg in Algerien mit seinen vielen Opfer deutlich gezeigt. Leben Muslime im Westen betreffen uns diese Konflikte auch. http://www.welt.de/politik/deutschland/article157448908/Muslim-Verbaende-meilenweit-weg-von-aufgeklaertem-Islam.html
      2 0 Melden
    • Maracuja 05.08.2016 08:27
      Highlight @Lorent P.
      Ich bin fähig mir selbst eine Meinung zu bilden, um was es hier geht und welche Absichten hier Schreibende evtl. haben. Bitte liefern Sie Argumente statt irgendwelcher überflüssiger Spekulationen.
      2 0 Melden
    • Maracuja 05.08.2016 08:37
      Highlight @Rabbi Jussuf: Mit "gut begründet" meine ich hier die Begründung auf die jeweiligen Glaubensschriften.

      Ich habe dich schon richtig verstanden. Aber auch innerhalb einer Glaubensrichtung wählen die Gläubigen nicht einfach die Prediger, deren Predigten am besten in der jeweiligen Glaubensschrift begründet sind. Kultur, (Familien)Tradition, Abdeckung sozialer und emotionaler Bedürfnisse dürften eher den Ausschlag geben, welche Moschee, Kirche besucht wird. Die Extremisten haben nicht wegen guter Begründungen Zulauf, sondern decken gewisse Bedürfnisse der v.a. jugendlichen Anhänger ab.
      2 0 Melden

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