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Wie Evas Apfel die Geschichte der Menschheit unheilvoll prägte

Die Menschen kamen auf Gott, weil das Sterben für sie keinen Sinn ergab.



Wie, um Himmels Willen, kam der Mensch nur auf Gott? Trotz unübersehbarer Säkularisierungstendenzen beschäftigt uns diese Frage auch heute noch intensiv. Denn der Glaube, dass alles mit Gott beginnt und mit ihm enden wird, ist tief in unserem Bewusstsein verankert. Dabei lässt sich darüber streiten, ob Gott in unseren Genen steckt oder «nur» durch Kultur und Erziehung in unser Unbewusstes gepflanzt wurde.

Sicher ist hingegen, dass uns Gott ziemlich egal wäre, wenn wir kein Todesbewusstsein hätten, also nicht wissen würden, dass wir sterben müssen. Alles, was mit Gott zusammenhängt, beginnt mit dem Tod. Gott ist also nicht nur ein religiöses Phänomen, sondern auch ein psychologisches.

Paradies Adam Eva

Schön war's, im Paradies. Bild: shutterstock.com

Um die These zu versinnbildlichen, greifen wir am besten auf Adam und Eva zurück. Die beiden ersten Menschen lebten in Frieden und Harmonie. Sie kannten keine Ängste, keine Krankheiten. Die Löwen spielten mit den Rehen und die Trauben flogen Adam und Eva in den Mund. Ein Todesbewusstsein kannten sie nicht. Sie sahen ja nie jemanden sterben. Das Leben dauerte für sie ewig, weshalb sie keinen Himmel brauchten. Und folglich auch keinen Gott.

Im Paradies braucht es keinen Gott, denn die Sinnfrage stellt sich dort nicht wirklich.

Existenzängste führten zu Gott

Wäre ihnen der Fauxpas mit dem Apfel nicht passiert, hätte Gott für sie überhaupt keine Rolle gespielt. Schliesslich lebten sie im Paradies. Also war es sinnlos, wenn sie sich mit metaphysischen und transzendentalen Fragen herumgeschlagen hätten. Im Paradies braucht es keinen Gott, denn die Sinnfrage stellt sich dort nicht wirklich.

Die goldenen Zeiten sind bekanntlich vorbei, seit Adam und Eva jäh aus dem Paradies vertrieben wurden. Bezeichnend ist, dass das Naschen vom Baum der Erkenntnis zur Vertreibung führte. Gott wollte offensichtlich verhindern, dass sich Adam und Eva Wissen aneigneten. Wie heisst es doch in der Bibel: Selig sind die Armen im Geiste.

«Also erfanden unsere Ahnen den Himmel, respektive das Leben nach dem Tod. Und dafür brauchten sie Gott, der uns von den Toten auferweckt und in den Himmel holt.»

Seither ist für die Nachfahren der beiden Urmenschen, also für uns, das Leben ein permanenter Kampf, und der Tod unser unsichtbarer Begleiter. Solche Existenzängste haben dazu geführt, dass unsere Vorfahren auf Gott kamen. Sie suchten eine Ursache für Krankheiten, Unfälle und Katastrophen und stiessen auf den Schöpfer, von dem angeblich alles Leben ausgeht.

Paradies Adam Eva

Ganz so gestellt wird das Ganze nicht ausgesehen haben. Bild: shutterstock.com

Bei diesem Konzept zeigte sich aber eine schwer überwindbare Krux: Warum hat Gott uns Menschen erschaffen, wenn er uns nach einem kurzen Auftritt auf der Erde wieder verschwinden lässt? Darin ist kein Sinn zu erkennen. Also erfanden unsere Ahnen den Himmel, respektive das Leben nach dem Tod. Und dafür brauchten sie Gott, der uns von den Toten auferweckt und in den Himmel holt.

Das Leiden als Prüfung Gottes

Mit dieser Gottesidee fanden unsere Vorfahren auch gleich eine Erklärung für das Leiden auf der Erde: Es war eine Prüfung von Gott, der uns bei Wohlgefallen belohnt und ein Ticket für das Paradies ausstellt. Es ist das gleiche erzieherische Konzept, das irdische Väter bei der Erziehung ihrer Kinder anwenden. Und natürlich auch Mütter, die aber in der Bibel eine untergeordnete Rolle spielen.

Und was passiert mit dem sündigen Rest? Für diesen sollte die Strafe nach dem Tod eine Fortsetzung finden. Und zwar im Anti-Himmel. Und da ohne Führer in der Bibel gar nichts geht, kamen unsere Vorfahren auf den Teufel. Und weil noch Adam und Eva zum Spiel gehörten, erfanden sie flugs die Erbsünde.

Der liebende Vater im Himmel, der uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat, führte bei der Vertreibung von Adam und Eva ein Unrechtssystem ein, die Kollektivstrafe. Eine Strafe, die heute geächtet ist und nicht einmal im Militär angewendet werden darf.

Hauptsache, die Autoren der Bibel hatten eine Erklärung für das Leid auf Erden, für Naturkatastrophen, für tödliche Krankheiten.

Funktioniert so die göttliche Logik und Ethik? Wohl kaum. So funktioniert eher die menschliche Phantasie.

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
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317Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DomKi 07.06.2018 03:04
    Highlight Highlight Nehmt diesen Stamm aus dem Programm. Wenn schon die Bibel zitiert dann soll er richtig lesen. Gott hat nie den Tod in Betracht gezogen das stimmt so. das war kein Apfel es war eine Frucht. Und der Mensch konnte selbst entscheiden ob er diese Frucht essen wollte oder nicht. Und es ging ja um die Erkenntnis zwischen Gut und Böse. Und genau das konnte der Mensch entscheiden ob er gut oder böse sein wollte. Heißt ob die Frucht essen wollte oder nicht. Entschied sich fürs Essen. Deshalb wurde aus dem Paradies gekriegt. Und so ist es heute wir Menschen entscheiden ob wir gut oder böse sein wollen.
    • Die Redaktion 07.06.2018 11:38
      Highlight Highlight @DomKi

      Gott scheint von der menschlichen Psyche nicht gerade viel zu verstehen. Er schenkt uns das Paradies und sagt, esst die Früchte dieses Baumes nicht. Ganz im Stil von "denkt nicht an einen rosa Elefanten". Sinniger Weise nennt man die Anziehungskraft welche vom Verbotenen ausgeht heute "Forbidden-Fruit"-Effekt. Ein Gott der die unsere einfachsten Wesenszüge nicht kennt, soll alles erschaffen haben? Eine sehr gewagte These. Entweder er ist ein Zyniker und mag keine Menschen oder es ist alles erfunden. Entscheiden Sie selbst.
  • Alienus 06.06.2018 21:08
    Highlight Highlight An die Meckerer, die meinen, H. Stamm würde fälschlich Äpfel ins Spiel bringen.

    - In der Züricher Bibel (1534) ist ein Stich, welcher am rechten Rand einen Apfelbaum zeigt. An diesem sind Äpfel wachsend. Die Äpfel haben die Form und Größe der Brüste von Eva. Der Baum ist nicht mittig im Paradies angeordnet. Am unteren Rand ist eine Schlange.

    - In der Luther_Bibel (1545) ist in dem Kupferstich von Matth. Merian (1625) ein Apfelbaum mittig im Paradies mit einer Überfülle von Äpfeln. Eva hat einen Apfel in der Hand.

    Somit hält sich Hr. Stamm an dt. Bibel-Vorgaben.

    Ist Gott ein Pomologe?
    • Maracuja 06.06.2018 22:33
      Highlight Highlight Alienus: Somit hält sich Hr. Stamm an dt. Bibel-Vorgaben

      Ja und? Sind die deutschsprachigen Bibelübersetzungen denn massgebend? Hebräisch (für das AT) und Griechisch (für das NT) haben m.E. einen höheren Stellenwert, da mögen sich Luther und die Übersetzer der Zürcher Bibel noch so bemüht haben. Wenn im Orginal kein Apfel drin ist, dann ist es unbedeutend, wenn in der Übersetzung einer auftaucht.

      Alienus: Ist Gott ein Pomologe

      Der monotheistische Gott ein Verehrer der römischen Göttin Pomona?
    • Alienus 07.06.2018 06:54
      Highlight Highlight Maracuja

      Paradeiser können neben Solanin auch Spuren von …

      In Beiträgen wg. HS taucht der Vorwurf auf, der Apfel sei nicht bibelbezogen.

      In meinem Text wird auf die „dt.=deutschsprachigen Vorgaben“ Bezug genommen.

      Es bleibt die Frage offen, WIE und WARUM der Apfel in die Bibel kam. Denn diese Darstellungen sind im Kontext zu sehen.

      PS: Vorgabe = Täuschung wegen Fehlvorstellung durch nicht Wahrheit oder Wirklichkeit entsprechende…. (Wiki)

      Die Frage taucht nun auf, ob die Pomona das Vorbild für die Landpomeranze war?

      Fragen über Fragen und keine Antworten der Religionswissenschaft!?
    • Maracuja 07.06.2018 07:12
      Highlight Highlight @Alienus: Die Frage taucht nun auf, ob die Pomona das Vorbild für die Landpomeranze war?

      Und ob in Begriffen wie pompös und Pomade auch noch ein Stückchen Apfel steckt. Fazit: der Blog benötigt mehr Etymologie und weniger Religionswissenschaften.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Bamberger 06.06.2018 09:15
    Highlight Highlight @ Maracuja

    Danke für Deine detaillierten Apologien zu den angeführten Knackpunkten in Ex 20,2–17 bzw. Dtn 5,6–2.

    Zeitgeschichtlich vergleichbare Verhaltensnormen belegen aber, dass es damals durchaus möglich war, entsprechende Maximen auf eine intelligente, tolerante und menschenwürdige Art und Weise begreiflich zu machen.

    Bei z.B. Konfuzius, Siddhartha Gautama, Sokrates, Epikur oder Cicero, wirst Du keine einzigen Aussagen finden, die derart egozentrisch, unausgewogen und unsympathisch daherkommen, wie dies bei Ex 20,2–17 bzw. Dtn 5,6–2 der Fall ist.
    • Maracuja 06.06.2018 20:55
      Highlight Highlight @Michael: z.B. Konfuzius, Siddhartha Gautama, Sokrates, Epikur oder Cicero ...

      Die pflegten tatsächlich einen anderen Stil. Trotzdem nähme mich noch Wunder, ob sich denn einer der Genannten explizit für die Abschaffung der Sklaverei stark gemacht oder für die Gleichberechtigung der Frauen eingesetzt hat (Konfuzius scheidet bei Punkt 2 definitiv aus).
    • Michael Bamberger 07.06.2018 00:35
      Highlight Highlight Nein, haben sie nicht, aber wie Du richtig erwähnst, haben sie "tatsächlich einen anderen Stil", und das alleine genügt doch schon, oder nicht?
    • Mutzli 07.06.2018 11:36
      Highlight Highlight Stark gemacht wäre zu viel gesgat, aber sowohl die Stoiker wie auch die Epikuräer setzten sich für ein Nachlassen der Sklaverei und gute Behandlung der Sklaven ein. Epikur holte auch Sklaven selbst in seine (+Frauen) was ein ziemlicher Skandal damals war. Alkidamas, der noch vor Epikur lebte, setzte sich für die Freilassung der spartanischen Heloten ein, mit der Begründung, dass alle Menschen gleich geschaffen und frei geboren seien.
  • Dä_Dröggo 06.06.2018 08:53
    Highlight Highlight "Alles was mit Gott zu tun hat, fängt beim Tod an." Da hast du mich verloren Hugo. Nicht weil ich ein Religions-Fundi bin sondern weil du pauschalisierst.

    Hast du je versucht in der Geschichte von Adam und Eva als Metapher für Entscheidungsfreiheit und deren Konsequenzen für den Entscheidungsträger zu betrachten?

    Schon mal Grimm-Märchen gelesen? Ähnlich wie die Bibel nur jünger und nicht durch zich Herrenhäuser für die Konzentration von Macht verfälscht.

    Glauben und Tod gehören zusammen? Wie erklärst du dir dann unser Finanzsystem, das vom Glauben lebt?

  • Alienus 06.06.2018 07:49
    Highlight Highlight Der Apfel hat in den göttlichen Sphären eine seltsame Bedeutung.

    Welche Bedeutung er bei extremen Mohammedanern hat, sieht man beim anatolischen Westentaschendiktator Erdowahn.

    Er quatscht mal wieder von den „Drei Goldenen Äpfeln“, die da hängen und vom Islam zu pflücken seien.

    Den ersten Güldenen haben „Die“ schon 1453 gepflückt.

    Den zweiten g. A. hatten „Die“ 1592 und 1683 versucht zu pflücken.

    Den dritten g.A. wollen „Die“ noch pflücken. Deren feuchte Albträume hierbei: Die grüne Fahne über dem Vatikan.

    Na da sollen „Die“ weiterträumen. Gute Nacht, kleiner Westentaschendiktator!
  • Spooky 06.06.2018 04:31
    Highlight Highlight Gott ist ein kühles Heineken-Bier! 😃
  • Oxymora 05.06.2018 22:57
    Highlight Highlight Es gibt einige Märchen mit sprechenden Schlangen.

    Manche kommen bei den Kindern gut an andere nicht.

    Das Märchen vom Nudisten Pärchen und der sprechenden Schlange ist so gut,
    dass es selbst von einigen Erwachsenen für die nackte Realität gehalten wird.

    Da Staaten ihre Einnahmen nicht nur in die Altersrenten, Bildung, Infrastruktur, etc. investieren sollten, verteilen einige Kantone Jahr für Jahr Fördergelder und Privilegien an Vereine, die so geniale Märchen rumposaunen.

    Für eine lebendige Märchenlandschaft Schweiz.
    User Image
    • Maracuja 06.06.2018 20:12
      Highlight Highlight In einem Land in unserer Zeit lebt ein gemäss Profilbild nettes, kleines Lämmchen, das schrecklich unter der ungerechten Ungläubigensteuer litt. Nicht nur reute es das eigene Geld, das es als Unternehmer (Wollbusiness?) abgeben musste, noch mehr schmerzte es, dass wertvolle Steuergelder in den Erhalt alter grausamer Märchen flossen. Und so blökte es seine gerechtfertigte Empörung regelmässig in einen Sektenblog hinein. Weil das Schäfchen nicht nur ein berechtigtes Anliegen vertrat, sondern dieses jeweils auf unterhaltsame Weise vorbrachte,
      Fortsetzung folgt ...
    • Maracuja 06.06.2018 20:33
      Highlight Highlight ... sondern dieses jeweils auf unterhaltsame Weise vorbrachte, flogen ihm zwar die Herzchen zu. Nur brachte es leider niemand über‘s Herz dem sympathischen Lämmchen mitzuteilen, dass es ein Zauber gegen diese böse Steuer gibt, die dem Volk ja nicht von einem mächtigen märchenbegeisterten Tyrannen aufgebürdet wurde. Und so blieben die unermüdlichen Klagen des Lämmchens leider erfolglos. Doch eines Tages konnte eine Fee (ob gut oder böse lasse ich offen), dem erfolglosen Kampf des mutigen Lämmchens nicht länger tatenlos zuschauen und sie enthüllte ...
      Fortsetzung folgt
    • Maracuja 06.06.2018 20:42
      Highlight Highlight ... nicht länger tatenlos zuschauen und sie enthüllte dem staunenden Lämmchen, dass der mächtige Zauber „Volksinitiative“ heisst und dass es Verbündete suchen müsse, um ihn anwenden zu können. Ob sich das Lämmchen auf den Weg gemacht hat, um in Parteien und Vereinen nach Mitkämpfern zu suchen ...
      Fortsetzung folgt hoffentlich! Ich möchte das Märchen ja nicht mit den traurigen Worten „und wenn das Lämmchen nicht gestorben ist, kämpft es immer noch erfolglos gegen die Ungläubigensteuer“ enden lassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 05.06.2018 22:05
    Highlight Highlight Intermezzo:
    ⬇︎☟⬇︎
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    ]
    • Pasionaria 05.06.2018 23:50
      Highlight Highlight
      und meinst Du dazu:
      Play Icon
    • Spooky 06.06.2018 02:50
      Highlight Highlight Super!
    • Die Redaktion 07.06.2018 11:22
      Highlight Highlight @Spooky

      Diesen Herren trifft man gelegentlich in Schweizer Fussgängerzonen.

      Play Icon
  • JackMac 05.06.2018 20:24
    Highlight Highlight Nicht die Menschen per se kamen auf Gott, sondern echnaton, der sich mit den Hohepriestern angelegt hatte und darauf den alleinigen Gott, den Monotheismus ausgerufen hat. Damit öffnete er die Büchse der Pandorra.
    • Dä_Dröggo 06.06.2018 09:45
      Highlight Highlight Echnaton wollte einfach die Macht der finanzstarken Tempel bändigen und selber Gott sein. Dabei überwarf er sich mit den Traditionen der Ägypter und verlor seine Macht.

      Monotheismus gibts auch bei den Mongolen und den Sikh. Die kamen damit recht weit soweit ich weiss.
  • Michael Bamberger 05.06.2018 12:05
    Highlight Highlight Gubbe: "...wovon für mich das Wichtigste diese 10 Gebote sind. Die sind nachvollziehbar und logisch."

    Siehe dazu die zehn Gebote in Ex 20,2–17 und/oder Dtn 5,6–21:

    - Ein selbstverliebter Gott..."nachvollziehbar und logisch."?

    - Ein eifersüchtiger Gott..."nachvollziehbar und logisch."?

    - Ein rächender Gott, der Sippenhaft betreibt..."nachvollziehbar und logisch."?

    - Ein Gott, der die Sklaverei ausdrücklich legitimiert..."nachvollziehbar und logisch."?

    - Ein Gott, der die Frau auf eine Stufe mit Rind und Esel stellt..."nachvollziehbar und logisch."?
    • Maracuja 05.06.2018 23:04
      Highlight Highlight @Michael: Ein Gott, der die Frau auf eine Stufe mit Rind und Esel stellt..."nachvollziehbar und logisch

      Ist es die Intention dieses Verses Frauen auf eine gleiche Stufe stellen wie Vieh? Oder Ehefrauen (wie Sara) und Sklavinnen (wie Hagar)? Ich bezweifle, dass dieser Vers von den Primärempfängern so verstanden wurde. In diesem Vers wird schlicht aufgezählt, was in der damaligen Zeit Neid hervorgerufen hat. In diesem Teil der Bibel spielt das Individuum noch kaum eine Rolle, hier geht es um den Zusammenhalt des Volkes und Neid bedroht diesen.
    • Maracuja 05.06.2018 23:15
      Highlight Highlight @Michael: Ein Gott, der die Sklaverei ausdrücklich legitimiert..."nachvollziehbar und logisch."

      Hätte dieser Gott zur damaligen Zeit zur Abschaffung der Sklaverei aufgerufen, hätten wir heute bestimmt keine Kenntnis von ihm, da sich ein Gott mit diesem Anliegen damals nicht gegen die Konkurrenz (die gab es reichlich) durchgesetzt hätte. Man kann dieses Gebot als Legitimation der Sklaverei sehen, man kann es aber ebenso als Gebot sehen, dass auch Sklaven Rechte zubilligt. Welche derartigen verbrieften Rechte auf einen freien Ruhetag gab es in anderen Kulturen dieser Epoche?
    • Maracuja 05.06.2018 23:25
      Highlight Highlight @Michael: selbstverliebt und eifersüchtig

      Auf den ersten Blick hat es etwas unsympathisch, dass dieser Gott die Aufmerksamkeit seiner Anhänger nicht mit anderen Göttern teilen will. Wenn man aber annimmt, dass es möglicherweise nicht um Personenkult/Eitelkeit sondern um widersprechende Prinzipien/Werte geht, wird auch dieses Gebot etwas verständlicher. Modern gefragt: ist es ethisch vertretbar, dass sich westliche Regierungen als Hüter der Menschenrechte betrachten und gleichzeitig Waffen in Länder wie Saudi-Arabien liefern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Mens 05.06.2018 11:42
    Highlight Highlight Wieso haben Adam und Eva auf allen Darstellungen einen Bauchnabel?
  • Daniel Münger 04.06.2018 14:30
    Highlight Highlight Ob das die Germanen einst interessierte?
    • Spooky 04.06.2018 22:56
      Highlight Highlight Und erst die Kelten? 👻
  • Gubbe 04.06.2018 12:38
    Highlight Highlight Der liebe Gott, erschaffender Gott...Urknall, Evolution? Was den nun? Wir wissen es nicht, also glauben wir. Gut, ich glaube nicht, verneine aber die Möglichkeit eines Urknalls und dessen Folgen nicht. Die Bibel war in meiner Kindheit schwer zu lesen. Vieles ist hängengeblieben, wovon für mich das Wichtigste diese 10 Gebote sind. Die sind nachvollziehbar und logisch. So lebe ich vor mich hin und probiere andere Menschen mit allen Glaubensrichtungen zu respektieren. Manchmal gelingt's mir.
    • Pasionaria 04.06.2018 22:51
      Highlight Highlight "So lebe ich vor mich hin und probiere andere Menschen mit allen Glaubensrichtungen zu respektieren. Manchmal gelingt's mir."
      Respektabel ausgedrueckt.
      Zum Wert der 10-Gebote:
      Play Icon


  • Herbert Anneler 04.06.2018 12:10
    Highlight Highlight Klar, dass wir, wenn wir nicht wüssten, dass wir sterben müssen, nicht nach Gott fragen würden. Dann wären wir aber Tierchen und nicht unserer selbst bewusste Wesen... Lieber Angst vor dem Tod, statt ein Einhörnchen zu sein und ein Leben lang nur Nüsschen zu sammeln!
    • Herbert Anneler 04.06.2018 16:37
      Highlight Highlight War das Blitzli ein Eichhörnchen? Vielleicht Hugo?
    • Die Redaktion 07.06.2018 11:10
      Highlight Highlight Sie dürfen sich auf den Tod freuen, während ich das Leben geniesse. Klingt fair.
  • Spooky 03.06.2018 20:55
    Highlight Highlight "Denn der Glaube, dass alles mit Gott beginnt und mit ihm enden wird, ist tief in unserem Bewusstsein verankert."

    Ich denke, Herr Stamm lebt in einer religiösen Blase.

    Die allermeisten Menschen haben genug damit zu tun, um überhaupt finanziell über die Runden zu kommen. Die Religion ist ihnen sowas von schnuppe.
    • aglio e olio 04.06.2018 12:55
      Highlight Highlight "Die allermeisten Menschen haben genug damit zu tun, um überhaupt finanziell über die Runden zu kommen. Die Religion ist ihnen sowas von schnuppe."
      Das sehe ich anders. Einer der wenigen positiven Aspekte der Religion ist m.M.n. der, dass sie den Menschen in schweren Zeiten (auch finanzieller Natur) Trost, Beistand und Hoffnung geben kann. Es gibt andere Mittel und Wege, dies ist einer davon.
    • Pasionaria 04.06.2018 22:58
      Highlight Highlight aglio e olio
      da stimme ich Ihnen zu.
      In den niedrigen Schichten in 3.Weltlaendern, aber auch in Amerika (Nord wie Sued) hilft der kindliche Glaube, die Armut auszuhalten und zu (v)erklaeren.
      Wenn es den Menschen im Diesseits schon schlecht geht, dann freuen sie sich wenigsten auf das illusorische Jenseits.
      Wo Glauben noch selig macht!
      Es hilft ihnen, und ich wuerde NIEMALS ihnen diesen Strohhalm abreissen wollen….
  • salamandre 03.06.2018 18:43
    Highlight Highlight Es geht ja schlussendlich um den Glauben, wenn aber die Gläubigen glauben zu Wissen und ihren Glauben auch noch mit Gewalt durchstzen wollen kommt die Menschheit kaum weiter. Glaube ist etwas grossartiges und versetzt bekanntlich Berge, aber frei sollte er sein
  • Alienus 03.06.2018 17:36
    Highlight Highlight Bezüglich des Apfels beim Sündenfall hier folgend eine schöner und glaubhafter Erklärungsversuch:
    https://www.alimentarium.org/de/wissen/eva-und-die-verbotene-frucht

    Zu malum (Apfel). Letztendlich hat sich die griechische Form durchgesetzt: pomum.
    Bis hin zu den neuen und kulturhistorisch wichtigen Pommes Frites.
    • Maracuja 03.06.2018 20:56
    • Die Redaktion 04.06.2018 01:33
      Highlight Highlight @Maracuja

      Seine Blösse mit den Blättern des Apfels oder Granatapfels zu bedecken führt zwangsläufig zu Penisneid, da die Hälfte des Gehänges freudig in der Sonne baumelt.
    • Pasionaria 04.06.2018 01:52
      Highlight Highlight Was meinst Du, als mit viel Fantasie gesegneter Etymologiespezialist:
      Waere es moeglich, dass das franz. Ballspiel > jeu de paume > urspruenglich etwas mit einem Apfel zu tun (pomme) hatte > augenscheinlich die Form eines Balls?
      Ich koennte mir vorstellen, dass Eva, bei ihrem langweiligen Dasein mit nur einem Mann zusammen, diese Frucht eben als Spielball benutzte und versuchte, damit bei Adam zu punkten. Schlussendlich erwies er sich nicht als Winner, sondern als Eigentor!?
      Nur eine Frage, auf keinen Fall weder eine paradiesische Blasphemie, noch ein blasphemisches Paradies!
    Weitere Antworten anzeigen
  • salamandre 03.06.2018 15:00
    Highlight Highlight Im Budhismus hat das leben keinen Sinn und auch kein Ziel. Der weitaus grösste Teil der Menschheit hatte aber früh schon ein Problem damit und scharte jede Menge Götter um sich
    • Mutzli 03.06.2018 17:48
      Highlight Highlight Natürlich hat das leben im buddhismus einen sinn. Da es gemäss buddha nur aus leiden besteht ist die lösung von allem weltlichen und der ausbruch aus dem kreis der reinkarnation das erklärte ziel.
    • lilie 03.06.2018 18:14
      Highlight Highlight @salamandre: Im Buddhismus ist das Ziel, erleuchtet zu werden und dem Kreislauf von Leben und Tod zu entkommen. Und der Buddhismus hat ganze Horden von Göttern! Allein der tibetische Buddhismus kennt mehrere Tausend (!) Götter.

      https://www.univie.ac.at/rel_jap/kami/Pantheon_des_tibetischen_Buddhismus
    • Rabbi Jussuf 04.06.2018 22:01
      Highlight Highlight Eine Religion ohne Sinn würde auch keinen Sinn machen.
      Es braucht eben ein Ziel und Götter, oder göttliche Wesen zur Bevölkerung des jeweiligen Universums. Da gibt es kaum eine Ausnahme, jedenfalls nicht, wenn es ich um grosse Religionen handelt.
  • Raphael Bühlmann 03.06.2018 13:24
    Highlight Highlight Matthäus 5,3 ist der wohl meistmissverstandene Vers der Bibel. Da geht's um die "Armen im Geiste" – damit sind nicht die Dummen gemeint.

    Die offizielle katholische Übersetzung macht es klar:
    "Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich."

    Im griech. Originalvers steht "pneuma".
    https://en.wikipedia.org/wiki/Pneuma

    Wäre mit "Geist" der Intellekt z. B. gemeint, müsste da "nous" oder "logos" stehen.
    • lilie 03.06.2018 13:50
      Highlight Highlight @Raphael: Das ist sehr interessant!

      "Pneuma" bedeutet "Atem, Wind" oder "Seele, Geist". Das erste kann ja wohl kaum gemeint sein. Und was das zweite bedeutet, weiss man auch nicht so recht.

      "Pneuma" wird im neuen Testament aber auch für den Heiligen Geist verwendet. Vielleicht "jene, denen es am Heiligen Geist fehlt"? Das widerspricht sich aber mit anderen Ideen...

      Vielleicht war es aber auch die Übersetzung eines aramäischen Begriffes, und die eigentliche Bedeutung ist verloren.

    • Typ 03.06.2018 17:48
      Highlight Highlight Doch, es kann durchaus Atem bedeuten, der Atem ist ein biblisches Sinnbild für das Leben. Dies wird auch in anderen Kontexten der Bibel ersichtlich, so heisst es beim Sterben Jesu, er 'hauchte seinen Geist aus'. Jene die arm sind am Atem, sind also schwer krank oder kurz vor dem Tod, was auch im grösseren Kontext der Stelle Sinn ergibt.

      Was zweifellos falsch ist, und meines Wissen in keiner anderen Sprache so verwendet wird, ist die Interpretation, dass es sich um Dumme handeln würde.
    • lilie 03.06.2018 18:41
      Highlight Highlight @Typ: Naja, auf Englisch heisst "those who are poor in the spirit", was zwar (offenbar) eine wörtliche Übersetzung ist, aber uns hier auch nicht weiterhilft...

      Bei Lukas steht übrigens an derselben Stelle nur "selig sind die Armen".

      Grundsätzlich ist die Stelle für die damalige Zeit ohnehin revolutionär, da im damaligen Verständnos Reiche als von Gott bevorzugt betrachtet wurde. Dass Arme (in welchem Sinn auch immer) im Neuen Königreich bevorzugt oder sogar ausschliesslich zugelassen sein sollen, war ungeheuerlich und stellte die Gesellschaft auf den Kopf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beteigeuze 03.06.2018 12:57
    Highlight Highlight Also für mich ist Stamm ein Genie. Wenn es einer schafft aus Gott ja/nein, Bibel wahr/nicht, Religion gut/schlecht JAHRELANG ein Blog-Vehikel zu betreiben, welches Woche für Woche zu einem Renner wird, das ist schon mehr als gut. Ob das nun an der Qualität der Blogger liegt bleibt dahingestellt.

    Und dann sind da noch seine Assistenten die, wenn die Themen allzu seicht werden, mit Klassiker wie Goethe diesem banalen Mist einen intellektuellen Touch geben.

    Und selbst wenn es einem wurscht ist, ob diese Eva in einen Apfel oder in eine Zitrone gebissen hat, macht das Eindruck, keine Frage.

    • Alienus 03.06.2018 19:07
      Highlight Highlight Betsy

      .... mit KlassikerN ....!
  • vera.vox 03.06.2018 10:38
    Highlight Highlight Wer das Grab des Propheten Adam besuchen möchte, kann den Ali-Schrein in Nadschaf besuchen.

    Christen werden allerdings enttäuscht sein;
    im Nekropol befinden sich keine Knochen die während 960 Jahren belebt waren.

    Welches wohl die wahre Religion ist ?

    Jene die in Adam Ihren ersten Propheten erkennt ?

    Oder jene die behauptet, dass Adams Alter ward 962 Jahre ?
    (1. Mose 5)

    .
    User Image
    • Die Redaktion 03.06.2018 12:17
      Highlight Highlight @vera.vox

      Die wahre Religion behauptet also, 6000 Jahre alte Gebeine zu besitzen und diese gezielt jemandem zuordnen können? Sehr gewagt. Was wenn jemand mit der selben Analysemethode Knochen findet die älter sind?

      Ich vergass, dies ist ja schon oft vorgekommen.





    • vera.vox 03.06.2018 12:50
      Highlight Highlight Genau

      Bestätigt es nun, wie die Bibel suggeriert, dass sich die Lebenserwartung der Menschen von 960 Jahren auf das heutige Niveau drastisch gesenkt hat?
    • Die Redaktion 03.06.2018 14:23
      Highlight Highlight @vera.vox

      Köstlich. Wer analysieren kann, dass dies die Gebeine von Adam sind, kann auch bestätigen, dass es ältere Funde gibt oder er ist ganz einfach ein Lügner. Ich hoffe es war nicht zu kompliziert formuliert.
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  • Spooky 03.06.2018 06:49
    Highlight Highlight Wieso beschäftigen sich Atheisten so verbissen mit Gott, obwohl sie ja gar nicht an ihn glauben?
    • lilie 03.06.2018 08:12
      Highlight Highlight @Spooky: Das ist die eigentliche Frage! Vielleicht weil sie als A-Theisten Gott immer noch in ihrem Glauben haben? Und täglich beweisen müssen, dass es ihn nicht gibt, damit ihre Welt in Ordnung ist? Nicht-Glaube ist genauso ein Glaube wie jeder andere auch.
    • Die Redaktion 03.06.2018 10:26
      Highlight Highlight @lilie

      "Nicht-Glaube ist genauso ein Glaube wie jeder andere auch." Ganz im Stil von: Kein-Apfel ist genau so ein Apfel wie jeder andere auch.

      Autonome Linke beschäftigen beschäftigen sich ja auch mit Nazis. Vermutlich weil sie das pure Gegenteil der eigenen Weltsicht verkörpern und man nur durch Kenntnis der anderen deren Fehler vermeiden kann.
    • You will not be able to use your remote control. 03.06.2018 14:37
      Highlight Highlight Ich beantworte nur die Frage von Spooky und beschäftige mich nicht mit Gott:

      Atheisten können sich nicht mit Gott beschäftigen, denn Gott gibt es in ihren Augen nicht.

      Die Vorstellung von Gott gibt es jedoch in den Köpfen der meisten Menschen. Sie wurde von den Theisten entwickelt, verbreitet und wird bis heute allen Menschen ungefragt in den Kopf eingepflanzt.

      Man kann die Vorstellung von Gott komplett aus allen eigenen metaphysischen Überlegungen verbannen. Dann kommen aber ständig Theisten und Agnostiker und bauen die Strohmänner auf, die du im Beitrag von lilie nachlesen kannst. ^^
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasionaria 03.06.2018 00:24
    Highlight Highlight Wenigstens weiss ich jetzt, warum Eva in den Apfel biss. Um:
    a) einem versierten, couragierten Blogautor die Gelegenheit zu geben, provokativ aufzuklaeren resp. aufklaerend zu provozieren. Mit Betonung auf > Aufklaerung
    b) Leuten wie Mme lilie, Waldorf, cero, mutzli u.a. die Moeglichkeit zu geben, sich im Sektenblog mit theolog. (Besser-)Wissen zu brillieren.

    Da lob ich mir die gemaessigten gut inform., stets hoeflichen NachfolgerInnen von A. und E., wie Maracuja, Bamberger, Rabbi etc.!
    V.a. auch Aliens, mit ihrem Allgemeinwissen und gewandter Ironie, das Tuepfchen auf's 'i' zu setzen!
    • cero 03.06.2018 21:28
      Highlight Highlight Liebe(r?) Passionara
      Ich geb's zu, manchmal schiesse ich über's Ziel hinaus - versuche mich zu mässigen - aber eben...
      Ich vertrete schlicht die These, dass das Christentum vielfältiger und farbiger ist (bei allem Schrecklichen und Unschönen, das zweifellos auch dazu gehört), als das oft in diesem Blog imho daherkommt.
      Und wenn Fehlinformationen da stehen, ist es doch gerade im Sinne der Aufklärung darauf hinzuweisen... da nehme ich den Besserwisser-Vorwurf in Kauf.
      Wünsche Ihnen eine gute Woche :-)
    • Pasionaria 04.06.2018 06:59
      Highlight Highlight cero
      ein Herzchen kann ich Ihnen mit bestem Willen nicht spenden (ist schon vergeben), aber Ihre Stellungnahme kann ich durchaus respektvoll akzeptieren.

      Solange man 'nur' Thesen aufstellt und dabei noch auf logischer Konsistenz aufbaut, sind sie sehr willkommen und koennen auch spannend sein, siehe dieser Blog.
  • Maracuja 02.06.2018 22:40
    Highlight Highlight <Gott wollte offensichtlich verhindern, dass sich Adam und Eva Wissen aneigneten>

    Der Baum hiess doch nicht „Baum der allgemeinen Erkenntnis, sondern „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“, es handelt sich also um sehr spezifisches Wissen. Die Erkenntnis von „gut“ und „böse“ bedeutete für die putzigen Trockennasenäffchen der Abschied vom diesbezüglich unbeschwerten Säugetierdasein. Wobei in der Jahrtausenden dauernden Phase der Jäger und Sammler noch nicht gross über moralische Fragen sinniert werden musste. Diese wurden erst drängend mit der neolithischen Revolution (Eigentum an Boden usw.)
    • lilie 05.06.2018 07:52
      Highlight Highlight @Maracuja: Das ist sehr gut ausformuliert.

      Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und sagen, es ging überhaupt nicht um Wissen, sondern um Urteilsfähigkeit. Zuvor waren die Menschen wie Kinder, sie urteilten nicht.

      Aber als sie vom Baum der Erkenntnis assen, fingen sie an zu urteilen: Wir sind nackt, das ist peinlich, wir müssen uns sofort bedecken!

      Und wenn man so überlegt, ist das ja wirklich erstaunlich, dass irgend ein Urzeitmensch auf einmal auf die Idee kam, man müsse (mindestens) seine Scham bedecken. Und das weltweit mit wenigen Ausnahmen!

      Ich finde das bemerkenswert.
  • Share 02.06.2018 22:03
    Highlight Highlight Ich finde auch, dass es Gott war. Ganz klar. War auch sein Apfel. Das finde ich nur logisch. Was bleibt? Bewusstsein. Emotionen. Reflexion. Wandlung. Zum Hier und Jetzt. Wandlung zum Dort und Danach. Wer schreibt das naechste Prequel?
  • Die Redaktion 02.06.2018 21:33
    Highlight Highlight Schon Neandertaler haben ihre Toten bestattet und auch nützliche Gegenstände als Grabbeigaben in die Gruben gelegt. Die Wichtigkeit solcher Werkzeuge steht ausser Frage, denn sie sicherten das Überleben der Sippe. Es gibt nur eine logische Erklärung diese einem Toten zu überlassen. Er braucht sie selbst noch. Was wiederum bedeutet, dass sie an eine Art Jenseits oder besser an ein Leben nach dem Tod glauben mussten. Wer schöne Dinge hinein legt, zeigt oft "nur" seine Verbundenheit mit dem Toten.
  • Alienus 02.06.2018 21:14
    Highlight Highlight Huch, biblische Frugalitäten.

    1/2

    Betrachtet man den Begriff „Äpfel“, den hier Herr Stamm aufführt, so kann man ihm unterstellen, unbewusst richtig diesen Begriff verwendet zu haben.

    Denn von Mittelalter bis in die Zeit von Goethe meinten „Äpfel“ im biblischen sowie galanten Sinne verkappt eigentlich weibliche knackige Brüste.

    Auch in der Antike mit Paris und den drei Grazien sowie in der eidgenössischen Legende bildet der Apfel ein wichtiges Element.

    Nun, heurig scheint die männliche Größenwahnerwartungsphantasie mehr zu den Melonen hin zu tendieren.

    Oh Gott, was steht noch an.
    • lilie 03.06.2018 07:07
      Highlight Highlight @Alienus: Der nächste Schritt ist die Umschreibung der Bibel nach feministischer Weltsicht. Da überreicht dann Adam der Eva im Garten der Göttin eine Gurke, worauf er aus dem Garten geworfen wird und sie #metoo twittert. 😛
    • Alienus 03.06.2018 14:59
      Highlight Highlight Huch, lilie.

      Sie auch wissenschftsfern?

      Evchen konnte 4004 v. Chr. noch nicht twittern.

      Man hatte im Paradies und ff damals doch nur die göttliche Taubenpost.

      Na ja, mindesten bis zu Christi Geburt.
    • lilie 03.06.2018 15:49
      Highlight Highlight @Alienus: "Göttliche Taubenpost"... Dann schau dir mal das Logo von Twitter an. 😉

      Tja, und ab Christi Geburt musste man sich mühsam mit Briefen verständigen. Was für ein Rückschritt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alienus 02.06.2018 21:10
    Highlight Highlight 2/2

    Somit dürfte es bei der verbotenen Frucht um den Apfel gehandelt haben. Zusätzliches Gewicht bekommt es noch, da er pflanzengeschichtlich aus der Gegend des möglichen echten Paradieses stammt.

    Hier zwei verkappte Männerträume:

    - Kostprobe des Goethe um die Äpfelchen:

    Warum auch schlich er diese Wege
    nach einem solchen Äpfelpaar,
    das freilich schon im Mühlgehege,
    so wie im Paradiese war.

    - Hier über Faust:

    Einst hatt ich einen schönen Traum,
    da sah ich einen Apfelbaum,
    zwei schöne Äpfel glänzten dran,
    sie reizten mich, ich stieg hinan.

    Der Goethe, dieser olle Schwerenöter.
    • Agnos ~ 04.06.2018 22:19
      Highlight Highlight ….gönnte dann sich einen Apfelkuchen!
    • Agnos ~ 06.06.2018 12:37
      Highlight Highlight Es gibt wohl zwei Äpfel, der eine den Gwunderligi , und den andern der Versuchung, welches der beiden Äpfel im Baum war schuld an der Misere?
      User Image
  • Agnos ~ 02.06.2018 19:12
    Highlight Highlight Die Eva ist die Krönung der Schöpfung, was war denn der Adam? ...
    • Agnos ~ 02.06.2018 20:46
      Highlight Highlight war er der Adam ein Prototypen aus erster Hand, oder nur ein Protagonist? Fragen um Fragen, was für eine Rolle der Mensch in der Schöpfung Gottes wirklich einnimmt, da ja vor ihm alles andere schon existiert hat.
    • Maya Eldorado 02.06.2018 21:30
      Highlight Highlight Das hast Du nicht ganz richtig in Deinem Gedächtnis.
      Der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Der erste Mensch war Adam. Und aus einer Rippe von Adam wurde Eva geformt.
    • Agnos ~ 02.06.2018 23:15
      Highlight Highlight Maya Eldorado,
      Dann fehlen dem Adam einige Rippen, also eine fehlerhafte Anatomie, es sei denn dass es nur sinnbildlich gemeint ist!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Waldorf 02.06.2018 15:40
    Highlight Highlight Ach und übrigens: der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
    #badabummtsssss
  • Klaus07 02.06.2018 15:09
    Highlight Highlight Herr Stamm. Warum wenden Sie diese Fragen und Erkenntniss nur auf den Christlichen Glauben an? Das Bewustsein des Totes und das nicht wissen was danach passiert ist die grundlegende Basis jeglicher Religionen. Im Judentum gibt es keinen Himmel, jedoch das ewige Leben. Islam - Paradiesgarten. Hindu - Reinkarnation, Buddhismus - Wiedergeburt. Altes Ägypten - königlicher Himmelsaufstieg, Schattenreich, Babylon - mehrere verschiedene Himmel. Griechen - Unterwelt, Römer - Insel der Glückseeligkeit. Jede Religion ist auf dem Totesglauben aufgebaut.
    • Agnos ~ 03.06.2018 12:18
      Highlight Highlight In der westlicher Himmelsphäre ist der Kapitalismus bis über dem Tod, ein Erbteil unserer Zivilisation, dem himmlischen Frieden.
  • Granini 02.06.2018 12:52
    Highlight Highlight Sie beginnen mit dem Sündenfall der Menschen (den Sie hier literarisch faktisch aufschlüsseln), um dann Gott als Erfindung des Menschen zu präsentieren. Ihre Logik scheint mir kaum besser zu sein als unserer Ahnen. Sehen Sie, schon nur die Natur als System in sich selber ist für den Menschen nur sehr schwer zu verstehen und bringt immer wieder interessante Rätsel zu Tage. Wie wollen Sie dann auf so plumpe Art den Theodizee erklären? Sie entzieht sich unserer Menschlichen Logik wie auch das Wunder der Natur.
    • mogad 02.06.2018 14:27
      Highlight Highlight Und daran wird keine wissenschaftlich Erkenntnis etwas ändern. Denn die Wissenschaft kann nur Prozesse analysieren und verändern, die nicht sie erfunden hat. Hinter diese Tatsache kann keine Wissenschaft zurück.
    • Mutzli 02.06.2018 16:29
      Highlight Highlight @Granini Wieso sollte sich jemand ausser Gläubigen um die Klärung der Theodizee bemühen? Wenn man nicht an einen allmächtigen und allgütigen Gott glaubt, muss man auch nicht versuchen die Existenz von Leid zu rechtfertigen. Was genau Sie mit "Wunder der Natur" meinen, weiss ich jetzt auch nicht gerade.
    • Granini 02.06.2018 19:03
      Highlight Highlight @mutzli
      Dann würde ich dir empfehlen, sich mehr damit auseinandersetzen.
      Wussten Sie, dass viele Pflanzen einen bestimmten medizinischen Zweck erfüllen? Hast jemals darüber nachgedacht wie extrem clever der Kreislauf des Wassers ist? Das Polarlicht? Die Symmetrie in der Natur? Ist für dich das ganze Ökosystem für dich selbstverständlich? Für mich nicht.

      Stamm beschäftigt sich im übrigen hie und da mit der Theodizeefrage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 02.06.2018 12:51
    Highlight Highlight "Gott wollte .....verhindern, dass sich Adam und Eva Wissen aneignen. Wie heisst es doch in der Bibel. Selig sind die Armen im Geiste."

    Weit voneinander entfernte Gedankenbrocken können mühelos miteinander verbunden werden, weil sie im Gegensatz zu andern Brocken nicht dem Gesetz der Schwerkraft
    unterliegen. Ende Ironie.
    • Phrosch 02.06.2018 15:54
      Highlight Highlight Interessanterweise ging es nicht um Wissen oder Erkenntnis an sich. Verboten war die Frucht des „Baumes der Erkenntnis von gut und böse“. Wie wäre es, wenn Gott unsere Ureltern nur vom Bösen fernhalten wollte?
    • Die Redaktion 03.06.2018 11:26
      Highlight Highlight @Phrosch

      Sprach Gott und ertränkte alles Leben.

      Der Garten Eden war doch eher übersichtlich. Ich würde es merken, wenn mir jemand eine Schlange ins Terrarium steckt.
  • me myself 02.06.2018 12:48
    Highlight Highlight Existence is pain!
    • rodolofo 03.06.2018 07:13
      Highlight Highlight Please not, if possible!
  • mogad 02.06.2018 12:46
    Highlight Highlight H.S. fragt, ob der kurze Auftritt des Menschen auf der Erde überhaupt einen Sinn habe. Und ob: die kurzen Auftritte haben die Evolution vorangetrieben und das Leben in seiner ganzen Vielfalt und Entwicklung überhaupt erst ermöglicht. Und es ist der Tod, der uns ins Leben treibt. Weil wir wissen, dass die Zeit beschränkt ist suchen und finden wir die ganze Fülle des Lebens.
    • Klaus07 02.06.2018 15:13
      Highlight Highlight Zur Zeit ist der Mensch eher der Totengräber der Vielfallt und Entwicklung. Eigentlich macht das Menschliche Leben genau so viel Sinn wie das Leben jedes Lebewesens auf der Erde. Es geht nur um den Erhalt der Spezies.
    • rodolofo 03.06.2018 07:13
      Highlight Highlight @ Klaus07
      Das ist mir zu radikal gesagt!
      Klar geht es im Kern um den Erhalt der Spezies.
      Aber bereits da tauchen Fragezeichen auf.
      Bin ich bereit, mich selbst für die "Grosse Sache" der Spezies zu opfern?
      Wohl nur in Ausnahme- und Spezialfällen.
      Ausserdem lebe ich mit anderen Lebewesen in Symbiotischen BEZIEHUNGEN des Gebens UND Nehmens. Solche Symbiosen gehen Menschen sowohl mit unterschiedlichen anderen Menschen ein, als auch über die Grenzen der eigenen Spezies hinaus mit Pflanzen, Tieren und Pilzen.
      So wollen wir also das ganze Ökosystem erhalten und seine Fruchtbarkeit steigern!
    • Klaus07 03.06.2018 14:38
      Highlight Highlight In wie fern gehen Menschen eine Symbiose mit anderen Lebewesen ein? Eine Symbiose ist eine Win Win Situation für beide. Bis auf einige Haustiere haben andere Spezien meistens eine Win Lose Situation. Der Raubbau der Welt hat nichts göttliches an sich. Der Mensch ist nur ein Virus der ohne Natürlichen Fressfeinden sich ungehindert ausbreiten kann und bis so seinem Verschwinden die Erde ausbeudet und zerstört.
    Weitere Antworten anzeigen
  • vera.vox 02.06.2018 12:45
    Highlight Highlight Mögen Gottes Frieden und Segen auf Hugo Stamm sein,
    dass er Adam und Eva auch mal zum Thema gemacht hat.

    Welche Religion Adam und Eva wohl hatten?

    Sehr interessant,
    dass die ersten zwei Menschen auf Erden Muslime waren.
    Zeigt uns doch deutlich welche Religion die wahre ist.

    Das wird hier leider Gottes nicht erwähnt.
    • Granini 02.06.2018 13:00
      Highlight Highlight Steht das so im Koran, dass Adam und Eva Muslime waren? (Bitte Sure und Vers angeben)
    • AdiB 02.06.2018 13:28
      Highlight Highlight das liegt daran das die wenigsten, ja sogar unter muslimen, nicht wiessen was muslim bedeutet. es beudet gott ergeben und zwsr nur gott ergeben. ergo wäre jeder der sich gott ergeben fühlt ein moslem, ob er sich jetzt als christ oder jude fühlt. dies wäre aber ein anderes thema. wär doch was für denn herr stamm.
    • Roman h 02.06.2018 13:51
      Highlight Highlight Eva war nackt daher kann sie wohl keine Muslime sein.

      Beide und das ganze Paradies wurden von Gott erschaffen und nicht von Allha.
      Engel haben das Paradies bewacht und ich glaube Luzifer hat Eva verführt.

      Also Muslime waren sie sicher nicht.
      Christen auch nicht da es Christus noch nicht gab.
      Daher waren sie wohl Juden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 02.06.2018 12:39
    Highlight Highlight Ich hab eine Filmszene im Kopf: Der Urmensch sieht sich plötzlich einem riesengrossen, wütenden Tier gegenüber. Er reisst ein Grasbüschel aus dem Boden und hält es dem Tier hin. Das Tier nimmt die Gabe entgegen und beruhigt sich. Meine Schlussfolgerung: der Mensch lernt, dass es Kräfte gibt die grösser sind als er selber, und dass diese Kräfte mit Opfergaben beruhigt werden können. Da eröffnet sich ev. schon der Weg zum Glauben an Götter.
    • Share 02.06.2018 20:51
      Highlight Highlight Schlussfolgerung: der Mensch lernt dass es Kräfte gibt, die kleiner sind als er selber, und dass diese Kräfte sich ungern hin- und herschieben lassen.
    • Ökonometriker 03.06.2018 11:04
      Highlight Highlight Wie hat der Urmensch wohl herausgefunden, dass man Kuhmilch trinken kann?
    • Die Redaktion 03.06.2018 11:48
      Highlight Highlight @Graustufe Rot

      Das war die Szene mit den Mammuts aus am Anfang war das Feuer.
  • Maracuja 02.06.2018 12:38
    Highlight Highlight <Mit dieser Gottesidee fanden unsere Vorfahren auch gleich eine Erklärung für das Leiden auf der Erde>

    So ruckzuck ging die Entwicklung nicht. Gerade im AT findet sich lange kaum etwas zum Thema Tod/Jenseits. Eigentlich erstaunlich, gab es doch in relativer Nähe (z.B. Ägypten) Kulturen mit Vorstellungen zu Totenreichen. Jahwe als typischer Stammesgott beschäftigt gemäss AT lange nur der Fortbestand seines Volkes und nicht der Fortbestand des Individuums. Erst im Buch Daniel taucht die Vorstellung von Jenseits/Auferstehung auf. Buchtipp: Das Tagebuch der Menschheit (Schaik/Michel rororo).
    • Klaus07 02.06.2018 15:23
      Highlight Highlight Auch wenn im Tanach nur wenig über den Tod/Jenseits steht, wird sich das Jüdische Volk von Anfang an damit auseinander gesetzt haben. Auf den Tanach haben nachweisslich verschiedene Kulturen Einfluss gehabt, unter anderem Ägypten oder Babylonien dass zum Beispiel an die Auffahrt in mehrere Himmel (Je nach Sozialem Stand) kannte.
  • Regentrockner 02.06.2018 12:31
    Highlight Highlight Das Bild von Adam und Eva kann unmöglich Adam und Eva zeigen: Sie haben beide einen Bauchnabel!
  • Agnos ~ 02.06.2018 12:21
    Highlight Highlight Das andere Scheinparadies wird von Sekten mit einem neuen Apfel angepriesen, das vieles verspricht und nichts hält. Den Sex zu geniessen war vorher Sünde, nach dem Motto: Seit Fruchtbar und vermehret euch. Da ist der Spruch, "das Sex ist Sünd," eigentlich lächerlich!
    • Agnos ~ 02.06.2018 13:01
      Highlight Highlight *War vorher nicht Sünde,
    • mogad 02.06.2018 13:06
      Highlight Highlight Beten wir nicht schon lange den Apple an? Unsere neue, allmächtige, allwissende Gottheit? Ende Ironie.
    • Ökonometriker 02.06.2018 16:49
      Highlight Highlight War Sex nicht nur ausserhalb der Ehe sündig? Kenne die Bibel nicht so gut, aber ich kenne keine Stelle die Sex per se verurteilt
      Und man muss verstehen: damals gab es keine Verhütung und kein Sorgerecht. Wer eine Frau mal eben geschwängert hat und danach abgehauen ist, hat quasi ihr Leben zerstört. Daher war Sex ausserhalb der Ehe sündig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Waldorf 02.06.2018 12:10
    Highlight Highlight Ohne dem religiösen Gedöns mehr Wert beimessen zu wollen... aber dieser Text ist schlicht eine undifferenzierte, einseitige Simplifizierung einer sehr komplexen Geschichte! Ich traue Herrn Stamm eigentlich mehr zu. Der Text ist höchstens gut genug als Backup eines Hobbyatheisten, um Gläubige zu bashen.
    • Waldorf 02.06.2018 12:23
      Highlight Highlight Und sorry Herr Stamm für diese harsche Kritik. Ich bin an sich sehr pro Aufklärung.
    • mogad 02.06.2018 12:55
      Highlight Highlight Der Artikel amüsiert mich mehr, als er mich ärgert. Hr.S. kommt mir vor wie ein Gymischüler in der Gruppenarbeit: Er wirft ein paar Brocken in die Runde und freut sich dabei im voraus auf die leidenschaftlichen Reaktionen. Ein Erfolgsrezept wie sich hier immer wieder zeigt
    • mogad 02.06.2018 13:09
      Highlight Highlight @Waldorf. Herr Stamm frönt mit seinem heutigen Blog offensichtlich der Lust an der Provokation. Und wir steigen gerne ein, wie sich an den vielen Kommentaren zeigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sebii 02.06.2018 12:00
    Highlight Highlight Nur eine kleine theologische Anmerkung:
    Das Judentum glaubt nicht zwingend an ein Leben nach dem Tod. Die christliche Tradition ist aus der jüdischen entstanden. Somit kann die ,,Erfindung'' der Religion nicht Konfrontation mit dem Tod entstanden sein. Für weitere Punkte fehlt es an Platz.

    PS: Ich als bekennender Christ schätze Ihre religionskritischen Texte sehr. Sie bieten mir einen differenzierten Blick auf meinen Glauben. Sie sollten nur aufpassen, das sie nicht vom A-Theismus, zu einem Anti-Theismus ausschweifen. Es ist nicht alles Gold was glänzt ja; und nicht nur Scheisse die stinkt.
    • Michael Bamberger 02.06.2018 12:32
      Highlight Highlight Sebii: "Das Judentum glaubt nicht zwingend an ein Leben nach dem Tod."

      Falsch!

      „Viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande“ (Daniel 12,2)

      und

      "Heute ist die Überzeugung, dass es eine Auferstehung der Toten gebe, im Judentum üblich. Insbesondere im orthodoxen Judentum gibt es auch die Vorstellung einer Reinkarnation." (Wikipedia)
    • Sebii 02.06.2018 13:25
      Highlight Highlight @Michael Bamberger:
      Das stimmt, allerdings wurde Daniel erst zur Zeit des Babylonischen Exils (ca. 500 v.Chr.) verfasst. Das bedeutet, dass bis zu dem Zeitpunkt das Leben nach dem Tod nicht erwähnt wurde. Ich nehme an, dass es nach der Verfassung lange dauerte, bis die Menschen diese Aussagen für richtig hielten. Es ist ja nicht so, dass am nächsten Tag der Verfassung diese Geschichte in der Bibel standen.
      Zudem ist das Judentum eine Religion, welche diverse Strömungen zulässt. So gab es sicherlich auch eine Strömung, welche für ein Leben nach dem Tod plädiert hat.
    • Maracuja 02.06.2018 14:40
      Highlight Highlight Sebii, Michael

      Bei diesem Punkt muss man zwischen heutigem und historischem Judentum unterscheiden. Dass im historischen Judentum z.B. die Sadduzäer nicht an eine Auferstehung glaubten, ist bekannt. Ebenso dass die Tora diesem Thema keine Aufmerksamkeit schenkte und dieses erst in späten Texten (Daniel) Bedeutung gewann. Letztlich haben sich aber im Judentum die Pharisäer durchgesetzt, die an die Auferstehung glaubten: http://www.hagalil.com/2013/11/leben-nach-dem-tod/
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 02.06.2018 11:45
    Highlight Highlight Ach, Herr Stamm, würden Sie nur einmal ein religionswissenschaftliches Buch zur Hand nehmen! Sie würfeln einfach Halbwahrheiten nach Lust und Laune zusammen. 🙈

    Der jüdische Gott war doch eine Reduktion von der Vielgötterei mit Götzenanbetung, wie sie damals ausschliesslich praktiziert wurde, zu einem einzigen, unsichtbaren Gott.

    Der eine Gott geleitete auch nicht ins Paradies, für Juden ist es verschlossen. Das ist eine christliche Erfindung. Der jüdische Gott diente dazu, das jüdische Volk zu einen - es ging um Identität.

    Die menschliche Fantasie ist tatsächlich grenzenlos. 🙈
    • lilie 02.06.2018 14:28
      Highlight Highlight @Hosch: Ach so? Kannst du denn Beispiele nennen? Ich dachte, Echnaton hätte die erste monotheistische Religion "erfunden" neben dem Judentum. Und der Zoroastrismus ist ja nicht eigentlich monotheistisch, sondern stellt zwei Mächte ins Zentrum.
    • Mutzli 02.06.2018 16:24
      Highlight Highlight Echnaton wäre ja auch wahrscheinlich um einiges früher gewesen als der Monotheismus der späteren jüdischen Religion. Es gab auch in anderen eig. polytheistischen Religionen wie dem Hinduismus und der alten griechischen Religion Bewegungen, die sich für einen Monismus oder sogar Monotheistische Interpretation einsetzten. Ob Zoroastrismus monotheistisch ist oder nicht ist debattierbar, aber falls man dies verneint, müsste dies eigentlich auch für das moderne Christentum mit seinem Trinitätsmodell und Satan als Antagonisten gelten.
    • lilie 02.06.2018 18:31
      Highlight Highlight @Mutzli: Echnaton war im 14. Jh. v. Chr., also deutlich nach der Entstehung der jüdischen Religion. Zarathustra lebte vermutlich um 1600 v. Chr. Also ebenfalls später.

      Das stimmt, man kann natürlich argumentieren, ob das Christentum streng monotheistisch ist, v.a. mit der Marienverehrung etc.

      Auf Wikipedia habe ich gelesen, dass Religionswissenschaftler auch anzweifeln, dass das frühe Judentum monotheistisch im engeren Sinne war. Viel eher rief man Jahweh nur im Falle von Krieg an, in Friedenszeiten verehrte man auch andere Götter.

      Das ist alles sehr spannend. 😊

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  • Maya Eldorado 02.06.2018 11:02
    Highlight Highlight Menschliche Logik
  • Slant 02.06.2018 10:48
    Highlight Highlight Im Buch Genesis steht nichts von einem Apfel. Lediglich von einer verbotenen Frucht. Wieso erwähnst du den Apfel?
    • Musterschüler 02.06.2018 12:09
      Highlight Highlight Daran merkt man die genauigkeit von Herr Stamms Artikeln...
    • Hugo Stamm 02.06.2018 12:51
      Highlight Highlight Niemand kennt die Urform der Genesis. Sie wurde mehrfach abgeschrieben, übersetzt und sicher modifiziert. Ausserdem ist sie völlig absurd und konstruiert. Da darf man doch aus einer Frucht einen Apfel machen, wie das die meisten Künstlern tun. Man denke nur, dass es 2 Genesis-Versionen gibt. Das sagt alles über die Authentizität. Wer keine stichhaltigen Gegenargumente hat zum eigentlichen Thema hat (Erbsünde und Kollektivstrafe), klammert sich an unbedeutende Details.
    • Rabbi Jussuf 02.06.2018 13:00
      Highlight Highlight Der Apfel als Frucht der Eva hat schon seine tiefere Bedeutung und die kommt aus dem Latein. Dort ist Malus der Apfel, aber auch das Schlechte/Böse.
      Alles klar?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Follower 02.06.2018 10:44
    Highlight Highlight „Sie wollten sein wie Gott“ und haben sich dabei gründlich übernommen. Der Mensch, dem jede Demut fehlt, der alles kann, weiss und dabei Schiffbruch erleidet...
    • Waldorf 02.06.2018 12:11
      Highlight Highlight Und 3000 Jahre später kommt ein Dude und sagt zum einen, dass er der Sohn Gottes ist und zum anderen, dass wir alle auch so sein können wie er. Alles easy.
  • Zeit_Genosse 02.06.2018 10:42
    Highlight Highlight Gott ist X.
    Eine Unbekannte in der Lebensweltgeschichte der Menschen. Und für viele noch etwas mehr. Irrational, soweit wir Rationalität begreifen können. Und deshalb analytisch nicht beizukommen.

    Menschen suchen Sicherheit, Wahrheit, Orientierung, Zugehörigkeit und Liebe. Einige finden in X den Frieden in ihrer Gleichung.
    • Agnos ~ 02.06.2018 12:59
      Highlight Highlight Wie stehts mit der Wahrnehmung die irrrational ist, und sich selbst täuschende Früchte dummer Denkens ist. Es gibt keine Sicherheit, von selbst erschaffenen Gleichungen, von dem nur geschrieben ist, und verplaudert wird, was nicht verhält.
    • Share 03.06.2018 11:54
      Highlight Highlight Die Frage lautet doch, wer hat den Primer mit dem Apfel gesetzt? Ich habe da eine Vermutung, da ich diesen Theologen eine Anekdote zum Apfelbaum habe erzählen hören und das Unverständnis, warum diese Metapher denn so schwer zu verstehen ist. Am Priesterseminar. Vielleicht aber war es auch Newton.
      Interessanterweise erlebte ich folgendes: Mein nicht gegessener Apfel wandelte sich zum Apfel der Erkenntnis. Ich fand diese, andere Perspektive bereichernd.
  • amRhein 02.06.2018 10:08
    Highlight Highlight Absurde religiöse Vorstellungen werden kein bisschen realistischer, wenn man sie immer wieder wiederholt.

    Um von göttlicher Moral ausgehen zu können, müsste es überhaupt Götter geben.
    • Nominator 02.06.2018 11:52
      Highlight Highlight Es ist noch gar nicht solange her, da haben wir auch von Göttern in Weiss gesprochen wenn wir über Ärzte redeten. Warum sollen sie früher nicht auch diesen Begriff für eine Spezies verwendet haben die viel fortgeschrittener war?
    • Sebii 02.06.2018 12:02
      Highlight Highlight Wenn man von personifizierten Gottheiten ausgeht schon, nicht aber wenn das Wesen ,,Gott'' als all-umfänglich gilt
    • amRhein 02.06.2018 15:33
      Highlight Highlight @Sebii: um über Gottheiten oder ihre Moralvorstellungen konkrete Aussagen machen zu können, müsste man solche „Wesen“ schon etwas konkreter kennen.

      Wie kann man über Gottheiten seriös reden, wenn sie sie blosse Vorstellungen sind?
  • DonChaote 02.06.2018 10:00
    Highlight Highlight Schlussendlich kam doch der mensch durch menschliche machtgier zu gott. Vor der monotheistischen zeit wurden in den meisten kulturen verschiedene götter für verschiedene dinge angebetet/-angerufen. Dinge die man sich nicht erklären konnte (feuer, wetter, jahreszeiten, tod/unterwelt usw.). Irgendwann wurden wohl einige der sogenannten irdischen vertreter solcher gottheiten, durch vermutlich geschickte manipulation der ‚armen im geiste‘, zu mächtig, und um noch mehr macht zu erlangen musste eine einzige allumfassende gottheit her. Soweit meine theorie dazu, leider zu wenig platz für genaueres...
    • Sebii 02.06.2018 12:07
      Highlight Highlight Sehr spannender Gedanke!
      Ein Punkt haben Sie aber vergessen:
      Gott wird in der Bibel als ein Gott der Armen beschrieben. Gott handelt in den Geschichten stets bei den benachteiligten als Erstes. Es war ja auch die Idee, dass die ,,sein Volk'' genannte Gruppe keinen König hat, weil niemand über den anderen Herrschen soll.
      Dies vermittelt ein etwas anderes Bild als es eine Erfindung von Macht-gierigen Menschen erwartet würde.

      Ich denke das Gegenteil ist der Fall, der Mensch hat sich durch Machtgier von Gott entfernt.
    • lilie 02.06.2018 12:30
      Highlight Highlight @DonChaote: Nicht ganz. Die Zivilisationen um das jüdische Volk herum praktizierte weiterhin seine Vielgötterei mit Tempeln etc. Der eine Gott diente in erster Linie dazu, ein paar Nomadenstämme in feindlichem Gebiet zu einen, die sonst nichts miteinander zu tun hatten.

      Man kupferte ein bisschen von den andern Völkern ab (z.B. vom Baalkult, der ein Namensverbot hatte und den Gott daher "Herr" nannte) und erfand ein paar eigene Sachen (z.B. das Götzenverbot, was für ein Nomadenvolk allerdings sehr praktisch war).

      Die Religion wurde immer wieder neu überarbeitet, v.a. im babylonischen Exil.
    • Mutzli 02.06.2018 12:42
      Highlight Highlight Einerseits gibt es den Monotheismus ebenfalls bereits sehr lange, sei es der jüdische Glaube oder Zoroastrianismus z.B. und andererseits ist Polytheimus nicht zwangsläufig egalitärer. Ein Pontifex Maximus der römischen Religion z.B. war genauso ein Autoritärer Vertreter einer hierarchischen Religion wie etwa ein Bischof.
      Auch wurde ein Monotheistischer Gott genau gleich als Lückebüsser für unerklärliches eingesetzt wie andere Gottheiten.
      Die Theorie, dass Monotheismus eine logische, zwangsläufige Weiterentwicklung des Polytheismus sei, ist zwar weit verbreitet aber historisch nicht haltbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cletta 02.06.2018 09:56
    Highlight Highlight Sorry, aber das ist Quatsch und schlecht recherchiert. Der biblische Gott hatte lange Zeit nichts mit der Existenz nach dem Tod zu tun. Die Vorstellung, dass es einen Himmel gibt ist eine Folge des Monotheismus, dessen Entwicklung sich in der Bibel schrittweise nachverfolgen lässt. Auslöser war die Frage, wie Märtyrer für ihre Treue belohnt werden können, da dies auf der Erde ja nicht mehr möglich ist.
    Es würde Watson gut tun, neben Stamm noch einen richtigen Religionswissenachaftler und nicht nur einen umgedrehten Evangelikalen im Team zu haben.
    • DomKi 07.06.2018 03:00
      Highlight Highlight Interessant Ihr Vorschlag. Habe vor 2 Tagen eine Mail an Watson gesandt und daselbe vorgeschlagen. Der Apfel fällt nicht wir vom Stamm...
  • Agnos ~ 02.06.2018 09:29
    Highlight Highlight Das Paradies ist für mich ein Rausch, ein nicht fassbares Göttliches. Die Lust freien Lebens, hat mich schon immer beseelt, zum wirken was glücklich macht, im Malen, Musizieren, und Skulpturen schaffen.
  • cero 02.06.2018 09:22
    Highlight Highlight Ich sehe mindestens drei Ungenauigkeiten neben grundsätzlicher Zukleisterung vieler Details:
    Die Vorstellung von Leben nach dem Tod gibt es im Alten Testament so nicht.
    Adam und Eva lebten im Paradied MIT Gott, nicht ohne.
    Die Erbsünde geht auf den Kirchenvater Augustin zurück und ist als solche eine Interpretation von Apostel Paulus, aber nicht die einzige und auch nicht unbedingt die richtige, auch wenn es die ist, die sich kirchengeschichtlich durchgesetzt hat.
    Ein Bitzeli ein Chröisimöisi dieser Blogeintrag, aber mit dieser Mission kommt es auf ein paar Ungenauigkeiten offenbar nicht an.
    • Rabbi Jussuf 02.06.2018 11:53
      Highlight Highlight Stimmt wohl.
      Nur ist der Text aus der christlichen Welt heraus geschrieben und da gibt es eben die Zurückdeutungen der Genesis bereits im NT.
      Dass Augustinus auf die Erbsünde kam, war auch naheliegend, denn die Strafe für Adam und Eva war schon in der Genesis eine Kollektivstrafe bis in alle Ewigkeit. Sogar die Schlange wurde bestraft...
    • rodolofo 03.06.2018 06:32
      Highlight Highlight Mit dem "Paradies" ist vermutlich das Dasein der Menschen als Jäger und Sammler vor dem Beginn der Ackerbau-Kultur gemeint.
      Ich habe mal einen Indigenen Filipino kennengelernt, der genauso im Dschungel aufgewachsen ist und der seine ursprünglich Philippinische Stammes-Kultur mit grossem Stolz im Herzen trägt, da sie ihm sehr viel bedeutet und ihn stark gemacht hat fürs Leben!
      Meine Frau ist in einem Philippinischen Dorf aufgewachsen, wo es noch viele Fischer und Reisbauern gab. Auch sie trägt ihre Philippinisch-Grossfamiliäre, nun aber Katholisch geprägte, Kultur im Herzen,
      ...
    • rodolofo 03.06.2018 06:40
      Highlight Highlight ...
      welche sie so stark gemacht hat, dass sie sogar in der vergleichsweise kalten (und Gefühls-kalten) Schweiz, beinahe auf sich allein gestellt, Fuss fassen konnte!
      Sie ist so Naturverbunden und in einer grossen Gemeinschaft aufgewachsen, wie das "Wir Alternativen (modern gesagt: Permakulturisten)" uns erträumen!
      Und heute lebt UNSERE Familie auf dem Erdball verstreut und ist Teil des modernen, in LA Grossstädtischen Lebens geworden.
      In ihren Herzen tragen sie immer noch den Dschungel!
      Wir kommen aus dem Urwald, und darum wird um uns herum immer eine Art von (Chaos-)Dschungel sein.
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  • Carlitos Fauxpas 02.06.2018 09:01
    Highlight Highlight Täuschen meine Sinne? Befinden sich da tatsächlich Plastikblumen auf dem Kopf der unverschämt wollüstig zubeissenden Eva? Hölle und Verdammnis, wir schaufeln fröhlich umgeben von farbenfrohen Plastik unser eigen Grab.

    Da wird sich Gott aber wundern!
  • Nominator 02.06.2018 08:59
    Highlight Highlight Ach Herr Stamm, wenn man die symbolhafte Bildsprache dieser Überlieferungen einfach so übernimmt, kommt tatsächlich nichts Gescheites heraus. Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass Adam und Eva vielleicht in einem Gentechlabor arbeiteten und Eva eine Entdeckung in der DNA machte? Diese «Schlange» sie dazu verführte an sich und ihrem Mitarbeiter eine Genmanipulation vorzunehmen?

    Wenn man die Bibel auf diese Weise neu interpretiert kommt man auf ganz erstaunliche Erkenntnisse. Ob die dann stimmen sei dahingestellt. Aber es erübrigt sich dann, die Erzählungen ad absurdum zu führen.
    • Waldorf 02.06.2018 12:14
      Highlight Highlight Die Ancient Aliens These würde von Herrn Stamm noch viel lieber zerpflückt werden. Mit wahrscheinlich noch einem süffisanteren Unterton. Fände ich mal spannend.
  • Michael Bamberger 02.06.2018 08:26
    Highlight Highlight Hier ein ganz aktuelles Beispiel der menschlichen, allzu menschlichen Phantasie:

    „Hinter jeder Verfolgung – sowohl der Christen als auch der Menschen als solcher – steht der Teufel, steht Satan, der versucht, das Bekenntnis zu Christus in den Christen und das Bild Gottes im Mann und in der Frau zu zerstören. Von Anfang hat versuchte er, dies zu tun..."

    Quelle: Aus der Predigt von Papst Franziskus in Santa Marta am 1. Juni 2018
    • Share 02.06.2018 21:52
      Highlight Highlight @Bambi
      Und ich dachte wirklich, du verstehst das Wort Kanonisiert.
    • rodolofo 03.06.2018 06:22
      Highlight Highlight @ Michael Bamberger
      Das hat ja auch etwas!
      Ich zum Beispiel habe gegenwärtig gleich mit mehreren "Teufeln" zu tun.
      Sie verhalten sich verlogen, hinterlistig und verfolgen mit der Aufsässigkeit und Hartnäckigkeit von Stalkern ihr Ziel, das daraus besteht, möglichst viel für sich selber herauszuholen und mit diversen Demütigungen eine sadistische Lust zu befriedigen.
      Die Situation mit mehreren Teufeln ist dermassen unübersichtlich und verworren, dass ich selber zum Teufel werden muss, um da wieder heraus zu kommen!
      Das Absingen von Kirchenliedern dürfte jedenfalls nicht viel nützen...
  • rodolofo 02.06.2018 08:16
    Highlight Highlight Der Christliche Schöpfungs-Mythos befindet sich bereits bei der Annahme eines Paradieses am Anfang der Menschheits-Geschichte auf dem Holzweg.
    Solche gedankliche Verwirrungen haben auch zu den Romantischen Vorstellungen des "Edlen Wilden" geführt und Öko-Fundis dazu gebracht, das "Verlorene Paradies" auf dem Lande zu suchen.
    Naturmenschen wissen aber sehr wohl, wie gefährlich ihr Leben "draussen" ist! Darum sind sie auch sehr aufmerksam und wachsam!
    Geister sind ihnen nicht unheimlich, da diese für sie ja ganz normal sind!
    Aber Blitze und Donnergrollen deuten sie als Zorn der Götter...
    • Agnos ~ 02.06.2018 14:19
      Highlight Highlight Rodolofo, das donnern entspannt mich, es reinigt meine Seele, es schüttet allen Groll aus mir heraus, das ist eigentlich eine gute Sache! Die Blitze beeindrucken mich, über die unendliche Macht der Natur, es erstaunt meine Sinne was belebt, ein Teil davon zu sein, denn das gibt mir den Stolz wieder, die mir durch Willkür beraubt wurde.

    • Agnos ~ 02.06.2018 23:04
      Highlight Highlight Adam und Eva und wir Ur-ur-ur-Enkel sind ein Teil der Natur, um auf ihr zu leben, mit ihm zu leben, und aus ihm zu leben. Die Natur ist ein Ganzes, und hätte der Mensch nicht versaut, dann sehe die Welt noch besser aus. Im Auto, von dem Drumherum abgeschottet, in Temposucht durch den Asphalt rasend, bringt sich der Fahrer selbst und auch andere in Todesgefahr. Wer will denn da mir weis machen, in der Natur draussen sei es gefährlich, und im Auto gibts ein Schutzengel im Auftrag von Gott, auf dich behüten, und vom Unglück zu bewahren, wie du es gebeten hast. Welch ein Unsinn!
    • rodolofo 03.06.2018 06:14
      Highlight Highlight @ pablo
      Auch wenn WIR Öko-Fundis das nicht so recht wahrhaben wollen: Das auf dem Asphalt rasende Auto ist im Kern genau so natürlich, wie die Gräser und Kräuter, welche längs einer Autobahn wachsen!
      Ein Auto ist bewegte Materie, und es ist die menschliche Form von Leben, welche diese Materie zu einem Auto verarbeitet und dann in Bewegung bringt.
      Die Grenzen zwischen "Leben" und "Tod" sind gar nicht so einfach zu ziehen, als wie es zuerst scheint.
      Vielmehr sind diese nur in der Theorie existierenden Extreme ineinander verschlungen, wie Ying und Yang, oder wie Gott und Teufel...
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Wie der Glaube Intoleranz, Rassismus und Homophobie fördert

Die metaphysische und spirituelle Welt ist die Domäne von Religionen. Im Zentrum stehen geistige Werte. Woher kommen wir, was passiert nach dem Tod, was ist der Sinn des Lebens?

Zentral ist dabei die Frage nach Gott oder den göttlichen Instanzen. Es geht also primär um übersinnliche Phänomene, die sich der rationalen Analyse entziehen.

Bei all diesen Phänomenen gibt es keine eindeutigen Antworten. Jede Religion, jeder Glaube, jede Heilslehre setzt andere Schwerpunkte. Noch mehr: Sogar Gläubige …

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