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Test: «Uncharted: Legacy of Thieves Collection». So gut ist das PS5-Game

Nathan Drake sah noch nie so scharf aus. Vorausgesetzt die nötige Hardware ist da.
Nathan Drake sah noch nie so scharf aus. Vorausgesetzt die nötige Hardware ist da.bild: zvg
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Die «Uncharted»-Reihe kommt auf die PS5: Das taugt die «Legacy of Thieves Collection»

Die «Uncharted»-Reihe steht für beste Videospielunterhaltung. Zwei Abenteuer aus der Vergangenheit wurden jetzt nochmals für die Playstation 5 aufgemotzt. Der Grund dafür ist simpler, als du vielleicht denkst.
01.02.2022, 19:58
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Nathan Drake, der Indiana Jones der Videospielkultur, klettert gerne hohe Berge empor, ballert im dichten Dschungel reihenweise böse Menschen über den Haufen und hat immer einen lockeren Spruch auf Lager. Eine Handvoll interessanter Nebenfiguren haben sich im Verlaufe seiner Geschichten neben ihn gesellt, die jetzt ein Wiedersehen feiern. Auch wenn die beiden Spiele in der Collection wahrscheinlich bereits von fast jedem durchgespielt wurden, schreien jetzt zwei aufgemotzte Titel nochmals um Aufmerksamkeit. Ob der Schrei nach Liebe aber auch erhört wird?

Was ist drin?

Die Collection besteht aus dem famosen Game-Blockbuster «Uncharted 4: A Thief’s End» und dem im Vergleich doch eher kurzen Abenteuer «Uncharted: The Lost Legacy».

«Uncharted 4» hat 2016 auf der Playstation 4 nicht nur ein grandioses Actionfeuerwerk gezündet, sondern brachte auch die Geschichte um Abenteurer Nathan Drake und seinen Weggefährten Sully und Elena zu einem runden Ende. Vorerst jedenfalls. Denn wer das Spiel bis ganz zum Schluss aufgesogen hat, erinnert sich sicher noch daran, dass hier der Weg für noch mehr Spiele aus dem «Uncharted»-Universum geebnet wurde, auf die wir bis heute noch warten.

2017 gab es aber bereits Nachschub für die hungrigen Fans: «The Lost Legacy» war ein Spin-Off, das eigentlich als DLC geplant war. Doch Entwickler Naugthy Dog bemerkte mit der Zeit schnell, dass die zwei starken Charaktere Chloe Frazer und Nadine Ross viel mehr Tiefe verdient haben und somit ein eigenständiges Spiel erhielten, das mit ca. acht Stunden zwar nicht überlang war, aber dennoch mehr Wert besass als ein blosser DLC.

Was ist wirklich drin?

Wer «Legacy of Thieves Collection» käuflich erwirbt bekommt die beiden «Uncharted»-Abenteuer «A Thief’s End» und «The Lost Legacy» genau so wie sie damals auch schon auf den Markt kamen.

Natürlich wurde optisch ein Facelifting vollzogen und bei den schnellen und intensiven Actionszenen läuft jetzt alles noch flüssiger über den Bildschirm. Doch ein anderes, komplett neues Spielerlebnis wird hier nicht geboten. Auch wenn der DualSense-Controller den Regen jetzt fast greifbar macht oder in bestimmten Abschnitten mittels intensiven Vibrationen für noch mehr Immersion sorgt, das Erlebnis bleibt dasselbe.

Noch schärfer und noch mehr Details, wenn man denn genau hinschaut.
Noch schärfer und noch mehr Details, wenn man denn genau hinschaut.bild: zvg

Das bedeutet ganz klar, wer die Abenteuer bereits besitzt, kann sich diese Kollektion eigentlich sparen. Es sei denn er oder sie möchte das Abenteuer nochmals unbedingt in noch schärferer Optik erleben. Man kann übrigens auch nur ein Spiel für etwa 11 Franken alleine digital upgraden lassen, sofern die PS4-Version vorhanden ist.

Um aber einen optisch gewaltigen Unterschied festzustellen braucht es einen richtig grossen Bildschirm und/oder einen der jüngsten Technik-Generationen, um einen klaren Vorher-Nachher-Effekt zu erkennen. Und wenn wir ehrlich sind: Die bereits erhältlichen Spiele sahen halt auch schon damals unglaublich gut aus und sind auch heute noch in ihrer Ursprungsversion eine Augenweide.

Wer jedoch noch nie etwas von «Uncharted» gehört und noch nie einen Nathan Drake begleitet hat, sollte jetzt vielleicht doch zugreifen. Denn beide Spiele bieten beste Videospiel-Unterhaltung, die intensiv an den Bildschirm fesselt. Und auch wenn Mister Drake eine Unmenge von Menschen umbringt, wächst er einem doch sehr schnell ans Herz.

Knackige Bilder und knackige Action: «Uncharted: Legacy of Thieves Collection» ist pure Videospiel-Unterhaltung.
Knackige Bilder und knackige Action: «Uncharted: Legacy of Thieves Collection» ist pure Videospiel-Unterhaltung.bild: zvg

Warum jetzt?

Am 17. Februar startet in den Kinos der «Uncharted»-Film mit Tom Holland als junger Nathan Drake und Mark Wahlberg als sein treuer und hier auch noch jüngerer Weggefährte Sullivan. Ob und wie sehr wir alle hier jetzt auf diese Realverfilmung gewartet haben und wie sehr dieser Streifen eine Existenzberechtigung besitzt, sei mal dahin gestellt.

Der Erscheinungszeitpunkt der kleinen aber feinen «Legacy of Thieves Collection» wurde aber geschickt gewählt. Er bringt die Marke kurz vor dem Kinostart nochmals zurück ins Gedächtnis und buhlt gleichzeitig um Aufmerksamkeit für das bevorstehende Leinwand-Abenteuer, auf das wir alle so sehr gewartet haben. Oder eben auch nicht.

Kann man kaufen, muss man aber nicht

Fazit: Wenn «Uncharted» auf der Verpackung steht, macht man beim Kauf eigentlich nichts falsch. Besonders Teil 4 und das Spin-Off sind hervorragende Action-Adventure geworden, die wunderschön inszeniert wurden.

Wer diese beiden Spiele jedoch schon kennt, muss nicht zugreifen, da sich der Mehrwert stark in Grenzen hält. Selbst wer nach den Jahren nochmals Lust verspürt mit Nathan und Co. auf Schatzjagd zu gehen, sollte sich bewusst sein, dass es für den optischen Genuss auch eine dementsprechend gute bis sehr gute Bildschirm-Hardware braucht, um einen klaren Unterschied zu erkennen. Schuld an dieser Misere sind halt auch die Originale, die schon bei ihrer Erstveröffentlichung einfach saugut aussahen.

Für alle anderen ist der Fall klar: Wer die Spiele noch nicht kennt und einfach optimal unterhalten werden möchte, darf sich diese Kollektion ohne Bedenken zulegen. Am Ende bleibt jedoch die Frage im Raum stehen, warum die drei Vorgänger-Titel nicht auch noch in die Sammlung gepackt wurden. Das wäre dann wirklich eine runde und vor allem preiswertere Sache gewesen.

«Uncharted: Legacy of Thieves Collection» ist erhältlich für Playstation 5. Freigegeben ab 16 Jahren.

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