DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mindestens 31 Tote bei Untergang von Flüchtlingsboot vor Libyen

25.11.2017, 16:4825.11.2017, 21:53

Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der libyschen Westküste sind am Samstag mindestens 31 Personen ertrunken, darunter mehrere Kinder. Nach Angaben der libyschen Küstenwache konnten 200 weitere Menschen gerettet werden.

Sie wurden in den Hafen der Hauptstadt Tripolis gebracht. Den Angaben zufolge waren die Flüchtlinge in zwei Booten unterwegs. Die Küstenwache bemerkte sie vor der Küste von Garabulli erst, als eines der Boote schon untergegangen war.

60 Insassen hätten sich an Trümmerteilen festgehalten und hätten deswegen gerettet werden können, sagte ein Kommandant der Küstenwache. Weitere 140 Menschen seien aus dem zweiten Boot gerettet worden.

Libyen ist der Haupt-Startpunkt für Flüchtlinge aus Afrika, die die Überfahrt nach Europa versuchen. Schlepper verfrachten sie häufig in seeuntüchtige und überladene Boote.

Flüchtlingsfrauen auf italienischem Strich ausgebeutet

Video: srf

Die meisten Bootsflüchtlinge werden von Schiffen aufgegriffen und nach Italien gebracht. Dort sind in diesem Jahr 115'00 Flüchtlinge und Migranten auf dem Seeweg angekommen.

Allerdings fängt die von der EU unterstützte libysche Küstenwache immer mehr Schlepperboote ab und bringt die Migranten zurück nach Libyen. Rund 3000 Migranten sind in diesem Jahr bei dem Versuch ertrunken, über das Mittelmeer in die Europäische Union zu gelangen. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Roger de Weck wird Seenotretter: «Sollte deswegen mein Ruf leiden, wäre mir das eine Ehre»

Der bekannte Publizist und Autor Roger de Weck engagiert sich neu als Vorstandsmitglied bei SOS Méditerranée, einer Organisation zur Rettung von Geflüchteten im Mittelmeer. Im Interview spricht er über seine Beweggründe.

Herr de Weck, man kennt sie als Medienmann, als Ex-Chef vom «Tages-Anzeiger» und «Die Zeit». Zuletzt waren Sie Generaldirektor der SRG. Nun wollen Sie Flüchtlingshelfer werden. Warum? Flüchtlingshelfer? Das sehe ich allerdings ganz anders: SOS Méditerranée bewahrt Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche vor dem Ertrinken. Tausende Menschen wie Sie und ich wären heute tot ohne unser Schiff Ocean Viking und andere Rettungsschiffe, ohne die hochprofessionellen Besatzungen. Genau darum …

Artikel lesen
Link zum Artikel