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144 Milliarden Dollar – Hurrikans machten 2017 zu teurem Katastrophenjahr



In this Jan. 31, 2018 file photo, Public Works Sub-Director Ramon Mendez, wearing a hard hat at left, works with locals who are municipal workers, from right, Eliezer Nazario, Tomas Martinez and Angel Diaz as they install a new post to return electricity to Felipe Rodriguez's home, four months after Hurricane Maria hit the El Ortiz sector of Coamo, Puerto Rico. Brock Long, the administrator of the Federal Emergency Management Agency, said Friday, April 6, 2018, that his agency aims to make the island's roads, homes, bridges and electrical grid as strong as possible but noted officials are running out of time because the next hurricane season starts June 1. (AP Photo/Carlos Giusti,File)

Bild: AP/AP

Hurrikans, Überschwemmungen und Waldbrände bescherten den Versicherungen 2017 das teuerste Jahr überhaupt. Die versicherten Schäden waren mit 144 Milliarden Dollar fast drei Mal so hoch wie im Vorjahr.

Das weltweit grösste versicherte Schadenereignis des Jahres 2017 war Hurrikan Maria in der Karibik und in Puerto Rico, das Schadenforderungen in Höhe von 32 Milliarden Dollar nach sich zog, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Sigma-Studie des Rückversicherers Swiss Re hervorgeht.

Das vergangene Jahr kam die Versicherer noch teurer zu stehen als das Katastrophenjahr 2011 mit den Erdbeben in Japan, Neuseeland und Überschwemmungen in Thailand.

Die grössten Klimasünder

Der durch Natur- und Man-made-Katastrophen verursachte wirtschaftliche Gesamtschaden erreichte mit 337 Milliarden Dollar den zweithöchsten Wert, wie Swiss Re weiter schreibt.

Weitere Hurrikans erwartet

«Nachdem zwölf Jahre lang kein starker Hurrikan in den USA auf Land getroffen war, wird 2017 wohl als eine der bisher teuersten nordatlantischen Hurrikansaisons in die Geschichte eingehen», schreibt Martin Bertogg, Leiter Catastrophe Perils bei Swiss Re.

Da sich der Nordatlantik weiterhin in einer aktiven Hurrikanphase zu befinden scheine, bestehe nach wie vor eine erhöhte Gefahr, dass sich schwere Wirbelstürme bildeten und später auf Land treffen.

Als Folge der Katastrophen verloren letztes Jahr 11'000 Menschen ihr Leben oder gelten seither als vermisst. Millionen verloren ihr Obdach. Die meisten Opfer forderten ein Erdrutsch und Überschwemmungen in Sierra Leone Mitte August - die Zahl der Toten und Vermissten beläuft sich auf 1141.

Wenn Autos treiben – Zeitrafferaufnahmen von Houston

Video: watson

Man-made-Katastrophen führten zu rund 3000 Todesfällen, gegenüber etwa 4000 im Vorjahr. Das schwerwiegendste Ereignis war eine Bombenexplosion in einer ägyptischen Moschee, die 311 Todesopfer forderte. Insgesamt starben 731 Menschen bei Terroranschlägen, mehr als im Jahr 2016 (601).

Viele Waldbrände

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle durch Schiffskatastrophen ging von 1542 auf 1075 zurück. Doch die Ziffer sei aufgrund der zahlreichen auf der Flucht gesunkenen Migrantenboote vermutlich deutlich höher, schreibt Swiss Re weiter.

Rekordverdächtig waren letztes Jahr auch die Schäden durch Waldbrände. Die versicherten Schäden lagen bei 14 Milliarden Dollar. Die bisher höchsten versicherten Schäden durch Waldbrände weltweit entstanden in den USA und Kanada. Zu länger andauernden Waldbrandsaisons (längere und wärmere Sommer) käme die zunehmende Erschliessung von Bauland an der Schnittstelle von Wald und Siedlungsraum hinzu.

Seit 1990 wurden 60 Prozent der neuen Häuser in den USA in solchen Gebieten erbaut. (sda)

Puerto Rico einen Monat nach dem Hurrikan

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