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FILE - This Oct. 11, 1991 file photo shows University of Oklahoma Law Professor Anita Hill testifying before the Senate Judiciary Committee on Capitol Hill in Washington. HBO says that “Scandal” star Kerry Washington will play Hill in a film about the 1991 Supreme Court confirmation hearings for Clarence Thomas. (AP Photo, File)

Anita Hill während ihrer Anhörung vor dem Senatsausschuss im Oktober 1991. Bild: AP/AP

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Brett Kavanaugh ist nicht der erste Kandidat für den Obersten Gerichtshof der USA, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden. Vor bald 30 Jahren machten die Anschuldigungen von Anita Hill gegen Clarence Thomas Schlagzeilen.



Für Donald Trump und die Republikaner schien alles perfekt zu laufen. Am Donnerstag hätte Brett Kavanaugh, ihr Kandidat für den Obersten Gerichtshof, vom Justizausschuss des Senats bestätigt werden sollen. Die Demokraten hatten während der Anhörung des Richters vergeblich versucht, seine Ernennung zu stoppen. Seine Chancen, auch das Votum des gesamten Senats zu überstehen, schienen intakt.

Mit dem 53-jährigen Kavanaugh hätte das höchste US-Gericht für Jahre, vielleicht Jahrzehnte, eine konservative Mehrheit erhalten. Nun aber könnten die Karten neu gemischt werden. Christine Blasey Ford, eine Psychologin und Universitätsprofessorin aus Kalifornien, beschuldigt Brett Kavanaugh, er habe während einer Party vor mehr als 30 Jahren versucht, sie zu vergewaltigen.

FILE - In this Sept. 4, 2018, file photo, President Donald Trump's Supreme Court nominee Brett Kavanaugh is sworn in before the Senate Judiciary Committee on Capitol Hill in Washington. Both parties are grappling with tremendous political risks in the midst of an increasingly messy Supreme Court fight. Republicans risked alienating women, particularly in the nation’s suburbs, by embracing President Trump’s hand-picked nominee even after allegations surfaced of decades-old sexual misconduct. Democrats, who want to delay the high-stakes nomination, risked energizing complacent Republican voters should they play politics with the sensitive allegations.(AP Photo/J. Scott Applewhite, File)

Brett Kavanaughs Ernennung ist auf der Kippe. Bild: AP/AP

Trumps Richterkandidat weist die Anschuldigungen kategorisch zurück. Einige republikanische Senatoren aber deuteten am Montag an, sie könnten gegen ihn stimmen. Weil die Partei nur über eine hauchdünne Mehrheit verfügt, wäre dies das Aus für Kavanaugh. Nun soll Blasey Ford am kommenden Montag in einer öffentlichen Anhörung vor dem Justizausschuss aussagen.

«High-Tech-Lynching»

Die Hochschullehrerin ist offenbar dazu bereit, fordert aber eine Untersuchung des Falls durch das FBI, wie ihre Anwälte am Dienstag mitteilten. Sie befände sich dann in einer ähnlichen Situation wie eine illustre Vorgängerin vor bald 30 Jahren. Die Rechtsprofessorin Anita Hill hatte 1991 dem konservativen Richterkandidaten Clarence Thomas vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben. Ihre Anhörung am 11. Oktober 1991 geriet zu einem Spiessrutenlauf.

Die Geschichte war in mehrfacher Hinsicht denkwürdig. Es war der bisher grösste Fall von sexueller Belästigung in den USA. Ausserdem waren Thomas, der vom republikanischen Präsidenten George Bush senior für den Supreme Court nominiert worden war, und Hill Afroamerikaner. Thomas bezeichnete die Vorwürfe denn auch als «High-Tech-Lynching für aufmüpfige Schwarze».

Er war Anita Hills Vorgesetzter, als beide in den 80er Jahren für das Bildungsministerium arbeiteten. Vor dem Senatsausschuss schilderte Hill, wie Thomas ihr gegenüber wiederholt anzügliche bis pornografische Bemerkungen über grossbusige Frauen oder Sex mit Tieren gemacht habe. Er habe auch mit seinem Penis geprahlt, der «länger als üblich» sei.

FILE - In this Sept. 10, 1991, file photo, then-Supreme Court Justice Nominee Clarence Thomas and his wife Virginia listen during his nomination hearing before the Senate Judiciary Committee on Capitol Hill in Washington. Washington knows how to do big hearings. Dramatic congressional hearings are something of a Washington art form, a rite of democracy carefully crafted for the cameras. Suspense is building as fired FBI Director James Comey prepares to claim the microphone June 8, 2017, in an austere, modern hearing room of the Hart Senate Office Building. (AP Photo/Doug Mills, File)

Clarence Thomas und seine damalige Ehefrau Virigina (hinten). Bild: AP/AP

Die Republikaner im Ausschuss bemühten sich nach Kräften, Hills Glaubwürdigkeit anzuzweifeln. Sie habe ihre Anschuldigungen aus Büchern oder juristischen Verfahren bezogen, hiess es etwa. Einen konkreten Beweis für die Vorwürfe gab es nicht, es stand Aussage gegen Aussage. Am Ende wurde Clarence Thomas bestätigt, mit 52 zu 48 Stimmen allerdings knapper als erwartet.

«Ein wenig irre und ein wenig nuttig»

Die Anfeindungen während der achtstündigen Anhörung waren nicht die einzige Demütigung, die Hill ertragen musste. Konservative Kreise entfesselten eine Schlammschlacht gegen die Juristin. Ein junger Heisssporn namens David Brock tat sich besonders hervor. Er veröffentliche das Buch «The Real Anita Hill», in dem er sie als «ein wenig irre und ein wenig nuttig» bezeichnete.

Heute bereut Brock diese Worte. Er wechselte politisch die Seiten und enthüllte, dass einige Informanten für sein Buch später zugegeben hatten, dass die Anschuldigungen gegen Thomas berechtigt waren. Andere Frauen hatten ähnliche Vorwürfe erhoben, ihre Aussagen wurden jedoch unterdrückt. In einem Gastbeitrag für NBC News äussert Brock die Befürchtung, dass Christine Blasey Ford ein ähnliches Kesseltreiben befürchten müsse wie Anita Hill.

#MeToo als Gamechanger?

Die Zeiten aber haben sich geändert. Die #MeToo-Bewegung hat bewirkt, dass sexuelle Übergriffe in den USA nicht mehr als Kavaliersdelikt betrachtet werden. Und eine versuchte Vergewaltigung ist ein gravierenderer Vorwurf als verbale Belästigung. Selbst konservative Republikaner räumen ein, dass Brett Kavanaugh es schwerer haben werde als Clarence Thomas.

Bislang halten sie sich mit Angriffen auf Blasey Ford auffällig zurück. Das gilt sogar für Donald Trump. Seine Beraterin Kellyanne Conway betonte am Montag auf Fox News, die Frau, die Brett Kavanaugh beschuldige, sollte «nicht beschimpft und nicht ignoriert werden». Die republikanischen Senatoren Susan Collins und Jeff Flake erklärten, Kavanaugh wäre für sie nicht wählbar, wenn sich die Anschuldigungen als wahr erweisen sollten. In diesem Fall wäre seine Kandidatur erledigt.

Image

Cover des Magazins «Time» zum Thomas-Hill-Skandal.

Noch steht auch in diesem Fall Aussage gegen Aussage. Kavanaugh weist die Anschuldigungen zurück. Die Republikaner aber sind nervös, nicht zuletzt mit Blick auf die Kongresswahlen vom 6. November. Bislang gingen sie davon aus, vielleicht das Repräsentantenhaus zu verlieren, dafür aber die knappe Mehrheit im Senat verteidigen zu können.

Der Ärger der Frauen

Das könnte sich ändern, wenn sie «um jeden Preis» an Kavanaugh festhalten, wie David Brock mutmasst. Dies könnte den Ärger vieler Frauen über Trump und seine Partei noch verstärken. Auch eine Niederlage des Richters im Senat wäre ein schwerer Schlag. Falls die Demokraten die Mehrheit erringen, müsste der Präsident wohl einen gemässigteren Bewerber nominieren.

Es steht also einiges auf dem Spiel, wenn Christine Blasey Ford vor dem Justizausschuss erscheinen wird, ob am nächsten Montag oder zu einem späteren Zeitpunkt. Anita Hill ist heute Professorin an der renommierten Brandeis University in Massachusetts. Sie engagiert sich weiterhin für die Opfer sexueller Übergriffe. Ihren damaligen Auftritt hat sie trotz der Hetzkampagne von rechts nie bereut.

Frauen der #metoo-Bewegung sind «Person des Jahres»

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 20.09.2018 07:14
    Highlight Highlight Möglicherweise erleben wir jetzt einen jener Momente, in denen die Zivilcourage eines einzelnen Opfers dazu führt, dass es im entscheidenden Moment einen Nadelstich ausführt, der den Patriarchalen Regierungs-Ballon zum Platzen bringt.
    Lange hat diese Frau geschwiegen.
    Jetzt aber spricht sie!
    Und diese Frau ist Psychologin, kann also sehr gut reden.
    Wenn die Frauen die Waffen, die sie haben, auch EINSETZEN, dann treten sie aus der Opferrolle heraus, in die sie gedrängt wurden und in die sie sich drängen liessen!
    Dann beginnen sie damit, ihr Leben UND DIE WELT mit zu gestalten!
    Yes, we can!
    • Göschene-Eirolo 20.09.2018 14:30
      Highlight Highlight Wie wahr! Schlimm ist, dass es sich bei diesen mutigen Frauen - die immer noch das mächtige Patriarchat gegen sich haben - um die Spitze des Eisbergs handelt. Es gibt tausende Missbrauchsopfer, die nie den Mut aufbringen werden, an die Öffentlichkeit zu gehen, weil sich der Belästiger/Vergewaltiger in der eigenen Familie/Verwandtschaft befindet. Ein Coming out wäre für viele dieser Opfer der sichere Tod oder die totale Ausgrenzung.
  • Chili5000 19.09.2018 13:27
    Highlight Highlight Die Zeiten haben sich wahrlich geändert. Früher war es wohl nur ein Kavaliersdelikt. Heute ist das Pendel komplett gekippt. Heute beendet eine Anschuldigung Karieren ohne Gerichtsverfahren und ohne wenn und aber. Finde beides nicht gut. Ich wäre dafür das man die Schuld eines Beschuldigten vor Gericht beweisen muss. Opfer welche erst an die Öffentlichkeit gehen wenn der "Täter" in den Medien erscheint verstehe ich auch nicht. Meiner meinung nach brächte es weniger Mut einen unbekannten Anwalt vor Gericht zu bringen als einen der Weltweit in den Medien ist? Ist das evtl. gewollt?
    • Thinkdeeper 19.09.2018 16:24
      Highlight Highlight Ich würde mir zweimal überlegen ob ich jemanden deswegen Anzeige. Als Frau oder missbrauchtes Kind erst mal den ganzen Spiessrutenlauf ohne handfeste Beweise durchmachen und gleichzeitig dauernd mit der Psyche und dem Verdrängen kämpfen ist schwer genug. Wenn aber solch menschlicher Abschaum täglich in die Presse kommt ist vollkommen nachvollziehbar, dass der Kragen platz und ausgepackt wird. Nicht Zuletzt um andere davon zu bewahren.
    • Baba 19.09.2018 17:02
      Highlight Highlight Es ist ein Unterschied, ob es sich um einen x-beliebigen unbekannten Anwalt handelt, oder ob die Person auf Lebenszeit ins höchste Richeramt gewählt werden soll!

      Als Richter am SCOTUS hat Kavanaugh Einfluss auf das Leben von Millionen Amerinanerinnen und Amerikaner. Da darf eine weisse Weste erwartet werden.

      Ich wundere mich, dass diese stockkonservativen Kandidaten so oft irgendwie Dreck am Stecken haben. Wieso zB verhindert die GOP die Freigabe von 100'000en Seiten über Kavanaugh während der Bush Ära?!?
    • Alnothur 19.09.2018 20:22
      Highlight Highlight Warum soll das ein Unterschied sein? Ist es nur dann eine versuchte Vergewaltigung, wenn der Angeschuldigte für ein solches Amt kandidiert?
    Weitere Antworten anzeigen
  • AndreaHadorn 19.09.2018 13:23
    Highlight Highlight Ein Richter, der gegen eine Frau übergriffig war, wäre nicht verlässlich in Straffällen. Ein höchster Richter, der gegen eine Frau übergriffig war, beschädigt das Ansehen der Gerichtsbarkeit des Landes. @chicadeltren: Es steht jetzt viel mehr auf dem Spiel
    • Chili5000 19.09.2018 14:00
      Highlight Highlight Ein 17-Jähriger Teenager ist kein Richter und Anwalt. Geschweige den Volljährig. Ich glaube es nicht das ich einen vom Trumps Team so etwas wie verteitige aber ich habe grösste Mühe damit. Er war 17 und wird beschuldigt ein Mädchen
      !bedrängt! zu haben, das sollte nach 33 Jahren auch gut sein...
    • Garp 19.09.2018 15:29
      Highlight Highlight Nein, sowas ist nie gut, Chilli5000, wenn es tatsächlich stattgefunden hat und der Täter meint man müsse nicht zu Fehlern stehen, nur weil sie weit zurückliegen. Ich sag das nun ganz allgemein.
    • Klaus07 19.09.2018 17:33
      Highlight Highlight @Chili5000
      Brett Kavanaugh und Christine Blasey Ford gingen beide in Maryland zur gleichen Schule.
      Die Strafmündigkeit fängt in der USA nach dem 12 Lebensjahr an. In einigen Bundesstaaten gibt es nich die Unterscheidung zwischen minor und juvenile (Als Jugendlicher greift das Jugendstrafrecht) jedoch nicht in Maryland.
      Bereits 2002 vertraute sich Christine Ford ihrem Mann und Ihrer Therapeutin an. Anfangs August auf Anraten Ihrer Anwältin machte Frau Ford einen Lugentest der ihre Aussagen als wahr bestätigte. Bis 2013 wurden in Maryland Sexualstraftäter zum Tote verurteilt.
  • buford t. justice 19.09.2018 13:20
    Highlight Highlight Apropos Hetze, wie würden Sie die "Berichterstattung" über Trump einordnen?
    • Chili5000 19.09.2018 14:03
      Highlight Highlight Naja was soll man über Trump schon gross anders berichten. Mann kann jeden Menschen etwas positives berichten, das stimmt. Aber in diesem Fall wird ja über sein Politisches Harikiri berichtet und das ist ja wohl für jeden noch so verblendeten Menschen sichtbar?
  • Platon 19.09.2018 13:14
    Highlight Highlight Leider hat sich der Umgang mit Missbrauch nicht wirklich verändert:
    Play Icon
    • SilWayne 19.09.2018 14:19
      Highlight Highlight Finde es immer wieder beeindruckend, dass sich zu den meisten „US-related“ Themen ein passendes LWT-Video finden lässt. Das Ganze klingt zwar etwas ironisch, aber ich bin wirklich Fan von Oliver.
  • Kronrod 19.09.2018 12:56
    Highlight Highlight Es gibt einen guten Grund, weshalb sogar Morde verjähren: nach über dreissig Jahren ist ein sachgerechtes Aufarbeiten fast nicht mehr möglich. Erinnerungen verblassen, die Menschen ändern sich (effektiv würde man nach 30 Jahren eine andere Person bestrafen), und die gesellschaftlichen Normen sind nicht mehr die gleichen. Nichtsdestotrotz sind die Senatoren frei, den Richter zu wählen oder nicht zu wählen und dabei die gemachten Vorwürfe in ihre Entscheidungsfindung einfliessen zu lassen, wobei diese allein aber nicht ausschlaggebend sein sollten.
    • Janis Joplin 19.09.2018 13:09
      Highlight Highlight Das ist kein guter Grund. Mord darf nie verjähren!
    • Sauäschnörrli 19.09.2018 13:14
      Highlight Highlight Im amerikanischen Strafrecht gibt es Taten die eben nicht verjähren. Und Mord verjährt z.B. in Deutschland auch nicht.
    • ThomasHiller 19.09.2018 13:44
      Highlight Highlight @Kronrod: Grundsätzlich hast du recht, allerdings geht es hier um einen Kandidaten für das höchste US-Richteramt. Von so jemanden muß man nicht nur Rechtstreue sondern auch moralische Einwandfreiheit erwarten (letzteres bedeutet nicht, daß man alle seine Vorstellungen teilen muß, auch nicht alle Wertevorstellungen).
      Sollte das also tatsächlich passiert sein, selbst in harmloserer Weise (Belästigung statt versuchter Vergewaltigung), wäre er für diese Amt ungeeignet, auch wenn er andere sicher noch gut ausüben könnte, auch andere Richterstellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hecate 19.09.2018 12:42
    Highlight Highlight Die Verleumdungscampagne gegen Prof. Ford tobt seit Tagen schon, von Verschwörungstheoretikern über Breitbart bis hin zum Fox "News". Währenddessen fanden schon tausende Amerikaner aus dass sie "unerklärlicherweise" nicht mehr als Wähler registriert sind, auch wenn sie vorher schon gewählt haben, und in manchen Staaten ist es zu spät sich für die Novemberwahlen neu zu registrieren. Also ist der Blue wave gar nicht so sicher wie man meint... Und nichts darüber von den Medien zu hören, wie kann das sein?
  • andrew1 19.09.2018 12:41
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • häxxebäse 19.09.2018 13:45
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Sandro Lightwood 19.09.2018 16:16
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Mietzekatze 19.09.2018 16:54
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • John Smith 19.09.2018 12:37
    Highlight Highlight Ford erinnert sich nicht an das Jahr des Vorfalls, wie sie zur Party gefahren ist oder wie sie wieder nach Hause kam. Vor 6 Jahren erinnerte sie sich seit langem an den Vorfall und Notizen des Psychologen sagen es waren 4 Angreifer, jetzt sind es noch 2...
    Niemand kann beweisen dass Kavanaugh schuldig ist, aber heutzutage gilt ja: im Zweifelsfall gegen den Angeklagten.
    • Klaus07 19.09.2018 17:38
      Highlight Highlight 2002 Berichtete Christine Ford ihrem Mann und Ihrer Therapeutin vom Vorfall.
      Hab etliche Artikel darüber gelesen, aber in keinem stand etwas von 2 oder 4 Angreifer.
      Gibt es Quellen für Ihre Aussagen?
  • chicadeltren 19.09.2018 12:35
    Highlight Highlight Herrje, wieso hat denn die Dame während den letzten 30 Jahren nichts gesagt? Jetzt kurz vor der Wahl damit zu kommen ist einfach nicht sehr gut für die Glaubwürdigkeit. 🙈
    • Baccara - Team Nicole 19.09.2018 12:51
      Highlight Highlight Kann ich dir genau sagen - weil man als Frau nun mal nicht einfach zur Polizei spaziert und sagt, der hat mich vergewaltigt.

      Weiss ich leider aus eigener Erfahrung. Ich wurde vergewaltigt, mir wurde auf dem Posten beschieden, ich solle mir Gedanken machen, wie mein Fall aussieht (ich schildere hier nicht, was genau passiert ist) und ich konnte es - subjektiv betrachtet - sehr wohl nachvollziehen, was der Polizist damit meinte. Und habe keine Anzeige erstattet.
      Weil es nämlich für mich wohl genauso herausgekommen wäre wie für Ms Hill. Nur einfach weniger prominent.
    • LeserNrX 19.09.2018 12:55
      Highlight Highlight Sie hat es vor sechs Jahren schon ihrem Mann und ihrem Eheberater gesagt. Und vielleicht hat sie keine Lust darauf, dass der Mann, der sie versucht hat zu vergewaltigen, für Jahrzehnte eines der höchsten Organe der Rechtssprechung wird. Für mich ein genug starker Grund an die Öffentlichkeit zu gehen.
    • politico 19.09.2018 12:56
      Highlight Highlight Nun ja... die Wissenschaft geht Stand heute davon aus, dass solche traumatischen Erlebnisse zu Beginn eher verdrängt werden und z. T. nach Jahrzehnten erst der Mut kommt, so etwas öffentlich zu machen. Offenbar häufig ausgelöst durch einen Trigger-Moment. Das könnte hier Kavanaughs Nominierung gewesen sen. Evtl. hat sie gefunden, dass es nun vielleicht ihre moralische Pflicht sei, es öffentlich zu machen, weil es schon einen Unterschied macht ob der mutmassliche Täter einfach ein Jemand ist oder ein Jemand der oberster Richter werden könnte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Slavoj Žižek 19.09.2018 12:01
    Highlight Highlight 36 Jahre alte Anschuldigungen können gegen jeden vorgerbracht werden, das zu beweisen wird schwierig.
    • Chili5000 19.09.2018 13:32
      Highlight Highlight Es muss ja nicht einmal mehr bewiesen werden. Er ist ja schon quasi verurteilt, er wird den Posten bestimmt nicht erhalten und als vergewaltiger gebrandmarkt werden.
    • häxxebäse 19.09.2018 13:53
      Highlight Highlight Dann geh mal in Dich und frage Dich so - wieviele frauen habe ich bisher vergewaltigt?
      Keine?
      Na so soll es ja auch sein, nicht 😎?

      Die meisten männer sind echt cool, hilfsbereit und liebevoll, nur die wenigsten haben einen sprung in der schüssel und sind vergewaltiger. Und von einem richter erwarte ich einen anständigen charakter. Und wer sich jmd anders gegen seinen willen aufzwängt, hat keinen anstand, keine sitte und keine moral.

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