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epa07334164 Mist rises from Chicago River in Chicago, Illinois USA, 31 January 2019. Media reports state that more than 200 million people are facing freezing temperatures as Polar vortex has gripped the US Midwest in coldspell.  EPA/KAMIL KRZACZYNSKI

Der Chicago River wie man ihn selten sieht. Bild: EPA/EPA

Arktische Kälte in den USA vorerst vorbei – doch die nächste Welle ist im Anmarsch

Wetterkapriolen in den USA: Nach arktischer Kälte im Mittleren Westen können Menschen dort am Wochenende auf ein Ende der Eiszeit hoffen – allerdings nur vorübergehend, nächste Woche soll es schon wieder frostig werden.



Deshalb gibt es überall gefrorene Hosen in Minneapolis

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Video: watson/Emily Engkent

Für die Nachbarstädte Minneapolis und Saint Paul sagte der Nationale Wetterdienst (NWS) Temperaturen von plus 7 Grad Celsius am Sonntag voraus – nach minus 32 Grad am Donnerstag wäre das ein Anstieg von fast 40 Grad. Bis Mitte nächster Woche soll die Temperatur dort dann wieder um 30 Grad auf minus 23 Grad fallen. Der NWS sprach von einem «Wetter-Peitschenhieb».

Der Wetterdienst teilte mit, die «lebensbedrohlichen» arktischen Luftmassen, die in den vergangenen Tagen Teile der USA beherrschten, sollten noch am Freitag aus dem Nordosten des Landes abziehen. Ungemach droht nun aber dem Westen der USA: An der Westküste wurden bis Montag gleich zwei schwere Stürme erwartet.

Kälte in den USA

«Schwere Regenfälle, starke Winde und viel Schnee in den Bergen werden Auswirkungen auf weite teile Kaliforniens an diesem Wochenende haben», warnte der NWS. Gegenden, die im Sommer von verheerenden Waldbränden betroffen waren, drohten nun Überflutungen.

Über 20 Tote wegen Kälte

In Chicago war es am Donnerstag mit minus 29 Grad Celsius kälter als an allen bisherigen letzten Januartagen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1870. Nach NWS-Angaben verzeichnete die Millionenmetropole 52 Stunden am Stück Temperaturen von unter 0 Grad Fahrenheit, das entspricht minus 18 Grad Celsius.

Der Wetterdienst versah seinen Tweet dazu mit dem Hashtag #chiberia2019 – eine Mischung aus Chicago und Sibirien. Tatsächlich war es in Chicago nach einem Bericht des Senders NBC zeitweise sogar kälter als in Sibirien, am Südpol, auf dem Mount Everest oder in Alaska.

epa07332174 Ice and snow builds up along Lake Michigan in Chicago, Illinois, USA, 30 January 2019. The US Midwest is gripped by a coldspell as a polar vortex sent temperatures far below zero degrees Celsius. According to meteorologists temperatures in Chicago area could drop to minus 31 degrees Celsius (-25F).  EPA/KAMIL KRZACZYNSKI

Arktische Zustände beim Lake Michigan in Chicago. Bild: EPA/EPA

Die «New York Times» berichtete, landesweit seien im Zusammenhang mit der arktischen Kälte mehr als 20 Todesfälle verzeichnet worden. Behörden machten demnach die extremen Temperaturen unter anderem für den Tod eines 18-jährigen Studenten in Iowa verantwortlich. Er war bewusstlos auf dem Campusgelände gefunden worden und später im Spital gestorben.

epaselect epa07334670 Workers take a break from clearing snow from downtown sidewalks while schools and some government offices remain closed for a third day due to the extreme cold weather, in St. Paul, Minnesota, USA, 31 January 2019.  EPA/CRAIG LASSIG

Arbeiter in St.Paul, Minnesota. Bild: EPA/EPA

Einige der Todesopfer seien erfroren, andere bei wetterbedingten Unfällen gestorben, hiess es. Viele Fälle würden noch untersucht, um die genaue Todesursache zu klären. Die Behörden gingen aber in davon aus, dass das Wetter eine Rolle gespielt habe.

Temperaturen weiter unter Gefrierpunkt

In Chicago stiegen die Temperaturen an, sie lagen am Freitag aber weiterhin unter dem Gefrierpunkt. Der Wetterdienst hatte in den vergangenen Tagen vor Erfrierungen auf ungeschützter Haut innerhalb von Minuten gewarnt.

Alleine in Chicago wurden mehr als 60 Wärmestuben für Wohnungslose eingerichtet. Auch alle Polizeiwachen dienten als Möglichkeit für Menschen, sich aufzuwärmen.

epa07334135 A man braves the freezing weather as he walks in Chicago, Illinois USA, 31 January 2019 Media reports state that more than 200 million people are facing freezing temperatures as Polar vortex has gripped the US Midwest in coldspell.  EPA/KAMIL KRZACZYNSKI

Es geht nichts über gut isolierte Kleidung. Bild: EPA/EPA

Die Kältewelle führte zum Teil zu skurrilen Begebenheiten. In vielen Orten wurden Lieferketten unterbrochen. Gastwirte wurden nicht mehr mit Bier beliefert, aus Angst, der Gerstensaft könnte einfrieren.

Die Kälte führte vereinzelt zu Stromausfällen. In vielen Bundesstaaten blieben Schulen und manche Universitäten geschlossen. Die Flughäfen kamen teils mit dem Enteisen der Maschinen nicht nach. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen oder waren verspätet. In mehreren Bundesstaaten wurde keine Post zugestellt.

Auch in der US-Hauptstadt Washington im Nordosten des Landes lagen die Temperaturen am Freitag wieder deutlich unter dem Gefrierpunkt, am Vormittag fiel Schnee. In zahlreichen Schulen in der Region fiel der Unterricht aus oder begann verspätet. (sda/dpa)

Rekordkälte in Chicago

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Video: srf

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